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ST: The Motionless Picture

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  1. ST: The Motionless Picture

    Autor: elgooG 27.03.20 - 09:58

    Ja, der Film hat ewig lange Sequenzen die sich hinziehen wie Kaugummi. Das die Effekte davon nicht ablenken können macht es nicht unbedingt besser.

    ABER:
    Atmosphäre, Stille und die Möglichkeit das Gesehene zu genießen gibt es heutzutage kaum mehr. Da ist dieser alte Film fast schon Entspannung pur. Wenn in neuen Filmen von Star Trek (und meine Güte vor allem in Star Wars) ein Effektgewitter nicht länger als 3 Sekunden dauern darf und der Film hektisch von Szene zu Szene wechselt, man von Lens-Flares geblendet wird und die Kameras wackeln als wäre alle gefühlt 37 Kameramänner bedrunken, geht die Faszination von fremden Welten und dem Weltraum völlig unter. Technik ist oft nur mehr eine Ausrede für schlechtes Handwerk.

    Das erinnert mich wieder an das ausgezeichnete Video von David Hain zu diesem Problem: https://www.youtube.com/watch?v=4GDPNK_da7U

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.20 10:03 durch elgooG.

  2. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: Muhaha 27.03.20 - 10:11

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Technik ist oft nur mehr eine Ausrede für schlechtes Handwerk.

    Du meinst unterschiedliche Geschmäcker (Langsam/ruhig oder schnell/hektisch), redest aber von Handwerk. Was natürlich Unsinn ist, denn die von Dir geschmähten Filme sind handwerklich nahezu perfekt. Alle Beteiligten, von Schnitt, Art Design, Licht, Kamera und Effekte verstehen ihr Handwerk, sind Profis. Dass Dir das Ergebnis dann nicht gefällt, weil Dir der Film zu hektisch angelegt ist ... das ist eine Sache des individuellen Geschmacks, NICHT des handwerklichen Könnens derjenigen, die den Film machen.

    Ebenso in die Geschmacksebene fallen Drehbuch & Dialoge. Ich persönlich bin z.B. von den neuen SW-Filmen enttäuscht, weil man es aus kommerziellen Gründen nicht gewagt hat neue Wege zu beschreiten, sondern eine sattsam bekannte Formel bis zum Exzess durchgenudelt hat. Ich habe mich seit 1978 weiterentwickelt, bin kein kleiner Zwuggel mehr, SW ist stehen geblieben. Dennoch würde ich den Drehbuchautoren nicht ihr handwerkliches Können absprechen, denn nicht sie entscheiden letztendlich über die Inhalte, sondern andere.

    Abgesehen davon ... mir ist damals im Kino die Kinnlade beim Einflug in V'gers Wolke dermaßen laut auf den Boden gekippt, dass ich mir noch Tage später Geläster von den Kumpels anhören lassen musste, die sich bei diesen Szenen nämlich tierisch gelangweilt haben :)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.20 10:17 durch Muhaha.

  3. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: theFiend 27.03.20 - 10:20

    95% ALLER Drehbücher werden nach dem selben Rezept gestrickt!
    Daher reicht es heute eben auch wenn der Inhalt eines Drehbuchs auch auf ein Postit passt, wie bei fast allen Marvel Filmen, denn der ist für die meisten Kinobesucher eh null relevant.

    Das sie dessen selbst in Hollywood überdrüssig sind, zeigt das ein absoluter Aussenseiterfilm, und einer der wenigen die sich NICHT an die allgegenwärtige Drehbuchformel halten, den Oskar für den besten Film gewinnen konnte. Und das eben nicht wegen der tollen Effekte (genau 0)...

    Der hier besprochene Film hat irgendwie versucht auf Zwang versucht eine Mischung aus 2001 und eben Star Trek zu sein. Das man es nie wieder so gemacht hat, hat seine Gründe. Ich mag den Film aber, die gefühlt 10 Minütige Fährfahrt von Kirk zur Enterprise ist kult... :D

  4. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: cuthbert34 27.03.20 - 10:48

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]
    > >
    > ABER:
    > [...]

    Also Star Trek 1 habe ich von der Grundaussage und von der Athmosphäre her immer gemocht, aber ich hab ihn nie gern angeschaut.

