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"Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

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Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: soulflare 21.02.20 - 07:37

    Zitat aus dem Artikel:

    "Der 11. Senat des Gerichts teilte mit, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für den vorzeitigen Beginn der Errichtung der Anlage zu Recht bejaht worden seien. Es sei rechtens, dass die zuständige Behörde Errichtungsarbeiten erlaubt habe, noch bevor die Erteilung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung erfolgt sei. Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Der letzte Satz impliziert, das Gericht hätte den Wald als "Kiefernplantage" bezeichnet. Der Satz wurde aber nur vom Autor des Artikels in diesen Absatz gebracht. Im Gegenteil hat das Gericht in der Pressemitteilung eindeutig von einem Wald gesprochen. Das mag jetzt auf den ersten Blick wie Wortklauberei klingen, aber damit bringt der Artikelschreiber eine deutliche Tendenz in seinen Artikel, indem der Wald deutlich abgewertet wird. Ich weiß nicht, ob das aus Absicht oder aus Unsorgfalt geschehen ist.

  2. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: Muhaha 21.02.20 - 07:43

    soulflare schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das mag jetzt auf den
    > ersten Blick wie Wortklauberei klingen, aber damit bringt der
    > Artikelschreiber eine deutliche Tendenz in seinen Artikel, indem der Wald
    > deutlich abgewertet wird.

    Das ist kein natürlich gewachsener Wald, das ist eine Fläche, die von Menschen mit schnell wachsenen Kiefern bepflanzt wurde, um diese zu einem späteren Zeitpunkt als Nutzholz fällen zu können. Der Begriff "Kiefernplantage" existiert als solcher zwar nicht im deutschen Forstwesen, aber er beschreibt gut den Charakter dieses Waldstückes.

  3. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: rocketfoxx 21.02.20 - 07:43

    Es bleibt eine Plantage. Das Ding hat null ökologischen Wert.

  4. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: sixx_am 21.02.20 - 07:48

    Blenden wir dann den Fakt einfach aus, dass es eine Plantage IST, die dazu angelegt wurde, um Rohstoffe für die Produktion von Pappkartons zu liefern? Oder haben wir in Deutschland Fakten endlich überwunden?

  5. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: Muhaha 21.02.20 - 07:51

    rocketfoxx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es bleibt eine Plantage. Das Ding hat null ökologischen Wert.

    Alles hat einen ökologischen Wert. Deswegen ja auch der Ausgleichswald, den Tesla anlegen soll. Macht man in der Regel in der Forstwirtschaft so. Man fällt Bäume in Nutzholzflächen und man legt wieder bewusst neue Wälder an, um später wieder Bäume fällen zu können.

  6. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: xX420BlaZeRXx 21.02.20 - 07:57

    rocketfoxx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es bleibt eine Plantage. Das Ding hat null ökologischen Wert.

    "Es handelt sich um eine Tesla-Fabrik" - auch die haben keinen ökologischen Wert :-)

  7. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: Reinheitsgebot 21.02.20 - 08:03

    xX420BlaZeRXx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > rocketfoxx schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es bleibt eine Plantage. Das Ding hat null ökologischen Wert.
    >
    > "Es handelt sich um eine Tesla-Fabrik" - auch die haben keinen ökologischen
    > Wert :-)

    Kannst du mir bitte verraten, von welchem Gerät du schreibst. Den mit Sicherheit, hat es auch keinen ökologischen Wert.

  8. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: Kompost 21.02.20 - 08:12

    Niemand kommt auf die Idee eine Bananen- oder Kaffee- Plantage als Ökologischen Bananenwald oder Kaffeewald zu bezeichnen. Es ist eine Kiefer-Plantage.

  9. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: Tuxraxer007 21.02.20 - 08:23

    soulflare schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der letzte Satz impliziert, das Gericht hätte den Wald als
    > "Kiefernplantage" bezeichnet.
    Das war schon oft genug in der Presse.
    Es ist ein reiner Nutzwald, der zur Holzgewinnung dient und daher eh in nächster Zeit gerodet worden währe - da hätte sicherlich keiner was gesagt.
    Daher verstehe ich den ganzen Aufschrei überhaupt nicht

  10. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: Dino13 21.02.20 - 08:36

    Reinheitsgebot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kannst du mir bitte verraten, von welchem Gerät du schreibst. Den mit
    > Sicherheit, hat es auch keinen ökologischen Wert.

