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Re: Bringt nichts wenn man sich nicht testen lassen kann

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  1. Bringt nichts wenn man sich nicht testen lassen kann

    Autor: HierIstMarco 22.03.20 - 13:19

    Habe kürzlich versucht, mich testen zu lassen, weil ich Symptome einer Atemwegserkrankung hatte. Den Test bekommt man aber nur, wenn man Urlaub in Risikogebieten gemacht hat (als ob DE keines ist), wenn man Kontakt zu einem getesteten hatte oder selber mit Risikopatienten arbeitet (Verwandte die das machen zählen nicht).

    Solange nicht mal Leute mit Symtomen getestet werden, kann man die Handyortung potentiell infizierter auch lassen, die Verbreitung hat man sowieso.

  2. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: Timtom 22.03.20 - 13:35

    Das nicht-testen bringt schon was: Niedrige Fallzahlen.

  3. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: Rax 22.03.20 - 13:47

    Solange man nix mit den Daten anfangen kann, bringt es auch nicht viel Tests zu verpulvern. Wenn du keine ärztliche Hilfe brauchst, bleib zuhause und verhalte dich so als wärst du infiziert. Sollte die Bewegungsdatenerfassung tatsächlich eingeführt werden, kommen sicherlich auch breitflächigere Tests (wie in Südkorea).

  4. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: Aison 22.03.20 - 17:54

    > Das nicht-testen bringt schon was: Niedrige Fallzahlen.

    Und eine hohe Mortalitätsrate...

  5. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: DieTatsaechlich... 22.03.20 - 14:09

    HierIstMarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Habe kürzlich versucht, mich testen zu lassen, weil ich Symptome einer
    > Atemwegserkrankung hatte.

    Welche genauen Symptome hattest Du denn?

    Es gibt ein paar recht konkrete Kriterien, die einen Corona-Verdacht erhärten und solche die ihn aufheben.

    Und dann muss man auch auf die Reihenfolge achten.

    Corona läuft in 2 Stufen.
    Milde Fälle gehen kaum über die 2te Stufe hinaus und sind quasi nach 10 Tagen erledigt (gerechnet ab den ersten Symptomen)

    1 - Erste Stufe:
    --------------------
    5 bis 10 Tage nach Infektion (Inkubationszeit)
    Die Viren vermehren sich zuerst im Rachenraum.
    Der Körper reagiert mit leichtem/mittlerem Fieber (37°C bis 39°C).
    Man erlebt die hierfür typische Mattheit, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, das typische Heis-/Kaltempfinden, manchmal Durchfall.

    Diese Symptome sind tatsächlich schwer von anderen Grippesymptomen zu unterscheiden.

    Nun gibt es die oben genannten, wichtigen kombinatorischen Merkmale, das sind Folgende:

    - Halsschmerzen (Virusvermehrung, entzündungsartiges Gefühl im Rachenraum, leicht geschwollen und schmerzhaft wie bei einer Angina, Belag im Mund- und Rachenraum)
    - trockener, leichter Husten (Virusvermehrung in den oberen Atemwegen)

    - Kurzatmigkeit, das ist das allerwichtigste Kombinations-Kriterium
    Man wundert sich, das man plötzlich aus der Puste ist, obwohl es doch nur die gewohnten 15 Treppenstufen waren. Oder der bekannte Weg durch die Nachbarschaft zum Einkaufen.

    - KEIN SCHNUPFEN, kein Schnoddern, das ist das wichtige atypische Symptom, an dem man Corona erkennen kann.
    Die oberen Nebenhöhlen sind anders als bei Erkältungen und grippalen Infekten nicht betroffen. Die Nase bleibt absolut trocken, über die gesamte Zeit.



    2 - Zweite Stufe:
    ------------------------
    Die schweren Fälle entpuppen sich erst in der 2ten Stufe.

    Es scheint erstmal eine Verbesserung zu geben, denn die Viruszahl im Körper geht scheinbar zurück. ABer das trügt: die Testproben mit Stäbchen werden im oberen Rachenraum abgenommen. Dort ist das Virus aber inaktiv.
    Es ist nun in die tieferen Atemwege der Lunge gewandert - dort werden sie aber bei den üblichen Routineproben nicht erfasst.

