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Mal ganz nüchtern betrachtet...

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  1. Mal ganz nüchtern betrachtet...

    Autor: sw2090 28.07.19 - 09:42

    Mal ganz nüchtern betrachtet:

    1. Es handelt sich um Zahlungen die über den Paymentservice von Amazon abgewickelt wurden.
    2. Bei Verkäufen an Privat (verbraucher) gilt das übliche Verfahren: Rechnung - 1. Mahnung - weiteres Verfahren. (__Ist der Schuldner Verbraucher__ (§ 13 BGB) (!!!), muss er auf diese Folge in der Rechnung (oder gleichwertigen Zahlungsaufstellung) besonders hingewiesen worden sein (§ 286 Abs. 3 Satz 1 2. HS BGB)." ). Für die Rechnung und Mahnung ist dann der Paymentservice von Amazon zuständig.
    3. Es gibt diverse Gerichtsurteile bezüglich der Höhe von Mahngebühren. Diese stufen das zwischen 2 und 10 EUR maximal ein. Laut BGB dürfen die Mahngebühren auch nicht den tatsächlichen Schaden überschreiten. Daher halte ich die 85 EUR in diesem Fall für unzulässig.
    4. Der weitere Weg wäre nun vor Gericht einen Titel zu erwirken und dann den Zwangvollzug einzuleiten. Das wäre, gemessen am Streitwert, jedoch völlig wiedersinnig weil das entweder vom Gericht wegen Geringfügigkeit der Sache garnicht erst angenommen wird oder wenns durchgeehn sollte die Kosten für Titel und Zwangvollstreckung bei weitem den Streitwert überschreiten würden. Das ist einfach nur Drohkulisse um Leute zum Zahlen zu bewegen. Kein auch nur halbwegs vernünftiger Anwalt geht bei nem Streitwert von 1.85 vor Gericht um nen Titel zu erwirken.

    ABER:

    5. Der KUnde hat ja an Amazon Payment Service bezahlt. Das heisst aber auch dass die Firma die Forderung an die abgetreten haben muss, sonst könnten die die ja nicht abhandeln. Und es war der Payment Service von Amazon der das Geld nicht an die Firma ausgezahlt sondern den Kunden rückerstattet hat. Damit hat meiner Meinung nach weder die Firma noch die abmahnende Kanzlei überhaupt eine Rechtsgrundlage gegen den Kunden vorzugehen.
    Die müssten vielmehr Amazon in Zahlungsverzug setzen und das Geld von denen einfordern.
    D.h. wenn dann müssten die gegen Amazon gerichtlich vorgehen.
    Wäre jetzt interessant ein Statemant von Amazon zu sehen warum die die Zahlung rückabgewickelt haben obwohl die bezahlte Leistung ja offenbar erbracht wurde...

  2. Re: Mal ganz nüchtern betrachtet...

    Autor: savage42 30.07.19 - 01:12

    Ich glaube auch, daß der Anwalt von JP Trading die Diskussion geschickt in die Richtung gezogen hat, der Kaufvertrag wäre nicht abgeschlossen worden. Und die meisten scheinen es gefressen zu haben.

    Ich habe bezahlt, ich habe die Ware bekommen. Punkt. Vorgang abgeschlossen.

    Die (behauptete) Dusseligkeit von JP Trading irgendwann später sämtliche Zahlungen sämtlicher Kunden zurück gehen zu lassen, macht den Vorgang nicht wieder auf. Das wäre in meinen Augen ein anderer, neuer Vorgang.

    Mehr Gedanken dazu habe ich in einem eigenen Faden geschrieben.

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