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Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

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  1. Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: schap23 12.11.19 - 09:46

    Die Entscheidung für Limux ist doch wohl in der Amtszeit von Herrn Ude gefallen. Erwartet etwa jemand, daß er ernsthaft sagen würde, daß das Ganze eine große Fehlkalkulation war, die den Steuerzahler ein Menge Geld gekostet und viel Frust in die Verwaltung gebracht habe.

    Dieses Interview ist ungefähr so sinnvoll, wie der Versuch MS-Manager in einem Interview dazu zu bringen, gegen Windows und Office zu argumentieren.

  2. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: Anonymer Nutzer 12.11.19 - 09:52

    Er sagt doch selbst, dass die Mehrheit der Betroffenen Limux gegenüber positiv eingestellt war.

    Ist ja nicht so, dass er Limux im Alleingang "durchgedrückt" hat.

  3. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: Luuumumba 12.11.19 - 10:05

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >und viel Frust in die Verwaltung gebracht habe.

    weil sie was arbeiten mussten?

  4. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: XYoukaiX 12.11.19 - 10:22

    Ich kann mir nur all zu gut vorstellen warum da unmut entstanden ist und das ist nicht weil Sie arbeiten mussten sondern weil es für die meisten Angestellten welche für gewöhnlich einen PC nicht zum basteln benutzen dann doch eine umstellung ist.

    Egal ob bei der Stadt oder in anderen Firmen sehe ich es immer wieder das nahezu alle gegen änderungen sind und damit eher unglück sind bis sich das ganze dann irgendwann mal eingespielt hat.

    Windows kennt halt fast jeder von zuhause so das man wenigstens ein paar grundfunktionen beherrscht, Linux benutzt kaum einer und halt erst recht kein otto normal verbraucher.

  5. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: ibsi 12.11.19 - 10:39

    XYoukaiX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann mir nur all zu gut vorstellen warum da unmut entstanden ist und
    > das ist nicht weil Sie arbeiten mussten sondern weil es für die meisten
    > Angestellten welche für gewöhnlich einen PC nicht zum basteln benutzen dann
    > doch eine umstellung ist.
    Wieso? Die sehen doch vom OS so gut wie nix. Die starten ihre Anwendung und gut ist. Ob das also Ubuntu, Xubuntu, OSX, Limux oder Windows ist, das ist doch total egal.

    >
    > Egal ob bei der Stadt oder in anderen Firmen sehe ich es immer wieder das
    > nahezu alle gegen änderungen sind und damit eher unglück sind bis sich das
    > ganze dann irgendwann mal eingespielt hat.
    "Ahh neues", ist doch auch schon immer so gewesen. Deshalb entscheidet ja nicht jeder kleine Mitarbeiter über so etwas ;)

    >
    > Windows kennt halt fast jeder von zuhause so das man wenigstens ein paar
    > grundfunktionen beherrscht, Linux benutzt kaum einer und halt erst recht
    > kein otto normal verbraucher.
    Welche Funktionen werden denn in einer Behöre von Windows genutzt? Die starten ihre Fachanwendung und gut ist.

  6. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: theFiend 12.11.19 - 10:40

    Jap, war eines der Probleme. Auch ein bisschen Naivität, weil man sich nicht gleich eingestanden hat, das speziell diese "Gewohnheitsumstellung" nicht "mal eben" zu machen ist, sondern eher viele Jahre brauchen wird.

    Und dann hat natürlich jedes aufkommende Problem den Eindruck verstärkt, Limux wäre ganz schlimm, während man die selben Probleme bei Windows halt als gegeben hinnimmt...

  7. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: burzum 12.11.19 - 10:40

    XYoukaiX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann mir nur all zu gut vorstellen warum da unmut entstanden ist und
    > das ist nicht weil Sie arbeiten mussten sondern weil es für die meisten
    > Angestellten welche für gewöhnlich einen PC nicht zum basteln benutzen dann
    > doch eine umstellung ist.

