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Wer sich ohne Subventionen nicht halten kann, dessen Produkt ist nicht gut

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  1. Wer sich ohne Subventionen nicht halten kann, dessen Produkt ist nicht gut

    Autor: SchreibenderLeser 29.06.19 - 21:30

    Hallo Leser,

    in dem Fall muss ich meine Meinung einfach voranstellen: Es grenzt an eine Frechheit und wirkt unfreiwillig komisch, dass die Branche einfach so davon ausgeht, auch weiterhin vom Geld des Steuerzahlers zu profitieren. Das ist Geld, das andere Leute erarbeitet haben und mit der Erwartung, weiterhin dieses Geld zu bekommen, drückt man eine ziemliche Anspruchshaltung aus.

    Ich sehe auch nicht, dass Subventionen die deutsche Spielebranche irgendwie besser, kreativer oder vielfälter gemacht hätten. Im Gegenteil, es gibt meines Erachtens glaubwürdige Berichte darüber, dass diese Einflussnahme sogar nachteilig ist, in dem gewisse "umstrittene Spielelemente", etwa Krieg bei Strategiespielen oder Ego-Shooter (sorry, "First Person" heißt es ja jetzt politisch korrekt).
    Man darf jetzt gerne über die psychologische Wirkung von Strategiespielen und Ego-Shootern streiten oder meinetwegen auch darüber, wie schlimm und unmoralisch das doch alles sei. Soweit ich weiß zeichnen bei Ego-Shooters empirische Studien zwar ein anderes Bild, aber wer will sich seine Meinung schon durch Beobachtungen verzerren lassen.
    Bei Strategiespielen sind mir solche Studien übrigens nicht bekannt, aber durch Jahrhundertelange Erfahrungen mit Schach wissen wir ja, zu welchen Monstern Menschen dadurch werden können.

    Momentan gehen die Steuereinnahmen natürlich zurück. Es ist klar, dass da gesparrt wird.
    Und bis auf "die Siedler" sind mir jetzt nicht so viele Computerspiele "made in Germany" verbreitet.

    P.S.: Der Beitrag darf jetzt zerrissen werden.

  2. Re: Wer sich ohne Subventionen nicht halten kann, dessen Produkt ist nicht gut

    Autor: Ernie59 30.06.19 - 11:52

    Zerreissen würde ICH deinen Beitrag sicher nicht.
    Eher ergänzen.
    Ich konnte auch der vergangenen Förderung nicht einen Funken Sinnhaftigkeit erkennen.
    Steuermillionen für die Vergnügungssucht der Gamerszene?
    Nicht nachvollziehbar, und komme mir bitte niemand mit der "Arbeitsplatz"-Keule.
    Spieleentwickler leben von ihrem Erfolg, das bedingt auch, eine eigene Infrastruktur dafür aufzubauen und zu entwickeln. Nur weil andere Länder diesen Trail unterstützen muss das nicht gleich überall zur Regel werden.

    tock tock tock

  3. Re: Wer sich ohne Subventionen nicht halten kann, dessen Produkt ist nicht gut

    Autor: sodom1234 01.07.19 - 08:54

    Ist ok, dann bitte aber auch alle Subventionen von Künstlern einstellen.. solange ein "Künstler" von Staat dafür bezahlt wird eine tote Kuh auf Pflaster klatschen zu lassen, oder für ein Vermögen eine Gebäude in Klopapier einzuwickeln, sehe ich keinen Grund auch Computerkünste zu unterstützen, egal wie scheiße die Ergebnisse sind.

  4. Re: Wer sich ohne Subventionen nicht halten kann, dessen Produkt ist nicht gut

    Autor: Urbautz 01.07.19 - 09:25

    Siedler, Anno, Sacred, Spellforce, Aquanox, Crysis (Teil 1), Tropico, Drakensang, die X Reihe sind nur die dir mir ganz spontan einfallen.

  5. Re: Wer sich ohne Subventionen nicht halten kann, dessen Produkt ist nicht gut

    Autor: nachgefragt 01.07.19 - 10:27

    "Wer sich ohne Subventionen nicht halten kann, dessen Produkt ist nicht gut"

    Puh wenn wir danach gehen, welches deutsche Produkt ist dann denn überhaupt noch "gut"?

    Es wird so ziemlich jeder Sektor mehr gefördert als die Spieleindustrie (inkl. die Automobilindustrie).

