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Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

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  1. Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: picaschaf 28.06.19 - 12:33

    Jedes Popelnavi kombiniert doch mittlerweile GPS, Glonass, Galileo, A-GPS und Trägheit - alleine schon damit das Ganze auch im Tunnel funktioniert. Wie kann man dann mit der Zentral Zentral Panikmache werben?

  2. Re: Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: AnonymerHH 28.06.19 - 14:17

    Irgendwie Sehe ich die Kritik nicht Ausgehebelt durch das vorhandensein / gleichzeitige benutzen mehrerer der Kritisierten Systeme?
    Auch wenn ich mich selber an den kritisierten punkten nicht störe, immerhin ist das sauteure Militärische Infrastruktur die wir freundlicherweise (zum refinanzieren) Mitbenutzen dürfen.

  3. Re: Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: Volker Vollhorst 28.06.19 - 14:20

    Darauf fällt mir direkt Space Debris und der "Kessler Effekt" ein:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Kessler_syndrome

    Kurz: Wenn ein Satellit mit einem Stück Weltraumschrott zusammenstößt (was sehr viele neue Weltraumschrott Partikel erzeugt) kann es ab einer bestimmten Menge an Weltraumschrott im Orbit zu einem Dominoeffekt kommen. So, dass alle Satelliten auf ähnlicher Höhe zerstört werden und der Orbit für Jahrzente nicht nutzbar sein wird.

    Nach einigen Jahren bremsen die Luftmoleküle in niedrigen Orbits den Weltraumschrott ausreichend, so dass er auf die Erde fällt / verglüht .. aber das dauert je nach Orbit echt lange.

    Mom. wird der Weltraumschrott eher mehr als weniger.

    Von daher wäre es schon Nett eine Alternative zu GPS und Co. zu haben.
    Die Genauigkeit sollten die Jungs wirklich noch stark verbessern, damit man mit der Technik etwas anfangen kann.

  4. Re: Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: AnonymerHH 28.06.19 - 14:24

    Wenn ich da an Starlink mit den geplanten 12.000 Sateliten im Erdnahem Orbit denke... das wird dann ein schönes Schutzschild aus dem wir nicht mehr rauskommen.

  5. Re: Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: Jakelandiar 28.06.19 - 14:35

    AnonymerHH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich da an Starlink mit den geplanten 12.000 Sateliten im Erdnahem
    > Orbit denke... das wird dann ein schönes Schutzschild aus dem wir nicht
    > mehr rauskommen.


    Bei nur 12000 Satelliten? Da sollten immer noch etliche Kilometer Abstand zwischen den Satelliten sein. Von einem Schutzschild durch den man nicht rauskommt kann man da noch lange nicht reden.

  6. Re: Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: AnonymerHH 28.06.19 - 15:05

    12.000 Sateliten in einem sehr niedrigem Orbit + Kessler Effekt ergibt dann ein Trümmerfeld durch das aus Sicherheitsgründen kein Raketenstart mehr erfolgen wird.
    Die NASA hatte vor einiger zeit mal gesagt das die Schrottmenge im viel genutzem Orbit jetzt schon so Kritisch ist das ein Ende der Raumfahrt bevorstehen könnte.

  7. Re: Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: Jakelandiar 28.06.19 - 15:08

    AnonymerHH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 12.000 Sateliten in einem sehr niedrigem Orbit + Kessler Effekt ergibt dann
    > ein Trümmerfeld durch das aus Sicherheitsgründen kein Raketenstart mehr
    > erfolgen wird.

    Das ist was anderes als nur 12000 Satelliten. Ich wüste da mal die Wahrscheinlichkeit mit der sowas wirklich passieren kann.

  8. Re: Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: picaschaf 28.06.19 - 15:11

    AnonymerHH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich da an Starlink mit den geplanten 12.000 Sateliten im Erdnahem
    > Orbit denke... das wird dann ein schönes Schutzschild aus dem wir nicht
    > mehr rauskommen.


    Unsinn. Die gehen in 1-5 Jahren runter wenn sie nicht aktiv angehoben werden. Und wenn du in der Schule aufgepasst hast, dann weißt du auch wie enorm groß der Platz in den Orbits ist.

  9. Re: Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: picaschaf 28.06.19 - 15:12

    Volker Vollhorst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Darauf fällt mir direkt Space Debris und der "Kessler Effekt" ein:
    > en.wikipedia.org
    >
    > Kurz: Wenn ein Satellit mit einem Stück Weltraumschrott zusammenstößt (was
    > sehr viele neue Weltraumschrott Partikel erzeugt) kann es ab einer
    > bestimmten Menge an Weltraumschrott im Orbit zu einem Dominoeffekt kommen.
    > So, dass alle Satelliten auf ähnlicher Höhe zerstört werden und der Orbit
    > für Jahrzente nicht nutzbar sein wird.
    >
    > Nach einigen Jahren bremsen die Luftmoleküle in niedrigen Orbits den
    > Weltraumschrott ausreichend, so dass er auf die Erde fällt / verglüht ..
    > aber das dauert je nach Orbit echt lange.
    >
    > Mom. wird der Weltraumschrott eher mehr als weniger.
    >
    > Von daher wäre es schon Nett eine Alternative zu GPS und Co. zu haben.
    > Die Genauigkeit sollten die Jungs wirklich noch stark verbessern, damit man
    > mit der Technik etwas anfangen kann.