    Wir hatten damals noch keine Satellitenschüssel. Also hat ein Nachbar mir den Film auf VHS aufgenommen. Wahrscheinlich war seine Schüssel nicht gut ausgerichtet oder es gab an dem Abend Störungen. In jedem Fall hatte ich in vielen Szenen Störungen und der Film spielt ja praktisch um Dunkeln. Ja, das Universum ist dunkel, aber der Film ist in der Hinsicht zu authentisch ^^

    Ich gehe aber mit und mag das Ruhigere auch. Selbst ein actionreiches Star Trek 2 ermöglich einem immer zu erkennen, wer gerade auf wen geschossen hat. In heutigen Actionfilmen kann man ja oft nur noch abwarten, wer am Ende auf dem Boden liegt oder aber wer explodiert. Dann verstehe ich auch, wer gerade gewonnen hat. Aber das trifft auf die Zeit zu. Man schaue sich ein Stirb Langsam 1 an. Für mich perfekte Choreographiert. Ruhige Szenen, Humor, Action, Drama. Alles gut ausgewogen.

    Um bei Star Trek zu bleiben. Ich empfinde die Stimmung, die du beschreibst bspw. bei Star Trek 5 viel gelungener. Den Film liebe ich, obwohl er in der Community gar nicht so beliebt ist.

  5. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: goto10 27.03.20 - 10:51

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 95% ALLER Drehbücher werden nach dem selben Rezept gestrickt!

    Ja, leider.


    > Das sie dessen selbst in Hollywood überdrüssig sind, zeigt das ein
    > absoluter Aussenseiterfilm, und einer der wenigen die sich NICHT an die
    > allgegenwärtige Drehbuchformel halten, den Oskar für den besten Film
    > gewinnen konnte. Und das eben nicht wegen der tollen Effekte (genau 0)...

    Da mich die Oskar Selbstbeweihräucherung nicht interessiert, meine Frage: welcher Film war das?

  6. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: theFiend 27.03.20 - 11:02

    goto10 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Da mich die Oskar Selbstbeweihräucherung nicht interessiert, meine Frage:
    > welcher Film war das?

    Parasite

    Normal interessiert mich der Oskar auch nicht, aber das sie einen ausländischen Film, mit asiatischen Darstellern und abweichend vom standard Script als besten Film ausgezeichnet haben, hat mich dann doch schwer verwundert... und deutet für mich eben darauf hin, das sie der Standardkost überdrüssig sind (hoffentlich).

  7. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: Muhaha 27.03.20 - 11:07

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Normal interessiert mich der Oskar auch nicht, aber das sie einen
    > ausländischen Film, mit asiatischen Darstellern und abweichend vom standard
    > Script als besten Film ausgezeichnet haben, hat mich dann doch schwer
    > verwundert... und deutet für mich eben darauf hin, das sie der Standardkost
    > überdrüssig sind (hoffentlich).

    Sry, aber die Standardkost hat bei den Oscars nur selten einen Oscar gewonnen und dort auch nur bei Kategorien wie Effekte/Ausstattung usw. Deine Klage geht hier in diesem Fall vollkommen an der Realität vorbei.

    "Parasite" hat den Oscar für unter anderem den besten Film gewonnen, weil das südkoreanische Kino seit vielen Jahren eine konstante Entwicklung nach oben aufweist, die im Westen nicht nur wahrgenommen, sondern nun endlich auch entsprechend honoriert wird.

  8. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: Umaru 27.03.20 - 11:13

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Atmosphäre, Stille und die Möglichkeit das Gesehene zu genießen gibt es
    > heutzutage kaum mehr. Da ist dieser alte Film fast schon Entspannung pur.

    Der Film ist so entspannend und hypnotisch wie 2001.
    Und 2001 hat erheblich schlimmere Längen, aber dann reißt man sich halt mal zusammen, es lohnt sich immer noch.
    Modelle, wahnsinnige Visualisierungen, INSZENIERUNG, klassische Filmmusik. Bis in die frühen 90er absolut Scifi-Standard, bis dann Ende der 90er der "Fortschritt" kam.
    Und man kann sich ohne Fremdscham die Synchro geben.
    Ad Astra hatte immerhin plastisch wirkende Raumstationen, das habe ich ewig nicht mehr gesehen. Geostorm allerdings auch :D Hatte den Charme früher 90er-Effekte und war schön farbenfroh ... Oder Rogue One, wo sie die Sternenzerstörer richtig schön scharf und modellig bekommen haben. Ich habe das Gefühl, dass sie heutzutage zuviel Blur und Glanz auf die Computermodelle draufknallen, das sieht immer aus wie Plastik, dazu kommt fürchterliches Colorgrading, das die Farben verschluckt und alles Blau und Orange macht.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.20 11:18 durch Umaru.

  9. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: unbuntu 27.03.20 - 11:23

    Das Kameragewackel und die schnellen Schnitte nerven total. Daher war John Wick so geil, totale Action, aber ruhige Kamerafahrten und keine unnötigen Schnitte.

