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Den öffentlichen Raum,

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  1. Den öffentlichen Raum,

    Autor: My Hell Baby speaking 21.10.19 - 12:10

    der der Fortbewegung der Allgemeinheit dient, für sein Geschäft in Beschlag nehmen und dann um mehr Verständnis betteln... Wie hoch sind die Steuern, die die Kommunen diesen Heuschrecken für die Okkupierung der Fußwege abpressen? Nicht hoch genug, vermute ich.

  2. Re: Den öffentlichen Raum,

    Autor: 11Leser 21.10.19 - 12:46

    Ich verstehe den Sinn dieses Angebots - von der Perspektive der Anbieter einmal abgesehen - weiterhin nicht. Die Nutzung dieser Roller ist idR auf die Innenstädte beschränkt. Dort gibt es aber fast allerorten gute bis sehr gute Verbindungen mit dem ÖPNV und viele Wegebeziehungen sind auch zu Fuß zu erledigen. Außerhalb der Innenstädte dürfen die Roller nicht abgestellt werden bzw. kann dort die Miete nicht beendet werden. Der letzte Weg in Stadtteile oder Vororte mit weniger guter Verkehrsanbindung, für die solche Geräte für mich eine sinnvolle Ergänzung des ÖPNV darstellen würden, kann also nicht mit so einem Fahrzeug bestritten werden. So tritt meiner Beobachtung nach also der gleiche Effekt wie beim Car Sharing ein, dass eine Verlagerung vor allem vom KFZ auf ein proportional weniger Ressourcen verbrauchendes und/oder gar öffentliches Verkehrsmittel de facto ausbleibt. Einzig der ohnehin schon knappe Verkehrsraum wird mit noch mehr Fahrzeugen weiter verengt.

  3. Re: Den öffentlichen Raum,

    Autor: RemizZ 22.10.19 - 11:43

    11Leser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe den Sinn dieses Angebots - von der Perspektive der Anbieter
    > einmal abgesehen - weiterhin nicht. Die Nutzung dieser Roller ist idR auf
    > die Innenstädte beschränkt. Dort gibt es aber fast allerorten gute bis sehr
    > gute Verbindungen mit dem ÖPNV und viele Wegebeziehungen sind auch zu Fuß
    > zu erledigen. Außerhalb der Innenstädte dürfen die Roller nicht abgestellt
    > werden bzw. kann dort die Miete nicht beendet werden. Der letzte Weg in
    > Stadtteile oder Vororte mit weniger guter Verkehrsanbindung, für die solche
    > Geräte für mich eine sinnvolle Ergänzung des ÖPNV darstellen würden, kann
    > also nicht mit so einem Fahrzeug bestritten werden. So tritt meiner
    > Beobachtung nach also der gleiche Effekt wie beim Car Sharing ein, dass
    > eine Verlagerung vor allem vom KFZ auf ein proportional weniger Ressourcen
    > verbrauchendes und/oder gar öffentliches Verkehrsmittel de facto ausbleibt.
    > Einzig der ohnehin schon knappe Verkehrsraum wird mit noch mehr Fahrzeugen
    > weiter verengt.

    Blödsinn, ich komm in Hannover mit dem Mietroller bis in die umliegenden Stadtteile und komme damit schneller an Orte in der Innenstadt, die eben nicht gut mit der U-Bahn erreichbar sind. Die Dinger haben schon ihre Daseinsberechtigung.

  4. Re: Den öffentlichen Raum,

    Autor: 4carlos 22.10.19 - 15:11

    RemizZ schrieb:

    > Blödsinn, ich komm in Hannover mit dem Mietroller bis in die umliegenden
    > Stadtteile und komme damit schneller an Orte in der Innenstadt, die eben
    > nicht gut mit der U-Bahn erreichbar sind. Die Dinger haben schon ihre
    > Daseinsberechtigung.

    Dann leben wir ja in einer Stadt und ja, sie stehen überall. Habe mir lange überlegt ob ich als H-Südstädter mich auch dazu äußere. In Zentrumsnähe habe ich hier eine ziemliche hohe Dichte an E-Rollern zu verkraften. Danke z.T. alter Bürgerhäuser mit "historischen" Kopfsteinpflasterstraßen, muss ich zunehmend Radfahrer und immer mehr E-Roller auf dem Fußweg erdulden. Jeder 3. hält es nicht mehr für nötig die Straße zu benutzen. Mein Sprüchlein ist immer "Straße bitte" welches zu vielfältigen Reaktionen anregt :

    1. Tschuldigung! ...und fröhlich weiter geht die Fahrt
    2. Sorry, Licht kaputt (hat aber sowieso keins am MB)
    3. Habs am Rücken und die Straße ist so Schei...
    4. Meine Superreifen gehen kaputt (Rennrad)
    5. Kümmer Dich um Deinen eigenen Scheiß
    6. Verpiss Dich Alter
    7. Willste was aufs Maul?
    ....

    Jetzt wird es wieder Winter und ich bin mir sicher, dass die alljährliche Agression wieder den Höhepunkt erreicht. Das Pflaster ist dank Salz rutschig und Schneehaufen säumen den Straßenrand. Bin gespannt auf den ersten Hardcoretreter diesen Winter.

    Da ja nun Städte immer mehr verdichtet werden und sich Käfighaltung annäheren, was kann man tun außer mehr Verkehrsraum für 2Räder zugestehen?

