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Leiharbeit gehört verboten

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  1. Leiharbeit gehört verboten

    Autor: BiGfReAk 25.07.19 - 12:32

    Das ist doch nichts anderes als moderne Sklaverei
    Man wird hin und her verliehen, macht die gleiche Arbeit wie das feste Personal, bekommt aber weniger und nur kurzfristige Verträge
    Ja hier auf die IT trifft das nicht unbedingt zu, hier nennen sich diese Leute Consultants und verdienen nicht schlecht
    Aber überall anders ist Leiharbeit reine Ausbeuterei

  2. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: le_wemtenga 25.07.19 - 12:38

    An sich find ich die Arbeitnehmerüberlassung nicht schlecht. Ich bin in der Logistik selbständig und habe relativ Schwankendes Arbeitsaufkommen. So viele Festangestellte wie ich oft bräuchte, kann ich in schwächeren Zeiten nicht 'mitziehen'. Ohne Arbeitnehmerüberlassung müsste ich den Betrieb massiv verkleinern da ich für die wirklich großen Aufträge die das Geld einspielen nicht das ganze Jahr über Angestellte bezahlen kann. Allerdings gibt es bei mir keine Kettenverträge oder solchen Unfug, die Arbeiter kommen für 2 Monate und das ist von vornherein klar. Dass man deutlich weniger verdient als das Stammpersonal - nunja, ein Leiharbeiter ist 'im Einkauf' eigentlich deutlich teurer, aber der Großteil geht für die Provision drauf. Kenn aber leider auch keine Alternative dazu.

  3. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: a user 25.07.19 - 13:06

    Naja, diese Überlegung ist nur richtig wenn du darauf verzichten würdest, aber deine Konkurenz nicht.

    Wäre das allgemein verboten, dann kann das niemand, was die Preise erhöhen würde, damit man die Kosten auch in den schwächeren Zeiten tragen kann.

    Wegen der Konkurenz kannst du aber eben diese Kosten nicht einpreisen.

    Andererseits, wenn das so kommen würde, würdfe gesamtwirtschaftlich mehr Geld verbrannt: es gibt mehr Menschen, die voll bezahlt werden, obwohl sie zeitweise wenig bis nichts zu tun haben.
    Das erhöht die Inflation.

    Ich finde nicht das die Leiharbeit ein Problem ist, eher die Rahmenbedingungen. Wenn der Leiharbeiter entsprechend fair bhehandelt und bezahlt wird dann sehe ich da kein Problem. Er kann durch den zeitweise Wechsel seines Auftraggebers das ganze Jahr arbeiten und verdienen, während die Auftraggeber nicht das ganze Jahr zahelen müssen.

  4. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: XYoukaiX 25.07.19 - 13:07

    BiGfReAk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist doch nichts anderes als moderne Sklaverei
    > Man wird hin und her verliehen, macht die gleiche Arbeit wie das feste
    > Personal, bekommt aber weniger und nur kurzfristige Verträge
    > Ja hier auf die IT trifft das nicht unbedingt zu, hier nennen sich diese
    > Leute Consultants und verdienen nicht schlecht
    > Aber überall anders ist Leiharbeit reine Ausbeuterei


    Also mir hat das ganze einen Job eingebracht ... keine ahnung ob ich den auch ohne die Zeitarbeitsfirma bekommen hätte weil ich mich glaub ich selbst niemals auf die Stelle beworben hätte ^^V (nicht weil die Stelle schlecht ist sondern weil ich mich selbst nicht wirklich für gut genug gehalten habe, hat aber bislang gereicht)

    Wurde von der Zeitarbeitsfirma an 2 Firmen "verliehen" bei der einen hab ich selbst nach 2 Monaten gesagt "sorry ich bin weg" und als die mich dann nicht verlieren wollten ging es zu meiner aktuellen Firma die mich dann auch übernommen hat.

    War auf jeden fall nichts schlechtes ... das war es mir dann wert auch wenn die eine erschreckend hohe summe bekommen haben

  5. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: Anonymer Nutzer 25.07.19 - 13:26

    warum erhöht das inflation? es wäre vernüpftiger als die menschen durch unsere viehischen betriebe zu schleusen ...

  6. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: trinkhorn 25.07.19 - 13:28

    a user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, diese Überlegung ist nur richtig wenn du darauf verzichten würdest,
    > aber deine Konkurenz nicht.
    >
    > Wäre das allgemein verboten, dann kann das niemand, was die Preise erhöhen
    > würde, damit man die Kosten auch in den schwächeren Zeiten tragen kann.

