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Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

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  1. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: Old_Player 27.01.05 - 10:47

    Ja, auch ich sehe in den Online-Spielen das große soziale Problem der Zukunft. Wenn erst in 20 Jahren alle Sinne in den Spielen angesprochen werden und die Spieler in der virtuellen Welt ihre Sehnsüchte ausleben können, ja vielleicht sogar hier ihre Befriedigung finden, wird sich das auch als ein großes Wirtschaftsproblem der Zukunft erweisen.

    Ich denke ich weiß wovon ich spreche. Über 2 Jahre, täglich, ging ich diese Sucht nach. DAOC war mein Spiel wo ich jede freie Minute investierte. Und nie war mein Leben so sparsam wie zu dieser Zeit. Ich kannte nur noch DAOC und brauchte nichts anderes mehr!

    Nach täglich 10-12 Stunden stressigen Arbeitstag floh ich immer wieder in die virtuelle Welt. Hatte dort mehr Freunde als im realen Leben. Es gab kein Kino mehr, kein TV und kaum noch Streifgänge durch die Bars der realen Welt. Und es gab schon viele dort, die so wie ich, ihre Befriedigung fanden.

    Dabei stehen wir mit der Technik erst am Anfang.

    Warum muss ich in 20 Jahren Reisen, wenn ich bessere, und vor allem bequemere Abenteuer in der virtuellen Welt erleben kann? Warum soll ich ins nächste Pub gehen, wenn ich mit anderen virtuellen Freunden Drachen jagen kann?

    Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Technik unserer Sinne beherrscht.

  2. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: Storyteller 27.01.05 - 10:48

    Timm schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Und was mach ich dann als Ausgleich? Fernsehen
    > gucken.

    Mmh, Zocken im Tausch gegen Fernsehen? Wer hat denn das empfohlen? Ich hab's bei mir so gemacht:

    Spiele einmal die Woche nach der Arbeit mit Arbeitskollegen Fußball.
    Gehe drei Mal die Woche Laufen.
    Hab mit dem Musik machen wieder angefangen, nachdem ich es seit Beginn meiner PC-Ära komplett eingestellt hatte.
    Gehe öfter mal mit Freunden Kickern oder ins Kino.
    Ab und zu mit Leuten Karten oder andere Offline-Spiele zocken.
    Beschäftige mich regelmäßig mit meiner Freundin. ;-)

    Und trotzdem komme ich noch etwa vier Tage die Woche zum Spielen. Aber nur noch 1 bis 3 Stunden pro Tag, statt wie früher 5 bis 12!
    Und ich bin kein Einzelfall. Einige meiner Ex-Clan-Kollegen haben es wie ich jahrelang übertrieben. Nur um am Ende festzustellen, dass man keine Freundin mehr hatte, der Job oder die Uni wackelte und man mehr Online-Kollegen als RL-Friends hat.

  3. Online sind Menschen realer als offline!

    Autor: /mecki78 27.01.05 - 10:48

    Peter Fischer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wieviele der Spieler sind im wahren Leben
    > tatsächlich heldenhaft und moralisch?

    Warum sollten sie es nicht sein?
    Ich meine, warum glaubst du verhalten sich Menschen online anders als im realen Leben? Da es im online Spiel keine gesellschaftlichen Normen gibt, kann sich jeder online so verhalten, wie er es schon immer *wollte*. Das sind tiefe Wuensche und Sehnsuechte, die Leute da ausleben, weil sie sie real nicht ausleben koennen.

    Sprich: Er wuerde sich auch gerne im realen Leben so verhalten und wenn er es nicht tut/kann, dann liegt das daran, dass es die soz. Normen seines Umfeldes einfach nicht zulassen.

    Also wenn du beobachtest wie sich ein Mensch online verhaelt, erhaelst du ein viel realistischeren Einblick in sein Innerste wie offline.

    > Wieviele
    > haben nicht den Drang, ihr Äußeres vor einer
    > 'feindlichen' Gesellschaft zu verstecken.