    1. Rücksichtnahme
    2. Rücksichtnahme
    3. Rücksichtnahme
    4. Wo 1-3 nicht klappt mal saftige Tickets verteilen, es muss weh tun
    5. Radfahrern und E-Rollertretern mindestens EINEN Verkehrsgrundkurs abverlangen

    Einfache Regeln :

    - RECHTS vor Links, wenn nicht anders geregelt
    - DEFENSIV fahren
    - Ohne Klingel, Bremsen und Licht bleibt das Gerät stehen
    - Fußweg ist TABU für Erwachsene/Jugendliche, wenn sie nicht ihre kleine Kinder begleiten
    - Gerätschaften nicht dort liegen lassen, wo man betrunken angekommen ist
    - Nicht telefonieren oder chatten während der Fahrt
    - Handzeichen beim Abbiegen
    - 1 Person pro Gerät, auch wenn man gerne zu dritt nach der Schule mehr Spaß hat

    Eigentlich alles Selbstverständlichkeiten und die Gesellschaft hat sich schon lange auf Regeln geeinigt, oder sehe ich das falsch? Wir brauchen keine neuen Regeln für Roller. Die sind Fahrrädern gleichgestellt. Da ist eher Verkehrsunterricht angesagt.

  5. Re: Den öffentlichen Raum,

    Autor: My Hell Baby speaking 22.10.19 - 16:59

    @4carlos: Danke für die Bestätigung der alten hannöverschen Weisheit, dass an meiner ansonsten sehr schönen Stadt überwiegend die Einwohner stören.

    Zum Thema: Ich hatte mich oben über die abgestellten Leih-Scooter ausgelassen, da ich mit den bewegten tatsächlich wenig Bekannschaft gemacht habe (die Annahme seitens Kunden scheint mir für so einen gehypten Mist gering); um so mehr stehen Nicht-Benutzte häufig im Weg. Ich löse dieses Problem auf die gleiche Weise wie im Weg stehende Werbeplakate für Gott fürchtende Missionsvereine auf der Bahnhofstraße: Ich werfe sie um, wenn sie im Weg stehen und lasse sie einfach liegen.

    EDIT: Für den begrenzten urbanen Raum gibt es nur eins: Entweder E-Scooter etc. oder PKW.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.10.19 17:01 durch My Hell Baby speaking.

  6. Re: Den öffentlichen Raum,

    Autor: 4carlos 23.10.19 - 05:16

    Bitte schön. Auch ich vertrete die Meinung dass ein Geschäft ohne störende Kunden besser läuft.

    Bevor ich Fahrrädern oder Rollern einen Schubs gebe um mir Platz zu schaffen, denke ich kurz über Sachbeschädigung und bei Stürzen über die Dinge der mir nachfolgenden Personen nach. Ich komme immer zu dem Schluss, dass sich die Aktion nicht lohnt, dafür belangt zu werden.

    Das in vielen Gegenden unserer Stadt einfach zu wenig Platz ist für zusätzliche Verkehrsmittel, darüber muss nachgedacht werden BEVOR die Roller zugelassen werden. Die Zahl der Radfahrer und PKW's nehmen weiter zu und in den Stoßzeiten gibt es bereits heftige Beschimpfungen zwischen diesen beiden. Hinzu kommt, dass Absenkungen der Bürgersteige, die ja für Rollstühle, Kinderwagen und Rettungsdienste da sind, kackfrech zugeparkt werden. Abmarkierungen werden auch als Straßenkunst betrachtet und als Stellfläche genutzt. Mitten zwischen Kinderwagen, Rollatoren und Füßgängern machen sich Radler breit und jetzt auch noch die Roller. Beide haben das volle Bewusstsein das verkehrte zu tun, aber es ist ihnen egal. Ein guter Teil der Radler besitzt einen Führerschein, aber sobald sie auf dem Dinge sitzen, vergessen sie die gute Erziehung und befahren den Verkehrsraum so, als würden sie sich in einem Internetforum ohne Sanktionen mal richtig auskotzen dürfen.

    Das Verkehrskonzept ist falsch und der Konkurrenzkampf der Vehikel wird so langsam aber sicher auf die Fußwege verlegt. Ist sicher nicht so gewollt, aber für mich als Fußgänger zur Realität geworden. Für mich stellt sich nach 40 Jahren die Frage, die Südstadt und überhaupt die Stadt zu verlassen. Als Urbaner gebohren, reichts mir jetzt langsam. Ich möchte möglichst lange unversehrt bleiben und nicht im Schnitt 2/Jahr fühlbare Zusammenstöße mit unbeleuchteten und telefonierenden Tretern jeglicher Art haben.

    Überlassen wir die Städte einfach den ökologisch einwandfreien Verkehrsteilnehmern (Fußgänger gehören ja nicht dazu!) und bauen die Straßen zurück und machen Radwege draus. Das Paket vom Internetversand kann man sich dann selbst mit dem Zweirad abholen, ins Krankenhaus wird man im Kinderanhänger gebracht, die Feuerwehr kommt mit dem Tandem und die Tomaten für den Supermarkt werfen Amazons Drohnen ab. Glücklichweise wird dann auch der Hausbau schwieriger. Wie kommen Baustoffe zur Baustelle? Bildet doch einfach eine Menschenkette vom Sandwerk in der Wedemark ins Stadtzentrum und reicht Sandeimer weiter.

    Ich kratz mich nur noch am Kopf. Alles ohne Sinn und Verstand. Ohne mich.

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