    Nicht ganz richtig. Es würde einfach nur den Ball zu den großen Playern spielen.
    Szenario ohne Leiharbeiter:
    Ich habe 10 Mitarbeiter die für Aufgabe X qualifiziert sind. Derzeit bin ich so ausgelastet, das alles gut geht, ich könnte aber 2 auch für ein neues, zeitlich begrenztes Projekt abstellen. Ein Projekt im Markt erfordert aber 5 Mitarbeiter. Wenn ich mir nicht leisten kann 3 zusätzliche dauerhaft einzustellen, nehme ich den Auftrag nicht an.
    Der Böse Großkapitalist nebenan, hat für die Aufgabe X 100 MA. Für ihn ist es deutlich leichter mit ein bisschen schieben, 5 MA für dieses Projekt abzustellen, oder ein deutlich geringeres Risiko auf 103 MA aufzustocken.

  7. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: Avarion 25.07.19 - 13:38

    Als Arbeitnehmer bin ich recht zwiegespalten was das Thema betrifft.

    Ich habe selber mal knapp vier Jahre in der Zeitarbeit gearbeitet. Mir ging ziemlich auf den Keks wie sehr man dort als Ware angesehen wird. Heuern und Feuern ist dort ganz normal. Der Verdienst ist auch übersichtlich.

    Aber: Ich hatte nie so viel Spass an der Arbeit wie bei der Zeitarbeit. Meine Tätigkeit war immer IT bzw. IT nahe und ich hatte alle paar Monate einen neuen Bereich mit neuen Dingen die ich lernen konnte. Mal Telefonsupport, mal Aushilfe bei der Inhouse-IT wo ich quasi einen Admin-Crashcourse erlebte. Dann als Tester einer neuen Technologie bevor sie auf den Markt kam. Usw.

    In der Zeit habe ich zweimal den Arbeitgeber gewechselt weil die ersten beiden nicht genug Aufträge hatten und mich gefeuert haben. Der letzte Arbeitgeber hat die Angestellten auch gehalten wenn mal wenig zu tun war und war grundsätzlich menschlicher eingestellt. Ich fühlte mich da recht wohl und bin auch nur gegangen weil man mir einen Job angeboten hat wo mir was meine Zukunft betraf sicherer fühlte.

  8. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: rapunzel666 25.07.19 - 14:34

    - Mitarbeiter bei einer Zeitarbeitsfirma sollten ein angemessenes Grundgehalt bekommen - egal ob wo im Einsatz oder nicht.
    - Wenn ein Zeitarbeiter woanders beschäftigt wird, sollte er dort mindestens das gleiche Gehalt wie dort fest angestellte Mitarbeiter bekommen, plus ggfls. Zulagen für Entfernung/außer Haus-Tätigkeiten
    - Ein Zeitarbeiter soll von der beauftragenden Firma abgeworben werden können, gegen eine gewisse Ablöse bei der Zeitarbeitsfirma.
    - die Zeitarbeitsfirma wird somit ihren Mitarbeiter für deutlich mehr Geld verleihen (als Puffer für die Leerlaufzeiten, eigenem Gewinnanspruch etc.), als ein fest angestellter Mitarbeiter die beauftragende Firma kosten würde. Dafür hat diese den Vorteil, für kurze Spitzenzeiten Mitarbeiter zu bekommen, und die auch ohne Streß loszuwerden.

    => Zeitarbeit darf nie als Ersatz für fest angestellte Mitarbeiter gelten, sondern nur als Zusatz/Ergänzung eines bestehendem Mitarbeiterstamms.
    Alles andere sollte verboten werden, weil dann in der Tat Lohndumping/Drückerei betrieben wird....

  9. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: le_wemtenga 25.07.19 - 18:24

    trinkhorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > a user schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Naja, diese Überlegung ist nur richtig wenn du darauf verzichten
    > würdest,
    > > aber deine Konkurenz nicht.
    > >
    > > Wäre das allgemein verboten, dann kann das niemand, was die Preise
    > erhöhen
    > > würde, damit man die Kosten auch in den schwächeren Zeiten tragen kann.
    >
    > Nicht ganz richtig. Es würde einfach nur den Ball zu den großen Playern
    > spielen.
    > Szenario ohne Leiharbeiter:
    > Ich habe 10 Mitarbeiter die für Aufgabe X qualifiziert sind. Derzeit bin
    > ich so ausgelastet, das alles gut geht, ich könnte aber 2 auch für ein
    > neues, zeitlich begrenztes Projekt abstellen. Ein Projekt im Markt
    > erfordert aber 5 Mitarbeiter. Wenn ich mir nicht leisten kann 3 zusätzliche
    > dauerhaft einzustellen, nehme ich den Auftrag nicht an.
    > Der Böse Großkapitalist nebenan, hat für die Aufgabe X 100 MA. Für ihn ist
    > es deutlich leichter mit ein bisschen schieben, 5 MA für dieses Projekt
    > abzustellen, oder ein deutlich geringeres Risiko auf 103 MA aufzustocken.