    Den Drang haben aber auch Mio Menschen, die nichtmal einen PC haben. Ergo ist es kein Argument (ein Statement, das im Bezug auf eine Sache Allgemeingueltigkeit besitzt kann nicht als Argument fuer oder gegen diese Sache dienen).

    > Wieviele
    > sind tatsächlich Frauen?

    Hier haben wir schon einen Punkt. Wenn Maenner online als Frauen auftreten, dann wuerden sie das vielleicht auch gerne mal real tun. Sich ein Kleid anziehen und sich schminken. Vielleicht mit Maennern flirten, die nicht wissen, dass sie Maenner sind.

    Das geht aber offline nicht, weil sie wollen nicht als Schwule gelten oder Transen, sie wollen nicht das ihre Freunde, Familie, Kollegen auf sie herabblicken, ueber ihre Neigungen Witze reissen und sie vielleicht ihren Job verlieren (weil ihr Arbeitgeber das nicht lustig findet). Die Normen unser Gesselschaft lassen es nicht zu.

    > Wenn man diese Frage beantwortet, sieht man
    > zwangsläufig, das zwar Kontakte gepfelgt werden,
    > vieleicht sogar Netiquette, diese aber kaum
    > Paralellen zur Wirklichkeit aufweisen können.

    Nein, aber nur weil wir in der Gesellschaft leben in der wir leben.

    Betrachte die Gesellschaft als eine Art Filter. Jeder hat Wuensche, Traeume, Neigungen. Die gehen von der Person aus und treffen auf die Gesellschaft. Dazwischen ist aber ein Filter namens "Normen, Regeln und soz. Zwaenge". Nur die Wuensche, Traeume und Neigungen, die der Filter durchlaesst treffen tatsaechlich auf die Gesellschaft und das Bild des Menschen das wir sehen ist immer das Bild hinter den Filter.

    Online hingegen fehlt der Filter! Hier sehen wir das echte Bild eines Menschen. Und ich verstehe nicht wo das Problem dabei ist.

    > Wenn sich tatsächlich so viele reale Kontakte
    > ergeben würden, wer spielt dann noch online?

    Jeder, weil er immer noch offline an Normen und Zwaenge gebunden ist. Auch wenn er diesen Menschen jetzt aus der online Welt kennt, kann er, wenn ueberhaupt, nur in seinem Beisein sich so verhalten wie online (wenn er sich traut), aber das reicht nicht.

    > Ist
    > es nicht eher so, daß man die Leute vielleicht hin
    > und wieder für ein paar Stündchen getroffen hat,
    > man sich aber nur über das Spiel unterhielt, die
    > Sucht siegte, und das nächste Treffen dann wieder
    > Online stattgefunden hat?

    Nein, das naechste treffen findet wieder online, weil man sich immer noch nicht offline ausleben kann, wie man will und das auch nie tun koennen wird.

    /Mecki

  4. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: broesel 27.01.05 - 10:50

    Storyteller schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >
    > Das bedeutet aber nicht, dass man alles verbieten
    > soll. Ich spiele immer noch gern, aber eben
    > weniger. Und seit dem klappt's in vielerlei
    > RL-Beziehungen besser und daher kann ich das Fazit
    > der Golem-News nur unterstreichen: Alles in Maßen!
    >
    >

    Das stimmt ja auch. Mich störte halt nur, dass die Online Rollenspiele als die neue grosse Gefahr hingestellt wurden, was so einfach nicht stimmt.

  5. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: Ekelpack 27.01.05 - 10:52

    Peter Fischer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Sein wir ehrlich, so ein Shooter hier und da, das
    > ist keine wirkliche Gefahr für Gehirn und
    > Zivilisation.
    >
    > Was aber ist mit Produkten wie World of Warcraft,
    > Everquest etc.?
    >
    > Erst bei diesen ist es dem Spieler erlaubt, so
    > tief in eine virtuelle Welt einzutauchen, das er
    > den Weg zurück nimmer mehr finden wird.

