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Wie kann man ernsthaft....

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  1. Wie kann man ernsthaft....

    Autor: 486dx4-160 30.11.19 - 12:29

    ...dagegen sein, wenn Menschen, die nicht viel Geld verdienen und deren Arbeitsbedingungen mindestens diskussionswürdig sind, von einem Großkonzern, dem das Geld zu den Ohren rausläuft, sich zusammenschließen und etwas mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen fordern?

    Auf mich wirkt die Debatte hier im Forum wie ein Ausflug des FDP-Stammtischs zum INSM Ende der 90er. Verstörend.

  2. Re: Wie kann man ernsthaft....

    Autor: Gokux 30.11.19 - 12:50

    Letztendlich ist auch nur PR für Gewerkschaften. Selbst wenn Amazon nachgibt, gibt es halt hintenrum Leiharbeiter, Zeitarbeiter usw. andere schöne Schlupflöcher die andere Konzerne ausgiebig nutzen.
    Sollen lieber für ein landesweiten Mindestlohn kämpfen, als PR-Grabenkriege zu veranstalten.

  3. Re: Wie kann man ernsthaft....

    Autor: Trockenobst 30.11.19 - 13:45

    486dx4-160 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Arbeitsbedingungen mindestens diskussionswürdig sind, von einem
    > Großkonzern, dem das Geld zu den Ohren rausläuft, sich zusammenschließen
    > und etwas mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen fordern?

    Die Verbindung zwischen Gewinnen und Gehältern hat sich aus vielen Gründen überlebt.
    Und dazu muss man nicht mal die 300.000$ Gehälter für Entwickler in Los Angeles bemühen.

    Es gibt viele Firmen deren Struktur so ist, dass dort wo die tatsächliche Arbeit anfällt keine Gewinne anfallen. Somit bringt diese Art der Denke nichts mehr. Amazon zahlt noch nie Dividenden an die Aktionäre, sie retten sich seit einem Jahrzehnt über den Anstieg des Aktienwertes für die Investoren.

    Wer das anders möchte, macht eine Genossenschaft auf und verteilt dies nach was-auch-immer-Schlüssel. Nur kann auf der gesamten Welt(!) nach solchen Genossenschaftsfirmen suchen, denen das Geld aus den Ohren fließt. Man wird dann feststellen, dass die so extrem selten sind das als Erklärung nur dienen kann, dass der Mensch einfach nicht für diese Art der Risiko/Gewinn Ausgleichs gemacht ist. Für jedes erfolgreiche Amazon gibt es 10000 Menschen die in der Insolvenz landen. Da sind sie auch selber Schuld, diese Deppen, nicht.

    Bei Amazon arbeiten Leute tw. schon in fünften, zehnten Jahr. Mir kann keiner sagen, dass dies alle Verrückte sind, die nicht für sich selbst sprechen können bzw. einen anderen Job finden würden. Es ist anzunehmen, das Amazon bei einer Parität der Kosten eines Roboters zu einem Menschen im selben Job irgendwann alle Menschen raus kicken wird. Sollten die Kosten zu erheblich steigen, nähert sich die Parität schneller bzw. wird mehr Energie reingesteckt diese zu erreichen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.11.19 13:48 durch Trockenobst.

  4. Re: Wie kann man ernsthaft....

    Autor: Anonymer Nutzer 01.12.19 - 12:40

    Ich persönlich habe nichts dagegen, dass die Amazonmitarbeiter mehr Geld bekommen. Auch wenn dadurch einige Artikel ggf. etwas teurer werden, alles kein Ding. Ich kaufe eh primär bei Amazon weil ich da auch bei einem Defekt nach 720 Tagen problemlos mein Geld wiederbekomme. Beim Saturn/Mediamarkt oder auch kleinen lokalenm Händlern muss ich bereits 4 Tage nach dem Kauf disskutieren und der Händler wills unbedingt einschicken. Mag ja rechtlich richtig sein, aber wenn der neue Monitor dann 6 Wochen in Reperatur ist, ist das doof.

    Ich kritisiere an Verdi, dass sie den Tarifvertrag des Einzelnhandels durchsetzen will. Die sollten lieber den Logistikertarif ansetzen und anschließend diesen verbessern. Die LAGERarbeiter von Amazon sind nunmnal keine Beschäftigten im Einzelhandel!

  5. Re: Wie kann man ernsthaft....

    Autor: 486dx4-160 01.12.19 - 14:09

    Agina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich persönlich habe nichts dagegen, dass die Amazonmitarbeiter mehr Geld
    > bekommen. Auch wenn dadurch einige Artikel ggf. etwas teurer werden, alles
    > kein Ding. Ich kaufe eh primär bei Amazon weil ich da auch bei einem Defekt
    > nach 720 Tagen problemlos mein Geld wiederbekomme. Beim Saturn/Mediamarkt
    > oder auch kleinen lokalenm Händlern muss ich bereits 4 Tage nach dem Kauf
    > disskutieren und der Händler wills unbedingt einschicken. Mag ja rechtlich
    > richtig sein, aber wenn der neue Monitor dann 6 Wochen in Reperatur ist,
    > ist das doof.
    >
    > Ich kritisiere an Verdi, dass sie den Tarifvertrag des Einzelnhandels
    > durchsetzen will. Die sollten lieber den Logistikertarif ansetzen und
    > anschließend diesen verbessern. Die LAGERarbeiter von Amazon sind nunmnal
    > keine Beschäftigten im Einzelhandel!

    Bei Tarifverträgen geht es um die Branche, in der das Unternehmen tätig ist, nicht um die Tätigkeit, die der einzelne Beschäftigte da macht (da steht erheblich mehr drin als das Entgelt). Das hat den Vorteil, dass ein Unternehmen nicht zig Tarifverträge beachten muss. Für Büroangestellte bei Daimler gilt deswegen der IG Metall-Tarifvertrag und nicht der von Verdi.
    Amazon ist halt ein Onlineversandhändler und keine Spedition.

  6. Re: Wie kann man ernsthaft....

    Autor: Dwalinn 02.12.19 - 17:14

    Nur hat Amazon seine Logistik ausgegliedert um zu sparen. Ob das fair ist kann man gerne Diskutieren aber Amazon Logistik hat nicht viel mit dem Einzelhandel zu tun. Wobei man aber sagen muss das Amazon ohnehin nicht nach Tarif zahlt und das auch nicht will, daher ist es egal ob das jetzt reine Logistik oder Einzelhandel ist.

  7. Re: Wie kann man ernsthaft....

    Autor: crazypsycho 02.12.19 - 21:20

    486dx4-160 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...dagegen sein, wenn Menschen, die nicht viel Geld verdienen und deren
    > Arbeitsbedingungen mindestens diskussionswürdig sind, von einem
    > Großkonzern, dem das Geld zu den Ohren rausläuft, sich zusammenschließen
    > und etwas mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen fordern?

    Prinzipiell finde ich es in Ordnung, wenn man für mehr Lohn kämpft. Ob die Arbeitsbedingungen diskussionswürdig sind ist aber eher fraglich.
    Aber das Problem ist halt wie Verdi das angeht. Einerseits der Blödsinn mit dem unpassendem Tarifvertrag, was nie klappen wird, andererseits dass es genug Baustellen gäbe wo die Mitarbeiter wirklich ausgebeutet werden. Diese sind aber nicht so medienwirksam wie das böse Amazon.

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