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Wi-LAN erhebt Patentansprüche auf WLAN-Standards

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  1. Wi-LAN erhebt Patentansprüche auf WLAN-Standards

    Autor: Golem.de 24.06.04 - 11:29

    Die kanadische Firma Wi-LAN verklagt Cisco, da diese nach Ansicht von Wi-LAN gegen die eigenen Patente an OFMD-Technologien (Orthogonal Frequency Division Multiplexing) verstoßen. Nach Ansicht von Wi-LAN verstoßen aber nicht nur Ciscos WLAN-Geräte gegen die eigenen Patente, denn diese sollen die Grundlage der WLAN-Standards IEEE 802.11a und 802.11g darstellen.

    https://www.golem.de/0406/31945.html

  2. Re: Wi-LAN erhebt Patentansprüche auf WLAN-Standards

    Autor: LaRs 24.06.04 - 13:18

    interessant :)
    und morgen verklagt aldi lidl weil die den gleich regalaufbau ham... moar nervt das... jeder verklagt jeden.. aber wers braucht :)

  3. Re: Wi-LAN erhebt Patentansprüche auf WLAN-Standards

    Autor: hen 24.06.04 - 13:35

    Was soll das denn heißen? Jeder, der nach dem Standard vorgeht muss Lizenzgebühren entrichten? Das riecht für mich stark nach Monopolismus und somit wäre das Patent anfechtbar.

  4. Re: Wi-LAN erhebt Patentansprüche auf WLAN-Standards

    Autor: anybody 24.06.04 - 14:38

    Der Sinn eines Patentes ist, ein Monopol zu schaffen.

    Das war schon immer so. Was soll das für ein seltsamer Anfechtungsgrund sein?

    Gruß,
    any

    > Was soll das denn heißen? Jeder, der nach dem
    > Standard vorgeht muss Lizenzgebühren entrichten?
    > Das riecht für mich stark nach Monopolismus und
    > somit wäre das Patent anfechtbar.

  5. Da sieht mans mal wieder

    Autor: sleipnir 24.06.04 - 15:14

    (Software)patente sind halt eben wirklich das letzte und verhindern Innovation. Wenn jemand sich wirklich mit nem Patent vor etwas schützen müsste hat er meist kein Geld um die Recherche zu bezahlen und wenn derjenige (--> z.B. ein Unternehmen) bereits viel Geld braucht man den Patentschutz auch nicht.

    M$ bekäm imho keinerlei Patentschutz, da die genug Geld haben um sich selbst davor zu schützen in dem sie mehr werbung für "eigene" Produkte machen.

  6. Re: Da sieht mans mal wieder

    Autor: R. Berg 24.06.04 - 19:18

    stimmt. softwarepatente in der jetzigen form sind wirklich kontraproduktiv.
    nicht deshalb, weil sie innovationsfeindlich sind, sondern, weil sie dazu führen, das produkte, die mit lizenzabgaben übrfrachtet werden, bald nicht mehr bezahlbar sind.
    gut, einen gewissen vorspung sollte man denen, die etwas erfinden ruhig einräumen, bevor es jeder verwenden darf.
    bei patenten auf software sollte man den schutzzeitraum aber auf ein jahr beschränken, danach wäre die entwicklung public domain.
    das trüge auch der sowieso rasanten entwicklung auf diesem sektor rechnung.

  7. Re: Da sieht mans mal wieder

    Autor: Brot 24.06.04 - 21:34

    Also meines Erachtens handelt es sich hier nicht um ein Softwarepatent. OFDM ist schon etwas komplexer als so ein Fortschrittsbalken, und ich denke, bei solch schwierigen Themen sollte Leute durchaus ihre Patente anmelden können.

    Wenn diese Firma wirklich Teile der WLAN-Spezifikation entwickelt hat, dann haben sie auch das Recht ihre Kohle dafür zu verlangen, sonst wird zukünftig niemand mehr in Forschung investieren, weil er Angst haben muss, dass große Konzerne ihm die Idee klauen und einfach drauflos produzieren.

    Bei Softwarepatenten ist es hingegen genau umgekehrt. Dabei geht es ja hauptsächlich um die Trivialpatente und zu allgemein verfasste Patente, die künftig einen Patentanwalt selbst für Ein-Mann-Softwarefirmen zur Pflicht werden lassen würden. Die gilt es zu verhindern und nicht Patente an sich.

  8. Re: Da sieht mans mal wieder

    Autor: gerhard 25.06.04 - 08:03

    Sorry, aber wenn die Firma die Spezifikation entwickelt hat, so handelt es sich nicht um eine technische Leistung sondern um einen Algorithmus. Und diese "Idee" sollte überhaupt nicht patentfähig sein.

    Patente schützen meiner Meinung nach nur die Dinosaurier, die nicht fähig oder willens sind, sich anzupassen, die einfach zu langsam sind. Dieses Gerede von Investitionen, die ohne Patente nicht gemacht worden wären, stimmt einfach nicht.

    Patente hatten den Sinn, technische Ideen der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Als Belohnung gab es dafür das Recht, Geld zu verlangen. Inzwischen ist dieser Gedanke hinfällig, denn mit der weltweiten Kommunikation und dem Bedürfnis der Menschen, Wissen auszutauschen, ist die Gefahr von Wissensmonopolen deutlich gesunken.

    Die EU hat die Chance, Europa auf das 21. Jahrhundert vorzubereiten. Diese Welt sollte extrem innovativ und schnell sein. Also wäre es die Aufgabe unserer Politiker, für diese Welt zu sorgen und der Gesellschaft die politischen Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Innovationen entstehen nur durch gegenseitigen Austausch und Aufbau auf der Leistung anderer. Auch vorhandene Patente sind nicht im luftleeren Raum entstanden, sie basieren auf Grundlagen, die andere geschaffen und veröffentlicht haben. Daher sollten dann auch diese von dem Patent profitieren. Warum erhält die Mutter, der Lehrer in der Grundschule, der Ausbilder oder Professor eines Erfinders eigentlich nicht den gerechten Anteil an einer Erfindung???

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