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Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

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  1. Re: Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

    Autor: nuclear 20.02.20 - 15:30

    Wie ja eben im Artikel steht, soll das nicht passieren. Sondern eben auch ein entsprechendes System getestet werden, womit verschiedene Prioritäten vergeben werden können.
    Also macht der Test Sinn und das System ist nicht zu vergleichen.

  2. Re: Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

    Autor: nuclear 20.02.20 - 15:36

    Nein eben nicht. Die Peaks berechnen sich ja eben nicht nur aus der Kapazität der Akkus, das die Ladepunkte die Leistung entsprechend drosseln können.

    Und bezüglich der Dimensionierung. Dann rechnen wir einfach min. 22kW pro Auto. Macht dann bei den 45 Ladepunkten lediglich 1MW an Leistung welche wir theoretisch maximal benötigen.

    Hier geht es doch genau darum, um zu sehen, ob diese Leistung benötigt wird oder wie man es entsprechend berechnen muss.

    Und der Netzbetreiber würde da keine 6-7 stelligen Beträge investieren, wenn es keinen Nutzen für ihn gäbe. Von daher ist die ganze Diskussion quatsch, da der Bertreiber es ja aus seiner eigenen Tasche zahlt und da wird er schon schauen, dass es sinnvoll ist.

  3. Re: Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

    Autor: M.P. 20.02.20 - 15:39

    Was soll nicht passieren?

    Es ist durchaus möglich, dass bei AC-Ladung der Ladestrom nicht von der Ladestation geregelt werden kann ...

    Aber auch in dem Fall, dass mehr als 11 der 45 Ladeplätze "Bedarf" anmelden, und man nur zwischen "Laden" oder "Nicht Laden" schalten kann, könnte man "reihum" z. B. im 10 Minuten-Takt Ladezeiten zuteilen ...

    Wenn die Gesetze der Physik noch gelten, ist eingentlich klar, was an durchschnittlicher Ladeleistung pro Dose herauskommt wenn man 124 kW auf 45 Ladedosen verteilen muss ...

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass nur die ersten 11 Fahrzeuge geladen werden, die sich angestöpselt haben, und die Nachzügler dann vollig leer ausgehen ...

    Daneben kann ich mir nicht vorstellen, dass man pauschal mit 11 kW pro Fahrzeug rechnet, wenn man mit dem Golf mit 7,4 kW Ladeleistung um dem i3 mit 11 kW testet ...



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 20.02.20 15:58 durch M.P..

  4. Re: Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

    Autor: Dwalinn 20.02.20 - 15:50

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In der Praxis wird man aber niemals dieses Idealsystem erreichen, es sei
    > denn man plant gleich beim Bau des Gebäudes mit massiven Überkapazitäten.
    > Die E-Mobilität steckt noch in den Kinderschuhen, und keiner weiss, welche
    > Kapazitäten in 5-6 Jahren gebraucht werden.
    >
    > Bei Umbauten muss man immer irgendwelche Kompromisse eingehen. Sei es, weil
    > es sonst zu teuer wird, sei es, weil es nicht genug Platz gibt, oder weil
    > man keine dickere Leitung bekommt.
    Im Test gegen die ja von rund 50% eAutos aus, das hat man in Deutschland sicher erst in 20 Jahren,also noch viel Zeit. Ansonsten bin ich mal gespannt wie viel Kapazität dort noch vorhanden ist, mal sehen ob das irgendwann bekannt gegeben wird.
    (da die Autos hauptsächlich Nachts laden sollte das aber ne menge sein)

  5. Re: Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

    Autor: Dwalinn 20.02.20 - 16:13

    Also in dem Beispiel waren es ja nur ein 124 kW Anschluss, das reicht bei 12h standzeit für 33 kWh Energie pro Auto. Jetzt lädt aber der eine von 15 bis 3 Uhr und ein anderer von 20 bis 8 Uhr dadurch ist es in der Praxis sogar mehr Energie pro Fahrzeug ... wohlbemerkt nur wenn die Leute auch jeden Tag so viel Zuladen müssen.

    Ich bin mir sicher das da nie jemand zu wenig Energie bekommen hat außer alle haben sich entschlossen das Auto leer zu fahren und erst Freitag abends anzuschließen weil sie wissen das der olle Mayer aus dem dritten Stock nach der Arbeit laden muss weil er dann in den Urlaub fährt.

  6. Re: Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

    Autor: berritorre 20.02.20 - 16:43

    Naja, in der Gesamtheit sicher. Da wird es schon noch sehr lange dauern, bis man auf 50% Elektroautos kommt.

    Aber in einer neuen Wohnanlage mit einer solchen Ladeanlage dürfte die Inzidenz der EAutos höher liegen als in der Gesamtbevölkerung:
    - vermutlich eine höheres durchschnittliches Haushaltseinkommen (eher in der Lage ein E-Auto zu bezahlen)
    - vermutlich zieht so eine Ladeanlage auch mehr E-Auto-Besitzer an (bei Kauf/Miete).

  7. Re: Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

    Autor: donadi 20.02.20 - 17:05

    Wenn man was erfahren will, muss man es ausprobieren. Alles andere ist nur für theoretiker.

