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Verständnisfrage

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  1. Verständnisfrage

    Autor: theruedi 20.03.20 - 11:18

    Wie soll das Netz überlastet werden? Die ganzen Verteilerkästen sind doch untereinander und mit den Internetknotenpunkten mit Glasfaser angebunden, und da gibt es keine wirkliche Geschwindigkeitslimitierung. Selbst der Knotenpunkt im Frankfurt hat doch nur einen Bruchteil seines theoretischen Durchsatzes erreicht obwohl hier Faktoren mehr durchlaufen als in einem Innerdeutschen Verteilerkasten.
    Ab dem Verteilerkasten geht es dann mit Kupfer oder so weiter, aber da sind ja nur noch ein paar Hundert bis Tausend Leute angeschlossen (da kenne ich mich nicht aus, aber wenn jedes Haus eine eigene Kupferleitung zum Verteilerkasten hat dann gibt es doch auch da keine Limitierung).
    Also an welcher Stelle soll das Netz überlastet werden?

  2. Re: Verständnisfrage

    Autor: kieleich 20.03.20 - 11:20

    > da gibt es keine wirkliche Geschwindigkeitslimitierung

    schön wärs

  3. Re: Verständnisfrage

    Autor: LinuxMcBook 20.03.20 - 11:22

    Zb die Netze der Kabelanbieter sind wegen des shared medium schon an normalen Abenden dauerhaft auf 60% mit Peaks an die 100%...

  4. Re: Verständnisfrage

    Autor: codefreak 20.03.20 - 11:27

    Trichterprinzip und Überbuchungen

    Beispiel an der Strasse (fiktiv)
    Du hast einen Kasten der 100 Haushalte versorgt. (Jeweils mit 100 Mbit angebunden)
    Der ganze Kasten ist aber nur mit 1 GBIT angebunden.
    Damit gibt es im Kasten einen Engpass, wenn wirklich mal alle aktiv sind und jeder Haushalt kann nur eben nur 1/100stel davon nutzen.

    Ebenso mit den Knotenpunkten, da hängen dann mehrere Kästen (x) dran und der Knotenpunkt ist auf (y) ausgelegt. Wenn aber x nur eine Kapazität von 50*y hat aber 100*y oder 500*y dranhängt, dann hat man dort einen Flaschenhals und wieder den Engpass.

    So führt sich das bei der Telekom zb durch fast alle Netzstrukturen.

  5. Re: Verständnisfrage

    Autor: frostbitten king 20.03.20 - 11:28

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zb die Netze der Kabelanbieter sind wegen des shared medium schon an
    > normalen Abenden dauerhaft auf 60% mit Peaks an die 100%...
    Das ist der Kern des Problems. Geiz, Überbuchung.

  6. Re: Verständnisfrage

    Autor: Pornstar 20.03.20 - 11:31

    Das Netz kann an vielen Stellen überlasten, auch wenn jeder eine eigene Verbindung zum Verteilerkasten hat. Der uplink des msan beträgt standardmäßig 1Gbit, kann jedoch unkompliziert auf xGbit und bei den etwas neueren Modellen auch problemlos auf x 10GBit aufgerüstet werden.

    Das größte Problem sind unzureichende peering Anbindung zwischen Netzbetreiber und content Anbieter. Netflix, selbst YouTube bietet transparentes, günstiges peering an. Sogar kostenlose caching Server und CDN innerhalb des provider Netzes zum verteilen der Daten. Die großen Provider streben sich jedoch dagegen, vor allem die Telekom da man lieber hohe Traffickosten an Netflix weiterreichen möchte und hier die peering Kapazitäten so unterdomensioniert wie möglich hält, bis es nicht mehr geht und sich zu viele Kunden beschweren und Netflix oder Youtube etc. Einknickt und sich überteuert einkauft.

    Die Probleme haben Provider die zumindest einigermaßen neutral / offen peeren allerdings nicht wie z. B. 1und1/ Versatel oder Vodafone.

    Dann gibt es noch eine weitere oft stark überlasteten Schnittstelle direkt vor Ort. Kabelsegmente, DOCSIS 3.0 / 3.1 haben eine limitierte verfügbare Bandbreite im download und upload, die nicht einfach am MSAN bei DSL durch einen größeren uplink erweitert werden kann. Hier müsste man dann wirklich das segment verkleinern, sprich z. B. Die Hälfte der Kundenanschlüsse in ein neues Segment packen, dafür muss meistens aber weitere aktive Technik sowie Glasfaser verbaut, angemietet oder in Betrieb genommen werden.

    Ansonsten gibt es bei DSL zumindest in Deutschland bei Vodafone seit 2012 immer wiedekehrend unzureichende bitstromanbindungen, hier wird eine Transportleistung von der Telekom angemietet in diesem Fall bitstrom auf layer 3 Ebene um den traffic an eine BNG zu transportieren, an dem Vodafone den traffic abnehmen kann. Wenn Vodafone hier zu geringe Leistungen bei der Telekom einkauft und selbst Ihr Netz zur trafficannahme nicht ausbaut, dann kommt es hier ebenfalls zu starken Einschränkungen. Golem hat hier zuletzt 2016 darüber berichtet. Es sind weiterhin bundesweit dsl Kunden von Vodafone betroffen, da durch Sparmaßnahmen der Ausbau der eigenen bitstromanbindungen auf layer 2 Basis, Telekom gibt vor Ort auf ethernet Basis den traffic an Vodafone sich stark verzögert.

