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Eine "lange Zeit" in der IT...

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  1. Eine "lange Zeit" in der IT...

    Autor: jude 01.10.19 - 09:46

    ... ist nicht zu definieren.

    Während ein Visual Basic Flickwerk aus dem Jahre 1995, in drei Tagen erstellt, noch heute seinen Dienst bei einem verflossen Kunden tut, ist das auf Langzeit ausgerichtete Projekt von 1995 nach Fertigstellung sang und klanglos bei einem Outsourcing verschwunden.

    Ich kann nicht erkennen, dass sich irgendetwas in der IT ändert oder ändern wird.

    Überall operationales Flickwerk!

    Um einen Vergleich mit der Maschine Industrie zu machen...
    Einen Motorblock aus einem Guss aus einem Leichtmetall ist in der IT ein mit vielen Schrauben und Materialien zusammengewürfeltes knatterndes Ungetüm.

  2. Re: Eine "lange Zeit" in der IT...

    Autor: .02 Cents 01.10.19 - 10:33

    Ich würde behaupten, dass der Vergleich mit dem Motorblock etwas hinkt. Es ist sicher so, das entfernte Weiden immer grüner aussehen … Der Motorblock ist eine Komponente im Endkundenprodukt - die IT Systeme, insbesondere irgendwelche Kernbank / Buchungs- o.ä. Systeme, sind das sicher nicht.

    Das Produkt wäre sowas wie das E-Banking Konto. Wie leicht oder schwer andere Produkte / Verträge o.ä. des Kunden wie etwa die Kreditkarte integrierbar sind, interessiert den Kunden in etwa so sehr, wie die Frage, wie viel Aufwand es nun ist, eine neue Revision eines Motors in bestehende Bodengruppen zu integrieren. Ein Indiz dafür, das auch diese Weiden bei näherer Betrachtung Probleme haben, sollte nicht zuletzt Dieselskandal und insbesondere der Umgang damit in Deutschland / Europa zeigen.

    Und schliesslich werden im Artikel immer wieder Software Hersteller u.ä. zitiert. Das ist mehr als nur ein Indiz dafür, dass es sich mindestens so sehr um Verkaufs-PR handelt, wie um objektive Zustandsinformationen. Wenn ich zum Beispiel lese, das man eine eng verzahnte IT dadurch entkoppelt, das man einen weiteren zusätzlichen Layer obendrauf baut, klingt das doch eher wie Handauflegen zur Beseitigung des Abgasskandals …

    Und wenn ich etwas aus dem Nähkästchen plaudere … ich war bei einer deutschen Grossbank vor einiger Zeit als Externer im Projekt Einsatz. Vorlauf ab Vertragsabschluss waren ca. 4-6 Wochen, das heisst ab dem Zeitpunkt waren alle meine Details (inklusive Strafregisterauszug, Datenschutzvereinbarungen etc pp.) unter Dach und Fach. Trotzdem dauerte es ab meinem ersten Tag im Projekt bis ich die wichtigsten Zugänge für die tägliche Projektarbeit hatte weitere 6 Wochen. Und es hat keinen gestört, das ich 6 Wochen lang - nicht nur - in Statusmeetings u.ä. regelmässig verkündigt habe, das ich keine richtige Aufgabe habe, und eigentlich nichts machen kann. Das wurde als normal empfunden …

    Bei allem Verständnis ist sowas mit Sicherheit kein Problem von über komplexen Kernbanksystemen - das ist eine sich verselbständigende Bürokratie, die dann in starre Prozesse gegossen wird. Und vieles davon geschieht ja auch nicht vollkommen grundlos …

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