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Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

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  1. Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: AllDayPiano 06.08.19 - 12:00

    möchte ich euch wirklich die folgende Doku ans Herz legen:

    https://www.zdf.de/dokumentation/no-more-boys-and-girls

    Sie hat mir persönlich eine komplett neue Perspektive auf die Sache gegeben. Ich war vor gar nicht so langer Zeit auch strikt gegen das sprachliche Diversifizieren.

    Aber manchmal sollte man einfach wissenschaftliche Erkenntnise nutzen, seinen eigenen Standpunkt zu verifizieren, und überdenken, ob man nicht vielleicht doch aus den falschen Motiven an manchen Dingen festhält.

    Nur mal als Impuls.

  2. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: DooMRunneR 06.08.19 - 12:14

    Ich verstehe den zusammenhang nicht.

    Die Doku ist gut und es geht um geschlechterspezifische Klischees und wie diese bereits im Kindesalter "eingepflanzt" werden. Meines erachtens nach hauptsächlich durch fragwürdige Erziehung und Stereotype "weltsicht" der Eltern.

  3. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: AllDayPiano 06.08.19 - 12:46

    Sie zeigt, wie verwurzelt die Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft sind. Das mag in der Steinzeit überlebensnotwendig gewesen sein, ist es aber heute nicht mehr.

    Sprache ist ein ganz wichtiges Element und reflektiert die eigene Moral, Ethik und Denkweise wider. Und stellt wiederrum die Weichen für *unsere* Nachkommen.

    Daher: Ja, es ist wichtig, dass sich die Sprache verändert, denn die Sprache wird nicht nur durch unsere Gewohnheit, sondern unsere Denkweise bestimmt.

    Und wer beide Teile der Dokumentation gesehen hat, der kann das auch ein bisschen besser verstehen.

  4. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: DooMRunneR 06.08.19 - 13:30

    Das ist mir durchaus klar, aber da hab ich ein grundlegendes Problem damit.

    Bei vielen herrscht die Meinung vor, man müsse die Sprache ändern, um das Denken zu ändern.
    Und genau damit habe ich ein großes Problem. Ich bin ziemlich Antiautoritär und selbstbestimmt erzogen worden (ein kind der Hippie Zeit). Das denken durch die Sprache zu ändern hat für diktatorische oder religiöse Züge.

    Ich sehe das eben genau anders rum, zuerst muss sich das Denken ändern, dann wird sich auch die Sprache ändern. Das Denken zu ändern hat viel mit Bildung zu tun und da sind wir als Gesellschaft auf dem besten Weg zu versagen.

  5. +1 / kt

    Autor: ibsi 06.08.19 - 13:37

    +1

  6. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: Oktavian 06.08.19 - 13:39

    > Das denken
    > durch die Sprache zu ändern hat für diktatorische oder religiöse Züge.

    ich empfehle die Lektüre von 1984. Das ist doppelplusgut.

  7. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: Anonymer Nutzer 06.08.19 - 13:45

    > Bei vielen herrscht die Meinung vor, man müsse die Sprache ändern, um das Denken zu ändern.

    Da ist wissenschaftlich gesehen tatsächlich was dran.

  8. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: g0r3 06.08.19 - 13:45

    DooMRunneR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und genau damit habe ich ein großes Problem. Ich bin ziemlich Antiautoritär
    > und selbstbestimmt erzogen worden (ein kind der Hippie Zeit). Das denken
    > durch die Sprache zu ändern hat für diktatorische oder religiöse Züge.

    Ähhmmm... Das ist längst geschehen. Du hast nämlich bereits eine Sprache erlernt, die in dieser Hinsicht mitnichten neutral entwickelt ist.

    Die Frage ist eher, ob man mit den aktuellen Denkpfaden, welche von der derzeitige Ausformung der Sprache gefördert oder behindert, als Gesellschaft einverstanden ist oder ob man etwas ändern will.

    Auch verstehe ich nicht, warum der Sprache hier eine Sonderrolle zukommen soll. Den gleichen Vorwurf könnte man bringen, wenn eine Mehrheit versucht, eine Gesellschaft zu ändern, zum Beispiel die Gewährung der Frauenrechte. Die Gruppe, die dagegen ist, sieht das natürlich als diktatorisches Aufzwingen einer Tatsache, die wir heutzutage als selbstverständlich betrachten.

  9. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: Anonymer Nutzer 06.08.19 - 13:54

    > Auch verstehe ich nicht, warum der Sprache hier eine Sonderrolle zukommen soll.

