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Ein ziemlich schlecht durchdachtes Konzept

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  1. Ein ziemlich schlecht durchdachtes Konzept

    Autor: Karsten Meyer 02.09.19 - 14:10

    Ich halte dieses Konzept gleich aus mehreren Gründen für ziemlich unsinnig:

    - Wer benötigt denn eine so gigantische Reichweite ausgerechnet in einem so winzigen Auto?
    - Warum wird da so das geringe Gewicht betont, das bei E-Autos aber eine wirklich untergeordnete Rolle spielt?
    - Ein Fahrzeug mit so einer zerklüfteten Front wie mit den hier abstehenden Rädern kann keinen guten cw-Wert haben.

    Ein kleines Stadt-Auto - dann aber mit ganz anderem Design und kleiner Batterie - das könnte ein Renner werden. Nicht aber diese Studie, die alles besser machen will, aber offensichtlich kein Kritierium wirklich erfüllt.

  2. Re: Ein ziemlich schlecht durchdachtes Konzept

    Autor: fabiausdemsüden 02.09.19 - 14:37

    Karsten Meyer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Wer benötigt denn eine so gigantische Reichweite ausgerechnet in einem so
    > winzigen Auto?

    Ich fahre oft alleine Strecken > 500 km. Für mich wäre es ziemlich perfekt (abgesehen davon dass mir ein Sitz noch lieber wären als 2)

    > - Warum wird da so das geringe Gewicht betont, das bei E-Autos aber eine
    > wirklich untergeordnete Rolle spielt?

    Gewicht beeinflusst den Rollwiderstand (also die nötige Energie) und die nötige Energie zur Beschleunigung (welchen Wirkungsgrad hat Rekuperation?), also die Akkugröße pro Reichweite, also den Preis.

    > - Ein Fahrzeug mit so einer zerklüfteten Front wie mit den hier abstehenden
    > Rädern kann keinen guten cw-Wert haben.

    Fahrzeugformen sind immer ein Kompromiss (enger anliegende Räder würden z.B. die Stabilität verschlechtern). Im Vergleich zu anderen Fahrzeugen scheinen sie hier einen großen Wert auf die Aerodynamik gelegt zu haben, ich bin mir sicher, sie haben die Räder nur so platziert, weil es die Stabilität erforderte. Finde deine Aussage etwas anmaßend (außer du hast in die Richtung studiert und kennst die Gründe für ihre Gewichtung der Anforderungen).

  3. Re: Ein ziemlich schlecht durchdachtes Konzept

    Autor: E-Narr 02.09.19 - 14:47

    Karsten Meyer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich halte dieses Konzept gleich aus mehreren Gründen für ziemlich
    > unsinnig:
    >
    > - Wer benötigt denn eine so gigantische Reichweite ausgerechnet in einem so
    > winzigen Auto?

    Sagen wir mal so: nur mit einem besonders sparsamen Auto sind große Reichweiten machbar, ohne irrsinnig große Akkus verbauen zu müssen

    Man könnte im Umkehrschluss aber auch nur einen 10 kWh-Akku verbauen und hätte vermutlich immer noch genug Reichweite für viele Anwender.

    > - Warum wird da so das geringe Gewicht betont, das bei E-Autos aber eine
    > wirklich untergeordnete Rolle spielt?

    Untergeordnet nur im Vergleich zu einem Verbrennungsmotor. Letzterer hat aber wiederum kein Problem mit der Reichweite oder mit teuren "Tanks". Nur ein Teil der beim Beschleunigen benötigten Energie kann auch wieder rekuperiert werden, zusätzlich beeinflusst das Gewicht direkt auch den Rollwiderstand!

    > - Ein Fahrzeug mit so einer zerklüfteten Front wie mit den hier abstehenden
    > Rädern kann keinen guten cw-Wert haben.

    So lange du nicht selbst Experte in Sachen Aerodynamik bist, ist deine Aussage wertlos.

    > Ein kleines Stadt-Auto - dann aber mit ganz anderem Design und kleiner
    > Batterie - das könnte ein Renner werden. Nicht aber diese Studie, die alles
    > besser machen will, aber offensichtlich kein Kritierium wirklich erfüllt.

    Das gibt es doch schon, den e.GO Life 20 zum Beispiel. Ich denke aber, dass komplett unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden. Mit dem e.GO eher der Städter und mit einem Auto wie dem Aptera, dem Loremo-Konzept oder dem Riversimple Rasa eher Pendler, die oft sogar alleine in dem Fahrzeug unterwegs sind, dafür tagtäglich über weitere Strecken.

