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Schon ein armseliges IMHO

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  1. Re: Schon ein armseliges IMHO

    Autor: FreiGeistler 16.01.20 - 07:32

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso käust der Bund nicht für alle Behörden ein, lässt Software für alle
    > Behörden schreiben oder anpassen und versucht so weit wie möglich Software
    > zu verwenden die OS ist oder zumindest aus Deutschland oder wenigstens der
    > EU stammt. Und bei kommerzieller Software Bundesweite Rahmenverträge macht
    > und nicht jede Gemeinde sich über den Tisch ziehen lässt (Behörden zahlen
    > oft das n-Fache was die gleich große Firma im Ort zahlen muss).

    So viel zu tuten und blasen.
    Das Wort "Föderalismus" kennst du?

  2. Re: Schon ein armseliges IMHO

    Autor: Moriati 17.01.20 - 07:11

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kaum besser schaut es mit der IT in Krankenhäusern aus, denn auch hier
    > müssten wir massiv höhere Krankenkassenbeiträge zahlen wenn die so arbeiten
    > würden wie man es erwartet.

    Man hätte auch den Privatisierungswahnsinn lassen und das was nun als Rendite von den Investoren abgeschöpft wird genau dafür verwenden können. Aber ok, das würde der Allgemeinheit dienen... das geht heute natürlich nicht mehr.

  3. Re: Schon ein armseliges IMHO

    Autor: Eisherz 19.01.20 - 10:54

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dazu muss man aber auch sehen, wie kompliziert die Vergabeordnung ist.
    > Jedes Stück Software muss ausgeschrieben werden, EU-Weit. Und es müssen die
    > Vergabekriterien definiert sein. In 99% der Fällen ist der Preis das
    > Primärkriterium, aber der Bewerber-Kreis wird eingeschränkt auf zB
    > Unternehmen ab einer Mindestzahl von 500 Mitarbeitern, 50mio Jahresumsatz,
    > eine Versicherung mit Abdeckung für 10 Milliarden EUR, Referenzen für
    > vergleichbare Projekte (sic!).

    Ja, die Vergabeordnung ist kompliziert, so kompliziert (in dem Fall hier für Software wohl VOL bzw. UVgO, je nach Bundesland), dass viele Ausschreiber selber keine Ahnung mehr haben, was sie genau ausschreiben und wie sie das richtig machen, unter Anderem auch, weil in der entsprechenden Abteilung in der Behörde niemand für die entsprechende Stelle ausgebildet ist. Da sitzen dann meistens Fachangestellte aus anderen Abteilungen, die von Ausschreibungen keine Ahnung haben und eigentlich auch so schnell wie möglich wieder weg wollen. Wer dann Ahnung davon hat, geht in die Privatwirtschaft, weil die deutlich besser zahlen und zum Teil händeringend nach Leuten suchen, die Ahnung von Ausschreibungen haben (gerade Fachjuristen können eigentlich an Gehältern fast verlangen, was sie wollen). Europaweit ausschreiben muss die Behörde allerdings erst ab einem Auftragswert von 224.000 Euro und auch der Preis als reines Primärkriterium ist nicht mehr zwingend vorgeschrieben, das kann der Ausschreiber in gewissem Rahmen selber definieren. Es stimmt aber absolut, dass die Behörden sehr oft viel zu viel verlangen und es den Bewerberunternehmen unnötig schwer machen.


    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deswegen landen die besonders großen IT-Projekte in Deutschland eigentlich
    > immer bei den selben 5-6 Konzernen u.a. T-Systems, IBM, Accenture, McKinsey
    > und co.
    >

    Weil es in vielen Bereichen gerade was die Hardware angeht keine wirklichen Kleinunternehmen gibt, die das leisten können. Wenn eine Behörde die komplette Erneuerung ihrer IT ausschreibt, das Ganze dann nicht in Lose aufteilt und auch keine Nebenangebote zulässt, kann das kein kleines Unternehmen leisten. Wenn die Behörde die Lieferung von fünf neue PCs ausschreibt oder einen Wartungsvertrag für die IT, dann nehmen da durchaus auch kleinere Unternehmen teil. Was die Referenzen für vorherige Projekte angeht, das finde ich ebenfalls problematisch, allerdings müssen die Auftraggeber prüfen, ob ein Unternehmen tatsächlich in der Lage ist, den Auftrag auch auszuführen. So eine Ausschreibung ist auch für die Behörde mit einigen Kosten und Aufwand verbunden, wenn das beauftragte Unternehmen dann nicht leisten kann, ist das für die Behörde nicht so toll.