  7. Re: Verständnisfrage

    Autor: rv112 20.03.20 - 11:34

    In meinem Segment mit 1000 Kunden ist die Last nur Vormittags von 200 auf 300 MBits hoch gegangen. Ansonsten hat sich nichts geändert. Abends noch immer Luft nach oben mit im Schnitt 1,1 GBit/s.

  8. Re: Verständnisfrage

    Autor: icepear 20.03.20 - 12:06

    Im Kabelnetz dürfte im Hinblick auf Videokonferenzen und Home Office auch vor allem der Upload zum Problem werden. Wo da das drosseln der Streaming Dienste helfen soll verstehe ich nicht. Im shared Medium der Kabelnetze werden für Upload und Download ja sogar getrennte Frequenzen genutzt. Weniger Download hilft dem Upload also kein Stück.

  9. Ich messe das ...

    Autor: M.P. 20.03.20 - 12:24

    mit einem Raspberry und einem DVB-C-Usb-Stick.
    Software-Quellen von hier
    https://github.com/sp4rkie/docsis-cable-load-monitor

    Aktuell sind im Downstream etwa 360 vom maximal 1200 MBit/s in meinem Kabelsegment ausgelastet.

    Gegenüber der vor-Corona-Zeit ist der Unterschied zwischen dem "Tal" Tagsüber und dem "Berg" Abends geringer. Im Schnitt gehen also mehr Daten über die Leitung, aber nur in der Zeit tagsüber, wo vorher kaum jemand zu Hause war - abends nach dem "Home-Office-Feierabend" geht immer noch die Last hoch ... aber nicht merklich höher, als in Vor-Corona-Zeiten...

    Hier die vergangenen 24 Stunden da gibt es einen Maximalwert von ca 720/1200 MBit/s:

    Hier klappt "flatten-the-curve" also zumindest ;-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.03.20 12:26 durch M.P..

  10. Re: Ich messe das ...

    Autor: Pornstar 20.03.20 - 12:28

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mit einem Raspberry und einem DVB-C-Usb-Stick.
    > Software-Quellen von hier
    > github.com
    >
    > Aktuell sind im Downstream etwa 360 vom maximal 1200 MBit/s in meinem
    > Kabelsegment ausgelastet.
    >
    > Gegenüber der vor-Corona-Zeit ist der Unterschied zwischen dem "Tal"
    > Tagsüber und dem "Berg" Abends geringer. Im Schnitt gehen also mehr Daten
    > über die Leitung, aber nur in der Zeit tagsüber, wo vorher kaum jemand zu
    > Hause war - abends nach dem "Home-Office-Feierabend" geht immer noch die
    > Last hoch ... aber nicht merklich höher, als in Vor-Corona-Zeiten...
    >
    > Hier die vergangenen 24 Stunden da gibt es einen Maximalwert von ca
    > 720/1200 MBit/s:
    > www.bilder-upload.eu
    > Hier klappt "flatten-the-curve" also zumindest ;-)

    Bei Bilder upload funktioniert kein https mehr, würde Abstand von diesem Anbieter nehmen.
    Abload.de kann ich empfehlen, grüße.

  11. Re: Verständnisfrage

    Autor: cuthbert34 20.03.20 - 12:51

    frostbitten king schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LinuxMcBook schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Zb die Netze der Kabelanbieter sind wegen des shared medium schon an
    > > normalen Abenden dauerhaft auf 60% mit Peaks an die 100%...
    > Das ist der Kern des Problems. Geiz, Überbuchung.

    Das gilt aber für jeden. Der Infrastruktur baut, bekommt nur Summe x¤ Umsatz oder Förderung. Also muss er, um seine Gesellschafter nicht zu verprellen, mit dem Ausbauen was er hat. Aber das geht auch die ganze Kette entlang. Wenn ein Reseller oder Provider Anschlüsse für nen Appel und Ei verkauft, wie soll da Geld ins Backbone kommen? Also das ist ein Henne/Ei Problem. Der Kunde will wenig zahlen, die Investoren wollen wenig investieren, aber Rausziehen wollen alle das Maximum.

    Für mich nur lösbar, wenn man sowas in die Hand des Staates legt, der sagt, der Bereich muss keinen Gewinn abwerfen, aber dafür der Kunde akzeptiert, dass man ein hohes Preisniveau hat, weil keine Konkurrenz da ist. Bundespost halt.

  12. Re: Ich messe das ...

    Autor: M.P. 20.03.20 - 14:24

    Vielleicht habe ich mich auch nur vertippt

  13. Re: Verständnisfrage

    Autor: M.P. 20.03.20 - 14:27

    Wenn man grundsolide Leistung will, muss man auch grundsolide Preise bezahlen ...
    Derzeit bin in zufrieden mit der Leistung meines Kabelanbieters, der mir 100/5 MBit/s für um die 40 ¤ bietet ...

  14. Re: Ich messe das ...

    Autor: Pornstar 20.03.20 - 14:57

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht habe ich mich auch nur vertippt
    >
    > www.bilder-upload.eu

    Wenn man manuell ein http:// davor schreibt funktioniert es.
    Ich hab mir mal erlaubt deine schöne Grafik erneut einzufügen.

  15. Re: Ich messe das ...

    Autor: M.P. 20.03.20 - 16:26

    Vielen Dank

  16. Re: Ich messe das ...

    Autor: rv112 20.03.20 - 16:53

    Hier nicht viel anders. Vormittags etwas höher als sonst, Abends normale Auslastung. Kapazität der SC-QAM aktuell 1,5 GBit/s netto.

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