    > Windows kennt halt fast jeder von zuhause so das man wenigstens ein paar
    > grundfunktionen beherrscht, Linux benutzt kaum einer und halt erst recht
    > kein otto normal verbraucher.

    Die sollen nicht AN dem System arbeiten, sondern MIT dem System. Sprich Login eingeben, Enter drücken, danach auf ein Icon ihrer Fachanwendung klicken und fertig. Dafür braucht es weder Linux noch Windowserfahrung. In einer ordentlich administrierten Umgebung haben die auch unter Windows keinerlei Möglichkeiten irgendwas am System zu verstellen. Letzten Endes sind sie auf die für ihre Arbeit benötigten Anwendungen eingeschränkt.

    Leute die scheitern wenn sich die Position eines Icons auf dem Desktop geändert hat oder die Breite des Fensterrahmens haben ein generelles Problem mit Kognition und nicht mit der Software.

    > Egal ob bei der Stadt oder in anderen Firmen sehe ich es immer wieder das
    > nahezu alle gegen änderungen sind und damit eher unglück sind bis sich das
    > ganze dann irgendwann mal eingespielt hat.

    Korrekt, es braucht nur einen der die Eier hat das durchzudrücken. Wer total unhappy ist kann ja das Boot verlassen, es wird sich schon wieder wer finden.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  8. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: theFiend 12.11.19 - 10:41

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Welche Funktionen werden denn in einer Behöre von Windows genutzt? Die
    > starten ihre Fachanwendung und gut ist.

    Du hast ganz offensichtlich nie was mit dem typus Mitarbeiter zu tun...

  9. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: ibsi 12.11.19 - 10:46

    Dann erzähl mir doch wie es ist.

    Es ist aber wohl leichter zu sagen: Du hast doch keine Ahnung

  10. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: theFiend 12.11.19 - 10:59

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann erzähl mir doch wie es ist.

    Wir hatten das Thema hier im Golem Forum jetzt schon xmal, und jedesmal wird Ahnungslosigkeit simuliert, oder von der eigenen Situation auf die anderer geschlossen.

    Stell dir einfach vor wie es ist deiner Mutter irgendwas am Computer zu erklären, und dann sagst ihr, ab morgen ist alles ganz anders.

    Da kannst Du noch eine Mio mal drauf verweisen das sie ja nur das eine Symbol Doppelklicken muss, die widerstände gegen eine unbekannte Grundplattform werden immer die Gleichen sein.

    Ich hoffe deine Phantasie reicht aus für dieses simple Erklärungsmodell, die echten Anwendungsprobleme kau ich jetzt ned nochmal mit dir durch.

  11. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: ubuntu_user 12.11.19 - 11:16

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ibsi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dann erzähl mir doch wie es ist.
    >
    > Wir hatten das Thema hier im Golem Forum jetzt schon xmal, und jedesmal
    > wird Ahnungslosigkeit simuliert, oder von der eigenen Situation auf die
    > anderer geschlossen.
    >
    > Stell dir einfach vor wie es ist deiner Mutter irgendwas am Computer zu
    > erklären, und dann sagst ihr, ab morgen ist alles ganz anders.

    und wie haben die das mit Windows 10 geschafft?

  12. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: NekroSomnia 12.11.19 - 11:43

    > und wie haben die das mit Windows 10 geschafft?

    Nach der Erfahrung, die ich in dem behördlichen IT Support sammeln durfte/musste : Teils noch gar nicht, teils unter großem Murren und Meckern.

    Viele der Anwender haben sich bereits dadran aufgehängt, dass der "Start"Button kein bunter Ball mehr ist oder die Ecken der Fenster jetzt eckiger sind ^^

    Die einzigen wirklichen "Probleme" waren allerdings Edge - bzw der Tatsache, dass das Ding inzwischen ja Standardbrowser ist - zuzuschreiben. Viele Online Workflows konnten damit gar nicht umgehen.