    Danke, so in etwa wollte ich das auch beantworten. Ein Mittelständler findet vielleicht auch noch Wege, damit umzugehen aber kleine Betriebe wie meiner (21 AN) würdeb untergehen und die großen würden um ein Vielfaches größer.

  10. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: quineloe 25.07.19 - 21:23

    le_wemtenga schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An sich find ich die Arbeitnehmerüberlassung nicht schlecht. Ich bin in der
    > Logistik selbständig und habe relativ Schwankendes Arbeitsaufkommen.

    Immer das gleiche Scheißargument.

    Du willst das Unternehmerische Risiko als Unternehmer nicht tragen! Das soll gefälligst der blöde Leiharbeiter für dich haben!

    Sei doch wenigstens so ehrlich und gib das offen zu.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  11. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: le_wemtenga 25.07.19 - 21:59

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > le_wemtenga schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > An sich find ich die Arbeitnehmerüberlassung nicht schlecht. Ich bin in
    > der
    > > Logistik selbständig und habe relativ Schwankendes Arbeitsaufkommen.
    >
    > Immer das gleiche Scheißargument.
    >
    > Du willst das Unternehmerische Risiko als Unternehmer nicht tragen! Das
    > soll gefälligst der blöde Leiharbeiter für dich haben!
    >
    > Sei doch wenigstens so ehrlich und gib das offen zu.

    Ja, dieses Risiko kann ich nicht eingehen, gebe ich zu. Würde ich für die Peaks das ganze Jahr über für die nur für die Peaks notwendigen festangestellten Mitarbeiter Verantwortung tragen müssen, wäre mir das Risiko zu groß diese wegen Insolvenz auf Arbeitssuche zu schicken. Und den Rest (und mich) mit dazu. Wir sind ein kleiner Betrieb und ohne die großen Dinger müsste ich wohl 11 Kollegen kündigen. Zeig mir doch eine alternative auf, wie ich saisonale Peaks auffangen kann und gleichzeitig das ganze Jahr über wirtschaftlich überleben. Das unternehmerische Risiko trägt im übrigen der Überlasser, zumindest meiner, da bekommen die Arbeiter einen längergehenden Vertrag, und die bekommen nen ganzen Zeitraum lang ihre 40h/Woche plus Abgaben bezahlt auch wenn sie nicht abgerufen werden.. aber gut stell mich gerne als Arsch dar, aber dann zeig doch auch eine Alternative auf? Wenn es besser geht, lasse ich mich gerne erleuchten!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.19 22:03 durch le_wemtenga.

  12. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: Anonymer Nutzer 25.07.19 - 22:10

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > le_wemtenga schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > An sich find ich die Arbeitnehmerüberlassung nicht schlecht. Ich bin in
    > der
    > > Logistik selbständig und habe relativ Schwankendes Arbeitsaufkommen.
    >
    > Immer das gleiche Scheißargument.
    >
    > Du willst das Unternehmerische Risiko als Unternehmer nicht tragen! Das
    > soll gefälligst der blöde Leiharbeiter für dich haben!
    >
    > Sei doch wenigstens so ehrlich und gib das offen zu.

    Ich wage mal ganz stark anzuzweifeln, dass Du weißt, was "unternehmerisches Risiko" bedeutet. Wenn der Unternehmer nur vorübergehend Arbeit hat, dann ist ein Leiharbeiternehmer sinnvoll. Davon hat auch der Leiharbeitnehmer etwas, nämlich GELD! Wenn er die Stelle nicht hätte, gäbe es womöglich viel weniger Geld, z. B. vom Arbeitsamt. Geht der Unternehmer in die Insolvenz, weil er jede temporär nötige Stelle mit fest eingestellten Mitarbeitern besetzt hat, dann gibts als Quittung Geld vom Arbeitsamt für alle. Super idee!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.19 22:22 durch FalschesEnde.