    Ganz Aehnliches hat man frueher auch schon ueber echte Rollenspiele gesagt (die mit Stift und Zettel).
    Wobei mir allerdings auffaellt, dass frueher, beim echten Rollenspiel sich Gruppen gefunden haben, die biertrinkend und sportzigarettenrauchend Ruelpsten und Pfurzten, wie es sich fuer anstaendige Jugendliche gehoert. Man hatte also echte Interaktion mit echten Menschen. Darueber hinaus hat man waehrend des Spiels seiner Fantasie freien Lauf lassen koennen und den anderen seine Vorstellung der beschriebenen Situationen lallend mitgeteilt. Es fand also echter Gedankenaustausch statt.
    Bei Online-"Rollenspielen" findet weder eine echte Interaktion mit Menschen statt, noch braucht man Fantasie. Generell wird einem jegliche Interpretationsarbeit abgenommen.

    Ich komme also zu den Schluss, dass sich Rollenspiel und Online-Pseudo-Rollenspiel nicht vergleichen lassen und kann mich in Bezug auf die Online-PRPG nur meinem Vorredner anschliessen.

  6. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: pistor 27.01.05 - 10:52

    er...

    ich finde es ja lobenswert, wenn Diskussionen angeregt werden...

    Deine Grundthese ist schon mal falsch:
    Es gibt kein "besonders tiefes Eintauchen", das speziell erst mit dem Computer ermöglicht wird.

    Man sitzt einfach an nem Rechner vor einem Monitor. Fertig.

    Ansonsten müsstest Du genauso grosse Vorbehalte gegen z.B.
    - Rollenspiele ohne Computer haben.

    Und dann kommt die Diskussion wieder hoch, ob denn z.B.

    - bücherlesen denn gut sei für das Volk - das Volk werde doch nur verwirt und auf schlechte Gedanken gebracht (fremde Ideen werden mit den eigenen Kopf gedacht usw) - und
    - Theaterbesuche sind sowieso nichtgottgefällig - nur passive Ergötzung an Geschichten - da versinkt man erst in einer virtuellen Welt ...

    ---

    Ansonsten empfinde ich Deine Mail als reine Polemik - Anscheinend hast du rein persönlich ein Problem damit.

    Und Postings die mit "sein wir ehrlich ..." beginnen müssen es wohl noch extra betonen ...

  7. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: Timm 27.01.05 - 10:57

    Peter Fischer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Timm schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Und was mach ich dann als Ausgleich?
    > Fernsehen
    > gucken. Wo mir jeden Abend gezeigt
    > wird, wie der
    > Serientäter seine Opfer
    > vergewaltigt hat. Mit
    > richtig schönen
    > Nahaufnahmen der Leichen. (CSI)
    > Im Fernsehen
    > hab ich dann auch meine Serien, die
    > ich jeden
    > Abend UNBEDING gucken muss und jeden
    >
    > Nachmittag. Somit verbringen ich dann auch
    >
    > überdurchschnittlich viel Zeit vorm Fernseher
    > und
    > vernachlässige meine sozialen Kontakte.
    >
    > Im Fernsehen wird mir dann eine heile
    > Welt
    > vorgegaukelt, in die ich dann Flüchte
    > und langsam
    > meinen Bezug zur Realität
    > verliere.
    > Hmm stimmt, Fernsehen sollten wir
    > auch verbieten.
    > Was bleibt dann noch?
    >
    > Ein Buch lesen? => nicht nachdem ich am
    >
    > Vormittag/Nachmittag Kurzgeschichten, Romane
    > und
    > die sogenannten "lyrischen Meisterwerke"
    > en detail
    > besprochen habe.
    > Mit Freunden
    > treffen und weg gehen? Ach ne, morgen
    > ist ja
    > Schule, da darf ich ja nicht so lange
    >
    > wegbleiben.
    > Aber am Wochenende kann ich ja
    > weggehen... achne,
    > der Kinoeintritt kostet ja
    > mittlerweile 9,50€ und
    > das Getränk in der
    > Disko liegt auch schon bei 2€.
    > Das kann ich
    > mir nicht Leisten.
    > > Tjo, was mach ich
    > dann?
    > Ich glaub ich guck mir nochmal "Dark
    > age of
    > Camelot" an... so schlecht sah das
    > auch den ersten
    > Blick gar nicht aus!
    >
    > Sei mir nicht böse, aber Dein Text klingt nach
    > einem sehr armseligen Leben. Vielleicht solltest
    > Du so allererst daran etwas ändern?
    >


