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"Die Wertschöpfung fließt ins Ausland, vor allem nach Nordamerika und China"

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  1. "Wieso ist das die Aufgabe der Politiker"

    Autor: demon driver 27.01.20 - 13:20

    mfeldt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schnedan schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Und was tun unsere Politiker dagegen? Nichts!
    > >
    > > ... ist ja nicht nur in der Autobranche so
    >
    > Wieso ist das die Aufgabe der Politiker? Leben wir in der Planwirtschaft
    > oder wie?

    Der Anspruch an die Politik und deren Aufgabe ist auch in der Marktwirtschaft die, dass die Bevölkerung Arbeit und Einkommen hat. Wenn das nicht von selbst klappt, muss die Politik an den Stellschrauben drehen.

    Allerdings werden verbreitet die Möglichkeiten überschätzt, die die Politik dabei hat, und die Nebenwirkungen naheliegender Steuerungsmöglichkeiten (Zölle) werden gerne unterschätzt.

  2. Re: "Wieso ist das die Aufgabe der Politiker"

    Autor: mfeldt 27.01.20 - 13:28

    demon driver schrieb:
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    > mfeldt schrieb:
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    > -----
    > > schnedan schrieb:
    > >
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    >
    > > > Und was tun unsere Politiker dagegen? Nichts!
    > > >
    > > > ... ist ja nicht nur in der Autobranche so
    > >
    > > Wieso ist das die Aufgabe der Politiker? Leben wir in der Planwirtschaft
    > > oder wie?
    >
    > Der Anspruch an die Politik und deren Aufgabe ist auch in der
    > Marktwirtschaft die, dass die Bevölkerung Arbeit und Einkommen hat. Wenn
    > das nicht von selbst klappt, muss die Politik an den Stellschrauben
    > drehen.
    >
    Na, sie können die Leute ja immer noch Löcher graben lassen und das Geld drucken. Da ist das Ergebnis wenigstens vorher bekannt. Ansonsten sehe ich nicht, woher die Politik bessere Informationen über zukünftige Entwicklungen im Automobilsektor herhaben soll, als die entsprechenden Konzerne.

    Insofern wäre das drehen an Stellschrauben reines Glücksspiel. Oder man schleppt wieder eine Pleiteindustrie Jahr(zehnt)elang mit Steuergeldern durch.

  3. Re: "Wieso ist das die Aufgabe der Politiker"

    Autor: demon driver 27.01.20 - 14:12

    mfeldt schrieb:
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    > demon driver schrieb:
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    > > mfeldt schrieb:
    > >
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    > > > schnedan schrieb:
    > > >
    > >
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    >
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    > > > > Und was tun unsere Politiker dagegen? Nichts!
    > > > >
    > > > > ... ist ja nicht nur in der Autobranche so
    > > >
    > > > Wieso ist das die Aufgabe der Politiker? Leben wir in der Planwirtschaft
    > > > oder wie?
    > >
    > > Der Anspruch an die Politik und deren Aufgabe ist auch in der
    > > Marktwirtschaft die, dass die Bevölkerung Arbeit und Einkommen hat. Wenn
    > > das nicht von selbst klappt, muss die Politik an den Stellschrauben
    > > drehen.
    > >
    > Na, sie können die Leute ja immer noch Löcher graben lassen und das Geld
    > drucken. Da ist das Ergebnis wenigstens vorher bekannt. Ansonsten sehe
    > ich nicht, woher die Politik bessere Informationen über zukünftige
    > Entwicklungen im Automobilsektor herhaben soll, als die entsprechenden
    > Konzerne.

    Es ist die Frage, ob sich diese Frage überhaupt stellt.

    > Insofern wäre das drehen an Stellschrauben reines Glücksspiel.

    An solchen Stellschrauben (allein beispielsweise Steuern und Abgaben) wird ja doch ständig justiert, und ohne das würde eine Volkswirtschaft überhaupt nicht funktionieren. Zudem kann man "Glücksspiel" für einen großen Teil ökonomischer Entscheidungen behaupten, egal ob sie von Politikern oder von Managern getroffen werden. Der Unterschied ist, dass den Manager nur der eigene Laden interessiert.

    > Oder man schleppt wieder eine Pleiteindustrie Jahr(zehnt)elang mit Steuergeldern
    > durch.

    Was gesamtgesellschaftlich betrachtet auch Sinn machen kann.