    Die Sprache wird sich im Laufe der Zeit sowieso ändern. Da können wir gar nichts dagegen tun. Das Deutsche von heute ist nicht das Deutsch von vor 100 oder 200 Jahren. Und das Deutsch in 100 oder 200 Jahren wird auch ein anderes Deutsch sein als heute.

  10. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: DooMRunneR 06.08.19 - 14:21

    g0r3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ähhmmm... Das ist längst geschehen. Du hast nämlich bereits eine Sprache
    > erlernt, die in dieser Hinsicht mitnichten neutral entwickelt ist.
    >
    > Die Frage ist eher, ob man mit den aktuellen Denkpfaden, welche von der
    > derzeitige Ausformung der Sprache gefördert oder behindert, als
    > Gesellschaft einverstanden ist oder ob man etwas ändern will.

    Genau das ist ja der Punkt, ich Denke nach und passe meine Sprache daran an.
    Ich bin zutiefst der Meinung, dass Gedanken die Sprache formen sollten und nicht die Sprache die Gedanken.
    Sowas ist natürlich nur möglich, wenn man Selbstreflektiert durchs leben geht und man über gewisse Dinge einfach nachdenkt.

    > Auch verstehe ich nicht, warum der Sprache hier eine Sonderrolle zukommen
    > soll. Den gleichen Vorwurf könnte man bringen, wenn eine Mehrheit versucht,
    > eine Gesellschaft zu ändern, zum Beispiel die Gewährung der Frauenrechte.
    > Die Gruppe, die dagegen ist, sieht das natürlich als diktatorisches
    > Aufzwingen einer Tatsache, die wir heutzutage als selbstverständlich
    > betrachten.

    Meines erachtens nach hinkt dieser Vergleich. Hier wurden Rechte gewährt für die Frau lange gekämpft hat. Die Änderung der Sprache zielt auf etwas ganz anderes, nämlich auf eine "Erziehung" bzw. Lenkung der Bürger. Ein gutes Beispiel ist z.b. China in der Xinjiang Region, hier wird über Sprache Gehirnwäsche betrieben um leute dem Staat gegenüber hörig zu machen. Egal wie hehr die Ziele auch sein mögen ist meines erachtens nach die Änderung der Sprache um Gedankengänge in die gewünschte Richtung zu lenken überaus problematisch.

  11. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: DooMRunneR 06.08.19 - 14:27

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Bei vielen herrscht die Meinung vor, man müsse die Sprache ändern, um das
    > Denken zu ändern.
    >
    > Da ist wissenschaftlich gesehen tatsächlich was dran.

    Selbstvertändlich ist da was dran. Es ist ganz klar, dass die Sprache auch das Denken in den verschiedensten Facetten formt. Die Frage ist nun was man mit diesem Wissen macht.
    Geht man damit Selbstreflektiert um, denkt über die Einflüsse nach und passt auf Grund seiner eigens getroffenen entscheidungen seine Sprache an oder lässt man sie sich diktieren.

  12. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: Anonymer Nutzer 06.08.19 - 14:28

    > ich Denke nach und passe meine Sprache daran an.

    Wissenschaftlich gesehen ist es aber genau anders herum.
    Du bekommst als Kind Deinen Wortbrei und den verdaust Du dann einfach.

    Tipp:
    Beschäftige Dich doch mal bitte intensiver auch mal mit anderen Sprachen. Dann wirst Du zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangen. Man glaubt gar nicht, wie sehr die Denkweise von der (eigenen) Sprache geprägt wird.

  13. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: Anonymer Nutzer 06.08.19 - 14:33

    Wie ich hier schon mehrfach erwähnt habe, Sprache ändern sich ständig. Egal ob man nach hilft oder nicht.

    Deine Sprache die Du hier so verteidigst wird gerade immer mehr "verenglischt". Ob die Dame hier nun bekommt was sie will oder nicht, spielt keine Rolle. Unsere Sprache wird sich demnächst sowieso ändern, so wie jede andere auch.

    Sprache ist zur Kommunikation da, und die Kommunikation ändert sich nun mal mit der Zeit. Die Menschen vor 100 Jahren haben anders kommuniziert als wir heute und in 100 Jahren werden die Menschen wiederum anders kommunizieren als wir heute. Sprache ist keine Naturkonstante, ganz im Gegenteil.

  14. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: DooMRunneR 06.08.19 - 14:47

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > ich Denke nach und passe meine Sprache daran an.
    >
    > Wissenschaftlich gesehen ist es aber genau anders herum.
    > Du bekommst als Kind Deinen Wortbrei und den verdaust Du dann einfach.

    Nein ist es nicht, es ist bewiesen, dass die Sprache uns beeinflusst.
    Es ist aber nicht so, dass uns die sprache in vorgegebene Denkmuster EINSPERRT aus denen wir nicht ausbrechen können.