    Es tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen, aber ich habe nicht mein Leben beschrieben.
    Ich habe das Leben der Leute beschrieben, die Abends vor Langeweile auf dem Spielplatz sitzen, sich mit alkoholischen Getränke um den Verstand saufen und jeden anpöbeln, der ihnen begegnet (ich habe versucht aufzuzeigen, dass ich meinem Kind lieber ein MMORPG vorsetzen würde anstatt es in eine solche Peer Group zu entlassen)
    Ich habe zum Glück meinen gewünschten Schulabschluss vor einigen Jahren erreicht und zähle mich nicht zu der oben genannten Gruppe. Woz u ich mich aber zähle ist die Gruppe der online-Rollenspieler.
    und gerade solche Sätze wie

    "Wenn ihr einen Rollenspieler kennt, sucht schnell den nächsten Ausgang!"

    finde ich sowas von heftig.

    Wenn ihr einen türkisch stämmigen Hauptschüler kennt, der schwarze Haare hat, dann nehmt die Beine in die Hand und rennt. Weil alle türkischen Hauptschüler mit schwarzen Haaren wollen euch Drogen verkaufen oder zusammenschlagen und die Sachen klauen.

    Weil es ist statistisch erwiesen, dass auf den Hauptschule, vor allen Dingen in sozial schwachen Gegenden die Bereitschaft zu Gewalt stärker ist, als anderswo.

  8. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: NeBall 27.01.05 - 10:59

    Peter Fischer schrieb:
    >Ist
    > es nicht eher so, daß man die Leute vielleicht hin
    > und wieder für ein paar Stündchen getroffen hat,
    > man sich aber nur über das Spiel unterhielt, die
    > Sucht siegte, und das nächste Treffen dann wieder
    > Online stattgefunden hat?

    Man kann isch halt nicht so häufig treffen, weil der eine in berlin wohnt, der andere in München, und wieder ein anderer ind Italien, Frankreich, etc. Nicht jeder hat so viel Zeit, Geld immer hin und her zu pendeln.

    Schliesslich hat man ja noch Job, Uni, Schule


  9. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: Storyteller 27.01.05 - 11:01

    broesel schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das stimmt ja auch. Mich störte halt nur, dass die
    > Online Rollenspiele als die neue grosse Gefahr
    > hingestellt wurden, was so einfach nicht stimmt.

    Das Problem ist wohl, dass Online-Spiele brutaler sind als viele suchterregende Offline-Titel (wie beispielsweise die Sims). So werden Online-Titel von der Öffentlichkeit natürlich misstrauischer beäugt und geraten schneller in die Kritik. Außerdem sind viele Online-Games ja auch gleichzeitig Offline-Spiele, siehe Half-Life 2, Doom 3, Far Cry etc.

  10. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: Roman Laubinger 27.01.05 - 11:03

    Michael - alt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ich habe "weggehört". Wars recht so? ;-)

    :-) Du solltest dich lediglich nicht "angegriffen" fühlen, weil sich meine Ausführungen im weiteren ja nicht auf Deinen Kommentar bezogen haben... :-D

    Tschüss
    Roman


  11. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: NeBall 27.01.05 - 11:04

    Old_Player schrieb:
    > Warum muss ich in 20 Jahren Reisen, wenn ich
    > bessere, und vor allem bequemere Abenteuer in der
    > virtuellen Welt erleben kann? Warum soll ich ins
    > nächste Pub gehen, wenn ich mit anderen virtuellen
    > Freunden Drachen jagen kann?