    Der Wert muss ja nicht unbedingt positiv sein, kann ja auch problemlos negativ sein.

  11. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: pythoneer 21.02.20 - 09:06

    Kompost schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niemand kommt auf die Idee eine Bananen- oder Kaffee- Plantage als
    > Ökologischen Bananenwald oder Kaffeewald zu bezeichnen. Es ist eine
    > Kiefer-Plantage.

    Weinwald fände ich auch einen schönen Begriff

  12. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: gadthrawn 21.02.20 - 11:09

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > soulflare schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das mag jetzt auf den
    > > ersten Blick wie Wortklauberei klingen, aber damit bringt der
    > > Artikelschreiber eine deutliche Tendenz in seinen Artikel, indem der
    > Wald
    > > deutlich abgewertet wird.
    >
    > Das ist kein natürlich gewachsener Wald, das ist eine Fläche, die von
    > Menschen mit schnell wachsenen Kiefern bepflanzt wurde, um diese zu einem
    > späteren Zeitpunkt als Nutzholz fällen zu können. Der Begriff
    > "Kiefernplantage" existiert als solcher zwar nicht im deutschen Forstwesen,
    > aber er beschreibt gut den Charakter dieses Waldstückes.

    Nur ist das nicht wahr.
    Der meiste deutsche Wald wurde nach dem 2. WK abgeholzt und in den 60ern aufgeforstet als es wieder genug Rohstoffe gab.
    Nutzholz war da erst mal nicht geplant - selbst wenn wäre der nie komplett auf einmal gefällt worden und vor allem nicht vor der Zeit die es braucht dass industriell nutzbares Holz entsteht.

  13. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: gadthrawn 21.02.20 - 11:10

    sixx_am schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blenden wir dann den Fakt einfach aus, dass es eine Plantage IST, die dazu
    > angelegt wurde, um Rohstoffe für die Produktion von Pappkartons zu liefern?
    > Oder haben wir in Deutschland Fakten endlich überwunden?

    Nur ist das nicht wahr.
    Der meiste deutsche Wald wurde nach dem 2. WK abgeholzt und in den 60ern aufgeforstet als es wieder genug Rohstoffe gab. So auch dieser.
    Nutzholz war da erst mal nicht geplant - selbst wenn wäre der nie komplett auf einmal gefällt worden und vor allem nicht vor der Zeit die es braucht dass industriell nutzbares Holz entsteht.

    Aus der Zeit der Verfahren daraus vielleicht eine Idustriefläche zu machen ist eigentlich gar nichts in Richtung Umweltschutz angedacht gewesen. das kam erst später...

  14. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: Trockenobst 21.02.20 - 14:55

    soulflare schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Gegenteil hat das Gericht in der
    > Pressemitteilung eindeutig von einem Wald gesprochen

    Das Gericht hat ja beschlossen, dass man "diesen Wald" roden darf. Der Beisatz erklärt, warum dies erst recht kein Problem ist, da diese Bäume zum Fällen gezüchtet wurden.

    Eine Gruppe von ausreichenden Bäumen sind ein Wald. Nur gibt es zwischen Nutzwald und wildem Wald Unterschiede, und diese Unterschiede hat der Autor mit dem Beisatz dargelegt.

    Ich sehe da keine Tendenz die hier unterstellt wird. Der geneigte Leser kennt sich vielleicht nicht so genau mit den Waldtypen und die Gründe in diesem Fall aus, und bekommt so eine Präzision der Gründe.