    Gegenbeispiele sind die Szene aus 96 Hours, wo gefühlte 37 Schnitte und Kamerawinkel zeigen, wie Liam Neeson über nen Zaun springt. Oder Edge of Tomorrow, wo ein paar Leute in einem Raum ruhig die Situation bereden und die Kamera wackelt, als hätte der Kameramann Parkinson.

    Aber die zähen Szenen sind auch ein Produkt der 70er, das ist mir immer wieder bei Filmen aus der Zeit aufgefallen. Alles oft unnötig lang geschnitten. Ab den 80ern war das schon ganz anders. Mit Star Wars und Alien hat sich das klar geändert, auch wenn letzterer auch eher atmosphärisch ist. Aber da hat man nicht so zähe lange Dialoge und Pausen.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.20 11:25 durch unbuntu.

  10. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: theFiend 27.03.20 - 11:25

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Sry, aber die Standardkost hat bei den Oscars nur selten einen Oscar
    > gewonnen ....

    Es ging hier um das immer gleiche Drehbuchkonzept, und ja, das war auch bei den letzjährigen Gewinnern so.

  11. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: Muhaha 27.03.20 - 11:33

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es ging hier um das immer gleiche Drehbuchkonzept, und ja, das war auch bei
    > den letzjährigen Gewinnern so.

    ???

    Was bitte haben The King's Speech, The Artist, Argo, 12 Years a Slave, Birdman or (The Unexpected Virtue of Ignorance), Spotlight, The Shape of Water oder Green Book für Gemeinsamkeiten beim Drehbuchkonzept?

    Was meinst Du überhaupt mit "Drehbuchkonzept"?

  12. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: Der schwarze Ritter 27.03.20 - 11:43

    Lohnt es sich wirklich? Ich hab mir den Film vor ~10 Jahren mal angeschaut... ja, er hat ein paar grandiose Szenen, aber die Längen, die er dabei mitbringt, haben das irgendwann nicht mehr aufgewogen. Allein der LSD-Trip am Ende hat Nerven gekostet ohne Ende. Ich mag es durchaus, wenn mal längere stille Kamerafahrten sind und sich ein Film langsam entwickelt. Aber 2001 halte ich für einen der am meisten überschätzten Filme überhaupt. Der "Nachfolger" 2010 hat da vieles sehr viel besser gemacht. Dass Kubrick auch wirklich gute Filme machen kann, hat er für mich mit Full Metal Jacket gezeigt, aber nicht mit 2001.

  13. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: oYa3ema5 27.03.20 - 11:59

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > man von Lens-Flares geblendet wird

    Tatsächlich finde ich die Lens Flares als Reminiszenz an die selbstgenügsame Ästhetik (speziell) von ST1 das einzig Gute an den entsetzlich militarisierten und hollywoodisierten Filmen der Post-Picard-Ära. Wenn sie schon den Roddenberry-Humanismus durch ihr martialisches Säbelrasseln und ihre Fast-Tarnfleck-Uniformen verspotten, haben sie sich immerhin getraut, mit ein paar historischen Ungereimtheiten aufzuräumen. Insbesondere dass es im Weltall kein Oben und Unten gibt, und dass es oft sehr viel heller oder dunkler ist als auf der Erde und am wolhbeleuchteten Schreibtisch im Home Office.

  14. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: Astorek 27.03.20 - 12:00

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was meinst Du überhaupt mit "Drehbuchkonzept"?

    Es existiert - kein Scheiß! - eine Art Anleitung, an welchen Zeitspannen welcher "Abschnitt" (z.B. dramaturgische Wende, emotionale Zusammengehörigkeit etc.) in Filmen stattfinden soll. Und wenn man diese Anleitung kennt, fällt auf, dass gefühlt 90% aller Hollywood-Filme nach genau diesem Schema F gedreht wurden. Und das geht tatsächlich soweit, dass man Plusminum 5 Minuten genau vorhersagen kann, wann genau welcher "Abschnitt" beginnt; man versaut sich viele künftige Filme, wenn man die Anleitung mal gelesen hat... Das geht über "Anfang, Hauptteil, Schluss"-Konzeption weit darüber hinaus.

    Vermutlich spielt theFiend auf genau diese Anleitung an...

    https://www.youtube.com/watch?v=78ILG8wCPCM



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.20 12:00 durch Astorek.

  15. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: Umaru 27.03.20 - 12:15

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber 2001 halte ich für einen der am meisten überschätzten Filme überhaupt.
    > Der "Nachfolger" 2010 hat da vieles sehr viel besser gemacht.

    Beide Filme wachsen mit der Buchvorlage, vor allem der erste kriegt einen saftigen, fast-"hard-scifi"-Hintergrund. Mit den erlesenen Informationen kann man dann vom "denk's dir selber, lol"- zum wissenden "AHA!"-Zuschauer werden.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.20 12:16 durch Umaru.