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schön, aber die Teilnahme an einer Ausschreibung und die gesamte Abwicklung
    > mit Rechnungsstellung und Zahlungsziele ist so aufwendig, dass es sich nur
    > wenige Mittelständler leisten können.

    Das stimmt nicht. Es gibt sehr viele Mittelständler, die an Ausschreibungen teilnehmen, wenn sie denn Interesse daran haben. Aktuell ist es allerdings so, dass gerade der Mittelstand die Auftragsbücher noch auf Monate voll hat und da auch sehr oft keinerlei Interesse besteht. So kann es aktuell durchaus passieren, dass Auftraggeber sogar bei beschränkten Ausschreibungen, wo sie die Bewerber ja sogar selber eingeladen haben, ein oder zwei Alibi-Angebote bekommen, bei denen die Bewerberfirmen dann sagen "Ja, wir kennen die und wollen eventuell bei zukünftigen Ausschreibungen berücksichtigt werden, deswegen geben wir was ab, aber eigentlich haben wir keine Lust auf den aktuellen Auftrag". Diese Angebote sind dann inhaltlich falsch oder so weit außerhalb des tatsächlichen Budgets, dass die Ausschreibung aufgehoben werden muss.

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dazu kommt, dass die Auftraggeber (Behörden) keine Ahnung haben, was sie
    > technisch wirklich wollen bzw. etwas fordern, was den eigentliche Zielen
    > widerspricht.
    >

    Nicht immer, aber leider oft genug. Wobei die Anforderungen für die Ausschreibungen inzwischen oft von externen Planern gemacht werden, die aber leider oft genug auch keine Ahnung haben.

    Das Problem mit der IT in Deutschland ist eher, dass bei vielen Behörden wirklich kaum jemand Lust auf dieses Thema hat. Die Entscheider sind sehr oft tatsächlich in einem Alter, wo sie nur noch auf die Rente hinarbeiten und eigentlich mit Allem schon abgeschlossen haben und die unteren Ränge haben keine Lust mehr, weil sie ja eh durch die Entscheider komplett geblockt werden. Im öffentlichen Dienst wird man nicht für Leistung belohnt, sondern man bekommt höhere Gehaltsstufen dafür, dass man seine Zeit absitzt. Die Entscheider haben keinerlei Interesse daran, sich mit neuen Dingen zu beschäftigen, weil sie nichts Neues mehr lernen wollen. Ist im Bereich der Ausschreibungen übrigens auch so, die Behörden wehren sich mit Händen und Füßen dagegen, die elektronische Abgabe von Ausschreibungen zuzulassen und machen grade die elektronischen Ausschreibungen oft unnötig schwer. Wobei es durchaus auch Unternehmen gibt, bei denen die Denkweise ähnlich ist (Zitat: "Ich bin 55 Jahre alt, ich habe keine Lust mehr, mich mit Computern zu beschäftigen." stammt von einem Besitzer einer Handwerksfirma, mit dem ich letzte Woche telefoniert habe, ähnliche Kommentare bekomme ich fast täglich zu hören). Vom Internetausbau in Deutschland will ich eigentlich garnicht anfangen, nur so viel: Es ist ein Armutszeugnis für Deutschland, dass es immer noch Industriegebiete gibt, in denen man sich für die Computerwartung nicht von Außen mit TeamViewer aufschalten kann, weil deren Internetleitung sogar für die Verbindung mit TeamViewer zu schwach ist. Und ja, auch das erlebe ich mindestens zwei Mal pro Woche.

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