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Kulanz verbieten

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  1. Kulanz verbieten

    Autor: McWiesel 11.06.19 - 17:05

    Nicht nur die Vernichtung von Rücksendewaren, auch die unnötige Rumschickerei müsste eingedämmt werden, in dem man Onlinehändler verbietet sowas als "Service" anzubieten.

    Ganz einfache Regeln:
    - Produkt (exkl. Kleidung) entsprach exakt der Beschreibung und wurde trotzdem ohne vertretbaren Grund zurückgeschickt -> Doppelte Versandkosten + 10¤ Bearbeitungsgebühr
    - Produkt wurde offensichtlich länger als zum reinen Test verwendet -> Keine Rücknahme + 50¤ Bearbeitungsgebühr + ab einem gewissen Warenwert Strafverfahren wegen Betrug (weil ein Onlineshop kein Mietservice ist).
    Ich möchte bei der heutigen Gesellschaft echt nicht wissen, wie viele Schuhe zum Beispiel an Amazon zurückgehen, die offensichtlich schon auf der Straße getragen wurden. Hier darf der Händler einfach keinerlei Kulanz bieten, sondern muss eher noch saftigen Schadenersatz verlangen, allein weil er schon so eine unlautere Rücksendung bearbeiten musste.

    Insbesondere auch diese Spezialisten, die sich 5 Fernseher gleichzeitig bestellen um sich in aller Ruhe einen davon auszusuchen, müssten 5x Hin- und Rücksendekosten bezahlen und gewaltig Gefahr laufen am Ende auch 5 Fernseher kaufen zu müssen. Denn die Logistik ist umweltmäßig nicht vertretbar, das Verhalten zahlen alle fairen Käufer mit und verursacht so manches erneut versendete "Neugerät", was offensichtlich schon einige Betriebsstunden + Fingerabdrücke & Co hat. Und gleichzeitig hätte der lokale Handel (wo der direkte Vergleich möglich ist) wieder einen kleinen Vorteil an der Hand.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.06.19 17:06 durch McWiesel.

  2. Re: Kulanz verbieten

    Autor: redmord 11.06.19 - 17:17

    +1

    Führt gleichzeitig zu deutlich weniger Reviews bei YT und Co. Win-Win-Win! ;-)

  3. Re: Kulanz verbieten

    Autor: bitshift 11.06.19 - 17:32

    Kostentechnisch stimme ich Dir zu, aber ökologisch bezweifle ich , dass Nicht-Versandhandel sinnvoller ist, sofern nicht vom Hersteller direkt und ohne Auto bezogen werden kann:

    a) Die Post ist sozusagen eine Fahrgemeinschaft für Waren. Du kommst ja nicht "einfach so" in den Laden. Selbst wenn da Retouren dabei sind wird das im Schnitt bestimmt schlimmer sein, wenn jeder sein Zeug selber holt.

    b) Die Ware, die man in einem Laden abholt muss ja auhc dorthin gebracht werden. Ich sehe da keinen Vorteil gegenüber eines Versandlagers.

    Aber dies nur aus dem Bauch heraus, kann ich nicht belegen.

  4. Re: Kulanz verbieten

    Autor: Quantium40 11.06.19 - 17:36

    Gesetzliche Pflichten sind keine Kulanz.

    Im Falle des Widerrufsrechtes innerhalb von 14 Tagen bei Fernabsatzgeschäften, ist es gewollt, dass keine Angabe von Gründen notwendig ist. Zum einen sind die Warenbeschreibungen im Onlinehandel oft mehr als dürftig, so dass "exakt der Beschreibung entsprechend" einfach nicht wirklich exakt ist und zum anderen soll dem Kunden damit ein Prüfrecht an der Ware eingeräumt werden, so wie er im Laden ein Gerät ansehen kann.
    Natürlich entstehen dadurch Kosten, aber die muss man als Unternehmen eben einpreisen und zusehen, dass man schwarze Schafe, bei denen die Kosten den kalkulierten Rahmen wiederholt sprengen, in Zukunft nicht mehr als Kunden beliefert.

