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"umweltfreundlicher", wirklich?

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  1. "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: spagettimonster 20.09.19 - 08:00

    Das ist doch sehr euphemistisch, bzw. in wie fern wäre das überhaupt als weniger schädlich anzusehen? Eine Verlagerung von Emissionen als "klimaneutral" hinzustellen ist auch eine gewagte These.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.09.19 08:05 durch spagettimonster.

  2. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: 3dgamer 20.09.19 - 08:11

    Die Fahrzeugnutzung wird nie "umweltfreundlich" werden. Verbrenner weg, super Sache. Aber Reifenabrieb, Bremsstaub, Herstellung (Lack) usw. usf., umweltfreundlich ist da wenig.

  3. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: elonmusk 20.09.19 - 08:13

    Aktuell gibt es viel Hype um das Thema Elektromobilität. Viele Unternehmen wollen als "fortschrittlich" und "umweltfreundlich" dastehen und investieren etwas Geld rein.

    Ich persönlich finds gut, da diese große Transporter dann viel leiser sind. Der Umwelt bzw dem Klima hilft es eher weniger.

  4. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: Prinzenrolle 20.09.19 - 08:14

    Natürlich sind diese Klimafreundlicher, aber natürlich noch lang nicht umweltfreundlich. Wichtig ist, das es vorwärts geht und das heisst weg, von jeglicher Verbrennung. Die Batterie usw. ist sicherlich nicht perfekt, aber da hat man wenigstens die Möglichkeit, sich noch zu verbessern. Beim Verbrenner hast du dies nicht, da immer eine Verbrennung stattfindet.

  5. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: Sharra 20.09.19 - 08:19

    Kommt immer drauf an, woher man seinen Strom dann bezieht.
    Und Lieferfahrzeuge dürften auch auf die nötigen Kilometer kommen, um umweltfreundlicher als ein Verbrenner zu sein.
    Dazu weniger Dreck in den Städten.
    Und selbst die älteren Verbrennungskraftwerke haben einen höheren Wirkungsgrad als jeder mobile Diesel.
    Es ist also bereits ein kleiner Gewinn, wenn Öl/Gas in einem Kraftwerk verheizt wird, statt vor Ort in der Karre.

    Dass die E-Mobilität unsere Probleme nicht auf einen Schlag lösen wird, sollte jedem normal denkenden Menschen klar sein. Aber zumindest verringert sie massiv Probleme dort, wo sie die Menschen direkt krank machen. In den Städten.

  6. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: M.P. 20.09.19 - 08:32

    Ich denke aber dass es schon Klimafreundlicher ist, als ein Diesel-Transporter.
    Insbesondere werden die Prüfstandwerte des Diesels beim Start&Stop-Betrieb eines Paketdienstes eh nur Makulatur sein ...
    Die USA sind zudem ein Flächenland. Da kann man wahrscheinlich den Fahrstrom relativ gut regenerativ erzeugen ...

    Klimafreundlicher, als für jedes Paket eine Amazon-Lieferdrohne loszuschichen wird es allemal sien ;-)

  7. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: Pixel5 20.09.19 - 08:41

    spagettimonster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist doch sehr euphemistisch, bzw. in wie fern wäre das überhaupt als
    > weniger schädlich anzusehen? Eine Verlagerung von Emissionen als
    > "klimaneutral" hinzustellen ist auch eine gewagte These.


    natürlich ist der nächste Schritt dann alle Fahrzeuge mit Ökostrom zu laden aber einfach mal nichts zu machen weil unser aktueller Strommix einfach scheiße ist bringt halt auch nix.

  8. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: Drakrochma 20.09.19 - 08:41

    "umweltfreundlicher" klingt eben besser als "weniger klimaschädlich"
    Dürfte hier aber realistisch betrachtet auf das gleiche raus laufen...

  9. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: spagettimonster 20.09.19 - 08:54

    Wieso klimafreundlicher, weniger unfreundlich ist doch noch lange nicht freundlich?!?

    Jegliche Verstromung von Brennstoffen ist mit wesentlich geringerem Wirkungsgraden verbunden um das gleiche potentential einer direkten Verbrennung zu erreichen. Klimawirksamme Gasausstöße in Form von Wasserdampf entstehen selbst beim Betrieb eines AKW bzw. dessen Turbinen-Aggregaten und Kühlung, selbst das erwärmen eines Wasserlaufes dazu ist nicht Klimaneutral. Geothermie, PV und Wind- und Wasserkraft-Anlagen müssten erst einmal das wieder rein holen was für ihre Herstellung ausgestoßen wurde, bevor sie Baufällig werden, können sie aber gar nicht, da sie nichts von dem dafür ausgestoßenem selbst binden.

