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Tja, es lebe der Brexit

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  1. Tja, es lebe der Brexit

    Autor: /mecki78 24.01.20 - 14:47

    Denn dank dem darf sich jetzt GB in Zukunft alleine gegen den Druck aller anderen Weltmächte stellen, was ja laut Brexiteers viel besser ist. Viel Spaß damit. Bin mal gespannt wie eine unbedeutende Insel im Nordatlantik mit 66 Mio Einwohnern und $2,8 Billionen BIP so viel Gegendruck aufbauen will, wie die restliche EU, die auch im Februar noch fast einen kompletten Kontinent mit 447 Mio Einwohnern und $17 Billionen BIP vertritt. Und die USA sind ja noch so was wie eure "Freunde", wartet mal bis China oder Russland um die Ecke kommen. Hier werden einige in den kommenden Jahre auf die ganz harte Tour lernen müssen, dass GB keine imperiale Weltgroßmacht mehr ist, sondern ein unbedeutender Zwerg, den die halbe Weltbevölkerung nur mit Mühe überhaupt noch auf einer Weltkarte finden kann. Aber Herr Johnson feiert ja demnächst seine große Brexit-Party; erinnert mich ein bisschen daran, dass die Orchester der Titanic ja auch weiter gespielt hat, während das "unsinkbare" Schiff sank. Muss irgend eine Form vom britischen Galgenhumor sein.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.01.20 14:48 durch /mecki78.

  2. Re: Tja, es lebe der Brexit

    Autor: cuthbert34 24.01.20 - 15:40

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    [...]

    Die werden das schon hinbekommen. Schottland spaltet sich ab oder auch nicht und England wird Steueroase werden, wo sich einige Unternehmen ansiedeln. Dann gibts Verträge mit der EU und England wird allein und im Speckgürtel der EU gut über die Runden kommen. Den Einwohnern verkauft man das als Erfolg und blendet aus, was man hätte in der Gemeinschaft erreichen können. Wir werden es nicht mehr erleben, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass unsere Urenkel den Zusammenschluss der EU und GB feiern werden. Als etwas ganz Neues und Besseres als jenes was es vorher gab. Dafür muss nur so viel Zeit vergehen, dass alle Befürworter des Brexits unter der Erde liegen und die zwei Generationen danach eine andere Meinung haben.

    Wie überall, alles geschieht imho in Wellenform: Krieg und Frieden, Gemeinschaft und Isolation, Macht und keine Macht... immer das Gleiche. Wir sind halt gerade über den Wellenberg gesegelt und rauschen ins Tal hinab. Nicht in Bezug auf wirtschaftliche Umstände, sondern eben was das Verständnis von Gemeinschaft und Solidarität angeht. Jeder steht am Bug des Schiffes und hält sein Fähnchen hoch und ruft "My country first". Nachher, wenn das Schiff den Wellenberg wieder hochfährt, halten sich wieder alle an den Händen und erfinden "Gemeinschaft" neu... United Nations of Earth oder so... vielleicht pünktlich zum Jahreswechsel 2099 :p

  3. Re: Tja, es lebe der Brexit

    Autor: Dwalinn 24.01.20 - 16:49

    Russland hat aber auch nur einen BIP von 1,6 Billionen $

  4. Re: Tja, es lebe der Brexit

    Autor: /mecki78 24.01.20 - 17:17

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Russland hat aber auch nur einen BIP von 1,6 Billionen $

    Russland ist auch keine Wirtschaftsmacht, sondern eine militärische. Deswegen ist Russland auch ständiges Mitglied im Weltsicherheitsrat, obwohl es weltweit nicht mal in der Top 10 der wichtigsten Wirtschaftsnationen ist. Russland hat in dieser Welt also trotzdem gewichtig etwas zu sagen, GB hingegen... wen interessiert in Zukunft bitte, was GB zu sagen hat?

    /Mecki

  5. Re: Tja, es lebe der Brexit

    Autor: /mecki78 24.01.20 - 17:40

    cuthbert34 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schottland spaltet sich ab

    Davon träumen die höchstens. Unter Boris Johnson wird es nicht mal ein Referendum geben; falls doch, wird das so ablaufen wie in Barcelona und am Ende sitzen alle schottischen Politiker hinter Gittern. Selbst wenn beim letzten Referendum die Mehrheit in Schottland für eine Austritt aus GB gestimmt hätte, wäre wohl nichts passiert, denn Schottland kann nicht einseitig gehen, der Rest von GB muss dem zustimmen und das wäre nie passiert.

    > Dann gibts Verträge mit der EU und England wird allein und im
    > Speckgürtel der EU gut über die Runden kommen.

    Warum sollte die EU GB besser Konditionen anbieten, als die EFTA bzw. EWR Staaten bekommen haben?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Wirtschaftsraum
    https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Freihandelsassoziation

    Denn man hat GB sowohl angeboten im EWR zu bleiben, als auch der EFTA beizutreten und die haben beides abgelehnt. Wenn die EU denen jetzt in den Hintern kriecht, dann hat sie es sich mit Norwegen verschissen, denn die müssen als EWR Mitglied besser da stehen, sonst wäre es ja gar nichts wert EWR Mitglied zu sein.

    > Wie überall, alles geschieht imho in Wellenform:

    Das mag durchaus so sein, aber wir fahren nicht alle auf den gleichen Ozean und daher laufen unser Wellen nicht alle synchron. Und ich glaube den meisten Britten ist gar nicht mehr bewusst, was für ein rauer Wind da draußen auf See weht, weil die bisher gemütlich in den seichten Gewässern der EU herumgekurvt sind.

    /Mecki

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