  16. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: Anonymer Nutzer 27.03.20 - 12:29

    Ich weiss was du meinst, ohne ein Video dazu sehen zu müssen ;)
    Am besten kann man es an den meisten Komödien sehen, der Protagonist verscherzt es sich im letzten Dritteln mit einem möglichen Liebespartner und/oder Freunden, kommt zu irgendeiner Erkenntnis und macht dadurch alles wieder gut.
    Das macht für mich so viele Filme kaputt.

    Aber das ist ja nicht nur Schuld von Hollywood, es gibt eben nur eine bestimmte Möglichkeit an Geschichten zu erzählen.
    Gute Filme können sowas aber "vertuschen" , indem sie es eben gut erzählen und es dann nicht so sehr auffällt.

  17. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: Muhaha 27.03.20 - 12:57

    Astorek schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es existiert - kein Scheiß! - eine Art Anleitung, an welchen Zeitspannen
    > welcher "Abschnitt" (z.B. dramaturgische Wende, emotionale
    > Zusammengehörigkeit etc.) in Filmen stattfinden soll.

    Ja, natürlich. Ist kein Geheimnis, sondern bekanntes Handwerkszeug. Denn die meisten Filme sollen ja nicht die Kunst als solche nach vorne bringen, sondern möglichst viel Geld einspielen. Also wird das gedreht, was möglichst viele Leute sehen wollen.

    > Und wenn man diese
    > Anleitung kennt, fällt auf, dass gefühlt 90% aller Hollywood-Filme nach
    > genau diesem Schema F gedreht wurden.

    Richtig. Und jetzt bitte eine Antwort auf meine Frage, was die Oscar-Gewinner der letzten Jahre mit diesem Schema zu tun haben sollen? Wo sind da entsprechende Gemeinsamkeiten, die darauf schliessen lassen, dass diese Filme dem gleichen Schema F folgen?

  18. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: Der schwarze Ritter 27.03.20 - 15:35

    War das Arthur C. Clarke? Bin grade nicht mehr informiert. Würde zumindest dann schlüssiger werden, aber das ist immer ein fetter Negativpunkt für mich, wenn ein Film ohne Kenntnis der Buchvorlage nicht mehr funktioniert.

  19. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: Umaru 27.03.20 - 16:00

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > War das Arthur C. Clarke? Bin grade nicht mehr informiert. Würde zumindest
    > dann schlüssiger werden, aber das ist immer ein fetter Negativpunkt für
    > mich, wenn ein Film ohne Kenntnis der Buchvorlage nicht mehr funktioniert.

    Ja. 2001 fordert einem ab, dass das mit den Affen, dem Monolithen, dem LSD-Trip und schließlich wo er über die ganze Erde blickt, nicht erklärt wird, sondern Interpretationssache bleibt; im Buch ist alles ohne viel Technobabble logisch "erklärt" und bleibt trotzdem spannend.
    Wer nicht auf Mystery steht, der ist mit 2010 natürlich besser bedient,
    aber selbst ohne Buch ist 2001 noch Technik- und Modellporno vom Feinsten.

    Für mich neben Starship Troopers von Heinlein eines der besten Scifi-"Sach"bücher.
    Verhoeven hat in seiner Verfilmung daraus einen sprücheklopfenden Spaßstreifen gemacht (auch mit fetten Modellen), während Heinleins Vision purer Ernst ist, fast ein philosophisches Werk über die Vorteile von autoritären Systemen ;)

  20. Re: ST: The Motionless Picture

    Autor: Muhaha 27.03.20 - 16:23

    Umaru schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Verhoeven hat in seiner Verfilmung daraus einen sprücheklopfenden
    > Spaßstreifen gemacht (auch mit fetten Modellen), während Heinleins Vision
    > purer Ernst ist, fast ein philosophisches Werk über die Vorteile von
    > autoritären Systemen ;)

    Verhoeven hat versucht Heinleins Roman als das darzustellen, was er nach Verhoevens Meinung ist: Ein feuchter Traum für Faschisten! Das war nur ganz oberflächlich ein sprücheklopfender Spaßstreifen. Interessant hierzu die DVD mit der Kommentar-Spur, wo ganz offensichtlich wird, dass Regisseur und Producer politisch aus zwei ganz unterschiedlichen Ecken kommen. Für den einen war das eine Warnung gegen die Tendenz von faschistischen Regimen ständig äussere Feinde konstruieren zu müssen, um die internen Verwerfungen zu überdecken und für den anderen war das ein harmloser Actionfilm mit einem guten, weil so ekligen Gegner.

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