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Danke Golem!

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  1. Danke Golem!

    Autor: CSB 12.02.20 - 01:32

    Wollte nur mal danke sagen, nachdem ich hier so viele kritische Kommentare im Forum gelesen habe. Diese stammen offenbar größtenteils von Männern, die die Probleme von Frauen in der IT nicht verstehen (wollen).

    Daher wollte ich nur mal als Informatikerin danke für den tollen Artikel sagen!

    Natürlich ist es nicht so, dass man sich allein deshalb für den Beruf entscheidet, weil irgendeine Frau irgendwann mal auch was Tolles in der Informatik geschafft hat. Aber es ermutigt. Ich habe nur deshalb den Beruf ergriffen, weil ich in einem von der Uni geleiteten Informatikprogramm für Schülerinnen gelandet bin, bei dem ich ausschließlich von Informatikerinnen unterrichtet wurde. Diese Informatikerinnen waren meine Vorbilder und nur weil ich wusste: "Wenn die das schaffen, kann ich das auch!" habe ich mein Studium begonnen. Natürlich kam dazu ein generelles Interesse an Computern.

    Aber: Vorbilder helfen. Gerade weil man als Mädchen meist niemanden hat, mit dem man sich über sein Hobby/Interesse austauschen kann, hilft es zu wissen, dass man damit nicht allein ist. Dass man nicht "komisch" oder "falsch" ist. Daher danke Golem!

  2. Re: Danke Golem!

    Autor: clathriskelion 12.02.20 - 07:05

    Danke CSB für die Denkanregung.
    Vertretern der Media oder Gender Studies, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, werden viel zu oft Biographien überlassen, deren Lebensleistung eine entsprechende Ausbildung erst nachvollziehbar macht.

  3. Danke CSB

    Autor: Clown 12.02.20 - 13:13

    Danke CSB für Deine persönliche Einschätzung. Nur indem wir die Diskussion offen führen, können wir auch wirklich weiter kommen.
    Dass wir Männer die Probleme von Frauen nicht verstehen*, liegt wohl offenbar auf der Hand :) Umgekehrt ist es ja genauso.

    Wenn das für Dich okay ist, würde ich Dir gerne zwei Fragen stellen:

    Warum war es für Dich so berufswahlentscheidend "nicht alleine" im Job zu sein. Ich kann diese Situation nicht so nachvollziehen, da die Berufsfelder, für die ich mich damals interessierte, entweder nur einen mäßigen (Medizin) oder gar keinen (Informatik) Frauenüberschuss beziffern. Für letzteres habe ich mich aber nicht aufgrund der Geschlechterverteilung entschieden, sondern einfach, weil ich im Auswendiglernen eine Niete bin und deshalb wohl in der Medizin nicht weit gekommen wäre :D
    Sowieso habe ich nie darüber nachgedacht, wie die Geschlechterverteilung gestaltet ist, das fällt mir erst jetzt im Nachhinein auf.

    Und dann noch eine Frage zur Verantwortung von Männern: Immer wieder liest "mann" (auch hier im Forum), dass es eben auch an den Männern in der IT läge, dass Frauen das Feld meiden. Das stimmt ja auch mit Deiner Aussage "nicht alleine" grob überein.
    Als Mann sehe ich mich allerdings in einer äußerst passiven Rolle. Einfach die Tatsache, dass ich Mann bin, reicht wohl schon aus, dass Frauen den Beruf nicht wählen, wenn ich das richtig verstehe.
    Könntest Du das näher erläutern? Und ist es deshalb notwendig, dass sich Männer ändern? Oder ist es nicht (auch bzw insbesondere) eine Frage, wie Frauen an die Sache heran gehen?
    Ganz platt gesagt: Wenn ich als Mann sage, dass ich nicht in der Kita arbeiten wollen würde, weil da sonst nur Frauen angestellt sind, dann würde ich (mE völlig zurecht) einen Shitstorm ernten.


    *Das "Wollen" lass ich mal absichtlich weg, weil da ja eine gewisse Intention hinter steckt, die ich nicht unterstellen möchte. Hier kann ich natürlich nur von mir selber ausgehen.

    Konfuzius sagt: Chinesisches Essen heißt in China einfach nur Essen.

  4. Re: Danke Golem!

    Autor: wurstdings 12.02.20 - 15:17

    CSB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wollte nur mal danke sagen, nachdem ich hier so viele kritische Kommentare
    > im Forum gelesen habe. Diese stammen offenbar größtenteils von Männern, die
    > die Probleme von Frauen in der IT nicht verstehen (wollen).
    Hi, ich bin einer von denen die es nicht verstehen.
    > Ich habe nur deshalb den Beruf
    > ergriffen, weil ich in einem von der Uni geleiteten Informatikprogramm für
    > Schülerinnen gelandet bin, bei dem ich ausschließlich von Informatikerinnen
    > unterrichtet wurde.
    Warum wäre es denn ein Problem gewesen von Männern oder gemischt unterichtet zu werden?
    > Diese Informatikerinnen waren meine Vorbilder und nur
    > weil ich wusste: "Wenn die das schaffen, kann ich das auch!" habe ich mein
    > Studium begonnen.
    Und vorher dachtest du, das du das nicht kannst weil es ein Männerberuf ist? Und wenn ja, woher kommt das, wurde dir das von anderen (Männern) Menschen eingetrichtert?

    IT ist ja dank Internet für jeden mit Motivation selbst erlernbar, dann fehlen zwar die Zertifikate aber die Ahnung/Leistung in dem Bereich lässt sich recht leicht messen.
    > Aber: Vorbilder helfen. Gerade weil man als Mädchen meist niemanden hat,
    > mit dem man sich über sein Hobby/Interesse austauschen kann
    Ich vermute speziell auf IT bezogen. Warum konntest du nicht mit Jungs darüber reden?

    Das Problem, dass man mit (den meisten) Frauen nicht über IT sprechen kann habe ich als Mann ja auch, selbst die meisten meiner männlichen Freude haben keine tieferen IT-Kenntnisse. Wenn ich damals vom Studium oder jetzt von meiner Arbeit erzähle, dann eigentlich immer nur lustige Anekdoten, die kein IT-Verständnis voraussetzen. Oder sehr wage Umschreibungen des wirklichen Problems.

    Dafür kann man sich online (sogar völlig anonym) über Foren in allen Details auslassen und findet fast immer jemand anderen mit Interesse am Thema.

    Könntest du mal beschreiben in welcher Form (falls überhaupt zutreffend) dir der (angebliche) Frauenhass der ITler entgegengekommen ist?

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