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Ich bin dagegen

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  1. Ich bin dagegen

    Autor: AllDayPiano 08.08.19 - 20:43

    Das primäre Ziel ist, unseren Primärenergiebedarf zu senken, nicht noch weiter zu vergrößern. Auf den CO2 Gehalt in der Luft hat die Sache kaum Auswirkung, da das Co 2 schnell wieder freigesetzt wird.

    Um das Ziel zu erreichen brauchen wir Flächen, die für die Energiewirtschaft genutzt werden. Diese Flächen gehen aber für die Biosynthese verloren.

    Das Forschungsgebiet ist interessant und kann durchaus in Bereichen der Erde betrieben werden, die ohnehin kaum für die Erzeugung von Strom wegen der fehlenden Anbindung interessant sind. Aber wirklich lösen tut das Verfahren nichts. Wir haben schon jetzt gute Wirkungsgrade durch den Anbau regionaler Hülsenfrüchte. Nur will die halt keiner essen.

  2. Re: Ich bin dagegen

    Autor: wollid 08.08.19 - 22:10

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das primäre Ziel ist, unseren Primärenergiebedarf zu senken, nicht noch
    > weiter zu vergrößern.

    Natürlich ist es Unsinn, für "Nahrungsmittel"produktion noch mehr künstliche Energie zu verbraten, als ohnehin schon.

    Aber es ist Forschung, und irgendwie muss ja Gesockse wie ich billig gefüttert werden, sobald natürlich gewachsene Nahrung nur noch von vermögenden Ökospinnern bezahlbar ist. Soylent Green wird für die Masse der Bevölkerung die Grundnahrung.

  3. Re: Ich bin dagegen

    Autor: Rodion67 08.08.19 - 22:26

    "Natürlich ist es Unsinn, für "Nahrungsmittel"produktion noch mehr künstliche Energie zu verbraten, als ohnehin schon. "

    Was genau ist an Solarenergie künstlich?

    "von vermögenden Ökospinnern bezahlbar i"
    Ich finde es gut, wenn man so offen zeigt, das man gar nicht an einer vernünftigen Diskussion interessiert ist.

  4. Re: Ich bin dagegen

    Autor: osolemiox 08.08.19 - 22:33

    Rodion67 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Natürlich ist es Unsinn, für "Nahrungsmittel"produktion noch mehr
    > künstliche Energie zu verbraten, als ohnehin schon. "
    >
    > Was genau ist an Solarenergie künstlich?
    >
    > "von vermögenden Ökospinnern bezahlbar i"
    > Ich finde es gut, wenn man so offen zeigt, das man gar nicht an einer
    > vernünftigen Diskussion interessiert ist.

    +1

  5. Re: Ich bin dagegen

    Autor: gorsch 10.08.19 - 22:25

    > Was genau ist an Solarenergie künstlich?

    Die Herstellung, die hochgiftigen Stoffe die dabei verwendet werden und der Schrott der am Ende deren Lebenszeit übrig bleibt. So doll stehen Solarzellen auch wieder nicht da.

    Aber: Die Elektronen die da hinten raus kommen sind natürlich biologisch abbaubar.

  6. Re: Ich bin dagegen

    Autor: Drakrochma 08.08.19 - 22:26

    Ich fände das eine tolle Idee um unseren überschüssigen Biostrom umzusetzen.
    Besser jedenfalls als als Windparks abzuschalten weil Grade kein Bedarf besteht.
    Man könnte die Grundlast immer leicht Überversorgern und die Überproduktion dort verwenden.
    Das würde spitzen reduzieren.
    Bleibt nur die Frage ob sich das rechnet.

    Bionehl aus Kohleenergie wäre jedenfalls krank...

  7. Re: Ich bin dagegen

    Autor: Fokko 19.08.19 - 10:10

    Überschüssigen Biostrom benutzt man sinnvoller, wenn man ihn zur Herstellung von Elektromethan aka "Windgas" oder "künstliches Erdgas" verwendet. Damit kann man die Energie aus regenerativen Quellen nicht nur speichern und später rückverstromen, sondern auch alles andere machen, was man mit Erdgas macht: Heizen, kochen, Prozesswärme erzeugen und sogar Auto fahren.

    Das Tolle daran: Man nutzt bereits vorhandene, verstandene und einfache Technologie: Das Erdgasnetz und alles was dranhängt - einschließlich Gaskraftwerken für die Rückverstromung und Erdgasautos.

    Fokko

  8. Re: Ich bin dagegen

    Autor: Hotohori 09.08.19 - 01:13

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das primäre Ziel ist, unseren Primärenergiebedarf zu senken, nicht noch
    > weiter zu vergrößern. Auf den CO2 Gehalt in der Luft hat die Sache kaum
    > Auswirkung, da das Co 2 schnell wieder freigesetzt wird.

    Wie oft ich dieses Argument hier gelesen habe... Ihr vergesst ständig, dass man dafür an anderer Stelle weniger Co2 produziert, euer Argument ist also gar keines weil ihr nicht weit genug denkt.

    > Um das Ziel zu erreichen brauchen wir Flächen, die für die
    > Energiewirtschaft genutzt werden. Diese Flächen gehen aber für die
    > Biosynthese verloren.

