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Fehlplanung: LKW statt Zug

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  1. Fehlplanung: LKW statt Zug

    Autor: DAASSI 14.01.20 - 14:39

    Hirnlos wie immer...Teile mit dem LKW anliefern lassen. Wenn offensichtlich für den Abtransport Züge benutzt werden, warum zum Teufel nicht für die Anlieferung?

    LKWs machen nur eins: Straßen kaputt

  2. Re: Fehlplanung: LKW statt Zug

    Autor: M.P. 14.01.20 - 16:14

    Teile - Anlieferung ist Multipoint-to-Point.
    Die wirtschaftlichste Art einen Güterzug zu nutzen, ist ihn an einem Ausgangsort von vorne bis hinten mit Ware für einen einzigen Bestimmungsort zu beladen.
    In diesem Geschäft gibt es im Güterschienenverkehr viel private Konkurrenz.

    Geht es um einzelne zu transportierende Waggons, und erst recht um Bahnstückgut, tut sich kein privater Konkurrent der Bahn den Aufwand mit Rangieren und Stückguthandling an ....

    Bei der üblichen Just-In-Time-Produktion wird aber Tesla garantiert nicht von einem Zulieferer Teile benötigen, die einen ganzen Güterzug füllen würden ...

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob innerhalb Deutschlands eine Auslieferung der fertiggestellten Teslas wirklich komplett auf der Schiene erfolgen wird ...
    Über weitere Strecken ins europäische Ausland ist das wahrscheinlicher ... vor Ort wird aber sicherlich nicht auf der Schiene feiner verteilt...

  3. Re: Fehlplanung: LKW statt Zug

    Autor: gaga2 14.01.20 - 18:49

    @DAASSI neuerdings gibt es nebst ökologischen Aspekten auch ökonomische, gerade bei Unternehmen wie Tesla - die da nicht so gut aufgestellt sind - nicht zu unterschätzen.

    PS: „ wenn sie im Volllastbetrieb ist.“
    Das passt also, dass mit den LKW. So spart man sich den Ärger, wenn Tesla das Werk, wie auch andere, nur teilweise ausbaut… z. B. 40 %

  4. Re: Fehlplanung: LKW statt Zug

    Autor: BoMbY 14.01.20 - 19:20

    Ja, deshalb liegt das Gelände an einer Bahnstrecke und es wurde auch ein eigener Bahnhof geplant. Hups ...

  5. Re: Fehlplanung: LKW statt Zug

    Autor: katze_sonne 14.01.20 - 19:38

    DAASSI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hirnlos wie immer...Teile mit dem LKW anliefern lassen. Wenn offensichtlich
    > für den Abtransport Züge benutzt werden, warum zum Teufel nicht für die
    > Anlieferung?
    >
    > LKWs machen nur eins: Straßen kaputt

    Weil Güterzüge vermutlich genauso oft verspätet sind, wie Personenzüge und das deshalb nicht mit der Just-in-Time-Produktion vereinbar ist? Weil die Zulieferer sich vermutlich in der näheren Umgebung ansiedeln und viele der LKW gar kein Fernverkehr sein werden? Weil das derzeitige Güterbahnkonzept für "von vielen Orten an einen Ort zusammenführen und bündeln" nur sehr schlecht geeignet ist? (andersrum werden die fertigen Autos zur Auslieferung alle an einem Ort losgeschickt und dann in den jeweiligen Zielregionen vermutlich "entbündelt" und die letzten Kilometer jeweils wiederum auf dem LKW zurückgelegt)

  6. Re: Fehlplanung: LKW statt Zug

    Autor: M.P. 14.01.20 - 22:52

    > Weil die Zulieferer sich vermutlich in der näheren Umgebung ansiedeln und viele der LKW gar kein Fernverkehr sein werden?

    Alle Zulieferer-Standorte und die Gigafactory mit Fracht-Hyperloops miteinander verbinden - dann huschen die Teilelieferungen per Rohrpost mit fast Schallgeschwindigkeit vom Zulieferer zur Gigafactory ;-)

    In die Betonstützen der Hyperloop-Röhren könnte man Nisthöhlen für Fledermäuse einarbeiten ...

    Irgendein CSU-EU-Komissar stottert dann bei der Erklärung des Geschwindigkeitsvorteils ein wenig sinnentstellend ...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.20 22:55 durch M.P..

  7. Re: Fehlplanung: LKW statt Zug

    Autor: Quantium40 14.01.20 - 23:05

    M.P. schrieb:
    > In die Betonstützen der Hyperloop-Röhren könnte man Nisthöhlen für
    > Fledermäuse einarbeiten ...

