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Zu hohe Gehaltsforderungen

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  1. Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: flow77 28.11.19 - 13:27

    Zu wenig (gute) Leute am Markt, aber sich dann beschweren dass man dann mehr für diese Leute bezahlen muss - ist das nicht ganz normal, also so wie das ganze Wirtschaftssystem eigentlich funktioniert?

  2. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: twothe 28.11.19 - 15:10

    Bei meinem letzten Job haben sie mir am Ende gesagt sie seien hochzufrieden mit meiner erstklassigen Arbeit und würden mich gerne weiter beschäftigen, aber mein Gehalt sei einfach zu hoch, das müssten sie kürzen. Dazu muss man sagen: Ich habe dort aufgrund des sehr guten Betriebsklimas schon für die Hälfte gearbeitet das man mir bei anderen Angeboten gezahlt hätte. Und da jetzt von der Hälfte noch mal Abstriche zu machen, da war für mich dann Schluss.

    Tja und solche Firmen klagen dann über den sogenannten "Fachkräftemangel."

  3. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: Terins 28.11.19 - 19:22

    Die suchen alle in Ballungsräumen, wo die Mietspiegel in den letzten Jahren explodiert sind. Wenn man die goldene Regel von 1/3 des Einkommens für Unterkunft hernimmt, dann läge ein Einstiegsgehalt in München z.B. bei 8.000 Euro! Das ist keine ungerechtfertigte oder überhöhte Forderung.
    Wer dort anschaffen geht, der bekommt halt Edelnutten 😉

  4. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: Trockenobst 28.11.19 - 20:48

    Terins schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann läge ein Einstiegsgehalt in München z.B. bei
    > 8.000 Euro! Das ist keine ungerechtfertigte oder überhöhte Forderung.
    > Wer dort anschaffen geht, der bekommt halt Edelnutten

    Das ist halt wie in Los Angeles. 300T "Einstiegsgehalt", 2h am Tag im Stau, 12 Stunden Tage im Office und $10.000 im Monat für eine 4 Zimmer Haus, Garten, Mini-Pool und zwei Bädern.

    33% Steuern drauf, bleiben ~200T übrig, 120T geht für die Wohnung weg. Autoleasing kostet 24T.
    Dann "krebst" man mit ~60T im Jahr netto rum und zahlt für einen Salat mit Sandwhich 12$ im Laden. Wenn man mit 12 Stunden tagen nicht den totalen Burnout hat.

  5. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: AllDayPiano 28.11.19 - 21:26

    Die Firmen zahlen einfach unterirdisch. Ich sehe das jeden Tag.

    In meiner Abteilung hat sich ein Master im Maschinenbau jetzt in die Arbeitslosigkeit gestürzt, nachdem das Übernahmeangebot tatsächlich 1600 Euro netto lautete...

    Man muss dazu sagen: hier ist Maschinenbau gerade richtig scheiße. Für das, was der Kollege auf dem Kasten hatte, wären 45k brutto pro Jahr das absolute Minimum gewesen.

  6. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: Shred 29.11.19 - 09:09

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In meiner Abteilung hat sich ein Master im Maschinenbau jetzt in die
    > Arbeitslosigkeit gestürzt, nachdem das Übernahmeangebot tatsächlich 1600
    > Euro netto lautete...

    Ich frage mich, ob es den Firmen tatsächlich wirtschaftlich so schlecht geht, oder ob die Gehälter für gute Fachkräfte bei denen nur gedrückt werden, damit die Investoren ein finanzielles Maximum heraustragen können.

    Gerade der Maschinenbau sollte doch eigentlich brummen im Exportweltmeisterland.

  7. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: ubuntu_user 29.11.19 - 09:18

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei meinem letzten Job haben sie mir am Ende gesagt sie seien hochzufrieden
    > mit meiner erstklassigen Arbeit und würden mich gerne weiter beschäftigen,
    > aber mein Gehalt sei einfach zu hoch, das müssten sie kürzen. Dazu muss man
    > sagen: Ich habe dort aufgrund des sehr guten Betriebsklimas schon für die
    > Hälfte gearbeitet das man mir bei anderen Angeboten gezahlt hätte. Und da
    > jetzt von der Hälfte noch mal Abstriche zu machen, da war für mich dann
    > Schluss.
    >
    > Tja und solche Firmen klagen dann über den sogenannten "Fachkräftemangel."

    Kürzung?

