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Gesetzeslage

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  1. Gesetzeslage

    Autor: LX 17.08.06 - 12:46

    Überall auf der Welt ist die erste Abmahnung kostenlos, nur in Deutschland darf der Anwalt (und auch nur dieser) dafür etwas verlangen. Diese Gesetzeslage dient lediglich als ABM für überflüssige Anwälte und gehört an den internationalen Standard angepaßt.

    Bei Internet-Abmahnungen sollte man

    1. nichts zahlen
    2. nichts unterschreiben
    3. den abgemahnten Umstand so schnell wie möglich samt aller Spuren beseitigen
    4. auf § 8 II TDG vertrauen, nach dem Anbieter von solchen Diensten nicht verpflichtet sind, nach Gründen zu suchen, warum ihr Angebot illegal ist.

    Dann kann eigentlich nichts Schlimmeres passieren.

    Gruß, LX

  2. Re: Gesetzeslage

    Autor: Mozzy 17.08.06 - 12:49

    LX schrieb:

    > 3. den abgemahnten Umstand so schnell wie möglich
    > samt aller Spuren beseitigen

    Gilt der Google Cache als "Beweis"?

  3. Re: Beweise

    Autor: LX 17.08.06 - 12:56

    Frage Dich selbst: was sind Beweise?

    Vor Gericht bleibt üblicherweise nur der Ausdruck der entsprechenden Seite - und der ist wenig aussagekräftig, da er viel zu viel Spielraum für Manipulation beinhaltet.

    Selbst wenn man den Google-Cache einer Seite aufruft, zeigt das nicht, dass der Webmaster diese Version der Seite selbst eingestellt hat. Außerdem kannst Du davon ausgehen, dass bis zu einem Gerichtsverfahren der Google-Cache bereits wieder aktualisiert wurde - und eine Zwischenspeicherung Deiner Seite als Beweismittel durch jemand anderen als Polizei oder Staatsanwaltschaft (die dazu im Sinne der Beweismittelerhebung berechtigt sind) verstößt gegen das Urheberrecht, so dass im Zweifelsfall Dein Anwalt auf Nichtzulassung dieser "Beweise" plädieren kann und diesem Antrag mit hoher Wahrscheinlichkeit stattgegeben wird.

    Gruß, LX


    Mozzy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > LX schrieb:
    >
    > > 3. den abgemahnten Umstand so schnell wie
    > möglich> samt aller Spuren beseitigen
    >
    > Gilt der Google Cache als "Beweis"?
    >


  4. Re: Gesetzeslage

    Autor: Mein Name 17.08.06 - 12:57

    Mozzy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > LX schrieb:
    >
    > > 3. den abgemahnten Umstand so schnell wie
    > möglich
    > samt aller Spuren beseitigen
    >
    > Gilt der Google Cache als "Beweis"?
    >

    Oder ein Screenshot der Seite? (Ich weiß, die kann man fälschen. Kann man aber vieles)

  5. Re: Gesetzeslage

    Autor: LX 17.08.06 - 13:05

    Gleiche Antwort. Beweise sind nur dann Beweise, wenn sie nachweislich etwas beweisen ;-)

    Im Übrigen fällt mir gerade noch ein, dass sogenannte Serienabmahnungen (also die Versendung derselben Abmahnung an mehrere Empfänger) ohnehin unwirksam sind und daher nicht beachtet werden müssen. Zu den Tips sollte man also noch hinzufügen:

    5. Informieren, ob genügend andere von der gleichen Abmahnung betroffen sind (kann vor Gericht helfen).

    Gruß, LX

    Mein Name schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Mozzy schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > LX schrieb:> > > 3. den
    > abgemahnten Umstand so schnell wie>
    > möglich> samt aller Spuren beseitigen>
    > > Gilt der Google Cache als "Beweis"?>
    >
    > Oder ein Screenshot der Seite? (Ich weiß, die kann
    > man fälschen. Kann man aber vieles)


  6. Re: Beweise

    Autor: King Euro 17.08.06 - 13:09

    Aber es gibt lustige Archivierungs-Crawler, die nur dazu dienen sowas zu speichern.

    Wir hatten mal 'ne Klage am Hals, weil wir Kartenmateral verwendet haben und unser gegenüber konnte uns nachweisen, dass es damals drin war indem er einfach eine solche Page benutzt hat.

    Er nutzte damals soweit ich weiß archive.org

    LX schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Selbst wenn man den Google-Cache einer Seite
    > aufruft, zeigt das nicht, dass der Webmaster diese
    > Version der Seite selbst eingestellt hat. Außerdem
    > kannst Du davon ausgehen, dass bis zu einem
    > Gerichtsverfahren der Google-Cache bereits wieder
    > aktualisiert wurde
    > ...
    >
    > Mozzy schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > LX schrieb:
    >
    > > 3. den
    > abgemahnten Umstand so schnell wie
    >
    > möglich> samt aller Spuren beseitigen
    >
    > Gilt der Google Cache als "Beweis"?
    >
    >


  7. Re: Beweise

    Autor: ~1984~ 17.08.06 - 18:17

    Na dieser Kommentar zeigt aber jetzt wirklich deine Inkompetenz!
    Wenn man keine Ahnung hat - so wie du - sollte man sich in die Trollecke verziehen anstatt anderen Ahnungslosen einen vom Pferd zu erzählen.


