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Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

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  1. Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: Eheran 12.09.19 - 13:42

    Wenn man von der Prämisse ausgeht, dann beantwortet das, exakt wie ein Gott, null Fragen. Erlaubt null Vorhersagen für die Zukunft. Man ist vorher so schlau wie hinterher.

    Daher braucht man schon rein praktisch überhaupt nicht damit anfangen, an (einen) Gott oder eine Simulation oder ein fliegendes Spaghettimonster zu denken. Es führt einfach absolut nirgendwo hin.

  2. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Muhaha 12.09.19 - 13:49

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Daher braucht man schon rein praktisch überhaupt nicht damit anfangen, an
    > (einen) Gott oder eine Simulation oder ein fliegendes Spaghettimonster zu
    > denken. Es führt einfach absolut nirgendwo hin.

    Es führt nirgendwohin, richtig. Aber es beruhigt ungemein, weil es Erklärungen für brennende, drängende Fragen liefern kann. Wer sind wir, woher kommen wir, wohin gehen wir, warum sind wir? Religion (ob mit oder ohne Götter) ist zwangsläufig, wenn der Verstand weiter ist als die Antworten, die man in der Natur finden kann. Religion hört dann auf zu existieren, wenn wir uns selbst verstanden haben. Wer sind wir?

  3. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Eheran 12.09.19 - 13:56

    Und wie sollen wir noch Antworten finden, wenn wir die Erklärung ja schon haben? Warum gab es denn einen recht großen technologischen Stillstand im Mittelalter? Ich brauch sowas ganz sicher nicht noch mal.
    Irgendwelche Pseudoerklärungen können mir gestohlen bleiben, egal wie technisch angehaucht die sein mögen. Es bleibt eine Religion.

  4. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Muhaha 12.09.19 - 14:18

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie sollen wir noch Antworten finden, wenn wir die Erklärung ja schon
    > haben? Warum gab es denn einen recht großen technologischen Stillstand im
    > Mittelalter? Ich brauch sowas ganz sicher nicht noch mal.
    > Irgendwelche Pseudoerklärungen können mir gestohlen bleiben, egal wie
    > technisch angehaucht die sein mögen. Es bleibt eine Religion.

    Ich erkläre nur, warum Religion entstanden ist. Nirgendwo sage ich, dass dies der letzte Schluss der Weisheit ist. Religion ist nichts weiter der erste (!) Versuch Antworten zu finden, weil unser eigenwilliger Verstand sich mit dem bloßen Existieren zwischen Geburt und Tod nicht zufrieden geben will.

    Dass dies nicht der letzte Schritt ist, wollte ich nicht extra erwähnen. Schien mir nicht nötig. Hätte ich wohl sollen, so allergisch, wie Du hier reagierst :)

  5. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: LH 12.09.19 - 15:07

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum gab es denn einen recht großen technologischen Stillstand im Mittelalter?

    Weltweit betrachtet gab es definitiv keinen Stillstand, speziell im arabischen Raum war es eine Blütezeit.

  6. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Eheran 12.09.19 - 16:01

    Ja, bis der Islam das geändert hat. Bei uns war es die Kirche. Spielt keine Rolle. Religion ist keine Antwort, sondern ein Denkverbot.

  7. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: tpk 12.09.19 - 15:20

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie sollen wir noch Antworten finden, wenn wir die Erklärung ja schon
    > haben? Warum gab es denn einen recht großen technologischen Stillstand im
    > Mittelalter? Ich brauch sowas ganz sicher nicht noch mal.
    > Irgendwelche Pseudoerklärungen können mir gestohlen bleiben, egal wie
    > technisch angehaucht die sein mögen. Es bleibt eine Religion.

    Das Mittelalter hat die Neuzeit nicht verhindern können. 'Denkverbote' gibt es auch heute noch an den Unis. Und laut meinem Philosophie Prof war das Hauptproblem mit der Industrialisierung nicht ideologisch bedingt sondern ganz schlicht ein Mangel an Werkstoffen, die stabil genug waren. Komplexe mechanische Spielereien gab es schon ziemlich früh.

  8. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Eheran 12.09.19 - 16:01

    >'Denkverbote' gibt es auch heute noch an den Unis.
    Die da wären?