  8. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: ubuntu_user 29.11.19 - 09:19

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Autoleasing kostet 24T.

    warum kauft man für das Geld kein Auto?

  9. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: BeatYa 29.11.19 - 10:03

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trockenobst schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Autoleasing kostet 24T.
    >
    > warum kauft man für das Geld kein Auto?

    Neuwagengeruch, ist doch logisch!

  10. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: Trockenobst 29.11.19 - 13:19

    Shred schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage mich, ob es den Firmen tatsächlich wirtschaftlich so schlecht
    > geht, oder ob die Gehälter für gute Fachkräfte bei denen nur gedrückt
    > werden, damit die Investoren ein finanzielles Maximum heraustragen können.

    Die Umsatzrendite bei vielen deutschen Mittelstands-Firmen ist zu niedrig, weil sie nur Massenprodukte herstellen die jeder herstellen kann. Es gibt noch Firmen, die Forschung und Entwicklung hoch schreiben und daher auch brummende Auftragsbücher haben. Die zahlen in der Regel auch überdurchschnittlich. Die sind aber eher selten.

    Der Rest, gerade im IT Bereich, bäckt sehr kleine Brötchen, kriegt den Mix mit Offshore nicht hin und jammert dann, dass er in der Berliner Pampa keiner KI/Cloud-Spezialisten für 50T Jahresgehalt bekommt.

    Was gerade in den letzten 10 Jahren passiert ist, dass der alte Besitzer in Rente geht und der Nachfolger/Käufer irgendwelche extremen BWL Konzepte auf die Firma wirft. Dort ist dann tatsächlich die Umsatzrendite alles und deswegen wird man dort keine marktrealistischen Gehälter zahlen.

  11. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: AllDayPiano 29.11.19 - 14:44

    Amen.

    In meinem Fall ist es genau so. Die Großeltern bauen es auf, die Eltern verwalten es, und die Kinder kommen mit ihrem Pseudo-Doktor mit total weltfremden BWL-Denken daher und meinen, alles besser machen zu können, als alle davor.

    Das schlimme ist: Innovation kostet Geld. Das fehlt erstmal, aber es zahlt sich auf lange Sicht aus. Auf mittlere Sicht ist das bestehende verwalten natürlich günstiger, aber so werden keine neuen Einnahmequellen erschlossen, und die Rendite bleibt niedrig. Um die Rendite also trotzdem zu erhöhen (es muss ja gespart werden, damit sie steigt), setzt man die Stellschrauben bei den einzigen Punkten an, die man hat: Personalgehälter. Das führt natürlich auf lange Sicht zum komplett gegenteiligen Effekt. Qualifiziertes Personal wandert ab (oder kommt gar nicht erst), Mitarbeiter, die den Konkurrenzkampf am Arbeitsmarkt scheuen, arbeiten demotiviert für weniger Geld und für niedrige Gehälter fängt man halt nur Pfeifen, die wenig bringen, aber wegen deutlich längerer Einarbeitungszeit andere Mitarbeiter stark binden, und von ihrer Arbeit abhalten. In der Produktion das gleiche in Grün - hier wird halt mehr Ausschuss produziert, der im besten Fall mit geringem Ausschuss korrigiert werden kann, im schlechtesten Fall erhalten Kunden tadelhafte Güter, woraufhin die Kunden abwandern.

    Es ist nicht leicht, eine Firma auf Kurs zu bringen. Aber fakt ist: Die moderne Denke im Finanzwesen, aber auch im Personalwesen (Stichwort: C-Performer entlassen, um Exempel zu statuieren, anstatt sich zu überlegen, wie die Ressource besser eingesetzt werden kann) führt nur auf kurze Sicht zu Erfolgen. Nachhaltig ist das nicht. Das haben unsere Großeltern schmerzvoll erfahren müssen, weil genau durch dieses Verhalten (im Patriachat) Gewerkschaften überhaupt erst so groß werden konnten.

    Aber so ein Wissen geht sehr schnell wieder verloren.

    Wir hier im Mittelstand werden auch einem Sparzwang unterworfen. Überall werden die Stellschrauben angezogen (siehe obige perverse Gehaltsvorstellung), aber das, was wirklich helfen würde, ist ein radikales Umdenken bei den Produkten. Produktvielfalt drastisch reduzieren, Fertigungsaufwand drastisch reduzieren, und die Produkte, die man behält, außerordentlich gut gestalten. Aber da hat man Angst davor, weil so eine Produktneustrukturierung massiv Arbeitsplätze gefährden würde und man die negative Publicity scheut. Und man hat ständig Angst, die Kunden rennen woanders hin, wenn sie das 30 Jahre alte Produkt (+ zusätzlich 20 Jahre weiterer Ersatzteilverfügung) nicht mehr kaufen könnten.

