Gute Absicht, falsche Mittel
Autor: Suomynona 15.08.06 - 17:26
Da fand wohl jemand die "Three Laws of Robotics" von Asimov cool und meinte den Coolness-Faktor in sein Projekt einbauen zu muessen.
Alleine die Formulierung macht die Software fuer die allermeisten Anwendungen untauglich: "The program and its derivative work will neither be modified or executed to harm any human being nor through inaction permit any human being to be harmed"
Man beziehe diese Formulierung einfach mal auf das Beispiel Genom-Forschung: Die Forschung vorantreiben kann man nicht, die gewonnen Erkenntnisse sind schliesslich heissbegehrt bei versch. Versicherern sowie beim Militaer; Schwachstellen des Erbguts zu kennen ist fuer beide Parteien hochinteressant und fuegt somit ganz sicher vielen Menschen Schaden zu. Auf diesem Gebiet nicht zu forschen ist auch nicht moeglich, schliesslich liegt im tieferen Verstaendnis unseres Erbguts sehr wahrscheinlich der Schluessel zu vielen Krankheiten (Krebs, AIDS, etc.) sowie zu Alterung und Regeneration (z.b: Nervenzellen gezielt zur Regeneration anregen um Querschnittslaehmung zu heilen).
Von diesem Dilemma abgesehen schraenkt diese Formulierung die Forschung ein, es duerfen nur noch Forschungen angestellt werden die erkennbaren Nutzen bringen, Erkenntnisse aus "schaedlicher Forschung" die letztenendes der den noetigen Erkenntnisgewinn bringen um damit Positives zu erreichen, sind von vornherrein verboten.
Man koennte sogar soweit gehen, dass die Software durch diese Klausel nutzlos wird, denn jeder damit aufgebaute Cluster muesste an jedem aktuten Menscheitsporblem arbeiten, damit er nicht "through inaction" Menschen zu schaden kommen laesst.
Fazit: Die Intention diese Klausel ist gut gemeint, die Laws of Robotics nach Asimov haben aber hier sicher nix verloren.
snafu,
Suomynona



