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Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

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  1. Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

    Autor: Seelbreaker 31.10.19 - 14:16

    Würden die ja zur Polizei gehen und Anzeige erstatten, aber dafür müsste man sich ja bewegen...

    So bleibt es halt eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für eine Exekutive welche sicherlich besseres zutun hat.

  2. Re: Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

    Autor: smonkey 31.10.19 - 15:29

    Seelbreaker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Würden die ja zur Polizei gehen und Anzeige erstatten, aber dafür müsste
    > man sich ja bewegen...

    Nein, muss man nicht. In einigen (allen?) Bundesländern kann man Strafanzeigen auch online stellen.

  3. Re: Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

    Autor: User_x 31.10.19 - 15:41

    Die haben nix besseres zu tun, das ist ja das Problem.

  4. Re: Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

    Autor: Silbersulfid 31.10.19 - 15:53

    Oder sie würden Plattformen wie 8chan fernbleiben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.10.19 15:53 durch Silbersulfid.

  5. Re: Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

    Autor: OmranShilunte 31.10.19 - 18:25

    wenn du überall fernbleiben willst wo auch idioten rumlaufen, musst du zuhause bleiben.

    logischer und sinnvoller erscheine es mir die nazis und die islamisten aus dem netz auszusperren, damit normale menschen sich dort weiterhin aufhalten können.

    ich habe gestern versucht unter einem AfD video einen sachlichen kommentar abzugeben und bin innerhalb von 2 stunden 16 mal beleidigt und beschimpft worden.

    aber solange staatsanwälte wegen "mangelndem öffentlichen interesse" verfahren wegen konkreten morddrohungen gegen politiker und presservertreter einstellen, obwohl das ein offizialdelikt ist, wird sich an hate speech im netz - die ja oft auch gar nicht strafbar ist - erst recht nichts ändern.

  6. Re: Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

    Autor: Silbersulfid 31.10.19 - 18:38

    wenn ich laute Musik nicht mag, dann gehe ich nicht in Diskos. Wenn ich keine Nazis mag gehe ich nicht auf 8chan. kein Grund beides zu verbieten, einfach nicht hingehen

  7. Re: Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

    Autor: bombinho 31.10.19 - 19:28

    OmranShilunte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn du überall fernbleiben willst wo auch idioten rumlaufen, musst du
    > zuhause bleiben.

    Definiere deine Grenzwerte fuer "Idiot"?

    > logischer und sinnvoller erscheine es mir die nazis und die islamisten aus
    > dem netz auszusperren, damit normale menschen sich dort weiterhin aufhalten
    > können.

    Auch hier die Frage, ab wann ist Jemand Islamist oder Nazi und welche weiteren Gruppen sollten ausgegrenzt werden und warum eigentlich?

    > ich habe gestern versucht unter einem AfD video einen sachlichen kommentar
    > abzugeben und bin innerhalb von 2 stunden 16 mal beleidigt und beschimpft
    > worden.

    Hier kommt mir der erste Absatz in den SInn und dazu noch, welche Erwartung du hattest (und warum). Dass du deine Meinung geaeussert hast, heisst ja nicht notwendigerweise, dass Alle einverstanden sind und auch alle auf dem selben Niveau diskutieren wie du. Ich zum Beispiel nutze das Wort "Idiot" nur ungern, schon weil Jeder etwas Anderes darunter versteht. Aber unabhaengig davon kann ich durchaus auch als recht "kantig" wahrgenommen werden. Auch voellig ohne direkte Beschimpfungen aeussern zu muessen. Sprache ist sehr vielfaeltig.
    Ebenso wie Wahrnehmung.

    Vielleicht versuchst du einfach, direkte "Beleidigungen" als das wahrzunehmen, was sie sind, Gefuehlsaeusserungen aufgrund unausreichender Selbstreflektion und oft genug auch, weil auf die schnelle kein anderes "Argument" greifbar war. BTW, "Idiot" zaehlt da generell mit drunter.
    Mach dir einfach mal Gedanken, warum es zu einer entsprechenden Aeusserung kommt, meine Interpretation ist weder allgueltig noch erhebe ich Anspruch darauf richtig zu liegen. Das musst du fuer dich selbst herausfinden.