  9. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: KillerKowalski 12.09.19 - 14:03

    Bin gleicher Meinung. Gott oder Simulation sind ein Denkverbot und keine Antwort, sie verlagern die mögliche Erklärung auf eine umso höhere, unerreichbare Ebene. Die Frage nach der Herkunft des Universums wird damit der Wissenschaft/Forschung entrissen und zu einer philosophischen Turnübung.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 12.09.19 14:07 durch KillerKowalski.

  10. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Schleichfahrt 12.09.19 - 14:13

    KillerKowalski schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin gleicher Meinung. Gott oder Simulation sind ein Denkverbot und keine
    > Antwort, sie verlagern die mögliche Erklärung auf eine umso höhere,
    > unerreichbare Ebene. Die Frage nach der Herkunft des Universums wird damit
    > der Wissenschaft/Forschung entrissen und zu einer philosophischen
    > Turnübung.


    Ich war der Meinung die Ära der Denkverbote wurde von den Menschen ums Mittelalter herum verlassen.

  11. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: KillerKowalski 12.09.19 - 14:27

    "Es kann nicht sein was nicht sein darf" und "Warum? Darum!" ist sicherlich kein Problem des Mittelalters.
    Zudem gehe ich davon aus, dass das Mittelalter nur einen so schlechten Ruf hat, damit der moderne Mensch das Gefühl hat sich weiterbewegt zu haben, ohne jemals seinen Hintern erheben zu müssen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 12.09.19 14:28 durch KillerKowalski.

  12. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: unbuntu 12.09.19 - 14:42

    KillerKowalski schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage nach der Herkunft des Universums wird damit
    > der Wissenschaft/Forschung entrissen und zu einer philosophischen
    > Turnübung.

    Da wäre erstmal die Frage, ob Wissenschaft/Forschung überhaupt eine Lösung finden können. Wir können uns ja nichtmal nicht-unendlichen Raum vorstellen und unendlichen Raum genauso wenig.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.09.19 14:42 durch unbuntu.

  13. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: KillerKowalski 12.09.19 - 14:53

    Ob es überhaupt möglich ist eine Antwort zu finden, ist ja auch eine Frage die die Wissenschaft klären muss. Selbst wenn wir die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest niemals zufriedenstellend und mit 100% Genauigkeit beantworten werden, finden wir auf dem Weg ganz neue Fragen und Antworten.
    "Woher kommt das Universum?" "Ist 'ne Simulation" "Aber wer simuliert uns?" "Andere simulierte Leute" "Und wer hat diese denn simuliert?" "Physische Leute" "Und wo kommen die denn her?" "Das weiß ich nicht, aber wir sind simuliert"

  14. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Urbautz 12.09.19 - 14:49

    KillerKowalski schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin gleicher Meinung. Gott oder Simulation sind ein Denkverbot und keine
    > Antwort, sie verlagern die mögliche Erklärung auf eine umso höhere,
    > unerreichbare Ebene. Die Frage nach der Herkunft des Universums wird damit
    > der Wissenschaft/Forschung entrissen und zu einer philosophischen
    > Turnübung.

    Nein, finde ich nicht. Was die Kirche gemacht hat, führte zum Denkverbot. Und warum sollte die Wissenschaft eine Grenze bei der Simulation finden? Warum sollte man nicht aus der Simulation ausbrechen können?

  15. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: KillerKowalski 12.09.19 - 15:04

    Wenn wir simuliert sind, werden wir wohl dahingehend simuliert sein nicht ausbrechen zu können.
    Oder doch vielleicht. Das Universum ist vielleicht tatsächlich 6000 Jahre alt. Oder wurde erst vor fünf Minuten hochgefahren. Vielleicht war bis gestern der Himmel für uns grün.
    Jeden Tag wird das Universum neugestartet und wir mit aktualisierten Datensätzen gefüttert.

    Wir könnten sofort aufhören zu forschen, könnten wir uns nicht darauf verlassen dass Konstanten konstant sind. Und, woher kommt der Simulierende her?