    Wir müssten im großem Stil die Welt wieder aufforsten um Klimafreundliches zu tun, möglichst der Natur nah, der Lage gerecht und endemisch durchmischt um die Anfälligkeit von Monokulturen zu meiden. Nur so gelingt es nachhaltig CO² aus der Atmosphäre zu binden und andere bereits emittierte Schadstoffe auszufiltern, der fortschreitenden Bodenerosion, Versteppung und Verwüstung stünde das auch entgegen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.09.19 08:56 durch spagettimonster.

  10. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: jkow 20.09.19 - 09:17

    spagettimonster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jegliche Verstromung von Brennstoffen ist mit wesentlich geringerem
    > Wirkungsgraden verbunden um das gleiche potentential einer direkten
    > Verbrennung zu erreichen.

    Und wie kommst Du darauf, dass jemand, der auf Elektroautos setzt, nicht auch "Ökostrom" bezieht? Ich würde das jedenfalls tun.

    Wie kommst Du darauf, dass es in den nächsten 20 Jahren nicht auch allgemein eine weitere Verlagerung hin zu Energiegewinnung ohne Verbrennung fossiler Brennstoffe geben wird? Mag ja sein, dass man für bestimmte Absicherung der Netzte noch lange klassische Kraftwerke brauchen wird, aber der Mix wird sich schon ändern.

    Nur eines ist sicher: wenn man sein Fahrzeug mit Benzin/Diesel betreibt, hat man mit Sicherheit keine Chance von der Verbrennung wegzukommen.

  11. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: jkow 20.09.19 - 09:18

    elonmusk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Umwelt bzw dem Klima hilft es eher weniger.

    Warum?

  12. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: My Hell Baby speaking 20.09.19 - 09:22

    Was gibt es an breiter Warenlogistik auf der Basis von Elektroantrieben zu meckern (für die CO²-intensive Stromerzeugung in D muß man Politik und Wähler verantwortlich machen, nicht ausländische Unternehmen, die hier Geschäfte machen wollen)?!
    Die Alternative ist Individualverkehr von Personen und Waren und im günstigsten Fall teilweise elektrisch betriebener ÖPNV von Personen und Waren. Letzteres läßt sich gesetzlich nicht verordnen und ersteres ist bei der Migration weg von Verbrennungsantrieben zu elektrischen am trägsten.
    Es bleibt selbstverständlich noch eine dritte Alternative übrig: Die Bevölkerung downscaled sich zurück auf das Zivilisationsniveau von Energie- und Konsum-Hobbits, sprich wir leben wie im 19. Jahrhundert (für die Millenials: das sind nicht die Jahre, die mit 19 beginnen:)).

  13. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: Josia 20.09.19 - 09:39

    spagettimonster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso klimafreundlicher, weniger unfreundlich ist doch noch lange nicht
    > freundlich?!?
    >
    > Jegliche Verstromung von Brennstoffen ist mit wesentlich geringerem
    > Wirkungsgraden verbunden um das gleiche potentential einer direkten
    > Verbrennung zu erreichen.

    Erkläre wie dieser "wesentlich" geringere Wirkungsgrad zustande kommt? Ein Dieselmotor muss um effizient zu sein
    a) eine bestimmte Größe
    b) eine bestimmte Drehzahl
    c) ein bestimmte Temperatur
    d) eine bestimmte Last
    haben.

    Tankst du dein Elektroauto mit einem Dieselgenerator, bei dem sich alle diese Punkte leicht umsetzten lassen, fährst du mit einem höheren Wirkungsgrad, als wenn du den Diesel direkt in einen ineffizienten Diesel-PKW tankst.

    > Klimawirksamme Gasausstöße in Form von
    > Wasserdampf entstehen selbst beim Betrieb eines AKW bzw. dessen
    > Turbinen-Aggregaten und Kühlung, selbst das erwärmen eines Wasserlaufes
    > dazu ist nicht Klimaneutral. Geothermie, PV und Wind- und
    > Wasserkraft-Anlagen müssten erst einmal das wieder rein holen was für ihre
    > Herstellung ausgestoßen wurde, bevor sie Baufällig werden, können sie aber
    > gar nicht, da sie nichts von dem dafür ausgestoßenem selbst binden.
    >

    Nur mal als Beispiel Windkraftanlagen:

    Sie benötigen weniger als 1 Jahr (je nach Standort auch < 6 Monate) im die Energie für Herstellung, Aufbau und Wartung wieder reinzuholen. Gibt ausreichend Quellen die das belegen.