    Warum lesen Menschen Bücher, erfinden Geschichten?

    Was ist so viel Schlimmer am Computer spielen, Fernsehgucken, etc.
    als an Kinogängen, Theaterbesuchen, Bücherlesen, Barstreifgängen, Fussballspielen. Alles dient der Entspannung, dem Ausgleich zur Arbeit, bei der man die gnaze zeit angestrengt/konzentriert ist.


  12. Re: Die wahre Gefahr sind Leute wie du!

    Autor: Michael - alt 27.01.05 - 11:04

    >Du willst dass ich dich in der Realitaet angreife? Okay, das kannst
    >du gerne haben. Gerade verbal kann ich jemanden viel besser und
    >massiver angreifen als wenn ich hier nur auf dem Keyboard rumtippe.
    Ich will nicht, daß jemand angegriffen wird. Generell nicht. Denn das würde bedeuten, Pluralität einzuschränken. Und da ich das nicht will, ist mein Verteidigungspotential wesentlich höher als Dein Angriffspotential. Du würdest das rasch erkennen.

    Der Witz ist nur der, Du hättest überhaupt keine Lust dazu, mich anzugreifen, denn dazu bräucte es ja einen Grund...
    Ausserdem bin ich nicht auf's Maul geflogen ;-) Es gab schon Zeugen Jehovas, die sehr nachdenklich meine Wohnung verlassen haben (selnstverständlich ohne vorherige körperliche Einwirkung.... die Geistige reichte...)

    >> Und jemand, der mich offen
    >> beleidigen würde hat einfach ganz schnell ein
    >> blaues Auge....
    >Aha! Du reagierst auf verbale Angriffe also mit koerperlicher
    >Gewalt.
    Nein. Nicht gegen verbale Angriffe. Gegen Angriffe unter der Gürtellinie. Wie neulich in der S-Bahn, als Skins eine Frau angefangen haben zu verprügeln. Der Sicherheitsbeamte und ich waren die Einzigen, die eingeschritten sind. Der ganze Wagen saß da vor Angst und wir haben die Jungs dem Bundesgrenzschutz ausgeliefert.

    >Ich wuerde nie, unter keinen Umstaenden, jemanden koerperliche
    >Gewalt zufuegen, der mich nur verbal angegriffen hat.
    Das kommt darauf an. Wenn der eine Menge Leute gegen dich aufhetzt und es dann zur Sache geht denkst Du anders... Gegen eine vernünftig vorgetragene Meinung, egal ob richtig oder falsch, ist niemals was zu sagen.

    >Du drohst hier offen Leuten physische Gewalt an und wagst es doch
    >tatsaechlich Oline Rollenpielern soziale Kompotenz abzusprechen.
    Ich spreche sie ihnen nicht ab, sondern ich stelle die Entwicklung deren sozialer kompetenz in Frage.

    Aber wahrscheinlich ist Deine soziale Kompetenz nicht dazu geeignet, solche Übergriffe wie in der S-Bahn zu stoppen. Bist schon toll.

    >Also wenn hier gerade jemand bewiesen hat, dass er keine soziale
    >Kompetenz besitzt, dann ja wohl du!
    Genau. Durm saßen auch soviele reglos in dem S-Bahn Waggon. Leute wie Du, denen es Spaß macht, zuzusehen, wie andere vermöbelt werden beziehungsweise, denen das angedroht wird. Wahrscheinlich findest Du es auch noch toll, wenn unter der Gürtellinie gearbeitet wird, Hauptsache Du kannst Deine Scheinprinzipien im Sinne einer Pseudomoral aufrechterhalten.

    Wahrscheinlich siehst Du auch reglos zu, wenn Deine Berufskollegen andere zu mobben beginnen und Mitarbeiter heulend den Arbeitsplatz verlassen. Also solange wir uns nicht darauf einigen können, daß verbale Auseinandersetzungen gewünscht sind aber respektvoll geschehen zu haben, ist jede weitere Diskussion sinnlos.