  12. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: michael.w.dietrich 30.11.19 - 11:34

    Wenn es mal so wäre, dass nur C-Performer entlassen würden. Die T-Sysrtems betrieb Jahrzehntelang eine Personalpolitik, bei der vor allem A- und C-Performern Abfindungsangebote gemacht wurdne und man nur das absolute Mittelmaß behalten hat.

  13. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: matok 30.11.19 - 11:39

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei meinem letzten Job haben sie mir am Ende gesagt sie seien hochzufrieden
    > mit meiner erstklassigen Arbeit und würden mich gerne weiter beschäftigen,
    > aber mein Gehalt sei einfach zu hoch, das müssten sie kürzen.

    Bei mir werden neue Leute in gleichen Positionen deutlich höher eingestellt, als vorhandene Angestellte (Geld ist also da, wir arbeiten für eine gut betuchte und krisensichere Branche). Ich selbst bin gerade befördert worden, aber man will mir nicht das Gehalt von neu Eingestellten in meiner alten Position bezahlen. Habe jetzt mehrfach darüber mit meinem Chef geredet und nun wird er halt früher oder später die Kündigung sehen. Wahrscheinlich, um dann nach langer Suche jemanden neu einzustellen für mehr Geld, der noch keine Erfahrung im Unternehmen hat und im Unternehmen noch keine Leistung nachgewiesen hat. Derweil wird dann fleißig über den Fachkräftemangel gejammert.

    Die Gehälter in Deutschland für IT'ler sind deshalb im Vergleich zu anderen westlichen Ländern vergleichsweise gering, weil die meisten Deutschen einfach zu statisch sind. Ein Markt funktioniert nunmal nur mit aktiven Marktteilnehmern. Jammern allein führt halt zu nichts. Da muss man froh sein über die Jüngere Generation (also die Gebildeten), die Agilität bereits im Blut hat. Mit diesen Leuten werden deutsche Personalverantwortliche noch viel Spaß haben.

  14. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: twothe 30.11.19 - 12:49

    @Matok: ähnlich ging es einem Bekannten kürzlich auch. Er war einer dieser Typen die alles wussten und die ständig von Team zu Team gelaufen sind um da mit ihrem Fachwissen auszuhelfen. Irgendwann kamen wir mal auf das Thema Gehalt und er hat mir erzählt was er so bekommt. Das war in der Firma das Gehalt knapp über einem Junior. Ich hab zu ihm gesagt er soll doch da mal mit dem Chef nachverhandeln, bei seiner Kompetenz hat er deutlich mehr verdient.

    Gesagt getan, er ging zum Chef, der meinte "Ne also... ne das geht nicht." Tja und jetzt arbeitet er bei einer anderen Firma für fast das doppelte Gehalt von vorher. Dabei hätte der ursprüngliche Betrieb durchaus das Geld gehabt ihn weiter zu bezahlen, ich kenne da ja so ca. die Gehälter die an andere gehen, der Chef war einfach nur zu geizig einen seiner besten Mitarbeiter zu halten.

  15. Re: Zu hohe Gehaltsforderungen

    Autor: AllDayPiano 30.11.19 - 14:10

    Wer so eine Eingruppierung überhaupt für einen gangbaren Weg hält, gehört sofort entlassen.

    Komplexe Probleme mit einfachsten antworten lösen, ist Pegida Denkweise.

    Ob ein Mitarbeiter gut oder schlecht arbeitet hängt von enorm vielen Faktoren ab. Der wichtigste ist aber: ist der Mitarbeiter zufrieden? Es gibt kaum Menschen, die keine Leistung bringen wollen, aber der beste Mitarbeiter kann auf dem falschen Platz die schlechtesten Ergebnisse liefern.

    Und da sind wir beim Kern dieser Schubladendenkweise: sie sieht die aktuelle Leistung der Mitarbeiter als Gott gegeben an. Damit verschiebt man die eigene Verantwortung einer Firma komplett auf Seiten des Mitarbeiters. Und das ist halt totaler Quatsch.

    Außer man betrachtet Mitarbeiter als Mastvieh, das nach wenigen Monaten extremer Mästerei eh geschlachtet wird. Dann ist man aber ein absoluter Vollidiot.

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