    Wenn du Dir bei irgendwas denkst, da ist Deutschland gut drin, guck mal im offiziellen Bericht wie hoch die Förderung ist.

    http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/059/1805940.pdf

    Spitzen Beispiel ist auch die Solartechnik: Förderung eingestellt. China (und ander) zieht uneinholbar vorbei. 50k Arbeitstellen sind in Gefahr, bzw. so gut wie gestrichen. Was wohl bald ein paar mehr Arbeitslose bedeuten wird bzw schon tut und dir zeigen sollte, dass es bei Subventionen nicht nur um Innovation geht.
    Und wen störts? Vermutlich nicht die 20k Angestellten im hochinnovativen Bergbau, die höher subventioniert werden als es die Solartechnik jemals wurde.

    Ergo am besten alle Subventionen beenden. Dann entfernen wir uns zwar etwas vom allzeit Tief der Arbeitslosigkeit, aber es werden wenigstens keine "schlechten" Produkte subventioniert, was aktuell wohl eher die Regel als ein Sonderfall ist.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 01.07.19 10:37 durch nachgefragt.

  6. Re: Wer sich ohne Subventionen nicht halten kann, dessen Produkt ist nicht gut

    Autor: Karmageddon 01.07.19 - 15:20

    Ihr schnallt es alle nicht.

    Egal was, die Chinesen (und sicher bald auch die Inder) werden zukünftig (fast) alles billiger anbieten können als die Deutschen.

    Und warum? Weil sie ihre Bürger ausbeuten können. Die Chinesen mit ihrer Mischung aus Diktatur und Wirtschaftskraft ganz sicher noch viel mehr als in die Inder.

    Begrenzte(!) Subventionen sind eines der wenigen Mittel dagegen, so dass man sich damit hoffentlich einen Qualitätsstandard aufbauen lässt, der einem auch längerfristig das Mitspielen im Markt ermöglicht.

    Jahrhundertelange Subventionen für umweltfeindliche Technologien (Kohle) oder die Agrarwirtschaft gehören sofort abgeschafft. Begrenzte Subventionen für Hochtechnologie macht durchaus Sinn.

    Aber Scheuer braucht jetzt sicher jeden Euro für das Maut-Disaster. Daher weht doch der Wind.

  7. Re: Wer sich ohne Subventionen nicht halten kann, dessen Produkt ist nicht gut

    Autor: SchreibenderLeser 06.07.19 - 09:49

    sodom1234 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist ok, dann bitte aber auch alle Subventionen von Künstlern einstellen..
    > solange ein "Künstler" von Staat dafür bezahlt wird eine tote Kuh auf
    > Pflaster klatschen zu lassen, oder für ein Vermögen eine Gebäude in
    > Klopapier einzuwickeln, sehe ich keinen Grund auch Computerkünste zu
    > unterstützen, egal wie scheiße die Ergebnisse sind.

    Ehrlich gesagt, ich bin gar nicht davon abgeneigt, diese Konsequenz zu ziehen.
    Klar, es kann schon künstlerisch irgendwie wertvoll sein, aber im Grunde genommen stellt sich doch die Frage, wieso das von Steuergeldern finanziert wird.

  8. Re: Wer sich ohne Subventionen nicht halten kann, dessen Produkt ist nicht gut

    Autor: SchreibenderLeser 06.07.19 - 09:54

    nachgefragt schrieb:
    > Es wird so ziemlich jeder Sektor mehr gefördert als die Spieleindustrie
    > (inkl. die Automobilindustrie).

    Die Automobilindustrie erwirtschaftet Netto schon ein Plaus mit den Exporten. Hier gibt es nur darum, möglichst viele Arbeitsplätze in Deutschland zu halten und die schon gut laufende Industrie noch zu verbessern.

    Im Grunde könnte man sonst nur noch die Endmontage in Deutschland machen und die Gerätschaften "made in Germany" in alle Welt exportieren. Die deutschen Marken stehen nämlich für Qualität und Technik.

    > Spitzen Beispiel ist auch die Solartechnik: Förderung eingestellt.

    Es war von vornherein klar, dass sich eine deutsche Solarindustrie nur mit Förderung überhaupt halten könnte. Wieso sollte man das ewig Querfinanzieren, wenn man mit der selben Qualität und deutlich günstiger die Technik aus Asien importieren kann?

    Die Politik hat da an diversen Stellen massive Denkfehler. Siehe "Batteriezellenfertigung in Deutschland".

    > Und wen störts? Vermutlich nicht die 20k Angestellten im hochinnovativen
    > Bergbau, die höher subventioniert werden als es die Solartechnik jemals
    > wurde.

    Wenn das Innovativ ist, wieso nicht?
    Beim Bergbau gibt es da so eine Partei, die sich die Sorgen der Arbeiter um ihre Arbeitsplätze sehr zu Herzen nimmt... Muss ich mehr sagen?

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