    EDIT: Desweiteren könnte ein "Ausbruch" aus der Simulation genauso nur simuliert sein. Der Erkenntnisgewinn wäre also wieder simuliert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.09.19 15:16 durch KillerKowalski.

  16. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Bouncy 19.09.19 - 14:36

    Urbautz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, finde ich nicht. Was die Kirche gemacht hat, führte zum Denkverbot.
    > Und warum sollte die Wissenschaft eine Grenze bei der Simulation finden?
    > Warum sollte man nicht aus der Simulation ausbrechen können?
    Steht doch im Artikel, weil Unschärfen und Grenzen künstlich wären, ergo im Kern unlogisch. Da kann man noch soviel wissenschaften, unlogische Barrieren ließen alle Versuche, den elementaren Aufbau zu verstehen, im Keim ersticken...

  17. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Framehunter 22.09.19 - 19:57

    Danke Urbautz !

  18. Gott benötigt eine Seele &#8596...

    Autor: adjust-IT 25.09.19 - 03:38

    Viel einfacher als die Frage "wo dockt (meine) Seele an der Realität an" ist die Frage "wieso fällt es mir nicht auf, dass ich nicht existiere" zu beantworten.
    Ersteres endet bestenfalls in Philosophie, schlechtestensfalls in religiösem Fanatismus - letzteres in der Neurobiologie.

    Aber es ist wohl wirklich schwer aus der Simulation auszubrechen und einzusehen, dass das Hirn einen sehr effizienten Weg der Selbsterhaltung gefunden hat - mit einem Phänomen, das wir Bewusstsein nennen. Denn nicht das Universum ist simuliert, sondern das Ich.
    Und dieser Selbsterhaltungstrieb ist unheimlich stark, wie uns der religiöse oder wirtschaftliche Fanatismus in seinen vielen Inkarnationen immer wieder vor Augen führt.

    Es ist traurig, aber wohl scheinbar unausweichlich - wir sind einfach zu selbstverliebt um uns nicht selbst zu vernichten... (bevor wir zu den Sternen greifen können)

  19. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: jum 30.06.20 - 12:27

    Wenn unsere Realität eine Simulation ist, könnten wir versuchen, Fehler darin auszunutzen und die Realtiät zu unseren Gunsten zu verändern. Livehack.

  20. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: adjust-IT 30.06.20 - 23:58

    Wie geschrieben - Du kannst die Fehler in Dir suchen und wirst sie schnell finden. Auch haben das bereits viele vor Dir gemacht - in der Biologie, bis hin zur Philosophie. Und zu hacken gibt’s da auch einiges...
    Aber selbst in unserer Vorstellung der Umwelt gibt es bei strengster Beobachtung noch Lücken - und die werden sukzessive gefunden und geschlossen - aber am Ende ist die Physik auch noch lange nicht.

  21. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: EinZauberwesen 12.09.19 - 14:17

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man von der Prämisse ausgeht, dann beantwortet das, exakt wie ein
    > Gott, null Fragen. Erlaubt null Vorhersagen für die Zukunft. Man ist vorher
    > so schlau wie hinterher.
    >
    > Daher braucht man schon rein praktisch überhaupt nicht damit anfangen, an
    > (einen) Gott oder eine Simulation oder ein fliegendes Spaghettimonster zu
    > denken. Es führt einfach absolut nirgendwo hin.

    Ich finde aber schon, dass ein theoretisches/philosophisches Model durchaus Fragen im Raum aufwerfen und in einer Plausibilität beantworten kann, welche erlaubt, damit weitere theoretische Ansätze und später ggf. auch physikalische Modelle zu konstruieren, die wiederum durch eine Prüfung bestätigt oder widerlegt werden können.

    Das Nachdenken über das Atom in der Antike fing ebenso mit einem philosophischen Gedanken an und erlaubt uns in der heutigen Zeit Smartphones zu nutzen oder zum Mond zu fliegen.

    Rechtschreibfehler sind Absicht. So weiss ich, daß der Text von mir ist.

  22. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Eheran 12.09.19 - 14:34

    Wie soll denn da irgendwas durch eine Prüfung (nicht) bestätigt werden? Kann alles beliebig Teil der Simulation sein, genau wie bei einem Gott, der halt die alten Fossilien usw. so hingelegt hat und die Erde ist aber wirklich nur 5000 Jahre alt. Da erfährt man genau null.