  8. Re: Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

    Autor: wernerderchamp 20.02.20 - 22:44

    Ist letztendlich bei Tankstellen genauso. Wenn alle gleichzeitig tanken staut es sich da auch. Kommt aber nicht so häufig vor

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin mir sicher das da nie jemand zu wenig Energie bekommen hat außer
    > alle haben sich entschlossen das Auto leer zu fahren und erst Freitag
    > abends anzuschließen weil sie wissen das der olle Mayer aus dem dritten
    > Stock nach der Arbeit laden muss weil er dann in den Urlaub fährt.


    Das Szenario "alle laden gleichzeitig" wird wohl nicht so oft eintreten. Aber selbst wenn alle 100km am Tag gefahren sind und gleichzeitig um 20:00 einstecken wären bereits um 3 Uhr alle wieder auf 100%. Bis 9:30 hätte man dann sogar 200km nachladen können. Da muss Frau Mayer schon viel gefahren sein am Vortag.
    Wobei der gemeine Nachbar da wohl eher die Stromversorgung sabotieren würde. Und beim Verbrenner kannst du den Tank auspumpen (falls da wieder jemand einen Vorteil beim Diesel sieht^^)

  9. Re: Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

    Autor: Dwalinn 21.02.20 - 08:52

    Naja ich wollte schon ein absolutes extrem zeigen, die Verbrenner Alternative dazu ist das sich die 40 Mio Autos zeitgleich an die 14.000 Tankstellen anstellen. xD

    Und wenn gehe ich davon aus das natürlich alle Autos fast leer sind und zukünftig eher um die 50kWh Akkus verbaut sind also wirklich nur mit ca. 2,7 kW pro Auto geladen werden. Aber stimmt, selbst dann reicht es für rund 100km und damit locker zum nächsten schnelllader.

    Ich schätze mal solche Beispiele werden sich zukünftig unter "wenn schweine fliegen" und "wenn die Hölle zufriert" einordnen

  10. Re: Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

    Autor: .02 Cents 21.02.20 - 10:24

    Mir scheint der Text würde ausdrücken, dass die in der Garage verbaute Technik selbst entwickelt wurde. Das muss also in irgendeiner Form Teil des Projekts gewesen sein.

    Auf welcher Ebene man hier Fördertöpfe anzapfen kann, habe ich auch nicht im Artikel gefunden. Ich würde aber einfach mal unterstellen, dass Energieversorger auf allen Ebenen sehr versiert darin sind, an Fördergelder aus Landes- Bundes- und EU-Töpfen zu kommen. Ich würde davon ausgehen, dass es da rund um das Thema Elektro-Mobilität jede Menge Fördertöpfe gibt, und das diese Versorger auch entsprechend aufgestellt sind mit Leuten, die sich in dem Bereich versiert sind. Nur weil man in einem Bereich tätig ist, der gefördert wird, heisst das nicht, dass es einfach ist an solche Gelder zu kommen. Ein Startup etwa, das entsprechende Technologien entwickelt, dürfte idR. nicht die Kompetenzen haben, sich erfolgreich durch die entsprechenden Antrags-Prozesse zu kämpfen ...

    Es spricht aus meiner Sicht auch wenig dagegen. Ich weiss nicht, wie spezifisch sich die Bedingungen in den Stromnetzen zwischen Deutschland und den jeweiligen Versorgern und der Situation in Norwegen unterscheiden. Ein einziger Ausrüster für die Verteiltechnik, für die es ja einen sehr hohen Bedarf geben wird, wenn sich E-Mobilität tatsächlich durchsetzen soll, scheint jedenfalls auch nicht der Königsweg.

  11. Re: Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

    Autor: Mathias Sc. 21.02.20 - 11:22

    In unserer Reihenhaussiedlung bei Oslo haben wir das so gelöst: 43 Häuser und eine gemeinsame Garagenanlage. Beim Stromversorger angefragt ob der lokale Trafo genug Kapazität hat. Grössere Haupsicherung eingebaut; die Kabel hatten schon genug Querschnitt. Jede Garage hat einen eigenen16A Kurs gelegt bekommen und eine Steuerleitung zur Laststeuerung. Bei Bedarf kauft sich jeder privat eine Wallbox dazu, lässt die anschliessen und lädt (bis max 15A). Bisher haben 20 Einheiten eine Box, also knapp die Hälfte. Es wird geladen wenn man kann und nicht wenn man muss. Nach Hause kommen, Stecker rein und die App vom Stromanbieter steuert das Laden so dass für den geringsten Preis zur angegebenen Zeit der gewünschte Batterieladestand erreicht wird (bei mir meistens 80% um 07.30). Relativ unkompliziert und bei meiner Fahrleistung (18.000km/Jahr) würden auch maximal 10A reichen.

    Bei der Arbeit haben wir ein Level im Parkhaus mit 120 Wallboxen zum umsonst Laden. Bei Vollast wird bis 7A runtergeregelt und bis maximal 15A wenn weniger Autos laden. Wer mehr braucht fährt and eine Schnelladestation.

  12. Re: Die könnten auch einfach nach Norwegen gehen und fragen

    Autor: berritorre 21.02.20 - 14:56

    Scheint ja zu klappen. Für die Norweger ist das halt aus bekannten Gründen kein Neuland. ;-)

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