    Warum Rücksendewaren vernichtet werden, erschliesst sich mir allerdings auch nicht wirklich. Es gibt im Zweifelsfall ja schliesslich noch Ramschhändler, die praktisch alles unters Volk bringen, solange der Preis nur niedrig genug ist. Schwierig wird es erst, wenn die Einkaufspreise so niedrig sind, dass selbst die Ramschhändler lieber ab Werk kaufen.

  5. Re: Kulanz verbieten

    Autor: BlackSuit 11.06.19 - 17:44

    Ein paar tolle Regeln hast du da aufgestellt. Nur will ich dir was verraten: Schon heute könnten Versandhändler bei übermäßig 'gestester' Ware Schadensersatz verlangen. Nur muss alles nachgewiesen werden: Das ist häufig teurer als einfach die Klappe zu halten.
    Aber der Kunde landet dann einfach auf der schwarzen Liste, auch wenn er zu häufige Retouren verursacht, und irgendwann kündigt Amazon halt das Kundenkonto und verzichtet auf weitere Bestellungen von diesem Kunden. Ganz einfache Marktwirtschaftliche Selbstregulierung ohne hysterische Vorschriften.

  6. Naja

    Autor: Emulex 11.06.19 - 17:56

    Im Laden schauen sich hunderte Kunden ein Ausstellungsstück an, beim Online-Handel bestellt jeder sein eigenes und schickt es ggf. zurück.

    Ich bin da eher bei McWiesel und finde das Fernabsatzgesetz kontraproduktiv.

    Wenn ich was kaufe, dann erkundige ich mich vorher möglichst genau und erst wenn es wirklich kompletter Mist ist, dann geht es zurück.
    Selbst bei Klamotten liegt meine Rücksendequote bei vielleicht 10%, bei allem anderen sicher unter 1%.

  7. Re: Kulanz verbieten

    Autor: McWiesel 11.06.19 - 17:59

    BlackSuit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein paar tolle Regeln hast du da aufgestellt. Nur will ich dir was
    > verraten: Schon heute könnten Versandhändler bei übermäßig 'gestester' Ware
    > Schadensersatz verlangen. Nur muss alles nachgewiesen werden: Das ist
    > häufig teurer als einfach die Klappe zu halten.

    Eben, weil die Gesetze zu viel Spielraum lassen. Letztlich Beweislastumkehr auf den Kunden. Defekt/Garantie kein Thema, aber nicht einfach nur "passt nicht" obwohl die Maße eindeutig angegeben waren.

    > Aber der Kunde landet dann einfach auf der schwarzen Liste, auch wenn er zu
    > häufige Retouren verursacht, und irgendwann kündigt Amazon halt das
    > Kundenkonto und verzichtet auf weitere Bestellungen von diesem Kunden. Ganz
    > einfache Marktwirtschaftliche Selbstregulierung ohne hysterische
    > Vorschriften.

    Offensichtlich aber viel zu lasch. Wer bei Amazon rausfliegt, muss es wohl zu krass übertreiben, das Thema hatten wir hier ja auch schon. Ein paar Euros mehr auf jeden Artikel um die "Schmarotzer" mitzufinanzieren ist wirtschaftlich leider für Amazon viel besser...

  8. Re: Kulanz verbieten

    Autor: BlackSuit 11.06.19 - 18:03

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BlackSuit schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein paar tolle Regeln hast du da aufgestellt. Nur will ich dir was
    > > verraten: Schon heute könnten Versandhändler bei übermäßig 'gestester'
    > Ware
    > > Schadensersatz verlangen. Nur muss alles nachgewiesen werden: Das ist
    > > häufig teurer als einfach die Klappe zu halten.
    >
    > Eben, weil die Gesetze zu viel Spielraum lassen. Letztlich Beweislastumkehr
    > auf den Kunden. Defekt/Garantie kein Thema, aber nicht einfach nur "passt
    > nicht" obwohl die Maße eindeutig angegeben waren.
    >
    > > Aber der Kunde landet dann einfach auf der schwarzen Liste, auch wenn er
    > zu
    > > häufige Retouren verursacht, und irgendwann kündigt Amazon halt das
    > > Kundenkonto und verzichtet auf weitere Bestellungen von diesem Kunden.
    > Ganz
    > > einfache Marktwirtschaftliche Selbstregulierung ohne hysterische
    > > Vorschriften.
    >
    > Offensichtlich aber viel zu lasch. Wer bei Amazon rausfliegt, muss es wohl
    > zu krass übertreiben, das Thema hatten wir hier ja auch schon. Ein paar
    > Euros mehr auf jeden Artikel um die "Schmarotzer" mitzufinanzieren ist
    > wirtschaftlich leider für Amazon viel besser...