  23. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Art_I 12.09.19 - 15:17

    EinZauberwesen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn man von der Prämisse ausgeht, dann beantwortet das, exakt wie ein
    > > Gott, null Fragen. Erlaubt null Vorhersagen für die Zukunft. Man ist
    > vorher
    > > so schlau wie hinterher.
    > >
    > > Daher braucht man schon rein praktisch überhaupt nicht damit anfangen,
    > an
    > > (einen) Gott oder eine Simulation oder ein fliegendes Spaghettimonster
    > zu
    > > denken. Es führt einfach absolut nirgendwo hin.
    >
    > Ich finde aber schon, dass ein theoretisches/philosophisches Model durchaus
    > Fragen im Raum aufwerfen und in einer Plausibilität beantworten kann,
    > welche erlaubt, damit weitere theoretische Ansätze und später ggf. auch
    > physikalische Modelle zu konstruieren, die wiederum durch eine Prüfung
    > bestätigt oder widerlegt werden können.
    >
    > Das Nachdenken über das Atom in der Antike fing ebenso mit einem
    > philosophischen Gedanken an und erlaubt uns in der heutigen Zeit
    > Smartphones zu nutzen oder zum Mond zu fliegen.


    Ihr habt beide Recht und dann doch nur der Eheran!
    Klar sollte man frei sein und jegliche Fantasiekonstrukte aufstellen dürfen.
    Dennoch sollte man hier Vorsicht walten lassen. Denn zu einer Gefahr (wie im Mittelalter) werde diese Fantasiekonstrukte, wenn sie Ansprüche zu haben beginnen. Und dagegen hilft NUR, sie als "Schwachsinn" abzutun bzw. abtun zu dürfen! Womit dann eben doch Eheran Recht hat.
    Und ob wiederum ein Anspruch berechtigt ist, weißt sich, wie beim Atom, in der Praxis -> Smartphones, Mondflug, ...
    Und nicht vorher!
    Anders gesagt: Solange du keine realen "Früchte" deines Gedankenkonstrukts vorzuweisen hast, maß dir bloß nicht an, auch nur den geringsten Anspruch daraus zu erzeugen. Radikaler: Nicht einmal den, dem Eheran zu widersprechen oder zu relativieren.

  24. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: tpk 12.09.19 - 15:28

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man von der Prämisse ausgeht, dann beantwortet das, exakt wie ein
    > Gott, null Fragen. Erlaubt null Vorhersagen für die Zukunft. Man ist vorher
    > so schlau wie hinterher.
    >
    > Daher braucht man schon rein praktisch überhaupt nicht damit anfangen, an
    > (einen) Gott oder eine Simulation oder ein fliegendes Spaghettimonster zu
    > denken. Es führt einfach absolut nirgendwo hin.

    Gott ist per Definition transzendent und damit nicht empirisch beweisbar. Hab noch nicht drüber nachgedacht, aber evtl. könnte das mit einer Simulation anders sein.

    Aber sehr, sehr wahrscheinlich nicht und dann haben wir nur eine neue, zeitgemäße Metapher, um Idealismus (Welt ist nicht real sondern nur ein Traum) zu beschreiben. Das haben die Inder, Berkeley, Fichte, etc. auch alle schon gemacht. Nix Neues unter der Sonne.

  25. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: unbuntu 12.09.19 - 16:14

    tpk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gott ist per Definition transzendent und damit nicht empirisch beweisbar.
    > Hab noch nicht drüber nachgedacht, aber evtl. könnte das mit einer
    > Simulation anders sein.

    Wenn Gott nicht Teil der Simulation ist, wird man ihn innerhalb der Simulation nicht nachweisen können.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  26. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Epaminaidos 12.09.19 - 16:45

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man von der Prämisse ausgeht, dann beantwortet das, exakt wie ein
    > Gott, null Fragen. Erlaubt null Vorhersagen für die Zukunft.

