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Die armen Astronauten

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  1. Die armen Astronauten

    Autor: HeroFeat 20.12.19 - 14:34

    Wenigstens die öffentliche Fehlerkultur bei Boeing scheint mir nicht sehr positiv zu sein. Okay keine sonderlich neue Erkenntnis. Der Ansatz von SpaceX wesentlich offener mit Fehlern umzugehen dürfte wohl der klar bessere sein. Ich würde weitaus lieber mit der SpaceX Kapsel fliegen als mit der von Boeing.
    Ich hoffe nur das kein Astronaut stirbt aufgrund dieser schlechten Fehlerkultur.

  2. Re: Die armen Astronauten

    Autor: nuclear 20.12.19 - 14:50

    Es ist ein unbemannter Test.
    Also kein Problem. Wird nur das Projekt weiter verzögern.

  3. Re: Die armen Astronauten

    Autor: foho 20.12.19 - 14:57

    mission läuft nicht nach plan:
    boeing:
    "klappe zu affe tot, nix is passiert, leichte delays, bla fasel."

    spaceX:
    "halt drauf brudi, das wird grandios. "
    "aber chef das ding stürzt ab"
    "halt drauf, das hat meme-potential"

  4. Re: Die armen Astronauten

    Autor: M.P. 20.12.19 - 16:58

    Die Kapsel ist für bemannte Flüge gedacht - ich glaube aber nicht, dass man mit der NASA so verfahren kann, wie mit der FAA ... ohne vorher alle Fehler auszumerzen wird man da keinen Astronauten reinsetzen...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.12.19 16:59 durch M.P..

  5. Re: Die armen Astronauten

    Autor: mgra 20.12.19 - 17:01

    Nach der Explosion von Dragon 2 auf dem Teststand hat auch SpaceX auf Funkstille geschaltet. Und das war beängstigender als nen fehlschlagendes automatisches Flugmanöver, das die Astronauten vermutlich manuell überstimmen könnten um eine geregelte Rückkehr zur Erde einzuleiten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.12.19 17:02 durch mgra.

  6. Re: Die armen Astronauten

    Autor: Falcon9 20.12.19 - 20:49

    Nunja, wenn du nur noch schwelende Teile auf einem Gelände mit giftigem Gas hast, dauert es einige Zeit bevor man dazu irgendetwas sagen kann. Als Ergebnisse da waren, wurden diese auch offen kommuniziert.

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht wirklich, was ich beängstigender finde:
    A) Eine Kapsel die unter normalen Voraussetzungen nicht mal den richtigen Orbit trifft, weil eine Uhr nicht synchron war. Das ist ein Fehler der bei Simulationen hätte auffallen müssen. Da kommen Zweifel an anderen Dingen, die nur simuliert wurden, z.B. eben jenes Rettungssystem, das bei SpaceX zur Explosion geführt hat. Von einem Unternehmen, bei dem ein Fallschirm unter Normalbedingungen nicht öffnet und sagt, das ist ausreichend. Und mit völlig ungetestetem Annäherungs- und Dockingsystem.
    B) Eine Kapsel, die explodiert wäre, WENN das Notfallsystem die Kapsel von einer fehlerhaften Trägerrakete retten müsste (nur dann). Der Fehler ist aufgefallen, weil freiwillig ein zusätzlicher Test gemacht wird. Das bei einem anderen Test Fehler in der Fallschirmsimulation der NASA entdeckt (bei einem Test mit bewusst defekten Fallschirmen) und das neue Modell mit 10 zusätzlichen Tests validiert.

    Keine Frage die Fehlschläge bei SpaceX sind definitiv nicht ohne und dürfen nicht verharmlost werden. Aber alles in allem würde ich mich persönlich vermutlich in der Dragon 2 sicherer fühlen.

  7. Re: Die armen Astronauten

    Autor: mgra 21.12.19 - 00:12

    SpaceX hat nur von einer Anomalie gesprochen und gar nichts bekannt gegeben. Man wusste noch nicht einmal ob Dragon 2 wegen eines Abort-Tests explodiert ist oder einfach so beim betanken. Das Flüssigtreibstoff Abortsystem von SpaceX erfordert unter Druck stehende Tanks und wenn SpaceX die nicht im Griff hätte würde ich mich in dem Ding definitiv nicht sicher fühlen. Sie haben halt am Anfang außer "Anomalie" NICHTS gesagt was viele das schlimmste vermuten lies. SpaceX hat hinterher auch gesagt sie hätten bereut nicht von Anfang an etwas offener kommuniziert zu haben.

    Das eine falsch eingestellte Missionsuhr einen Veteranen wie Boeing in Zeiten von Simulationen und Millionen Tests so aus der Bahn wirft (Pun intended) wirft natürlich sehr große Fragen an deren Prozessen und Kompetenzen auf. Und solche Zweifel sind weit schwieriger auszuräumen als einfach wie im SpaceX Fall den technischen Mangel zu beseitigen.

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