    >Du laeufst Amog, weil dich jemand beleidigt.
    Quatsch. Es beleidigt mich keiner. Ich habe es ja jetzt wohl hinreichend erklärt....

    >Wenn du mir ein blaues Auge verpasst, dann zeige ich dich an wegen
    >Koerperverletzung und dagegen ist das delikt der Beleidigung
    >verschwindend gering.
    Interessant! Du gehst also schon von vorneherein davon aus, daß Du mich provozieren könntest? So bist Du also gestrickt. gut zu wissen.

    In der Tat, falls Du so doof wärest, das tatsächlich zu machen (die Anzeige) dann gäbe es in der Tat ein Strafverfahren; je nach Verständlichkeit über die Wirkung dieses Angriffs würde das keine jurisitischen Konsequenzen nach sich ziehen. Außer Spesen nichts gewesen....

    >> Es ist alleine hier verdammt schwierig, bei dem
    >> eingeschränkten Kommunikationsmittel, einigermaßen
    >> "real" zu reagieren....
    >Warum? Weil du Leute nicht verhauen kannst?
    Erstaunlich, daß Du das nicht weißt. Aber so ist das mit Rollenspiel-geübten Personen: Zur effizienten Kommunikation gehört mehr als ein geschriebenes Wort. Man nennt das die "non-verbale" Kommunikation. Hinzu kommt, das gemeinsam erlebte Umfeld, das wesentlich dazu beiträgt. Ein Beispiel: Mann und Frau sitzen im Auto. Sie fährt. Er sagt: "Da vorne ist die Ampel grün". Dieser eine Satz hat 4 verschiedene Ausgänge, wobei der Wahrscheinlichste nur aus dem Gesamtkontext verständlich ist. Interessant, daß sich einem Rollenspieler dieser Sachverhalt verschließt. Daher die Warnung....

    Nun, noch einen letzten Beitrag zum Nachdenken: Wer sagt Dir denn, daß ich hier nicht als Rollenspieler diese Deine Aussage provozieren wollte, um Dein eigenes Gewaltpotential vorzuführen? Woher weißt Du denn, daß es sich so verhält, wie ich behauptete? Unter diesem Kontext ist Deine ganze Diktion deutlich ergänzenswert. Nur.... das lernt man nicht in Rollenspielen.....
















  13. Re: Die wahre Gefahr sind Leute wie du!

    Autor: Roman Laubinger 27.01.05 - 11:05

    /mecki78 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    Komm bitte wieder 'runter, seine Bemerkungen zum Thema "Mach mich nicht an - sonst Beule" waren nicht so gemeint. Ergab sich für mich eigentlich auch so aus dem Text...
    Er wollte nur klarmachen, daß es im I-Net nun einmal einfacher ist, das Maul aufzureißen.

    Tschüss
    Roman Laubinger

  14. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: Timm 27.01.05 - 11:07

    Storyteller schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Timm schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Und was mach ich dann als Ausgleich?
    > Fernsehen
    > gucken.
    >
    > Mmh, Zocken im Tausch gegen Fernsehen? Wer hat
    > denn das empfohlen? Ich hab's bei mir so gemacht:
    >
    > Spiele einmal die Woche nach der Arbeit mit
    > Arbeitskollegen Fußball.
    > Gehe drei Mal die Woche Laufen.
    > Hab mit dem Musik machen wieder angefangen,
    > nachdem ich es seit Beginn meiner PC-Ära komplett
    > eingestellt hatte.
    > Gehe öfter mal mit Freunden Kickern oder ins
    > Kino.
    > Ab und zu mit Leuten Karten oder andere
    > Offline-Spiele zocken.
    > Beschäftige mich regelmäßig mit meiner Freundin.
    > ;-)
    >
    > Und trotzdem komme ich noch etwa vier Tage die
    > Woche zum Spielen. Aber nur noch 1 bis 3 Stunden
    > pro Tag, statt wie früher 5 bis 12!
    > Und ich bin kein Einzelfall. Einige meiner
    > Ex-Clan-Kollegen haben es wie ich jahrelang
    > übertrieben. Nur um am Ende festzustellen, dass
    > man keine Freundin mehr hatte, der Job oder die
    > Uni wackelte und man mehr Online-Kollegen als
    > RL-Friends hat.