    > Wir müssten im großem Stil die Welt wieder aufforsten um Klimafreundliches
    > zu tun, möglichst der Natur nah, der Lage gerecht und endemisch durchmischt
    > um die Anfälligkeit von Monokulturen zu meiden. Nur so gelingt es
    > nachhaltig CO² aus der Atmosphäre zu binden und andere bereits emittierte
    > Schadstoffe auszufiltern, der fortschreitenden Bodenerosion, Versteppung
    > und Verwüstung stünde das auch entgegen.

    Wieso nicht beides? Langsam Verbrenner mit Elektroautos ersetzen und aufforsten.

  14. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: spagettimonster 20.09.19 - 09:50

    Das bedeutet heute ist der reine Energieunterhalt für ein Elektrofahrzeug, mindestens genauso schädlich wie der eines Verbrenners und es wird gehofft, dass sich das wendet weil die Betreiber von Werken mutmaßlich weniger schädliche Techniken zur Wandlung von Energien in elektrischen Strom einsetzen werden, d.h. es wird spekuliert dass morgen weniger Umweltschädigung dafür stattfindet, aber nicht selbst dafür gesorgt.

    Von selbst neutral oder gar selbst freundlich kann man doch nur sprechen, wenn man selbst sichert, dass der Austrag dem Eintrag entspricht oder gar besser ist.

  15. Ja.

    Autor: SJ 20.09.19 - 10:00

    kwt.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  16. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: Ach 20.09.19 - 10:56

    spagettimonster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das bedeutet heute ist der reine Energieunterhalt für ein Elektrofahrzeug,
    > mindestens genauso schädlich wie der eines Verbrenners und es wird gehofft,
    > dass sich das wendet weil die Betreiber von Werken mutmaßlich weniger
    > schädliche Techniken zur Wandlung von Energien in elektrischen Strom
    > einsetzen werden, d.h. es wird spekuliert dass morgen weniger
    > Umweltschädigung dafür stattfindet, aber nicht selbst dafür gesorgt.
    >
    > Von selbst neutral oder gar selbst freundlich kann man doch nur sprechen,
    > wenn man selbst sichert, dass der Austrag dem Eintrag entspricht oder gar
    > besser ist.

    Weiter neben der Wirklichkeit geht es doch fast nicht mehr! Wärst du mal so freundlich dir mindestens diese eine Quelle durchzulesen?

    http://www.forschungsinformationssystem.de/servlet/is/332825/

    Damit sollte sich die Kaputtheit des Stammtisch Arguments : "Eh du! Verbrennen im Zylinder ist ja wohl schadstoffärmer als im Kraftwerk ehhh!", doch mal langsam aber überall herum gesprochen haben. Noch schlimmer ist dieses lächerliche ERoI- Märchen, das mittlerweile schon über 40(!) Jahre auf dem Buckel hat, sprich : dem Stammtisch Märchen über den :

    Energy
    Return
    of
    Investment.

    Wann ein Energydevice die Energie seiner Erstellung von der Bereitstellung und Aufbereitung der Materialien, über das Zusammen- und Aufbauen bis zur seiner Entsorgung, wieder eingespielt hat. Wie kann man in 2019 noch nicht wissen, dass der ERoI eines Windkraftwerkturms bei u8 Monaten und der eines Photovoltaikkollektors in diesen Breitengraden bei u2,5 Jahren liegt?

    Sry., aber wie oft und wie lang denn noch? Bilde dich doch bitte erst mal, bevor du solche Unwahrheiten auf die Menschheit frei lässt.

  17. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: Ach 20.09.19 - 11:06

    elonmusk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der Umwelt bzw dem Klima hilft es eher weniger.

    Ja, rück mal deine Mathematik und deine Quellen raus, auf die sich dieser Schwachsinn berufen will.

  18. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: gasm 20.09.19 - 11:09

    Interessiert mich auch.