    Wenn du ein halbwegs vernuenftiges Verstaendnis fuer das "warum" erreichst, dann ist es auch einfacher, grob zu beurteilen, ob und inwieweit Strafrelevanz annehmbar sein koennte.
    Wenn du das dann einschaetzen kannst, dann kannst du anfangen darueber nachzudenken, was mit den Personen bzw Kommentaren passieren sollte, die dieses Kriterium wirklich erfuellen und ob Ausgrenzung sinnvoll sein koennte. Dazu sollte man dann aber auch noch soziale Aspekte mit einfliessen lassen.

    Nachtrag: Whitelists fuer eine Gesellschaft halte ich fuer fuer absolut unbrauchbar, nicht nur im Wortsinn sind das sogar ausgesprochene Nazidomaenen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.10.19 19:31 durch bombinho.

  8. Re: Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

    Autor: Trockenobst 31.10.19 - 19:47

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Whitelists fuer eine Gesellschaft halte ich fuer fuer absolut
    > unbrauchbar, nicht nur im Wortsinn sind das sogar ausgesprochene
    > Nazidomaenen.

    Ich habe einen Spamfilter, der auf meine "Wünsche" optimiert ist. Mehr würde ich gar nicht haben wollen. Das Metadata ist ja da. Z.B. auf Twitter haben spezielle Freunde ja auch immer passende Symbole im Namen.

    Die würde ich gerne ausfiltern, technisch eine Trivialität seit 20 Jahren. In der Bar, auf dem Weinfest drehe ich mich einfach um wenn ich mit jemanden nicht reden will.

    Im Netz muss ich mir den größten Dummfug antun, weil es einen wirtschaftlichen Vorteil für die Plattformen gibt wenn ich NICHT filtern darf.

    Für sehr viele Leute würde es reichen, wenn der Account mindestens 1 Monat alt ist, bevor man antworten darf. Für die Dauergeblockten ist das eine ziemliche Hürde ständig Accounts auf Halde vor zu halten.

    Es gibt so viele technische Lösungen, ohne das man die Polizei ins Spiel bringen muss.

  9. Re: Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

    Autor: Dieselmeister 31.10.19 - 20:04

    Twitter kennt so eine Filterfunktion. Kannst Wort ausschließen. Auf FB kannst du deine Beiträge einschränken und nur deinen Freunden zeigen. Wenn du allerdings auf jemand fremdes antwortest, musst du damit leben, dass jeder andere genau wie das Recht am Diskurs hat. Auch dann, wenn der Ursprungsposter es z. B. auf seinen Freundeskreis beschränkt und du eben zu diesen Freunden gehörst. Du musst eben damit leben, dass jeder andere das gleiche Recht hat zu antworten wie du. Du bist nichts besseres. Ansonsten nutze die Filterfunktion bei Twitter. Oder antworte auf fremde Beiträge nicht, wenn du nicht willst, dass andere sich das gleiche Recht rausnehmen.

  10. Re: Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

    Autor: Anonymer Nutzer 31.10.19 - 22:18

    Silbersulfid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn ich laute Musik nicht mag, dann gehe ich nicht in Diskos.

    Und wenn der Nachbar laute Musik hört, gehst du auch nicht nach hause?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.10.19 22:35 durch nolonar.

  11. Re: Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

    Autor: User_x 01.11.19 - 07:54

    nolonar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Silbersulfid schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wenn ich laute Musik nicht mag, dann gehe ich nicht in Diskos.
    >
    > Und wenn der Nachbar laute Musik hört, gehst du auch nicht nach hause?

    Der Vergleich hinkt.

  12. Re: Wenn die Leute wirklich ein Problem mit "Hate-Speech" hätten

    Autor: Plasma 01.11.19 - 12:49

    nolonar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn der Nachbar laute Musik hört, gehst du auch nicht nach hause?

    Wenn sowas zuhause (bzw im nahesten Umfeld) passiert dann wäre der richtige Vergleich der Neonazi von nebenan der im Mehrparteienhaus die Reichsflagge im Hausflur aufhängt oder vom Balkon herab Menschen "nicht arischer Abstammung" unten auf der Straße anbrüllt. Da geht es dich als Nachbarn sehr wohl etwas an und man sollte ihm mal offiziellen Besuch zukommen lassen. Verwarnung oder Anzeige kann es da schon mal geben, auch wenn man den Beweis z.B. bildlich mit der Handykamera festhält.

    Eigentlich mach ich mir aber grad viel zu viele Gedanken über deinen Kommentar.

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