    Patienten fühlen sich in einer kurzen Phase sogar tatsächlich besser, weil der zuvor befallene Rachenraum befreit wirkt.

    Tatsächlich entwickeln sich aber jetzt erst die kritischen Symptome:
    Schwerere, immer deutlich werdende Atemnot

    Diese Phase muss insbesondere überwacht werden, weil hier plötzlich und schnell alles kippen kann, bis zum Kollabieren des Patienten.
    Wenn das passiert, muss sofort der Notarzt gerufen werden.

    Es ist wichtig, das Familienmitglieder oder Mitbewohner über obiges sehr genau gebrieft sind, denn man selber hat vielleicht nicht mehr die Möglichkeit das in Gesprächen mit dem Notarzt zu aufzufangen und zu erklären. Auch nicht alle Ärzte kennen den genauen symptomatischen Verlauf.

    Auch wichtig:
    Der Notarzt muss auch bei berechtigter Panik zum Selbstschutz gewarnt werden, damit er sich adequat schütezn kann.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 22.03.20 14:20 durch DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen.

  6. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: DieTatsaechlich... 22.03.20 - 14:26

    ... Disclaimer.

    Das sind Informationen aus den Potcasts mit Drosten beim NDR:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

    Insbesondere ab Folge 14 tauchen die von mir genannten Hinweise auf.
    Leider immer nur zwischendrin.
    Auch die Ärzte und Virologen erweitern täglich ihr Wissen.

    Der Fragebogen der Charité Berlin versucht anhand der kombinatorischen Deutung der Symptome Fälle zu erfassen.
    https://covapp.charite.de/

    Ich bin kein Arzt sondern fasse hier nur zusammen.
    Keines der genannten Merkmale muss so eindeutig auftreten, sie können milder oder stärker sein.
    Aber die Merkmale können eine Hilfe/Orientierung sein.
    Der zeitliche Verlauf kann unterschiedlich sein, je nach Exposition des Patienten.
    Manchmal gehts schnell, vielleicht weil direkt und viel Virusmaterial übertragen wurde (Mundraum, Küssen, etc)
    Manchmal gehts langsamer, weil das Virus nur in Kleinstmengen durch Schmierinfektion oder wenige Tröpchen übertragen wurde.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.03.20 14:33 durch DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen.

  7. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: Potrimpo 22.03.20 - 15:28

    Was würde da ein Test gebracht haben? Leichte Symptome, egal ob durch Corona, Grippe, Infekt oder sonst etwas - zu Hause bleiben (sollte der Arzt empfohlen haben), schwere Symptome Gesundheitsamt->Krankenhaus (da gibt es dann auch den Test).

    Außer zu Statistikzwecken bringt bei leichten Symptomen (oder gar keinen) ein Test wg. fehlender Behandlungsmöglichkeiten überhaupt nichts, zumal die Tests gar nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stünden und zudem auch Geld kosten. Wie oft sollte dann der Test bei Personen ohne Symptome wiederholt werden? Stündlich, täglich, wöchentlich?

    Hier geht es um die Kontaktpersonen, die keine Symptome haben, aber dennoch zu Hause bleiben sollen, weil mögliche Kontaktträger (ich halte die gewünschte Umsetzung allerdings nicht für zielführend - hat aber mit den Tests nichts zu tun).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.03.20 15:29 durch Potrimpo.

  8. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: quineloe 22.03.20 - 15:36

    Meine Frau hat Symptome (Fieber, trockener Husten), ist Lehrerin an einer Schule mit mehreren Verdachtsfällen, wird aber nicht getestet. Nicht, dass das jemand entschieden hätte, sie bekommt keinen Menschen ans Telefon, der das entscheiden könnte. 116117 ist nur noch bandansage und Verbindung wird getrennt. Der Hausarzt kann nicht testen.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  9. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: atikalz 22.03.20 - 17:17

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Frau hat Symptome (Fieber, trockener Husten), ist Lehrerin an einer
    > Schule mit mehreren Verdachtsfällen, wird aber nicht getestet. Nicht, dass
    > das jemand entschieden hätte, sie bekommt keinen Menschen ans Telefon, der
    > das entscheiden könnte. 116117 ist nur noch bandansage und Verbindung wird
    > getrennt. Der Hausarzt kann nicht testen.