  19. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: marcometer 20.09.19 - 11:36

    Findest du unseren Strommix wirklich so schlecht?
    Das erste Halbjahr 2019 haben wir mehr Strom mit erneuerbaren Energien erzeugt als mit fossilen.
    Das finde ich doch schon mal sehr lobenswert.
    Die Kurve zeigt da in den letzten Jahren ganz klar und stetig in die richtige Richtung.
    Gerne dürfte es noch schneller gehen, aber wir sind da auf jeden Fall schon viel weiter als die meisten Länder und auf dem richtigen Weg.

  20. Re: "umweltfreundlicher", wirklich?

    Autor: spagettimonster 20.09.19 - 13:42

    Erreichbare Wirkungsgrade und Unterschiede beim Verbrennen:

    Der Wirkungsgradvergleich bezieht sich nicht auf lokal betriebene Generatoren zum direktem Aufladen, sondern auf eine Verstromung in Werksgröße, Dieselverstromung erreicht bei Großaggregaten 50 %, Gasturbinen mit 40% und Gas-und-Dampf-Kombikraftwerke mit 50% sind für schnelle Startmöglichkeiten bei hoher Spitzenlastabdeckung geeignet, Kohle liegt je nach Anlage und Befeuerung zwischen 30 % und 40%, überkritische Kohlekraftwerke bei 45%.

    Benzin, Diesel und Gas erreichen bei Motoren im PKW i.d.R. 40 %.

    Ethanol-Motoren sind aufgrund der geringen Emmisionsraten interessant, die im aktuellem Strommix _noch_ unter denen von Stromern liegen, hat aber, sofern aus Biomasse gewonnen das Problem mit der Flächenkonkurenz gegenüber dem Nahrungsmittelanbau.

    Energie aus Kernspaltungsreaktoren wollen wir nicht betrachten, da die Folgekosten von den uns bekannten wenigen Unfällen schon alles erträgliche in dichten Siedlungsräumen überschatten, Fachgerechter Rückbau und sichere Lagerung der kontaminierten Baustoffe sowie verbrauchter Brennelemente uns noch lange beschäftigen wird.

    Fusionsreaktoren sind immer noch nicht in Reichweite.

    ___________________________

    Verstromung ohne zu Verbrennen:

    Erneuerbare Energien, sind an sich keine mehr wenn sie aus Pumpspeicher-Kraftwerke kommen die mit Überschüssen aus fossiler Verbrennung oder Kernenergie dort eingetragen wurden. Das heißt nicht das das besonders schlecht wäre nur Ökologisch rein ist das sogn. Greening auch nicht. Rein erneuerbare Befüllung ist dafür vorzuziehen. Die Wirkungsverluste sind durch Höhenunterschiede und Leitungslängen für das dafür gepumpte Wasser unterschiedlich von Anlage zu Anlage, mehr Energie wird es nicht, es sei denn die Becken füllen sich mit Niederschlag auf.

    Natürliche vorhandene Lagenenergien, z.B. durch Nutzbarmachung mittels Stauung eines Wasserlaufes erfordern die Errichtung einer Stauanlage, der Stausee wird mehr Fläche einnehmen als der Wasserlauf, d.h. mehr Wasser verdunstet ungenutzt, ggf. werden darunter liegende Fläche nicht mehr ausreichend ständig versorgt. Zur Abdeckung von Lastspitzen eigenen sich solche wieder selbst füllenden Anlagen jedoch hervorragend, günstige Lagen, z.B. als Talsperren dafür sind aber begrenzt.

    Windkraft, Windkraft ist günstig an Land, offshore deutlich teuerer, auch weil Aufbau und Wartung dafür günstige Wetterlagen erfordern. Dennoch werden für optimierte Modelle nicht nur Ökologisch einwanfdfreie Baustoffe verwendet, Stahlbeton oder Stahl für den Mast, GFK für die Rotoren, Neodym für den Dynamo ... nicht ganz schön, wenn sie lange Halten relativiert sich das etwas. Kritisiert wird oft der Schattenwurf des Rotors, 10km Offshore sollte das unproblematisch sein.

    Tidenhub und Strömungskraftwerke sind noch nicht wirklich ausgereift.