    Dem stimme ich ja auch 100%ig zu (bin vor ein paar Wochen/Monaten selber an dem Punkt angekommen, wo ich mit dem MMORPG meines Vertrauens gebrochen habe).
    Ich habe in meinem Beitrag versucht zu ergründen, welche Ausweichmöglichkeiten ein normaler Schüler (kein eigenes Einkommen, nur Taschengeld) Abends nach der Schule noch hat.

  15. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: Peter Fischer 27.01.05 - 11:10

    Timm schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Es tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen, aber
    > ich habe nicht mein Leben beschrieben.
    > Ich habe das Leben der Leute beschrieben, die
    > Abends vor Langeweile auf dem Spielplatz sitzen,
    > sich mit alkoholischen Getränke um den Verstand
    > saufen und jeden anpöbeln, der ihnen begegnet (ich
    > habe versucht aufzuzeigen, dass ich meinem Kind
    > lieber ein MMORPG vorsetzen würde anstatt es in
    > eine solche Peer Group zu entlassen)

    Du hast mich keineswegs enttäuscht. Ich habe Dein Posting lediglich nicht so verstanden, wie von Dir gewünscht.

    > Ich habe zum Glück meinen gewünschten
    > Schulabschluss vor einigen Jahren erreicht und
    > zähle mich nicht zu der oben genannten Gruppe. Woz
    > u ich mich aber zähle ist die Gruppe der
    > online-Rollenspieler.
    > und gerade solche Sätze wie
    >
    > "Wenn ihr einen Rollenspieler kennt, sucht schnell
    > den nächsten Ausgang!"
    >
    > finde ich sowas von heftig.

    Zugegeben, provokativ.

    > Wenn ihr einen türkisch stämmigen Hauptschüler
    > kennt, der schwarze Haare hat, dann nehmt die
    > Beine in die Hand und rennt. Weil alle türkischen
    > Hauptschüler mit schwarzen Haaren wollen euch
    > Drogen verkaufen oder zusammenschlagen und die
    > Sachen klauen.

    Ich urteile niemals über Rassen, sondern über Menschen. Und aus Menschen entstehen bei ähnlicher Veranlagung nunmal Gruppierungen. So gibt es ja auch amerikanische Neo-Nazis.

    Ferner entspricht es meinen Erfahrungen, das wieder allen Beteuerungen, Menschen ihrem Klischee häufiger gerecht werden, als es ihnen und ihrer Umwelt recht sein kann.

    Anders gefragt: Wieviele Rollenspieler werden 'ihrem Klischee' gerecht, wieviele nicht?




    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.01.05 11:12 durch Peter Fischer.

  16. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: Michael - alt 27.01.05 - 11:15

    >Kann es sein, dass Du zu viele gewaltverherrlichende Spiele
    >gespielt hast und deshalb soziale Konflikte mit Gewalt lösen musst?
    Das könnte sein, wenn man verschiedene Äusserungen so interpretiert ;-) Muß aber nicht!

    >fliehen aus dem realen Leben, genau wie Jugendliche die exzessiv
    >Drogen nehmen.
    >Und das tun sie nicht, weil es die Spiele/Drogen gibt, sondern weil
    >sie ganz andere Probleme haben.
    Das ist sicherlich auch richtig. Ich will es allgemein formulieren: Man wird sich mit dem auseinandersetzen, das das geringste kurzfristige Konfliktpotential bietet. Dieses Potential könnte aus sonstigen Stress (und der einfachen Welt des Spiels) bestehen, oder auch nur aus dem Potential zwischen der "normalen" realen Welt (und dem Spiel). Es ist bei Deiner Argumentation sicherlich stärker, aber die anderen existieren auch.