  13. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: ibsi 12.11.19 - 11:50

    puh, solche Menschen können auch nur in Behörden in "Rente" kommen :D

  14. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: Stefan900 12.11.19 - 12:10

    Das erlebe ich genauso.

    Als Problem sehe ich dass bei uns kaum mehr Schulungen angeboten werden sondern- wenn man Glück hat- Videos. Früher gab es sogar bei nur einer neuen Versionen einen halben Tag "Umstiegskurs".

    Als ich beruflich angefangen habe, mussten MA älter als 58 nicht mehr am PC arbeiten.
    Heute werden auch über 60-jährige völlig allein gelassen.

    Liegt vielleicht daran dass die Entscheidungsträger damals selbst keinerlei PC-Erfahrung hatten während sie heute (im Gegensatz zur einfachen Sachbearbeitung) bestens mit dem PC vertraut sind.

    Ich bin der Meinung dass diese Kurse weiterhin angeboten werden müssten. Man muss ja nicht hingehen.

  15. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: demon driver 12.11.19 - 12:14

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Entscheidung für Limux ist doch wohl in der Amtszeit von Herrn Ude
    > gefallen. Erwartet etwa jemand, daß er ernsthaft sagen würde, daß das Ganze
    > eine große Fehlkalkulation war, die den Steuerzahler ein Menge Geld
    > gekostet und viel Frust in die Verwaltung gebracht habe.
    >
    > Dieses Interview ist ungefähr so sinnvoll, wie der Versuch MS-Manager in
    > einem Interview dazu zu bringen, gegen Windows und Office zu argumentieren.

    Er hätte gar nichts sagen müssen, wenn er nicht von der Sache überzeugt wäre, davon, dass es die richtige Entscheidung war und dass die Rolle rückwärts in dem Stadium nun wirklich das Allerdümmste ist, was man tun konnte. Und das sagt ja nicht nur er.

  16. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: gadthrawn 12.11.19 - 12:17

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Er sagt doch selbst, dass die Mehrheit der Betroffenen Limux gegenüber
    > positiv eingestellt war.
    >
    > Ist ja nicht so, dass er Limux im Alleingang "durchgedrückt" hat.


    Und gleichzeitig haben sich viele Betroffene - nämlich die, die damit arbeiten mussten - beschwert.

    Über so "vergessene" Features wie einen PIM (Mail, Kalender,...) - die danach teuer als Groupware nachgekauft wurden.

    Über so tolle Entscheidungen, dass man pro Dezernat einen Server haben sollte und Java-Plugins für OpenOffice schreiben sollte (auch für so Sachen wie nen Urlaubsantrag). Und das wenn man mal ein Plugin hatte die Schnittstelle natürlich geändert wurde, und dann nochmal.. und dann LibreOffice natürlich wichtiger war wie eine stabile Schnittstelle und ...

    Ja, die Betroffenen ohne Kontakt zu IBM/SuSE waren wohl nicht so euphorisch...

  17. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: ubuntu_user 12.11.19 - 12:21

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und gleichzeitig haben sich viele Betroffene - nämlich die, die damit
    > arbeiten mussten - beschwert.

    woher willst du wissen, dass es viele waren?
    was heißt viele?

  18. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: gadthrawn 12.11.19 - 12:24

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ibsi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dann erzähl mir doch wie es ist.
    >
    > Wir hatten das Thema hier im Golem Forum jetzt schon xmal, und jedesmal
    > wird Ahnungslosigkeit simuliert, oder von der eigenen Situation auf die
    > anderer geschlossen.
    >
    > Stell dir einfach vor wie es ist deiner Mutter irgendwas am Computer zu
    > erklären, und dann sagst ihr, ab morgen ist alles ganz anders.
    >
    > Da kannst Du noch eine Mio mal drauf verweisen das sie ja nur das eine
    > Symbol Doppelklicken muss, die widerstände gegen eine unbekannte
    > Grundplattform werden immer die Gleichen sein.
    >
    > Ich hoffe deine Phantasie reicht aus für dieses simple Erklärungsmodell,
    > die echten Anwendungsprobleme kau ich jetzt ned nochmal mit dir durch.

