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Beide Seiten haben Recht

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  1. Beide Seiten haben Recht

    Autor: MarkuusM 28.11.19 - 21:39

    Beide Seiten, die hier diskutieren haben Recht.

    Junge „IT-ler“ haben häufig zu hohe Gehaltsvorstellungen. Dies aufgrund des Irrglaubens reines Technik-Know-How hätte allgemein einen eigenen Wert, den man meint in das Gehalt einrechnen zu können/müssen. Dies gilt aber nur für Software-Unternehmen, die entweder Software oder „Tastensklaven“ verkaufen als Geschäftsmodell haben. In allen anderen Unternehmen verdient reine IT kein Geld.

    Ältere „IT-ler“ haben häufig zu niedrige Gehaltsvorstellungen. Dies aufgrund des Irrglauben ihr Business-Know-How hätte keinen eigenen Wert in einem anderen als ihrem letzten Unternehmen. Die Älteren sind auch nicht mehr mit Hype-Namen einer IT-Methode hinter dem Ofen hervor zu locken, weil sie erlebt haben, dass die Lebensdauer dieser Hypes vernichtend gering ist. Sie haben ausserhalb der Software-Industrie erlebt, dass nur die Business-Anwendung ihrer IT Skills überhaupt Geld verdient. Mit welcher Sprache/Methode/Verkaufshülle die technische Lösung erstellt wurde, ist dabei völlig egal und auch ob das nun alter Spaghetti-Code oder fancy OO-Methoden sind.

    Auch ich zählen mich zu den Älteren, programmiere seit bald 40 Jahren und ich merke mir nicht einmal mehr den aktuellen Namen der Programmiersprache. Heute auf der i5-Series mit RGP, morgen Java auf einer alten Beans-Plattform, übermorgen Ruby, den Tag drauf mit Swift, PHP, C#, Objective, S7, Step15 oder vielleicht doch wieder Assembler auf einer alten Gurke - scheissegal, das Programmieren ist im Prinzip immer das selbe, auch ebenso scheissegal ob nun prozedural oder objektorientiert.

    Scheisse wird es immer dann, wenn man nicht begriffen hat, dass die Fachabteilungen ihre fachlichen Anforderungen (immer noch) nicht technik-kompatibel formulieren können. Das Schlimmste das dann passiert ist, dass der „IT-ler“ die ungenauen Anforderungen nimmt und diese im Code interpretiert. Am Ende hat der „IT-ler“ nicht begriffen womit der Fachmensch das Geld - und auch das Geld für den „IT-ler“ - verdienen muss und der Fachmensch versteht den technischen Prozess nicht mehr, den der „IT-ler“ gebastelt hat. Diese Situation haben nicht-IT-Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit zu Tausenden erlebt, erlitten und teils nicht überlebt und deswegen zählt die Fähigkeit Fachprozesse zu verstehen mehr als das rein technische Klimpern auf Technologie-X.

    Angebot und Nachfrage funktionieren (noch, solange wir noch nur 80+% staatsgelenkt sind), aber beide Seiten müssen lernen mit der komplexeren Situation umzugehen. Dieses politisch und medial angestachelte Kämpfen gegeneinander hat überhaupt keinen Wert.

    Discussion open for Shitstorm.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 28.11.19 21:43 durch MarkuusM.

  2. Re: Beide Seiten haben Recht

    Autor: matok 30.11.19 - 10:52

    MarkuusM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In allen
    > anderen Unternehmen verdient reine IT kein Geld.

    IT verdient soviel Geld, wie andere Abteilungen (die Geld verdienen) von einer funktionierenden IT abhängen. Die IT funktioniert besser mit tollen Angestellen, als mit schlechten Angestellten. Tolle Angestellte sollten mehr Geld kosten, als schlechte. Wenn ich nicht bereit bin, viel Geld zu bezahlen, bekomme ich die Gurken und die Geld-verdienenden Abteilungen können sich über eine Gurken IT freuen, die ihre Prozesse behindert und somit am Geld verdienen. Die Sichtweise, IT verdient nur in Softwareunternehmen Geld, ist somit typisch vereinfachende Managementdenke.

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