    Wenn nicht mehr jede Begründung für die Retoure akzeptiert wird, googelt man halt eine die anwaltlich geprüft wurde. So verliert der Händler wertvolles Feedback. Schlimmstenfalls beschädigen Kunden sogar absichtlich Ware und behaupten dann die wäre so eingetroffen nur um deinen Regeln zu entsprechen. Wie überall im Leben ist gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht.

  9. Re: Kulanz verbieten

    Autor: Tet 11.06.19 - 19:06

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz einfache Regeln:
    > - Produkt (exkl. Kleidung) entsprach exakt der Beschreibung und wurde
    > trotzdem ohne vertretbaren Grund zurückgeschickt -> Doppelte Versandkosten
    > + 10¤ Bearbeitungsgebühr

    Offensichtlich gehen Sie davon aus, dass Beschreibungen grundsätzlich korrekt und vor allem vollständig sind. Leider ist das häufig nicht der Fall. Nicht nur fehlen teilweise Elemente, auf die ein Kunde wert legt, negative Aspekte werden praktisch nie genannt. So habe ich zum Beispiel bei Smartphone- und Tablethüllen noch nie in der Beschreibung gelesen: "Stinkt bestialisch nach Chemie." So etwas findet man mit etwas Glück in den Kommentaren zum Produkt, aber auch die Kommentatoren mussten das Produkt erst bestellen und ggf. zurücksenden, um diese Produkteigenschaft in Erfahrung zu bringen.

    > - Produkt wurde offensichtlich länger als zum reinen Test verwendet ->
    > Keine Rücknahme + 50¤ Bearbeitungsgebühr + ab einem gewissen Warenwert
    > Strafverfahren wegen Betrug (weil ein Onlineshop kein Mietservice ist).

    Auch das ist so nicht machbar. Was, wenn der Besteller in Urlaub oder sonstwie abwesend war und erst nach einer Woche dazu kam, das Produkt zu testen?

    > Ich möchte bei der heutigen Gesellschaft echt nicht wissen, wie viele
    > Schuhe zum Beispiel an Amazon zurückgehen, die offensichtlich schon auf der
    > Straße getragen wurden. Hier darf der Händler einfach keinerlei Kulanz
    > bieten, sondern muss eher noch saftigen Schadenersatz verlangen, allein
    > weil er schon so eine unlautere Rücksendung bearbeiten musste.

    Es ist heute schon möglich, Wertersatz für die über ein Testvolumen hinausgehende Nutzung eines Produktes zu verlangen. Allerdings liegt die Beweispflicht beim Händler, der schon aus Kostengründen oft darauf verzichtet - wenn das erforderliche Sachverständigengutachten mehr als das Produkt kostet, macht es keinen Sinn den Rücknahmewert zu mindern. Stattdessen werden interne Listen geführt, die auf Dauer entsprechende Kunden ausschließen.

  10. Re: Kulanz verbieten

    Autor: Avarion 11.06.19 - 19:11

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Eben, weil die Gesetze zu viel Spielraum lassen. Letztlich Beweislastumkehr
    > auf den Kunden. Defekt/Garantie kein Thema, aber nicht einfach nur "passt
    > nicht" obwohl die Maße eindeutig angegeben waren.

    Was nutzt das? Maße sind nicht genormt. Nicht mal bei Schuhgrößen.