  4. Re: "Die Wertschöpfung fließt ins Ausland, vor allem nach Nordamerika und China"

    Autor: berritorre 27.01.20 - 14:51

    Das ist leider sehr, sehr kurz gedacht. Gerade Deutschland mit seinem hohen Aussenhandelsüberschuss würde darunter am meisten leiden.

  5. Re: "Die Wertschöpfung fließt ins Ausland, vor allem nach Nordamerika und China"

    Autor: /mecki78 27.01.20 - 15:30

    schnedan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was tun unsere Politiker dagegen? Nichts!

    Und was sollte unsere Politik dagegen tun? Nichts!

    Denn grundsätzlich hat sich die Politik nicht unnötiger Weise in die Wirtschaft einzumischen. Wir leben hier nicht in der DDR, wir haben hier keine durch die Politik gesteuert Planwirtschaft. Denn wo Planwirtschaft hinführt, das sollte ja irgendwann auch der letzte mal kapiert haben.

    Und für die Versäumnisse der Automobilindustrie in Deutschland kann unser Politik nichts, die tragen aber eine große Mitschuld an dem, was jetzt dort gerade passiert bzw. passieren muss, weil man einfach zu lange davor geschlafen hat.

    Der Politik, die du hier kritisierst, verdankt Deutschland überhaupt ein so starker Wirtschaftsstandort zu sein, aber je mehr wir jetzt nach rechts, links oder in eine Ökodiktatur abdriften, desto uninteressanter ist Deutschland als Wirtschaftsstandort. Denn wenn es nur darum geht niedrige Löhne zu haben, dann müsste die Industrie schon lange weg sein, denn vor einigen Jahren, da waren die Löhne ja noch viel niedriger im Ausland. Auch die haben dort in den letzten Jahren massiv zugelegt, d.h. das kann nicht der Grund sein.

    Sondern es ist die immer instabiler werdende politische Lage und die wird umso instabiler, je mehr die Politik jetzt in sinnlosen Aktionismus verfällt, wie du hier vorschlägst, denn das heizt halt alle Probleme nur noch viel weiter an und dann haben Unternehmen erst recht einen Grund die Koffer zu packen. Deutschland war über Jahrzehnte ein stabiler Fells in der Brandung, aber jetzt sind wir nur noch eine kleine Fichte und diverse Aktivisten von allen Seiten sägen kräftig am Stamm. Schau dir doch den Fall Siemens an: Jetzt entscheiden die Leute auf der Straße, ob Siemens Australien Bauteile für ein Kraftwerk liefern darf oder nicht. Da würde ich auch meine Koffer packen.

    /Mecki

  6. Re: "Die Wertschöpfung fließt ins Ausland, vor allem nach Nordamerika und China"

    Autor: theFiend 27.01.20 - 15:39

    /mecki78 schrieb:
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    > schnedan schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und was tun unsere Politiker dagegen? Nichts!
    >
    > Und was sollte unsere Politik dagegen tun? Nichts!
    >
    > Denn grundsätzlich hat sich die Politik nicht unnötiger Weise in die
    > Wirtschaft einzumischen. Wir leben hier nicht in der DDR, wir haben hier
    > keine durch die Politik gesteuert Planwirtschaft. Denn wo Planwirtschaft
    > hinführt, das sollte ja irgendwann auch der letzte mal kapiert haben.

    Man muss es anders ausdrücken: hier ist es nur legitim den Steuerzahler zu enteignen, und dessen Geld irgendwelchen Industrieunternehmen nachzuschmeissen (die noch nichtmal ernsthaft in Not sind). Andersrum heißt das dann enteignung, und wird von Weltuntergangsphantasien begleitet...

  7. "Denn grundsätzlich hat sich"

    Autor: demon driver 27.01.20 - 15:48

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schnedan schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Und was tun unsere Politiker dagegen? Nichts!
    >
    > Und was sollte unsere Politik dagegen tun? Nichts!

    Aha?

    > Denn grundsätzlich hat sich die Politik nicht unnötiger Weise in die
    > Wirtschaft einzumischen.

    Und wer definiert, was nötig und was unnötig ist? Du? Die Wirtschaft? Oder vielleicht doch die demokratisch gewählte Politik?