    PV-Anlagen haben ein leichtes Schrottproblem, neben der schmutzigen Herstellung der Module halten diese vergleichsweise kurz, und bauen physikalisch bzw. chemisch bedingt ihren Wirkungsgrad beständig ab, auch wenn sich das stark gebessert hat, nach 20 Jahren liefern aktuelle Modelle vermutlich nur noch 80% ihrer ursprünglichen Leistung. Darüber hinaus wird viel Fläche abgeschattet, der Einsatz auf Dachschrägen mit Südausrichtung ist jedoch ein gutes Argument, da diese Fläche, sofern keine Solarthermie dort zum Einsatz kommt, ungenutzt bliebe. Wie es mit der Entsogbarkeit wirklich aussieht werden die kommenden Jahre zeigen, im größerem Maßstab wurden PV-Anlagen hier erst seit dem Jahr 2000 errichtet ... PV Cycle sammelt Module bisher kostenlos ein, wobei es sich aber selten um verbrauchte Module Handelt, sondern um beschädigte.

    Geothermie, ist eine frage der Bohrtiefen oder Natürlich auftretenden Quellen vulkanischen Ursprungs (Hotspots), die Eifel wäre z.B. in Deutschland so ein Ort, an dem man mit vergleichsweise kurzen Bohrungen mehr an Erdwärme entziehen könnte als woanders.
    Grundsätzlich ist das aber überall möglich.

    Solarthermie-Kraftwerk, es gibt mehere Formen, in Spanien steht eine fuktionierende Versuchsanlage, eine Anordnung von Hohlspiegeln bündelt dort Licht auf einen geschlossenen Salzkreislauf der wiederum Wasser erhitzt welches eine Dampfturbine antreibt. Gute Sonneneinstrahlung vorausgesetzt.

    Aufwindkraftwerk, eine Mischung zwischen Thermie und Windkraftanlage, bei der über Flächen erwärmte Luft geführt durch den Kamineffekt eine oder mehrere Turbinen antreibt schon lange getestet, funktioniert optimal mit viel sonnen Einstrahlung und noch besser je größer der Turm/Kamin, günstige orte liegen z.B. in der nördlichen Sahara, Algerien, Tunesien, Ägypten, Irak, Sudan etc. ... Wird dort nicht gebaut wegen der Unsicherheit der Lage, bis zu 4km hohe Anlagen wären ein leichtes Ziel für Anschläge. Wenige Große Anlagen könnten hingegen ganz Afrika und Europa aushalten, ein entsprechendes Netz vorausgesetzt. Es gingen keine Agrar- oder sonstige grüne Flächen dafür verloren. Im Gegenteil unter den Glasflächen um den Kamin einer Anlage kann zur Optimierung dunkleres Material eingebracht werden, mit einer ausreichenden Beweässerung wären das gleichzeitig auch mögliche Anbauflächen! Durch die atmosphärische Rückstrahlung liefen solche Anlagen sogar Nachts mit verminderter ausbeute. Erfolgreich getestet, ebenfalls in Spanien.

    Es gibt dutzende von bestimmt gut bis sehr gut funktionierenden Konzepten um Weg von Kohle, Gas, Öl und Kernspaltung zu kommen, nur unsere Energielobby hängt zu sehr in Ihrem altem gewohntem Zeug fest und Scheut längst überfällige Investitionen in eigentlich doch nicht ganz so neue Anlagenkonzepte. Schon vor dem 2.WK wurden Ideen dazu sehr weit überlegt und ausgearbeitet, wie die Mehrenge von Gibraltar mit einem augeschüttetem Damm zu verengen, nicht nur zur Elektrizitätserzeugung sondern auch Flächengewinnung an den Küsten des Mittelmeers, man hatte sogar daran gedacht Venedig dabei nicht Trocken laufen zu lassen ...


    Zurück zum Autos, bzw Lieferwagen und LKW:

    Es wird ja nicht langsam umgerüstet, nur wirklich schrottreife Verbrenner ausgemustert und durch Stromer ersetzt, sondern Stoßweise der Fahrzeugmarkt vergrößert, aus unterschiedlichsten Gründen, im Vordergrund stehen Geschäftsinteressen Einzelner Unternehmen und dafür wird auch noch ein so nicht haltbares Umwelt- und Klimaschutz-Aushängeschild dran gehängt.

    Darüber hinaus werden die Akkus auch dieser hier angesprochenen 100.000 Fahrzeuge wohl keine 20 Jahre halten (siehe vorgebliche Zielsetzung bis 2040), es ist auch fraglich ob nicht schon in wenigen Jahren dieser Stromer Fuhrpark erneut als veraltet gilt (die weißen Renaults hier sind doch noch gar nicht so alt), und aus Konkurrenzgründen wieder ersetzt werden will. 20+ Jahre alte Verbrenner sind hingegen gerade bei Last- und Lieferfahrzeugen keine Seltenheit.

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