  11. Re: Kulanz verbieten

    Autor: Tet 11.06.19 - 19:24

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eben, weil die Gesetze zu viel Spielraum lassen. Letztlich Beweislastumkehr
    > auf den Kunden. Defekt/Garantie kein Thema, aber nicht einfach nur "passt
    > nicht" obwohl die Maße eindeutig angegeben waren.

    Die Maße sind eben nicht immer eindeutig, sondern oft mehr oder weniger sinnfrei. Schuhe sind ein schönes Beispiel. In Japan misst man die Länge und Breite des Fußes und kann danach Schuhe bestellen. Hierzulande hat man ein Konglomerat aus Schuhgrößen, die nicht aus verschiedenen Maßsystemen kommen und deshalb bei gleichen Zahlen unterschiedliche Größen repräsentieren. Auch die Hersteller selbst kochen ihr eigenes Süppchen und selbst die gleiche Schuhgröße im gleichen Maßsystem wird je nach Hersteller und Produkt anders ausgelegt. Die Breite der Füße, durchaus ein Argument beim Schuhkauf, wird in unserem Größensystem sogar überhaupt nicht abgebildet, so dass diese Angabe immer fehlt.
    Bei Kleidung ist es eher noch schlimmer. Dort hängt nicht selten die Größe auch noch von der Zielgruppe ab. Kleidung für etwas Ältere ist bei gleicher Größe weiter geschnitten, damit man mit immer sagen kann "ich bin überhaupt nicht dicker geworden", obwohl die vor 20 Jahren gekauften Sachen alle "irgendwie" zu eng geworden sind.

  12. Re: Kulanz verbieten

    Autor: crazypsycho 11.06.19 - 19:33

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht nur die Vernichtung von Rücksendewaren, auch die unnötige
    > Rumschickerei müsste eingedämmt werden, in dem man Onlinehändler verbietet
    > sowas als "Service" anzubieten.

    Wird nicht durchsetzbar sein. Und das ist auch gut so. Denn sonst könnten sich Händler durch guten Service nicht mehr absetzen.

    > Ganz einfache Regeln:
    > - Produkt (exkl. Kleidung) entsprach exakt der Beschreibung und wurde
    > trotzdem ohne vertretbaren Grund zurückgeschickt -> Doppelte Versandkosten
    > + 10¤ Bearbeitungsgebühr

    Funktioniert nicht, da eine Beschreibung nie so exakt ist. Zumal das von manchem Händler missbraucht werden würde. Die würden dann immer die Bearbeitungsgebühr wollen, wogegen man sich wehren muss (bspw wenn das Produkt wirklich nichts taugt).
    Die Versandkosten können die Händler auch jetzt schon verlangen.

    > - Produkt wurde offensichtlich länger als zum reinen Test verwendet ->
    > Keine Rücknahme + 50¤ Bearbeitungsgebühr + ab einem gewissen Warenwert
    > Strafverfahren wegen Betrug (weil ein Onlineshop kein Mietservice ist).

    Bearbeitungsgebühren kann man nicht so einfach willkürlich festlegen. Die müssen dem Aufwand entsprechend sein. 50¤ wird man nicht rechtfertigen können.
    Und auch da würden einige Händler das Ganze ausnutzen und einfach behaupten es sei länger benutzt worden.

    > Ich möchte bei der heutigen Gesellschaft echt nicht wissen, wie viele
    > Schuhe zum Beispiel an Amazon zurückgehen, die offensichtlich schon auf der
    > Straße getragen wurden.

    Wenn keine Abnutzungen zu sehen sind und die Schuhe sauber sind, ist das doch relativ egal.
    Und wenn es Abnutzungen gibt, kann der Händler auch jetzt Wertersatz verlangen.

    > Hier darf der Händler einfach keinerlei Kulanz
    > bieten, sondern muss eher noch saftigen Schadenersatz verlangen, allein
    > weil er schon so eine unlautere Rücksendung bearbeiten musste.

    Wertersatz kann er ja verlangen, ist kein Problem. Aber er kann natürlich auch kulant sein, was man ihm auch nicht verbieten kann. Der Kunde ist zufrieden und bestellt erneut...