    Viele neue Theorien liefern auch neue Forschungsansätze. Wenn man der Simulationstheorie folgt, sollten wir uns auf die Suche nach Sicherheitslücken konzentrieren. Damit könnten wir dann eventuell Zugang erlangen zur Webcam des Notebooks, auf dem die Simulation läuft :-)

    Irgendwo in der Implementierung der Quantentheorie wird sich doch wohl ein ausnutzbarer Bug finden lassen!

  27. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: notuf 12.09.19 - 17:21

    Epaminaidos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn man von der Prämisse ausgeht, dann beantwortet das, exakt wie ein
    > > Gott, null Fragen. Erlaubt null Vorhersagen für die Zukunft.
    >
    > Viele neue Theorien liefern auch neue Forschungsansätze. Wenn man der
    > Simulationstheorie folgt, sollten wir uns auf die Suche nach
    > Sicherheitslücken konzentrieren. Damit könnten wir dann eventuell Zugang
    > erlangen zur Webcam des Notebooks, auf dem die Simulation läuft :-)
    >
    > Irgendwo in der Implementierung der Quantentheorie wird sich doch wohl ein
    > ausnutzbarer Bug finden lassen!

    Oder durch das ausnutzen der Lücke das System zum Absturz bringen und damit die Welt beenden/zerstören ;)

  28. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: Truster 17.09.19 - 10:53

  29. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: theuserbl 12.09.19 - 17:19

    Naja, es gibt schon Personen die sagen, daß man dafür Hinweise finden könnte. Und diese Personen sagen aber auch, daß sie diese Hinweise gefunden haben und wir in einer Simulation leben.

    Einige dieser Hinweise:
    - es gibt eine kleinste Längeneinheit (die Planck-Länge). Sie entspricht einem Pixel.
    - im kleinsten Bereich gibt es keine flüssigen Bewegungen alles läuft gequantelt ab. Als wenn eine Information von einem Piuxel zum anderen springt.
    - die Drehgeschwindigkeit eines Elektrons wird nicht langsamer und nicht schneller und es bleibt nicht stehen. Es kann sich nur in zwei Richtungen drehen, bei gleicher Drehgeschwinigkeit: Up-Spin und Down-Spin. Eine binäre Information.
    - daß sich das unendliche Universum so schnell ausdehnt, daß wir nur aus einem endlichen Bereich Licht und andere Informationen erhalten und durch beschleunigte Expansion immer mehr aus diesem Bereich für uns verschwindet, spricht auch nicht gerade gegen einen Computer.

    U.a. einfach mal im Internet nach Tom Campbell und auch nach Jim Elvidge suchen, die beide der Meinung sind, daß wir in einer Simulation leben.
    So meinen sie auch, daß durch verschränkte Teilchen Speicherplatz eingespart werden könnte. Damit wären verschänkte Teilchen Pointer auf die selbe Speicheradresse.

    Der Rechner muß auch nicht in einem auf 3-Dimensionen beschränkten Raum stehen, noch muß er in einem Raum stehen, der unseren physikalischen Gesetzen unterliegt. Dadurch wäre die Simulation dann einfacher.

    Grüße
    theuserbl

  30. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: notuf 12.09.19 - 19:30

    Ja und dann? Welche Fragen werden damit beantwortet?

  31. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: ms 16.09.19 - 16:42

    theuserbl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einige dieser Hinweise:
    > - es gibt eine kleinste Längeneinheit (die Planck-Länge). Sie entspricht
    > einem Pixel.
    > - im kleinsten Bereich gibt es keine flüssigen Bewegungen alles läuft
    > gequantelt ab. Als wenn eine Information von einem Piuxel zum anderen
    > springt.
    > - die Drehgeschwindigkeit eines Elektrons wird nicht langsamer und nicht
    > schneller und es bleibt nicht stehen. Es kann sich nur in zwei Richtungen
    > drehen, bei gleicher Drehgeschwinigkeit: Up-Spin und Down-Spin. Eine binäre
    > Information.
    > - daß sich das unendliche Universum so schnell ausdehnt, daß wir nur aus
    > einem endlichen Bereich Licht und andere Informationen erhalten und durch
    > beschleunigte Expansion immer mehr aus diesem Bereich für uns verschwindet,
    > spricht auch nicht gerade gegen einen Computer.