    > Tipp:
    > Beschäftige Dich doch mal bitte intensiver auch mal mit anderen Sprachen.
    > Dann wirst Du zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangen. Man glaubt gar
    > nicht, wie sehr die Denkweise von der (eigenen) Sprache geprägt wird.

    Ich spreche fließend Spanisch. Und gerade da wiederspreche ich deiner Aussage.
    Ich war mehrere Monate in Spanien und bin später 1 1/2 Jahre in einem LKW durch Südamerika gereist. Die Denkweise, trotz gleicher Sprache, unterscheidet sich nicht nur Gravierend zwischen Spanischschprachigen Ländenr in Südamerika im vergleich zu Spanien, sondern selbst in den Südamerikanischen Ländern untereinander. Da spielt Nationalität, die jeweilige Geschichte der Länder, Politik und Sozialleben eine bei weitem größere Rolle.

  15. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: DooMRunneR 06.08.19 - 14:52

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie ich hier schon mehrfach erwähnt habe, Sprache ändern sich ständig. Egal
    > ob man nach hilft oder nicht.
    >
    > Deine Sprache die Du hier so verteidigst wird gerade immer mehr
    > "verenglischt". Ob die Dame hier nun bekommt was sie will oder nicht,
    > spielt keine Rolle. Unsere Sprache wird sich demnächst sowieso ändern, so
    > wie jede andere auch.
    >
    > Sprache ist zur Kommunikation da, und die Kommunikation ändert sich nun mal
    > mit der Zeit. Die Menschen vor 100 Jahren haben anders kommuniziert als wir
    > heute und in 100 Jahren werden die Menschen wiederum anders kommunizieren
    > als wir heute. Sprache ist keine Naturkonstante, ganz im Gegenteil.

    Du verstehst mich nicht. Ich verteidige den Iststand der Sprache nicht. Mir würde es tierisch auf die Eier gehen, wenn ich heutzutage alles noch in der Sprache eines Friedrich Hölderlin lesen müsste.

    Es geht mir einzig und alleine darum, dass die Änderung einer Sprache von einer Gruppe (ganz egal welcher) diktiert, anstatt von der Gesellschaft selbst weiterentwickelt wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.08.19 14:54 durch DooMRunneR.

  16. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: Anonymer Nutzer 06.08.19 - 15:10

    Ich habe nur behauptet, dass Sprache das Denken formt, nicht dass man dieser Form nicht entkommen kann, später.

  17. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: Anonymer Nutzer 06.08.19 - 15:14

    > Es geht mir einzig und alleine darum, dass die Änderung einer Sprache von einer Gruppe (ganz egal welcher) diktiert, anstatt von der Gesellschaft selbst weiterentwickelt wird.

    Änderungen gehen immer von kleinen Gruppe aus und verbreiten sich dann.
    Siehe Jugendsprache etc.

  18. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: Fregin 06.08.19 - 15:21

    Das passiert aber ganz natürlich, ohne dass das jemand mit aller Gewalt allen anderen aufzuzwingen versucht. Letztlich sind diese Änderungen in den meisten Fällen sinnvoll und setzen sich durch - oder verschwinden wieder. Quasi ein evolutionärer Prozess. Hier will eine kleine Gruppe aber unbedingt in den Genen pfuschen und einem Bein ein weiteres Kniegelenk einbauen.

  19. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: AllDayPiano 06.08.19 - 15:28

    Das ist halt ein Zirkelschluss.

    Das Denken ändert sich durch die Sprache,
    die Sprache ändert sich durch das Denken.

    Eines ist jedenfalls sicher: Ändert sich das Denken, ändert sich auch sicher die Sprache.

    Genauso wenig, wie man heute aus Respekt nicht mehr von Negern spricht, oder Eskimo. Klar, das sind etablierte Wörter, aber sie haben nunmal einen historisch negativen Hintergrund. Im Grunde ist es doch vollkommen scheiß egal, welchen Namen das Kind bekommt - es ist reine Gewohnheit.

  20. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: AllDayPiano 06.08.19 - 15:32

    Das siehst Du leider komplett falsch!

    Dir "diktiert" hier niemand etwas auf, außer Dein Chef schreibt Dir vor, wie Du etwas zu schreiben hast.

    Dein gefühltes Diktat ist genau ebenjene Gesellschaft, die angefangen hat, die Sprache als Ursache diverser Probleme anzusehen, und jetzt genau dagegen aktiv gegensteuert.

    Man kann dennoch an seiner eigenen Redart festhalten. Das steht jedem jederzeit frei.

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