    Wenn du meinen Post gelesen hättest, hättest du die nicht-satellitengebundenen Alternativen gesehen. Mal ganz davon abgesehen, dass es mehr als genug Platz dort oben gibt und sowieso keine Start ohne Entsorgungskonzept mehr genehmigt werden.

  10. Re: Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: AnonymerHH 28.06.19 - 15:26

    @Jakelendiar War wohl nicht deutlich genug formuliert das ich mich auf meinen vorposter bezogen hab.
    zur Wahrscheinlichkeit kann ich nichts sagen, nur das es ein ernstes Problem sein soll, vllt findest du im unten verlinkten Artikel Antworten?

    @picaschaf hab ich in der Schule nicht gut genug aufgepasst oder überschätzt du schlicht deine Ahnung (Dunning-Kruger-Effekt)?
    vllt hilft dir dieser Artikel weiter inkl der darin verlinkten Dokumente von ESA und NASA?
    https://www.tagesspiegel.de/wissen/satellitenschrott-in-der-umlaufbahn-orbit-ohne-zukunft/24346270.html

    Zitat: "Nur 60 Prozent aller Raumfahrtobjekte in niedrigen Umlaufbahnen werden 25 Jahre nach ihrem Einsatzende verschwunden sein, zeigen Daten der Esa."



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.06.19 15:28 durch AnonymerHH.

  11. Re: Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: Komischer_Phreak 28.06.19 - 16:17

    Jakelandiar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AnonymerHH schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn ich da an Starlink mit den geplanten 12.000 Sateliten im Erdnahem
    > > Orbit denke... das wird dann ein schönes Schutzschild aus dem wir nicht
    > > mehr rauskommen.
    >
    > Bei nur 12000 Satelliten? Da sollten immer noch etliche Kilometer Abstand
    > zwischen den Satelliten sein. Von einem Schutzschild durch den man nicht
    > rauskommt kann man da noch lange nicht reden.

    Es gibt eine Untersuchung an ausgewechselten Solarpanelen der ISS bzw. von Satelliten. Jedes Solarpanel enthält Löcher, die durch Schrott aus der Umlaufbahn entstanden sind. Diese ließen sich übrigens von den durch Mikrometeoriten verursachten Löchern unterscheiden durch die Ablagerungen am Rand des Loches. Das ist der Stand heute.

    Wenn Du dir jetzt Starlink anschaust, die schießen mehr als doppelt so viele Satelliten in den Weltraum, als insgesamt weltweit jemals hoch geschossen wurden. Und Du meinst, das hätte keinen ernsthaften Effekt? Wie wäre es dann mit den drei anderen Konsortien, die gerade versuchen, exakt das selbe zu machen? Zusammen werden die etwa drei mal so viele Satelliten hochschießen. Alleine von Starlink werden wir (in der vollen Ausbaugröße) Abends jederzeit etwa 100 Stück am Himmel sehen.

  12. Re: Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: Bouncy 28.06.19 - 22:29

    AnonymerHH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Irgendwie Sehe ich die Kritik nicht Ausgehebelt durch das vorhandensein /
    > gleichzeitige benutzen mehrerer der Kritisierten Systeme?
    > Auch wenn ich mich selber an den kritisierten punkten nicht störe, immerhin
    > ist das sauteure Militärische Infrastruktur die wir freundlicherweise (zum
    > refinanzieren) Mitbenutzen dürfen.
    Ja, aber von drei unabhängigen politischen Parteien (wenn man Galileo und GPS als quasi-redundant ansieht). Egal welcher, es müsste immer einer zwei Feinde daueraft und gleichzeitig außer Gefecht setzen und sein eigenes System zudem abschalten. Möglich, aber wenn das Szenario realistisch eintritt, werden wir sowieso alle im thermonuklearen Feuer gebraten...

  13. Re: Welches Navi ist denn zentralistisch organisiert?

    Autor: Ach 29.06.19 - 12:12

    So wie ich das mitbekommen habe, müssen neue (NASA/ESA)Satelliten inzwischen technisch garantieren, dass sich zu ihrem EoL innerhalb eines bestimmten Zeitraums selbständig aus dem Orbit entfernen können und natürlich auch müssen, wenn sie keiner Aufgabe mehr dienen können oder eine Gefahr droht, die Kontrolle über sie zu verlieren. Das gilt natürlich auch für SpaceX und deren Konkurrenz. Während sich das Problem in Höhen von 200km oder so ja in kurzer Zeit selber erledigt, verfügen die Starlink Satelliten über einen Ionen Antrieb, für den sie jederzeit einen Treibstoßrest mit sich führen müssen, der exklusive dafür bestimmt ist, den Satelliten kontrolliert abstürzen zu lassen. Den Aspekt bitte in keiner Drama-Chaos-Weltuntergangs-Überlegung unter den Teppich kehren!

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