    Das ist fast allerdings alles falsch:
    1. und 2.) Die Planck-Länge ist keine kleinste Längeneinheit in dem Sinne dass Bewegungen nur durch kleine Sprünge von der Größe einer oder mehrerer Planck-Längen möglich sind. Letztendlich weiß man schlichtweg nicht wie die Physik auf solch kleinen Längen aussieht. Was man weiß ist, dass spätestens bei Effekten in der Größenordnung der Planck-Länge unser momentanes Verständnis der Physik zusammenbricht.
    3.) Der Drehimpuls eines Elektrons ist kein Bit sondern, im Prinzip per Definition, ein QBit: Der Witz ist gerade dass der Zustand eines Elektrons nicht nur durch Spin-Up oder -Down, sondern überlagerungen der beiden beschrieben wird. Generell ist die Komplexität von Quantensystemen viel höher als die von ähnlichen klassischen Systemen. Daher sind quantenmechanische Systeme denkbar schlecht dafür geeignet, mit klassischen Computern simuliert zu werden. Quantencomputer würden dieses Problem entschärfen, aber eben auf die offensichtliche Art: Wie simuliere ich am besten ein Elektron? Ich nehme ein Elektron dafür...
    4.) Ist meines Wissens richtig, OK. Aber "spricht nicht gerade gegen einen Computer" stimmt vor allem deshalb weil die Hypothese "unser Universum ist eine Simulation" grundsätzlich nicht falsifizierbar ist (wie andere Religionen eben auch...). Auf die Frage "warum dehnt sich das Universum beschleunigt aus?" ist "weil wir in einer Simulation leben und das die Simulation einfacher macht" aber keine Antwort die mich zufriedenstellt. Das ist ähnlich wie "warum ist Eis leichter als Wasser?" - "weil dadurch Seen von oben her zufrieren und die entstehende isolierende Eisschicht die Wasserlebewesen im See schützt".

  32. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: mfeldt 18.09.19 - 09:55

    theuserbl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, es gibt schon Personen die sagen, daß man dafür Hinweise finden
    > könnte. Und diese Personen sagen aber auch, daß sie diese Hinweise gefunden
    > haben und wir in einer Simulation leben.
    >
    > Einige dieser Hinweise:
    > - es gibt eine kleinste Längeneinheit (die Planck-Länge). Sie entspricht
    > einem Pixel.

    Nö. Nur die Beobachtung ist ungenau im Bereich der Planck-Länge. Wie Wellenfunktion des betroffenen Partikels ist genauso determiniert wie in der klassischen Mechanik.

    > - im kleinsten Bereich gibt es keine flüssigen Bewegungen alles läuft
    > gequantelt ab. Als wenn eine Information von einem Piuxel zum anderen
    > springt.

    tut sie nicht.

    > - daß sich das unendliche Universum so schnell ausdehnt, daß wir nur aus
    > einem endlichen Bereich Licht und andere Informationen erhalten und durch
    > beschleunigte Expansion immer mehr aus diesem Bereich für uns verschwindet,
    > spricht auch nicht gerade gegen einen Computer.
    >
    Wir erhalten Information aus dem gesamten Universum bis hin zu wenigen Millisekunden vor dem Urknall.

    Solche Tricks würden auch nur dann helfen, wenn genau die Wir und unsere nähere Umgebung der Fokus der Simulation sind, der Rest nur als Kulisse aufgestellt wird. Ein nahezu ur-christlicher Ansatz. Noch einfacher wird es allerdings, wenn die Simulation nur für *mich* alleine läuft, und ihr alle nur ein Teil davon seid! So muß es sein!

  33. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie...

    Autor: GPUPower 12.09.19 - 18:14

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man von der Prämisse ausgeht, dann beantwortet das, exakt wie ein
    > Gott, null Fragen. Erlaubt null Vorhersagen für die Zukunft. Man ist vorher
    > so schlau wie hinterher.
    >
    > Daher braucht man schon rein praktisch überhaupt nicht damit anfangen, an
    > (einen) Gott oder eine Simulation oder ein fliegendes Spaghettimonster zu
    > denken. Es führt einfach absolut nirgendwo hin.

    Pastafarismus nicht verstanden. nice

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