    > Insbesondere auch diese Spezialisten, die sich 5 Fernseher gleichzeitig
    > bestellen um sich in aller Ruhe einen davon auszusuchen, müssten 5x Hin-
    > und Rücksendekosten bezahlen und gewaltig Gefahr laufen am Ende auch 5
    > Fernseher kaufen zu müssen. Denn die Logistik ist umweltmäßig nicht
    > vertretbar, das Verhalten zahlen alle fairen Käufer mit und verursacht so
    > manches erneut versendete "Neugerät", was offensichtlich schon einige
    > Betriebsstunden + Fingerabdrücke & Co hat. Und gleichzeitig hätte der
    > lokale Handel (wo der direkte Vergleich möglich ist) wieder einen kleinen
    > Vorteil an der Hand.

    Fünf Fernseher bestellt so gut wie niemand. Und bei vielen Händler macht der Kunde das auch nur einmal. Denn der Händler kann auch Geschäfte mit dem Kunden ablehnen. Macht Amazon übrigens auch.

  13. Re: Kulanz verbieten

    Autor: McWiesel 11.06.19 - 19:45

    Avarion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McWiesel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > Was nutzt das? Maße sind nicht genormt. Nicht mal bei Schuhgrößen.

    Kleidung muss generell ausgenommen bleiben. Es ging mir hier eher um so Sachen wie Fernseher ... "ich probier mal aus ob mir 32" oder 40" besser gefällt" .... sowas kann man weißgott vorher mit einem großen Karton nachbilden. Aber genau sowas liest man dann als 1-Stern-Rezension .. "zurückgeschickt weil passte nicht in meine Wohnwand!!"

    Sicher ist das Thema schwer zu fassen, aber ein bisschen bessere Gesetze, die den kleinen Händler einerseits vor Missbrauch schützt und dem großen Händler all zu großzügige Kulanz verbietet, könnte man schon machen.

  14. Re: Kulanz verbieten

    Autor: bplhkp 11.06.19 - 21:16

    Tet schrieb:
    ------------------------------------------------------------------------------
    > Die Maße sind eben nicht immer eindeutig, sondern oft mehr oder weniger
    > sinnfrei.

    Der gute Kleidungshändler gibt Maßtabellen an oder zumindest detaillierte Maße für eine Referenzgröße (vorbildlich hier: Outletcity Metzingen).
    Das hilft aber alles nichts, wenn der Hersteller Maßabweichungen im cm-Bereich hat. Olymp hat sich diese Krankheit mit der Produktionsverlagerung nach Bangladesch eingefangen.

    > Die Breite der Füße, durchaus ein Argument
    > beim Schuhkauf, wird in unserem Größensystem sogar überhaupt nicht
    > abgebildet, so dass diese Angabe immer fehlt.

    Es gibt durchaus die Schuhweite (F/G/H), die Angabe findet man halt leider nur bei Halbschuhen klassischer Hersteller.
    Hier ist Amazon ganz stark: die lassen die Angabe einfach weg - da beginnt dann das Versandroulette was man bekommt.

    Insgesamt finde ich das Rumgehacke auf den Endkunden bei den Retouren nicht angebracht. Die Händler haben viel selbst in der Hand, wenn sie Produkte ordentlich beschreiben und die versprochene Qualität geliefert wird (sind Pixelfehler bei LCDs noch ein aktuelles Problem?). Der Händler der hier spart, muss halt mit höheren Retouren rechnen und kann sich dann selber für die unnötigen Transporte an die Nase fassen.
    Vielleicht sollten man dem Kunden das Recht einräumen eine Bearbeitungsgebühr zu verlangen, wenn er hier unnötige Rücksendungen zur Post bringen muss.

  15. Re: Kulanz verbieten

    Autor: forenuser 11.06.19 - 21:25

    Für Schuhe gibt es "Mondopoint", das ist eine international standarisierte Angaben.