  15. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: Allesschonvergeben 21.02.20 - 15:01

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sixx_am schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Blenden wir dann den Fakt einfach aus, dass es eine Plantage IST, die
    > dazu
    > > angelegt wurde, um Rohstoffe für die Produktion von Pappkartons zu
    > liefern?
    > > Oder haben wir in Deutschland Fakten endlich überwunden?
    >
    > Nur ist das nicht wahr.
    > Der meiste deutsche Wald wurde nach dem 2. WK abgeholzt und in den 60ern
    > aufgeforstet als es wieder genug Rohstoffe gab. So auch dieser.
    > Nutzholz war da erst mal nicht geplant - selbst wenn wäre der nie komplett
    > auf einmal gefällt worden und vor allem nicht vor der Zeit die es braucht
    > dass industriell nutzbares Holz entsteht.
    >
    > Aus der Zeit der Verfahren daraus vielleicht eine Idustriefläche zu machen
    > ist eigentlich gar nichts in Richtung Umweltschutz angedacht gewesen. das
    > kam erst später...

    Dir müssen ja die Finger weh tun vor lauter Copy Paste.

  16. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: soulflare 21.02.20 - 17:08

    Tuxraxer007 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist ein reiner Nutzwald, der zur Holzgewinnung dient und daher eh in
    > nächster Zeit gerodet worden währe - da hätte sicherlich keiner was
    > gesagt.
    > Daher verstehe ich den ganzen Aufschrei überhaupt nicht

    Gerade das stimmt ja nicht. In Deutschland gibt es keine "reinen Nutzwälder". Fast sämtliche Waldflächen wurden letztendlich von Menschen angelegt und sind somit Kulturwälder. Hier wird ständig von allen möglichen Leuten behauptet, dass der "Tesla-Wald" eine reine Rohstoffressource sei. Dabei wird dann oft von Plantage gesprochen. Das ist aber ein Begriff, der in Deutschland in der Forstwirtschaft überhaupt nicht verwendet wird, weil es so etwas in Deutschland nicht gibt (mit der Ausnahme von Kurzumtriebsplantagen und vielleicht Weihnachtsbaumplantagen).

    Laut den Bundes- und Landeswaldgesetzen darf kein Wald ausschließlich als Rohstoffressource betrachtet werden, sondern muss gleichzeitig auch gemeinnützigen Zielen dienen, wozu z.B. Arten- und Gewässerschutz, aber auch Erholungszwecke zählen. Das gilt auch dann, wenn ein Wald ausschließlich aus Kiefern besteht (was übrigens hier nicht mal stimmt, da stehen/standen auch noch andere Baumarten, aber es sind überwiegend Kiefern). Es ist auch nicht so, dass hier demnächst eh ein Kahlschlag durchgeführt worden wäre, wenn Tesla nicht bauen würde.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 21.02.20 17:15 durch soulflare.

  17. Re: "Es handelt sich um eine Kiefernplantage."

    Autor: das-emu 22.02.20 - 14:52

    Waldbauer haben klare Ziele beim aufforsten/ Pflegen von Wäldern. Das schaffen eines guten Produktes. Fichte galt/ gilt als des beste und wertvollste Bauholz. Es wächst gerade, gleichmässig und im bestand ohne dicken Ästen. Fichten wurden daher in ganz Europa plantagemässig angepflanzt, weil eben Wertvoll, nützlich, praktisch. Fichten sind jedoch flachwurzler und haben nicjts auf sandigem Boden zu suchen, Kiefern haben ähnliche eigenschaften wie Fichten, sind aber Pfahlwurzler und passen daher besser nach Brandenburg.

    Zu sagen, diese oder jene Wälder wurden nicht gepflanzt mit dem Ziel sie wirtschaftlich zu nutzen, der verkennt den Berurstand jener alle die im Wald arbeiten. Jeder Förster, Waldarbeiter denkt 120+Jahre in die Zukunft bei seiner Arbeit. Ihr Programmiert ja auch eine zeile Code mit dem blick auf die funktionierende Software oder?

    Jedenfalls sind Monokulturen zwar schnell angelegt und brauchen nicht soviel Pflege und es wachsen die Ökonomisch interessantesten Bäume, sie sind aber auch anfällig. Gerade Nadelhölzerbestände können zb durch Borkenkäferbefall schnell sehe grossen schaden erfahren. Ökologisch sind Laubhölzer in der regel allen Nadelnbäumen "überlegen"

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