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  5. › IT an Schulen: Intelligenter Stift…

Sinn?

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  1. Sinn?

    Autor: GPUPower 14.10.19 - 16:46

    Ich bin 24, habe noch nie meine "Handschrift" gebraucht.
    Schreiben tue ich immer in Druckbuchstaben.. kann jeder lesen ;)

  2. Re: Sinn?

    Autor: User_x 14.10.19 - 17:04

    Und ich habe meine wieder verlernt und kritzel nur noch wie ein Arzt.

    Warum das überhaupt so dermaßen hardware gestützt sein muss, versteht bestimmt auch nur Stabilo.

    Bild Scannen <=> OCR/Vector <=> Schablone als Layer darüber und Hochrechnung welcher Buchstabe im Vergleich zu anderen schlechter geschrieben wird. Texte per Vorlagen auswählen.

    Das geht sogar per Webapp...

    Und genau bei sowas fängt man an Lobbyismus zu hinterfragen. Denn wer hat welchen Nutzen wenn etwas einfacher geht aber hochgebauscht wird!?

  3. Re: Sinn?

    Autor: ElMario 14.10.19 - 17:33

    Der (tiefere) Sinn, hier soviel Geld für "Nicht-Didaktischen-Unfug" zu verbrennen, erschliesst sich mir leider auch nicht.
    Schönschift / Schreibschrift stirbt eben aus. Schwamm drüber.

    Prof. Dr. Julia Knopf sieht das aber anders.

    "Du, der Stift sagt, Du musst hier beim "T", den vertikalen Strich noch vertikaler ziehen und den horizontalen Strich, noch horizontaler. Und ich sehe das H-genau so." BEEP BEEP

    Und wenn man als BMBF sonst keinerlei Sorgen hat, kann man auch ruhig mal 1.3 Mio. Euro Förderanteil. (73% von 1,77 Mio) zu so einer sinnbefreiten Spielerei beisteuern. Ist doch egal, das die wenigsten Schulen sich dieses "Teil" überhaupt leitsten werden können, geschweige denn, überhaupt haben wollen.

    Das die "IT Lehrer" bereits mit Smartboards, Windows 10 und PC Wächter völlig überfordert sind, weil Sie ja schliesslich auch noch "Lehrerarbeiten" machen müssen, wird dann auch ganz schnell nebensächlich. Da muss der Duetschlehrer dann eben alleine mit diesem Future-Stabilo klarkommen...mit stabil(o) (geförderten) Schulungen und Fortbildungen. ;)

    "Herr Lehrer, mein Stifft blinkt 3x kurz und 4x lang, ich glaube der Akku..."

    "Neiiiääähn, du ziehst schon wieder die vertikalen Linien zu horizontal !" ;(

    Aber abwarten, vielleicht schlägt dieser Stift ja auch ein wie eine Bombe ?
    Nein, nicht weil er einem Kind in der Hand explodiert, sondern weil man seinen eigenen Avatar im Minidisplay hochleveln kann und...

  4. Re: Sinn?

    Autor: Hotohori 14.10.19 - 18:34

    GPUPower schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin 24, habe noch nie meine "Handschrift" gebraucht.
    > Schreiben tue ich immer in Druckbuchstaben.. kann jeder lesen ;)

    Dito, deswegen kann ich richtige Handschrift schon gar nicht mehr und Druckbuchstaben sind einfach grundsätzlich besser lesbar.

    Daher muss man sich schon heutzutage generell fragen wie viel Sinn die Handschrift noch hat? Eventuell weil man damit schneller schreiben kann?

  5. Re: Sinn?

    Autor: Hotohori 14.10.19 - 18:39

    Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass neue Lehrer hinzu kommen, die dann eben aus einer Generation stammen, für die der Umgang mit dem Computer normal ist. Das Problem ist der Übergang bis nur noch solche Lehrer existieren.

    Aber sind wir mal ehrlich, dass viele Lehrer mit dem Computern / elektronischen Geräten nicht richtig klar kommen, ist nur eines der vielen Probleme unseres Schulsystems. Und bis die mal alle gelöst sind ist es eh längst zu spät...

  6. Re: Sinn?

    Autor: Lapje 14.10.19 - 19:40

    GPUPower schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin 24, habe noch nie meine "Handschrift" gebraucht.
    > Schreiben tue ich immer in Druckbuchstaben.. kann jeder lesen ;)

    Diese Aussage dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit falsch sein. Es stimmt sicherlich, dass Du Deine in der Schule gelernte Schreibschrift nicht nutzt, Du wirst aber genauso wenig mit reinen Druckbuchstaben schreiben - am Ende wird es wie bei fast allen eine Kombination aus beidem sein: Die Buchstaben, welche auf gleicher Höhe enden und anfangen werden verbunden, bei allen anderen wird neu angesetzt.

    Wenn es darum geht, schnell Notizen zu machen, ist man mit reiner Druckschrift deutlich langsamer - das ständige Stift heben und neu ansetzen kostet wesentlich mehr Zeit...

  7. Re: Sinn?

    Autor: User_x 15.10.19 - 01:03

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > GPUPower schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    das ständige Stift heben und neu ansetzen
    > kostet wesentlich mehr Zeit...

    Genau deswegen haben Ärzte mit Kritzel-Kratzel doch die Druck-Schreib-Schrift perfektioniert.

    Alles erklärt mit einer durchgängigen Linie - DAS kann nicht jeder - und ganz nebenbei noch unwichtige Wörter aus dem Satz ausgelassen, also selbst Deutschlehrer optimiert...