    Riesige Röhren auf Betonstützen, die sich durch die Landschaft ziehen?
    Das geht ja mal gar nicht. Schon alleine der Schattenwurf würde soviele Juchtenkäfer bei der Vermehrung stören, dass in jedem Dorf in 1000km Umkreis der jeweilige Ortsoberöko sofort eine Bürgerinitiative mit Unterstützung von Greanpeace, Peta und Saudi-Aramco ins Leben rufen würde.

  8. Re: Fehlplanung: LKW statt Zug

    Autor: Berzerk 15.01.20 - 07:12

    Just in time müsste unterbunden werden. Lager abschaffen und ware hin und her jagen bis just the Moment im Lkw Verkehr - Lobby sorgt weiterhin für zu günstigen Lkw Transport.. winner winner Chicken Dinner.

  9. Re: Fehlplanung: LKW statt Zug

    Autor: bplhkp 15.01.20 - 08:20

    Berzerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lobby sorgt weiterhin für zu
    > günstigen Lkw Transport..

    Die Frage ist doch eher, ob die Bahn nicht zu teuer und unflexibel ist.

    Die LKW- und Trailer-Hersteller haben viel getan, damit der Transport günstiger wird: es gibt Mega-Trailer, die für den Transport der Standard-Gitterbox optimiert wurden und passende Low-Profile-Zugmaschinen mit niedrigeren Sattelkupplungen für die Mega-Trailer. Das optimiert die Ladekapazität und reduziert damit die Kosten.
    Was haben Bahn, Lok- und Güterwagenhersteller im Angebot?
    Mit einer seit vielen Jahren verfügbaren Telematik kann die Spedition jederzeit nachverfolgen wo LKW mit Trailer gerade ist.
    Die Bahn weiß doch angeblich nichtmal an welcher Position im Zug ein bestimmter Wagen hängt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.01.20 08:20 durch bplhkp.

  10. Re: Fehlplanung: LKW statt Zug

    Autor: M.P. 15.01.20 - 09:12

    Im Osten ist man diese Röhren von den sich zwischen den Plattenbauten hinziehenden oberirdischen Fernwärmeleitungen gewöhnt ;-)


    This photo of State Centre of Folk Art is courtesy of TripAdvisor

  11. Re: Fehlplanung: LKW statt Zug

    Autor: M.P. 15.01.20 - 09:35

    Das Bahnnetz steht privaten Unternehmen gegen Miete zur Verfügung - daraus kann man mit eigenem Fahrmaterial bestimmt ein Geschäft machen - es ist nur die Frage, warum ALLE privaten Bahnunternehmen nur im Geschäft mit kompletten Güterzügen für Masssengüter aktiv sind...

    Herumrangieren mit drei Waggons für Tesla, zwei für Mercedes und sieben für Volkswagen, die von zehn verschiedenen Zulieferern auf den Weg gebracht worden sind tut niemand, außer der Bahn selber ...

    Soweit ich weiß, ist auf den Hauptachsen des Bahnverkehrs eh kein Platz für weitere Güterbeförderungskapazität.
    Ob man aus dem Ruhrgebiet / Sauerland täglich noch 2...3 Güterzüge für Tesla als Sammeltransport für Teile von in NRW ansässigen Zulieferern an den südöstlichen Speckgürtel von Berlin bekommen könnte?

  12. Re: Fehlplanung: LKW statt Zug

    Autor: Berzerk 15.01.20 - 16:03

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berzerk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Lobby sorgt weiterhin für zu
    > > günstigen Lkw Transport..
    >
    > Die Frage ist doch eher, ob die Bahn nicht zu teuer und unflexibel ist.
    >
    > Die LKW- und Trailer-Hersteller haben viel getan, damit der Transport
    > günstiger wird: es gibt Mega-Trailer, die für den Transport der
    > Standard-Gitterbox optimiert wurden und passende Low-Profile-Zugmaschinen
    > mit niedrigeren Sattelkupplungen für die Mega-Trailer. Das optimiert die
    > Ladekapazität und reduziert damit die Kosten.
    > Was haben Bahn, Lok- und Güterwagenhersteller im Angebot?
    > Mit einer seit vielen Jahren verfügbaren Telematik kann die Spedition
    > jederzeit nachverfolgen wo LKW mit Trailer gerade ist.
    > Die Bahn weiß doch angeblich nichtmal an welcher Position im Zug ein
    > bestimmter Wagen hängt.

    Jo die Kosten tragen dann die jeweiligen Gemeinden bzw am Ende der Steuerzahler i.e. du und ich. Plus LKW werden stumpf durch Ecken gejagt wo keine Lkw angedacht waren. Die Bahn selbst macht das meiste Geld mit Lkw Frachttransport ....

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