    Naja, du müßtest um ehrlich zu sein gleichzeitig deiner Mutter sagen, dass sie 30% von dem was sie bisher gemacht hat nicht mehr elektronisch machen darf sondern mit Papier, 20% auf virtuellem Windows, die restlichen 50% mit Limux anders.
    Dazu noch dass sie für Vorlagen in Zukunft Java-Plugins schreiben darf, so was wie einen elektronischen Urlaubsantrag jeweils dann nur für ihr Department getrennt von dem ihrer Freundin umsetzen muss, achja, Mail, Kalenderprogramm gibts auch erst mal nicht und die Kartenleser für den Perso muss sie natürlich auf nem Windowsrechner daneben betreiben.
    Und falls sie mal die Vorlage gemacht hat - nach nem Update ist es wichtig die statt für OO neu für LibreOffice zu gestalten - OO oder LO ist ja wichtiger wie eine stabile Schnittstelle.
    Und bei Probleme darf sie ja gerne in den öffentlichen Bugtracker schreiben - bei dem man lange sehen konnte, dass ein paar Jahre offene Topics ja problemlos sind, und so etwas wie Serienbriefe drucken und damit den Rechner aufhängen ja ein Benutzerproblem sind...

    Ja dann ist dein Beispiel etwas vergleichbar.

  19. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: gadthrawn 12.11.19 - 12:26

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schap23 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Entscheidung für Limux ist doch wohl in der Amtszeit von Herrn Ude
    > > gefallen. Erwartet etwa jemand, daß er ernsthaft sagen würde, daß das
    > Ganze
    > > eine große Fehlkalkulation war, die den Steuerzahler ein Menge Geld
    > > gekostet und viel Frust in die Verwaltung gebracht habe.
    > >
    > > Dieses Interview ist ungefähr so sinnvoll, wie der Versuch MS-Manager in
    > > einem Interview dazu zu bringen, gegen Windows und Office zu
    > argumentieren.
    >
    > Er hätte gar nichts sagen müssen, wenn er nicht von der Sache überzeugt
    > wäre, davon, dass es die richtige Entscheidung war und dass die Rolle
    > rückwärts in dem Stadium nun wirklich das Allerdümmste ist, was man tun
    > konnte. Und das sagt ja nicht nur er.


    So widerspricht er sich mit seiner Propaganda allerdings selbst.
    Vorstudie stand Linux ja als teurer da. Danach hieß es immer auch bei Budgeterhöhungen günstiger. Jetzt kommt er selber mit teurer...

  20. Re: Was soll er auch als Verantwortlicher anderes sagen

    Autor: theFiend 12.11.19 - 12:35

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ja dann ist dein Beispiel etwas vergleichbar.

    Eigentlich ging es in dem Gedankenmodell darum eine Vorstellung davon zu vermitteln wie schwer es ist strukturkonservativen Menschen eine neue Betriebssystemoberfläche näher zu bringen.

    Ganz sicher gab es auch viele andere Fehler beim Umstieg auf Linux, Planungsfehler, und eine menge Schwierigkeiten die erst im laufenden Betrieb offensichtlich wurden. Daher meine Rede das man gleich hätte sagen müssen, das so ein Umstieg einer kompletten kommunalen Verwaltung einer Millionenstadt nicht "mal eben" zu bewerkstelligen ist, sondern man der Sache sicher 10 Jahre einräumen muss, bis es zu 95% rund läuft.

    Der Witz ist halt, das ich mir jetzt teilweise in München die gleichen Probleme anschauen kann wie vorher, oder andere, aber da wird nicht so ein Wind gemacht, sondern sie werden halt als Probleme genommen die man über die Zeit löst... wie es halt so ist in einem Anwendungsumfeld.

    Unter Limux wurde aber jedes aufkommende Problem, egal an welcher Stelle, als Ursache genommen um das ganze Projekt zu verdammen.

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