    Genauso ist es. Dazu gibt es nirgendswo konkrete Information ab wann ein potenziell erkrankte und wieder gesundeter sich wieder mit jemanden näher kann. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wäre ein Test unerlässlich um Gewissheit zu haben und Andere zu schützen

  10. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: BLi8819 22.03.20 - 16:15

    > weil ich Symptome einer Atemwegserkrankung hatte.
    Die da waren?

    Es kann nicht jeder der zwei mal Husten getestet werden.
    Fieber und trockener Husten sind derzeit wohl die eindeutigsten Symptome.

  11. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: atikalz 22.03.20 - 16:42

    HierIstMarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Habe kürzlich versucht, mich testen zu lassen, weil ich Symptome einer
    > Atemwegserkrankung hatte. Den Test bekommt man aber nur, wenn man Urlaub in
    > Risikogebieten gemacht hat (als ob DE keines ist), wenn man Kontakt zu
    > einem getesteten hatte oder selber mit Risikopatienten arbeitet (Verwandte
    > die das machen zählen nicht).
    >
    > Solange nicht mal Leute mit Symtomen getestet werden, kann man die
    > Handyortung potentiell infizierter auch lassen, die Verbreitung hat man
    > sowieso.
    Genau meine Rede bzw thread, genau das gleiche erfahren es ist sinnvoll wenn man nicht testet wenn die Leute es offensichtlich haben. H

  12. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: BLi8819 22.03.20 - 20:14

    Natürlich ist das wichtig. Wenn sie es nicht haben, müssen sie ganz anders behandelt werden.

  13. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: DieTatsaechlich... 22.03.20 - 21:08

    BLi8819 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich ist das wichtig. Wenn sie es nicht haben, müssen sie ganz anders
    > behandelt werden.

    Exakt.
    Darum habe ich das oben mit den 2 Stufen erklärt.

    Wer nach dem ersten Aufwind am Ende der ersten Phase ohne Überwachung bleibt und nichts von dem Verlauf der 2ten Phase weiß, der kann in eine sehr ernste und gefährliche Situation geraten.

    Normal müssen solche Leute schon behandelt werden.

    Da ist auch das Alter egal.
    Das wird allgemein leider zu eingeschränkt gesehen.

    Wen es erwischt, den erwischt es richtig übel.
    Die Lunge kann plötzlich komplett ihre ARbeit einstellen.
    Wochenlang mit dem Tubus der Beatmungsmaschine (aktiv) im Hals, nicht bloß Sauerstoffzufuhr (passiv).


    Das zweite Problem:
    -----------------------------
    Wenn wir den Shutdown länger als 2 bis 3 Moante haben, wovon wir alle ausgehen müssen, dann wäre es gut so viele wie möglich von den damit verbundenen Strapazen zu entlasten.

    Es bringt viel, wenn bereits Immuniserte sich freiwillig melden könnten, zB zur Unterstützung bei sozialen DIensten.

    Wir werden dann nämlich auch ein Problem bei der Zahl der Arbeitsfähigen haben.
    Nicht weil die alle krank sind.
    Nee, weil sie immernoch in Quarantäne stecken.

    Insbesondere in den Städten wird das ein großes Problem.
    Wir können es uns dann vielleicht nicht leisten, beispielsweise in Berlin 100.000 Menschen in Quarantäne zu halten, die eigentlich völlig angstfrei wichtige Aufgaben da draussen übernehmen könnten.

  14. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht...

    Autor: redmord 22.03.20 - 17:41

    Habt ihr schon was von begrenzten Kapazitäten gehört?
    Da kommt für den Abstrich bei euch ein Arzt im Ganzkörperkondom in die Wohnung. Der muss ständig die Klamotte wechseln und die Patienten haben auch eine größere Erwartungshaltung als nur den Abstrich.
    Dazu sind die Testkits sind begrenzt.
    Natürlich testet man zuerst die Härtefälle und verschreibt den anderen prophylaktisch eine Quarantäne.

  15. Re: Bringt nichts wenn man sich nicht testen lassen kann

    Autor: quineloe 22.03.20 - 23:19

    Ja, unsere Kapazitäten sind so begrenzt dass man nicht mal einen Test anfordern kann..

    Was machen Leute in Quarantäne, die sich so fühlen als ob sie dieser Staat aufgegeben hat? Die ignorieren die Auflage.

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