    Dafür erzeugen diese Flächen aber kein zusätzliches Co2 und je nach Energie Art (Windräder) hält es sich in Grenzen wie viel Fläche dafür "verloren" geht. Noch dazu ist das im Vergleich zum abholzen des Regenwalds harmlos.

    > Das Forschungsgebiet ist interessant und kann durchaus in Bereichen der
    > Erde betrieben werden, die ohnehin kaum für die Erzeugung von Strom wegen
    > der fehlenden Anbindung interessant sind. Aber wirklich lösen tut das
    > Verfahren nichts. Wir haben schon jetzt gute Wirkungsgrade durch den Anbau
    > regionaler Hülsenfrüchte. Nur will die halt keiner essen.

    Lösen vielleicht nicht, aber dabei Helfen Probleme zu reduzieren.

  9. Re: Ich bin dagegen

    Autor: AllDayPiano 09.08.19 - 07:37

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das primäre Ziel ist, unseren Primärenergiebedarf zu senken, nicht noch
    > > weiter zu vergrößern. Auf den CO2 Gehalt in der Luft hat die Sache kaum
    > > Auswirkung, da das Co 2 schnell wieder freigesetzt wird.
    >
    > Wie oft ich dieses Argument hier gelesen habe...

    Du hörst es deshalb so oft, weil es nunmal ein großes Problem ist.

    > Ihr vergesst ständig, dass man dafür an anderer Stelle weniger Co2 produziert, euer Argument ist
    > also gar keines weil ihr nicht weit genug denkt.

    Du machst hier gerade eine Milchmädchenrechnung auf. Die zum Menschen zugeführte Energiemenge ist immer gleich (ganz egal, welches Nahrungsmittel). Manche essen zuviel - das ist ein anderes Problem, aber die meisten führen irgendwas zwischen 2000 und 2500 kcal zu sich.

    Diese Energie muss durch das Nahrungsmittel bereitgestellt werden. Und dieses Bereitstellen hat einen gewissen Wirkungsgrad. Und DEN gilt es zu vergleichen. Also das Verhältnis: Energiegehalt Nahrungsmittel / Primärenergieeinsatz.

    Beim Primärenergieeinsatz spielt aber nicht nur die direkt zugeführte Energie mit hinein, die direkt für die Erzeugung des Nahrungsmittel gebraucht wird (konventioneller Anbau braucht Diesel und Kunstdünger zu Herstellung), sondern auch die Energiemenge, die durch den Anbau selbst verloren geht (Ackerflächen können kaum für PV-Anlagen genutzt werden). Darüber hinaus braucht das genannte Verfahren auch unfassbar viel Primärenergie.

    > > Um das Ziel zu erreichen brauchen wir Flächen, die für die
    > > Energiewirtschaft genutzt werden. Diese Flächen gehen aber für die
    > > Biosynthese verloren.
    >
    > Dafür erzeugen diese Flächen aber kein zusätzliches Co2 und je nach Energie
    > Art (Windräder) hält es sich in Grenzen wie viel Fläche dafür "verloren"
    > geht. Noch dazu ist das im Vergleich zum abholzen des Regenwalds harmlos.

    Jaja der Regenwald. Lass den mal in den Gegenden, die welchen haben, und verzichte lieber auf die nächste Avocado, denn das ist eine Frucht, die bei ihrer Negativ-Ökobilanz extrem weit oben auf der Liste steht.

    Und Du vergisst ganz offensichtlich auch, dass Pflanzen, die angebaut werden, ebenfalls große Mengen CO2 aufnehmen. Mehr noch: Die übrigen Pflanzenbestandteile können entweder als Dünger genutzt werden (eingeharkt) oder in Biogasanlagen in Bio-Methan umgewandelt werden, das dann ebenso als Ersatz für fossile Primärenergie genutzt werden kann.

    > > Das Forschungsgebiet ist interessant und kann durchaus in Bereichen der
    > > Erde betrieben werden, die ohnehin kaum für die Erzeugung von Strom
    > wegen
    > > der fehlenden Anbindung interessant sind. Aber wirklich lösen tut das
    > > Verfahren nichts. Wir haben schon jetzt gute Wirkungsgrade durch den
    > Anbau
    > > regionaler Hülsenfrüchte. Nur will die halt keiner essen.
    >
    > Lösen vielleicht nicht, aber dabei Helfen Probleme zu reduzieren.

    Es macht sogar noch viel größere Probleme! Wasserstoff aus Sonnenlicht herzustellen hat einen unfassbar schlechten Wirkungsgrad von deutlich unter 10%. Mit Windkraft sähe es besser aus, aber auch da wäre es dringend notwendig, den elektrischen Energiebedarf damit zu decken und nicht weiterhin Kohle zu verstomen, nur um den "Ökostrom" dann für die Nahrungsmittelerzeugung zu haben. Dann hat auch die Herstellung von Stickstoff aus der Luft einen hundsmiserablen Wirkungsgrad (Linde-Verfahren und neuere Verfahren mit Zeolithen). Alleine die Erzeugung der Ausgangsstoffe verbraucht so unfassbar viel Energie, dass man sich tatsächlich überlegen sollte, ob nicht andere Verfahren geeigneter wären.

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