    LX schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Frage Dich selbst: was sind Beweise?
    >
    > Vor Gericht bleibt üblicherweise nur der Ausdruck
    > der entsprechenden Seite - und der ist wenig
    > aussagekräftig, da er viel zu viel Spielraum für
    > Manipulation beinhaltet.
    >
    > Selbst wenn man den Google-Cache einer Seite
    > aufruft, zeigt das nicht, dass der Webmaster diese
    > Version der Seite selbst eingestellt hat. Außerdem
    > kannst Du davon ausgehen, dass bis zu einem
    > Gerichtsverfahren der Google-Cache bereits wieder
    > aktualisiert wurde - und eine Zwischenspeicherung
    > Deiner Seite als Beweismittel durch jemand anderen
    > als Polizei oder Staatsanwaltschaft (die dazu im
    > Sinne der Beweismittelerhebung berechtigt sind)
    > verstößt gegen das Urheberrecht, so dass im
    > Zweifelsfall Dein Anwalt auf Nichtzulassung dieser
    > "Beweise" plädieren kann und diesem Antrag mit
    > hoher Wahrscheinlichkeit stattgegeben wird.
    >
    > Gruß, LX
    >
    > Mozzy schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > LX schrieb:
    >
    > > 3. den
    > abgemahnten Umstand so schnell wie
    >
    > möglich> samt aller Spuren beseitigen
    >
    > Gilt der Google Cache als "Beweis"?
    >
    >


  8. Re: Gesetzeslage

    Autor: Greg 17.08.06 - 18:56

    LX schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Überall auf der Welt ist die erste Abmahnung
    > kostenlos, nur in Deutschland darf der Anwalt (und
    > auch nur dieser) dafür etwas verlangen. Diese
    > Gesetzeslage dient lediglich als ABM für
    > überflüssige Anwälte und gehört an den
    > internationalen Standard angepaßt.
    >
    > Bei Internet-Abmahnungen sollte man
    >
    > 1. nichts zahlen
    > 2. nichts unterschreiben
    > 3. den abgemahnten Umstand so schnell wie möglich
    > samt aller Spuren beseitigen
    > 4. auf § 8 II TDG vertrauen, nach dem Anbieter von
    > solchen Diensten nicht verpflichtet sind, nach
    > Gründen zu suchen, warum ihr Angebot illegal ist.
    >
    > Dann kann eigentlich nichts Schlimmeres
    > passieren.
    >
    > Gruß, LX



    Du scheinst wenig ahnung von dem Thema zu haben, bzw einfach nur spekulieren.

    Warum verstößt es gegens urheberrecht zur beweissicherung eine seite runterzuladen?
    Es ist auch nicht nötig nachzuweisen dass es eben der webmaster war, der die seite eingestellt hat. Der webmaster ist für seine Seite verantwortlich und wenn er selber es nicht eingestellt hat, muss er wissen wer es war.

    Kurz gesagt, ich kenne mich auch nicht perfekt im Urheberrecht aus, aber was du schreibst, verstößt gegen einige prinzipien des Rechtssystems und kann daher allein deswegen schon nicht stimmen... also informier dich bitte übers thema, bevor du leuten falsche rechtsberatungen gibst.

  9. Re: Gesetzeslage

    Autor: Günter Frhr. v. Gravenreuth 20.08.06 - 13:21

    LX schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Überall auf der Welt ist die erste Abmahnung
    > kostenlos, nur in Deutschland darf der Anwalt (und
    > auch nur dieser) dafür etwas verlangen. Diese
    > Gesetzeslage dient lediglich als ABM für
    > überflüssige Anwälte und gehört an den
    > internationalen Standard angepaßt.
    >
    > Bei Internet-Abmahnungen sollte man
    >
    > 1. nichts zahlen
    > 2. nichts unterschreiben
    > 3. den abgemahnten Umstand so schnell wie möglich
    > samt aller Spuren beseitigen
    > 4. auf § 8 II TDG vertrauen, nach dem Anbieter von
    > solchen Diensten nicht verpflichtet sind, nach
    > Gründen zu suchen, warum ihr Angebot illegal ist.
    >
    > Dann kann eigentlich nichts Schlimmeres
    > passieren.
    >

    Nur eine schön teure EV. Dann braucht der RA auch nicht mehr sein Honar einklagen, er kann es gleich feststetzen lassen. :-D


    Mit freundlichen Grüßen



    Günter Frhr.v.Gravenreuth
    Rechtsanwalt, Dipl.Ing.(FH)


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