Open Source - Was sol das eigentlich
Autor: Jan G. 16.08.06 - 23:07
Für mich hat diese Thematik vor allem eines: Signalwirkung vor der man nicht die Augen verschliessen sollte. Denn worum geht es? Open Source Entwicklungen. Was heisst das? Tausende von Menschen arbeiten unter hohem persönlichen Einsatz an der Entwicklung oder Verbesserung von Software OHNE DAFÜR BEZAHLT ZU WERDEN. Und genau das ist der entscheidende Punkt. Schaut man sich die gegnwärtige Entwicklung nämlich an, so ist diese neue Strömung doch irgendwie sehr "Zielgerichtet". Einer der mächtigsten und finanzkräftigsten Verfechter der Open Source Philosophie ist meines wissens z.B. IBM und mann mag sich fragen, wiso ist das wohl so. Z.B im Bezug auf Linux Betriebssysteme, die ja mittelfristig den Microsoft vom Markt fegen sollen und vielleicht auch können. Und die Entwicklung dieses Konkurrenzproduktes kostet dabei dann keinen Cent. Ein hervorragendes und von unmengen motivierter und kreativer Menschen optimiertes System, da muss Microsoft schon einiges dagegenhalten, und das ist nicht billig! Ein wirklich Kleveres Sytem. Ob uns das langfristig ein kostenfreies BEtriebssystem bescheren wird halte ich doch für mehr als unwarscheinlich. Dafür lässt sich damit zu viel Geld machen.
Diese Zusammenhänge lassen vermuten, dass der Open Source Spielplatz einmal mehr nichts anderes ist als ein bisschen simulierte "Freiheit", denn wenn's ans Einmgemachte geht, dann stehen die verschiedenen Interessengruppen ganz schnell auf dem Plan und ziehen an den notwendigen Hebelchen - z.B. in der Softwarefoundation - um das Schiffchen schnell wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Das hatten wir ja schon beim Thema Internet.
Und man hat genau hier auch noch den Eindruck, als würde die Änderung der Lizenz in diesem Bereich, bei gewissen Interessengruppen ein Problem darstellen, sonst kann man sich die Diskussion doch einfach nicht erklären. Vielleicht geht es auch wiedereinmal um die Schaffung eines Präzidenzfalles. Wenn man's hier durchsetzen kann, dann kann man's auch in anderen Zusammenhängen oder bei anderen Open Source "Produkten".
Ich finde es jedenfalls in keinster Weise verwerflich oder hinderlich für den Grundgedanken der Open Source Bewegung, den Begriff "für jeden frei zugänglich" auf diejenigen Interessenten einzuschränken, die dieses kostbare Gedankengut nicht nutzen um kriegerische Ziele und Interessen zu verwirklichen. Es reicht doch schon wenn verschiedene Interessengruppen über Umwege doch in Euro-Dollar Kategorien an Open Source profitieren.
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Jan G. | 16.08.06 - 23:07 |