  13. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: quineloe 25.07.19 - 22:23

    Ja, vor Schröder hat es bekanntlich keine Unternehmen mit unterschiedlichen Auslastungen gegeben, die hätten ohne Schrödersche Leiharbeitergesetze nie funktioniert...

    Und dass der Überlasser ein Risiko trägt ist ja wohl schon ein schwerer Fall von Realitätsleugnung. Fällt dein Job weg und die finden für ihren Mann keinen neuen, dann wird dem einfach gekündigt. Oder sein Vertrag ist Teilzeit und wird immer nur für Überlassungen auf Vollzeit aufgestockt, meist noch mit einem Stundenlohnzuschlag.

    Ich hab noch nie von einem Leiharbeiter gehört, der zwischen zwei Jobs bei vollem Gehalt daheim sitzen durfte.

    Und woher kommt eigentlich deine Anmaßung, dass dein Geschäft unbedingt funktionieren muss? Wenn es nicht funktioniert, dann musst du halt zusperren. Ist in einer echten liberalen Marktwirtschaft ganz normal.

    Verifizierter Top 500 Poster!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.19 22:24 durch quineloe.

  14. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: quineloe 25.07.19 - 22:31

    FalschesEnde schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > quineloe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > le_wemtenga schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > An sich find ich die Arbeitnehmerüberlassung nicht schlecht. Ich bin
    > in
    > > der
    > > > Logistik selbständig und habe relativ Schwankendes Arbeitsaufkommen.
    > >
    > > Immer das gleiche Scheißargument.
    > >
    > > Du willst das Unternehmerische Risiko als Unternehmer nicht tragen! Das
    > > soll gefälligst der blöde Leiharbeiter für dich haben!
    > >
    > > Sei doch wenigstens so ehrlich und gib das offen zu.
    >
    > Ich wage mal ganz stark anzuzweifeln, dass Du weißt, was "unternehmerisches
    > Risiko" bedeutet.

    Oh, jetzt wird die geballte Arroganz ausgepackt.
    Unternehmerrisiko nach BWL ist unter anderem *Nachfrageverhalten*, also genau das, was schwankende Auftragslage bedeutet.

    Mehr zu schreiben wäre jetzt byteverschwendung.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  15. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: le_wemtenga 25.07.19 - 22:47

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, vor Schröder hat es bekanntlich keine Unternehmen mit unterschiedlichen
    > Auslastungen gegeben, die hätten ohne Schrödersche Leiharbeitergesetze nie
    > funktioniert...
    >
    > Und dass der Überlasser ein Risiko trägt ist ja wohl schon ein schwerer
    > Fall von Realitätsleugnung. Fällt dein Job weg und die finden für ihren
    > Mann keinen neuen, dann wird dem einfach gekündigt. Oder sein Vertrag ist
    > Teilzeit und wird immer nur für Überlassungen auf Vollzeit aufgestockt,
    > meist noch mit einem Stundenlohnzuschlag.
    >
    > Ich hab noch nie von einem Leiharbeiter gehört, der zwischen zwei Jobs bei
    > vollem Gehalt daheim sitzen durfte.
    >
    > Und woher kommt eigentlich deine Anmaßung, dass dein Geschäft unbedingt
    > funktionieren muss? Wenn es nicht funktioniert, dann musst du halt
    > zusperren. Ist in einer echten liberalen Marktwirtschaft ganz normal.

    Doch das Geschäft funktioniert. Wenn ich die Peaks nicht bediene (Speziallogistik Richtung Niger und Burkina Faso) muss ich aber 11 von 21 Angestellten kündigen. Kann ich machen, klar, hab ichs auch leichter. Aber - da hängen Existenzen dran. Natürlich ist mein Fall klein und keinem fällt es auf wenn ich zusperre, den 21 die sich auf ihr Gehalt verlassen zumindest aber schon. Und das reicht mir.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.19 22:48 durch le_wemtenga.

  16. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: Anonymer Nutzer 25.07.19 - 22:49

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich hab noch nie von einem Leiharbeiter gehört, der zwischen zwei Jobs bei
    > vollem Gehalt daheim sitzen durfte.