    > Wir leben hier nicht in der DDR, wir haben hier
    > keine durch die Politik gesteuert Planwirtschaft

    Richtig, wir leben in der BRD, wir haben hier eine durch die Wirtschaft gesteuerte Planwirtschaft, oder glaubst du, die plant nicht? Der Unterschied beider Planungen ist im Prinzip erst mal nur der, dass die eine für alle plant, während die andere sich nur jeweils für den eigenen Laden interessiert.

    > Denn wo Planwirtschaft
    > hinführt, das sollte ja irgendwann auch der letzte mal kapiert haben

    Du meinst also, von einem fehlgeschlagenen Versuch lässt sich gleich auf ein ganzes Prinzip schließen? Würde die Wirtschaft mit solchen Annahmen arbeiten, könnte sie gleich komplett zumachen.

    Was "irgendwann auch der letzte mal kapiert haben" sollte, das ist, wohin die totale Marktwirtschaft führt, und die führt tatschlich nicht deswegen dahin, weil's nicht richtig gemacht wird, sondern weil's im Prinzip steckt – zu Armut, Ausbeutung, Unterdrückung und Weltzerstörung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.01.20 15:49 durch demon driver.

  8. Re: "Die Wertschöpfung fließt ins Ausland, vor allem nach Nordamerika und China"

    Autor: bplhkp 27.01.20 - 17:42

    yoyoyo schrieb:
    ------------------------------------------------------------------------------
    > China hat in PV richtig investiert, sprich "Deutschland" hatte zwei
    > Chancen, ebenfalls richtig viel Geld ausgeben oder Zollbarrieren, die
    > kosten zahlen aber die Verbraucher, die eh schon maulen wegen dem EEG.

    China hat die eigenen PV-Hersteller direkt subventioniert, Deutschland über EEG alle installierten Anlagen, unabhängig vom Herstellungsland.
    Konsequent wäre gewesen die chinesischen PV-Module von der EEG auszuschließen. Mit fairen Bedingungen hätte man die heimischen Hersteller (vielleicht) retten können.

  9. Re: "Die Wertschöpfung fließt ins Ausland, vor allem nach Nordamerika und China"

    Autor: schnedan 27.01.20 - 19:32

    Und was sollte unsere Politik dagegen tun? Nichts!

    Denn grundsätzlich hat sich die Politik nicht unnötiger Weise in die Wirtschaft einzumischen. Wir leben hier nicht in der DDR, wir haben hier keine durch die Politik gesteuert Planwirtschaft. Denn wo Planwirtschaft hinführt, das sollte ja irgendwann auch der letzte mal kapiert haben.

    ... Hmm, ich habe Trump noch nie als Kommunist gesehen, aber scheinbar ist sein Amerika first zutiefst kommunistischer Protektionismus

    Danke für diese erfrischende Sicht der Dinge

  10. Re: "Die Wertschöpfung fließt ins Ausland, vor allem nach Nordamerika und China"

    Autor: bombinho 28.01.20 - 10:46

    schnedan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was sollte unsere Politik dagegen tun? Nichts!
    >
    > Denn grundsätzlich hat sich die Politik nicht unnötiger Weise in die
    > Wirtschaft einzumischen. Wir leben hier nicht in der DDR, wir haben hier
    > keine durch die Politik gesteuert Planwirtschaft. Denn wo Planwirtschaft
    > hinführt, das sollte ja irgendwann auch der letzte mal kapiert haben.
    >
    > ... Hmm, ich habe Trump noch nie als Kommunist gesehen, aber scheinbar ist
    > sein Amerika first zutiefst kommunistischer Protektionismus
    >
    > Danke für diese erfrischende Sicht der Dinge

    Na dann koennen wir ja endlich die Zentralbanken und Steuerbehoerden abschaffen.
    Ich ueberlege gerade, was ganz am Anfang in der Oekonomie gelehrt wurde.
    Irgendwo war da doch noch was mit "externe Auswirkungen" und "meritorischen Guetern" bzw. "negative externalities" und "merit goods", usw.?
    Selbstverstaendlich bleibt immer noch die Moeglichkeit, den Faktor "Mensch" aus der Gesellschaft auszuschliessen, alleine wenn man ueberlegt, was da fuer ein Aufwand rundrum getrieben wird, das dafuer ausgegebene Geld kriegen wir im Leben nicht mehr zurueck. Oder wie war das nochmal mit den Kreislaeufen? ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.01.20 10:47 durch bombinho.

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