    Nun gebt mir doch endlich recht :D

  8. Re: Sinn?

    Autor: Peter Brülls 15.10.19 - 06:44

    >
    > Daher muss man sich schon heutzutage generell fragen wie viel Sinn die
    > Handschrift noch hat? Eventuell weil man damit schneller schreiben kann?

    Kann man, ja. Außerdem gibt es plausible Untersuchungen, nach denen handschriftlich festgehaltene besser erinnert wird als getipptes. Allerdings hat sich Handschrift zur Informationsübermittlung für andere definitiv überlebt, damit entfällt die Notwendigkeit schnell und für andere lesenswert zu schreiben.

  9. Re: Sinn!

    Autor: Bouncy 15.10.19 - 09:16

    Handschrift ist ein Puzzleteil im Lernprozess. Wie Ortografie, Musik, Kunst, Literatur oder von mir aus auch Mathe ab einer gewissen Stufe. Man braucht es nicht, nichts davon ist an sich relevant im späteren Leben. Aber Kinder lernen zu lernen, das sind Werkzeuge um ihnen beizubringen, wie man sich konzentriert, analysiert und nachdenkt. Schöne Handschrift alleine macht kein Kind schlauer, aber wenn man alle diese kleinen Puzzleteile wegläßt, weil man zum Schluß kommt, dass die für sich betrachtet ja völlig irrelevant sind, ändert sich deren Lernverhalten vielleicht tatsächlich zum Schlechteren.
    Sehen wir doch aktuell bei der vermurksten Rechtschreibung ja ganz deutlich: eigentlich braucht es die nicht, wir alle können die haarsträubendsten Texte entziffern, aber meiner Erfahrung nach tendiert bei mieser Rechtschreibung zumeist auch der Inhalt dazu, eher wenig Tiefe zu bieten. Irgendwo hängt das alles dann doch zusammen...

  10. Re: Sinn?

    Autor: Eheran 15.10.19 - 09:43

    >die dann eben aus einer Generation stammen, für die der Umgang mit dem Computer normal ist.
    Welche Generation soll das sein? Haben gefühlt alle nur Smartphones. Wenn sie einen Rechner haben, dann um Texte zu schreiben o.ä. aber von "Umgang mit Computer ist normal" würde ich nicht sprechen, nur weil man den (Ein)Schalter findet.

  11. Re: Sinn?

    Autor: Peter Brülls 15.10.19 - 10:19

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dito, deswegen kann ich richtige Handschrift schon gar nicht mehr und
    > Druckbuchstaben sind einfach grundsätzlich besser lesbar.

    *Gedruckte* Druckbuchstaben. Handschriftliche Druckbuchstaben sind einfacher zu lesen als Kursivschrift, aber Handschrift ist generell kein Medium mehr um andere zu erreichen. Man schreibt im wesentlichen für sich, nicht für andere. Und dann ist es durchaus relevant, ob man recht langsam jeden Buchstaben malt oder oder flüssig schreibt – selbst wenn das Ergebnis dann nur von einem selbst oder damit vertrauten gelesen werden kann.

  12. Re: Sinn!

    Autor: Peter Brülls 15.10.19 - 10:23

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Sehen wir doch aktuell bei der vermurksten Rechtschreibung ja ganz
    > deutlich: eigentlich braucht es die nicht, wir alle können die
    > haarsträubendsten Texte entziffern, …

    Ja, aber nicht schnell lesen. Ich habe ja gerade ein Kind in der zweiten Klasse, das durchaus auch mal völlig wilde Wörter zu schreiben versucht wie „Ninja Megapower“, „Schlangenmeister“ oder „Lichttschwert“. (Von Englischen Begriffen ganz zu schweigen.)

    Kann man „entziffern“, aber lesen kann man das nicht nennen. Da verstehe ich zum ersten mal die Leute, die keine Untertitel mögen, weil sie nur unzureichend lesen können und daher Aufmerksamkeit für den Leseprozess aufwenden müssen, anstatt einfach nur den Text wahrzunehmen.

  13. Re: Sinn!

    Autor: Bouncy 15.10.19 - 12:22

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, aber nicht schnell lesen.
    Da geb ich dir Recht und nutze das Argument sogar in Diskussionen über Sinn und Unsinn der Rechtschreibung (kein Witz, ausartende Diskussionen dazu sind keine Seltenheit...). Wer keinen Wert auf Rechtschreibung legt wälzt im Grunde die nötige Hirnleistung auf den Leser ab, im Endeffekt muss sie aber immer erbracht werden, egal von wem. Ziemlich egoistisch, gerade als IT'ler wissen wir ja, dass Fehlerkorrektur immer viel Rechenleistung kostet...

  14. Re: Sinn?

    Autor: Michael H. 16.10.19 - 09:02

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau deswegen haben Ärzte mit Kritzel-Kratzel doch die
    > Druck-Schreib-Schrift perfektioniert.
    >
    > Alles erklärt mit einer durchgängigen Linie - DAS kann nicht jeder - und
    > ganz nebenbei noch unwichtige Wörter aus dem Satz ausgelassen, also selbst
    > Deutschlehrer optimiert...
    >
    > Nun gebt mir doch endlich recht :D

    Ärzte haben ihr eigenes Steno xD
    Eine Kerzengrade Linie mit zwei kaum näher definierbaren huckeln, xxo und geschwurbel:
    Was der Patient liest: "basst scho, braucht nix... kiss kiss hug. Dein Hans Reiner - Arzt"
    Was die MFA liest: "Esomeprazol, morgens und mittags zum essen, Rückmeldetermin in zwei Wochen sowie Überweisung zum Facharzt wg Magenspiegelung auf Grund eines Dauerreflux"

  15. Re: Sinn?

    Autor: Eheran 16.10.19 - 09:21

    Hahahaha ;D

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