  4. Re: Ein ziemlich schlecht durchdachtes Konzept

    Autor: josef64 02.09.19 - 15:02

    Karsten Meyer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich halte dieses Konzept gleich aus mehreren Gründen für ziemlich
    > unsinnig:
    "Sinn" hat es durchaus - wie folgt
    > - Wer benötigt denn eine so gigantische Reichweite ausgerechnet in einem so
    > winzigen Auto?
    Damit hast Du (bedingt) Recht. Um eine große Reichweite zu erreichen ist es nötig den Energieaufwand zu reduzieren. Letzteres macht in jedem Fall Sinn. Eine solch große Reichweite zu erreichen mag wenig sinnvoll erscheinen, jedoch möge das der Käufer entscheiden. Du kannst ja kleinere Akkus wählen.
    > - Warum wird da so das geringe Gewicht betont, das bei E-Autos aber eine
    > wirklich untergeordnete Rolle spielt?
    Das Gewicht spielt meines Erachtens keine soo untergeordnete Rolle, denn mit weniger Gewicht braucht es nur kleinere (preisgünstigere) Motore mit weniger Leistung damit das Fahrzeug im Vergleich gleich schnell sprintet und auch mit kleinerer, leichterer und damit auch preisgünstigerer Bremsanlage gleich schnell oder gar schneller steht. Denke an ein Motorrad und Du verstehst was ich meine.
    > - Ein Fahrzeug mit so einer zerklüfteten Front wie mit den hier abstehenden
    > Rädern kann keinen guten cw-Wert haben.
    Das ist ein Trugschluß. Viele kleine Formen können bei gleicher Stirnfläche geringeren c-w Wert aufweisen als eine homogene Stirnfläche. Und darüber würde ich mir keine Gedanken machen. Du kannst sicher sein, dass geringer c-w Wert bei diesem Prototypen nicht bloß theoretisch, also am Papier (mit möglichen Rechenfehlern) esistiert, sondern, dass die mit Modellen bereits im Windkanal den c-w Wert GEMESSEN haben, wissen dass er kleiner ist als bei der Konkurrenz und dies auch in ihre Werbung einfließen lassen. Siehe z.B. das Video hier.
    > Ein kleines Stadt-Auto - dann aber mit ganz anderem Design und kleiner
    > Batterie - das könnte ein Renner werden.
    Da bin ich ganz Deiner Meinung, wobei ein Fahrzeug nicht winzig zu sein braucht um geringes Gewicht zu haben - insofern klein - ja!

  5. Re: Ein ziemlich schlecht durchdachtes Konzept

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 02.09.19 - 16:54

    Karsten Meyer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Wer benötigt denn eine so gigantische Reichweite
    > ausgerechnet in einem so winzigen Auto?

    Erst einmal wüsste ich nicht, was die Größe mit der Reichweite zu tun hat.
    Geschäftsreisende, die allein, aber ohne großes Urlaubsgepäck durch die Bundesrepublik oder Europa Gurken müssen, werden so ein Fahrzeug schätzen - vorausgesetzt, zum Erreichen des kompakten Formats wird nicht am Komfort (Beinfreiheit etc.) gespart.
    Aber auch kinderlose Privatleute reisen gerne mal mit leichtem Gepäck. Mal für ein Wochenende ans Meer oder in die Berge; kein Problem.

    Und wer sagt denn, dass man die Reichweite "am Stück" verfahren muss?
    Die hohe Reichweite pro Akkuladung macht einen auch im Nahbereich unabhängiger. Man hat weniger Druck, jede freie E-Zapfsäule zu nutzen, kann leichter mal zu Zeiten mit günstigerem Strompreis laden und ... Nun ja, man kann auch im Großstadtverkehr mehrere hundert Kilometer zusammen bekommen, wenn man den ganzen Tag auf Achse ist.

    Und last but not least ist es eine Machbarkeitsstudie. Eine Variante mit kleinerem Akku wird bereits im Vorfeld eingeplant, weitere könnten folgen. Es ist einfach mehr Skalierungsspielraum vorhanden, wenn das Fahrzeug nur wenig Energie für viel Strecke benötigt.

    > - Warum wird da so das geringe Gewicht betont, das
    > bei E-Autos aber eine wirklich untergeordnete Rolle
    > spielt?

    Gewicht, oder richtiger: Masse, spielen immer eine Rolle. Oder gilt bei Elektroautos keine Trägheit? Wenn ein Fahrzeug leichter ist, braucht es weniger Energie zum Beschleunigen und Verzögern.

    > - Ein Fahrzeug mit so einer zerklüfteten Front wie
    > mit den hier abstehenden Rädern kann keinen
    > guten cw-Wert haben.

    Gerade deswegen. Die Konstruktion ist natürlich durchaus ein Kompromiss aus Aerodynamik und Stabilität, aber drei Torsi, von denen jeder für sich stromlinienförmig gebaut ist und anzunehmenderweise so geplant sind, dass dazwischen keine Turbulenzen auftreten.

    Zudem wirkt das Argument angesichts von SUVs mit fast platter Nase irgendwie schal. Selbst drei Bälle fliegen immer noch besser als eine Kiste.

  6. Re: Ein ziemlich schlecht durchdachtes Konzept

    Autor: Der Spatz 02.09.19 - 18:22

    Jede zweite Woche statt zum Tanken mal beim Aldi (oder Kinobesuch) laden hat doch auch was.

    Somit auch für Laternenparker die ja angeblich nie und niemals laden können geeignet

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