    Gebe dir vollkommen recht, außer in diesem Punkt. Ist mir passiert für ca. 2 Wochen. Der Zuschlag ist weggefallen, aber mein Grundlohn von 9,50 oder so wurde weiter bezahlt.
    Lag aber an einem eher exotischen Problem, war damals am Flughafen in der Logistik, und in der Woche hatten auch die anderen Firmen dort keinen Bedarf, und mein Vertrag war explizit nur für den Bereich am Flughafen.
    Leiharbeit als solche ist nicht schön, aber irgendwo doch notwendig. Auch bei weitem nicht so oft wie sie tatsächlich benutzt wird, aber es gibt viele Fälle wo es eben ohne kaum geht, bzw große Negative Konsequenzen hat.
    Man müsste eben nur die Gesetze anpassen. Leiharbeiter müssten ähnlich viel verdienen wie die Festangestellten, und auch ähnliche Arbeit bekommen. Bei uns war es so, dass die Leiharbeiter die sch*ßjobs bekommen haben, die einen nach 3-4 Jahren in die Berufsunfähigkeit geschickt hat, während die Festangestellten die angenehmeren Jobs hatten. Von der Schwierigkeit und Verantwortung waren die gleich, das war schlicht eine 1-Klassen-Gesellschaft. Die Leibarbeiter waren dazu von verschiedenen Firmen, die verschieden gut bezahlt haben. Randatad, Adeco und Studitemps zu meiner Zeit.

  17. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: gelöscht 25.07.19 - 23:30

    Wieso zahlst du den peakleuten nicht mehr?

  18. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: quineloe 25.07.19 - 23:44

    Snowi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > quineloe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Ich hab noch nie von einem Leiharbeiter gehört, der zwischen zwei Jobs
    > bei
    > > vollem Gehalt daheim sitzen durfte.
    >
    > Gebe dir vollkommen recht, außer in diesem Punkt. Ist mir passiert für ca.
    > 2 Wochen. Der Zuschlag ist weggefallen, aber mein Grundlohn von 9,50 oder
    > so wurde weiter bezahlt.

    Du stimmst mir doch zu. Du hast praktisch Mindestlohn bekommen, weil weniger Illegal gewesen wäre, und der Zuschlag ist weggefallen. Dein volles Gehalt hast du jedoch nicht mehr bekommen.

    Genau das habe ich gesagt. Wenn man beim Verleiher in den ersten Gesprächen, bei denen man sich für eine konkrete Stelle bewirbt (und anders kommst du ja an keinen Vertrag), einen Stundenlohn von sagen wir mal 18¤ ausmacht, dann kriegst du einen Vertrag und ein Zusatzdokument für den Einsatz. Im Vertrag steht Mindestlohn, im Zusatzdokument steht der Zuschlag, der dich dann auf 18¤/h anhebt. Damit der Zuschlag in diesem Fall wegfällt.

    Hier wird das Risiko auf den Arbeitnehmer abgewälzt. Du verlierst hier doppelt: Nicht nur, dass du weniger Geld kriegst, das macht dir auch direkt deinen ALG 1 Anspruch und deinen Rentenanspruch völlig kaputt. Es wäre meist besser, dich einfach rauszuwerfen.

    >Leiharbeit als solche ist nicht schön, aber irgendwo doch notwendig

    Eben nicht! Das war sie 50 Jahre BRD nicht. 1995 war das, was heute zu Millioneneinkommen für Nichtsleister führt noch strikt *verboten*

    >Man müsste eben nur die Gesetze anpassen. Leiharbeiter müssten ähnlich viel verdienen wie die Festangestellten, und auch ähnliche Arbeit bekommen

    In Frankreich ist es seit Jahren Gesetz, dass der Leiharbeiter 110% vom Festangestellten kriegen muss. Weil man dort kapiert hat, dass er das höchste Risiko in dem Laden trägt.

    Verifizierter Top 500 Poster!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.19 23:47 durch quineloe.

  19. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: cry88 26.07.19 - 06:58

    quineloe schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > In Frankreich ist es seit Jahren Gesetz, dass der Leiharbeiter 110% vom
    > Festangestellten kriegen muss. Weil man dort kapiert hat, dass er das
    > höchste Risiko in dem Laden trägt.
    Das wäre doch hier mal eine schöne Lösung. Dann kostet der Leiharbeiter dem Unternehmen locker 150% und zack, wird er wirklich nur noch für peeks eingestellt und nicht als billiger Arbeitnehmer.

    Aber ja, in einem Land, wo sich die Politiker so offen tief und weit bücken für die Industrie, kann es das nicht geben.

  20. Re: Leiharbeit gehört verboten

    Autor: XYoukaiX 26.07.19 - 07:48

    rapunzel666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Ein Zeitarbeiter soll von der beauftragenden Firma abgeworben werden
    > können, gegen eine gewisse Ablöse bei der Zeitarbeitsfirma.

    Wie kommst du drauf das es nicht geht ?

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