    Daraus ergeben sich aber zwei Punkte.
    - Wo es keine internationalen Standards gibt sind diese einzuführen.
    - Die internationalen Standards sind verbindlich und anzuwenden.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  16. Re: Kulanz verbieten

    Autor: crazypsycho 11.06.19 - 21:26

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tet schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > ---
    > > Die Maße sind eben nicht immer eindeutig, sondern oft mehr oder weniger
    > > sinnfrei.
    >
    > Der gute Kleidungshändler gibt Maßtabellen an oder zumindest detaillierte
    > Maße für eine Referenzgröße (vorbildlich hier: Outletcity Metzingen).
    > Das hilft aber alles nichts, wenn der Hersteller Maßabweichungen im
    > cm-Bereich hat. Olymp hat sich diese Krankheit mit der
    > Produktionsverlagerung nach Bangladesch eingefangen.

    Es kommt ja nicht nur auf die passende Kleidergröße an. Anhand eines Fotos weiß man nicht, ob es einem selbst auch steht. Das weiß man erst wenn man es anprobiert.


    > > Die Breite der Füße, durchaus ein Argument
    > > beim Schuhkauf, wird in unserem Größensystem sogar überhaupt nicht
    > > abgebildet, so dass diese Angabe immer fehlt.
    >
    > Es gibt durchaus die Schuhweite (F/G/H), die Angabe findet man halt leider
    > nur bei Halbschuhen klassischer Hersteller.
    > Hier ist Amazon ganz stark: die lassen die Angabe einfach weg - da beginnt
    > dann das Versandroulette was man bekommt.

    Auch bei den Schuhen gilt dasselbe. Die Größenangaben können noch so genau sein.
    Hier kommt es nicht nur auf Größe und Optik an, sondern auch wie gut man damit laufen kann.

  17. Re: Kulanz verbieten

    Autor: BlindSeer 12.06.19 - 10:11

    Vor allem ist das nichts Neues. Das galt schon in der analogen Zeit. Ich erinnere mich an meine Kindheit, wo meine Mutter drei Hosen bei Quelle, Otto oder so bestellt hat. Ich musste in alle drei rein und schauen welche am besten passt. Die anderen gingen zurück. Das ging damals schon in den 80ern.

  18. Re: Kulanz verbieten

    Autor: violator 12.06.19 - 16:54

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eben, weil die Gesetze zu viel Spielraum lassen. Letztlich Beweislastumkehr
    > auf den Kunden. Defekt/Garantie kein Thema, aber nicht einfach nur "passt
    > nicht" obwohl die Maße eindeutig angegeben waren.

    Gerade bei Kleidung sind angegebene Maße aber oft nur ein Witz. Ich habe hier zwei Schuhe mit einer kompletten Schuhgröße Unterschied. Von den Maßen in cm her sind aber beide exakt gleich groß, von innen auch. Sind halt verschiedene Hersteller.

    Und Hemden usw. sind unterschiedlich geschnitten und da sagt "L" oft gar nix aus.

  19. Re: Kulanz verbieten

    Autor: berritorre 12.06.19 - 19:54

    Hahahaha, ja, die Zeit der Quelle-Sammelbestellung... das waren Zeiten. ;-)

  20. Re: Kulanz verbieten

    Autor: crazypsycho 12.06.19 - 23:11

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor allem ist das nichts Neues. Das galt schon in der analogen Zeit. Ich
    > erinnere mich an meine Kindheit, wo meine Mutter drei Hosen bei Quelle,
    > Otto oder so bestellt hat. Ich musste in alle drei rein und schauen welche
    > am besten passt. Die anderen gingen zurück. Das ging damals schon in den
    > 80ern.

    Ja so war das bei mir auch. Schön aus dem Katalog paar Sachen ausgesucht die auf dem Bild gut aussahen, bestellt und 70% wieder zurückgeschickt. Natürlich Versandkostenfrei, obwohl es kein Gesetz dafür gab. Und bezahlt hat man auf Rechnung und nur das was man behalten hat.
    Da hat niemand rumgejammert, gehört eben zum Geschäftsmodell.

    Aber jetzt regen sich die Händler auf, die ohnehin wenig Retouren haben. Leute die fünf Smartphones bestellen sind ziemlich in der Minderheit. Fünf Fernseher noch weniger (da ist der Aufwand die zurückzuschicken schon sehr groß).

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