    >Diese Spiele (oder auch Killerspiele) zu verbieten ist also der
    > völlig falsche Ansatz und beinträchtigt jene, gerade Erwachsene
    >wie mich, die mit dem Medium umgehen können, und Computerspiele als
    >Hobby zur Zerstreuung betreiben.
    Ja, das Argument lasse ich für mich gelten. Spannend ist nur: Wäre es ein Sexspiel wärst Du ein Perversling in der Ansicht der Menschen, ein Killerspiel könnte aber Deinen Status verbessern. Das an sich ist schon pervers.... (Damit meine ich ausdrücklich nicht Dich)

    >Es sollte viel lieber an den gesellschaftlichen Problemen
    >gearbeitet werden, die junge Menschen dazu bringt, heute in >virtuelle Welten zu fliehen, oder die in den Siebzigern zu Drogen
    >griffen. Statt die Spiele (oder Drogen) zu verteufeln, die nur das
    >Symptom sind.
    Da gebe ich Dir völlig Recht. Es hat sich mir schon oft gezeigt, wenn ich ruhig fordernd. aber freundlich verständlich mit Jugendlichen arbeite, so gibts zwar hie und da ein maulen, aber diese Herausforderungen sind deutlich attraktiver. Nur werden wir nicht vor die Entscheidung gestellt, entweder das eine oder das Andere. Es stellt sich die Frage, ob auch das Eine alleine einen guten Beitrag leisten könnte. wir wissen es nicht, aber wir können ja mal darüber nachdenken.










  17. Re: Die wahre Gefahr: Online Rollenspiele

    Autor: Old_Player 27.01.05 - 11:17

    Das Schlimme ist, das man in der Lage sein wird, das ganze Spektrum deiner Sinne in der virtuellen Welt abzudecken.

    Und was Du dann nicht mehr brauchst sind eben "Bücher lesen, Fernsehgucken, etc.
    als an Kinogängen, Theaterbesuchen, Bücherlesen, Barstreifgängen, Fußballspielen". Oder zu mindest im geringeren Maße.

    Das hat doch wirtschaftliche Folgen, oder?

  18. Re: Die wahre Gefahr sind Leute wie du!

    Autor: Schubidu 27.01.05 - 11:17

    Michael - alt schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Ausserdem bin ich nicht auf's Maul geflogen ;-) Es
    > gab schon Zeugen Jehovas, die sehr nachdenklich
    > meine Wohnung verlassen haben (selnstverständlich
    > ohne vorherige körperliche Einwirkung.... die
    > Geistige reichte...)

    Du bist der Allerallerallerallergrößte...

    ------------

    War einst ein kleiner Gernegroß,
    Fünf Jahr' alt und ein halbes bloß.
    "Ei!" spricht er, ich bin nicht mehr klein,
    |: Ich kann wohl gar ein Herr schon sein. :|

    Er nimmt des Vaters Stock und Hut
    Und läuft hinaus mit stolzem Mut
    Und merkt es nicht, der kleine Tropf,
    |: Daß halb im Hute steckt der Kopf. :|

    Und alle Leute bleiben stehn
    Und lachend auf das Herrchen sehn:
    "Ei, Hut, was hast du denn im Sinn?
    |: Wo willst du mit dem Jungen hin? :|"

  19. Re: Die wahre Gefahr sind Leute wie du!

    Autor: Michael - alt 27.01.05 - 11:20

    Danke Roman. Genau so. Plus die Vorführung des Themas: Wie real muß ich mich im Internet denn tatsächlich geben.... Und er fiel prompt drauf rein.

  20. Re: Die wahre Gefahr sind Leute wie du!

    Autor: Michael - alt 27.01.05 - 11:21

    >Du bist der Allerallerallerallergrößte...
    Solange es solche Leute wie Dich gibt, ist das bedauerlicherweise so. Anstelle daß Du Dich anstrengst und auch hoch kommst.....

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