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Systemrelevant und schützenwert

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  1. Systemrelevant und schützenwert

    Autor: BuddyHoli 31.03.20 - 09:37

    Am Ende zeichnet es sich dann eben doch aus, wenn nicht planlos investiert wird, sondern Unternehmen sich schon seit Jahren auf den Ernstfall vorbereiten. Sicher hat man nicht damit gerechnet, dass der Ernstfall Corona heißen würde, unsichtbar sei und auf diese Weise über die Welt hereinbricht, aber umso schöner ist es zu sehen, dass Energieversorgung, Telekommunikation, Wasserversorgung und vieles mehr immer noch reibungslos funktionieren.

    Ich arbeite selbst schon seit 20 Jahren bei einem Energieversorger. Als bekannt wurde, dass die Welt mit Corona einer neuen Gefahr und Herausforderung ins Auge blicken würde, haben die Verantwortlichen in allen Unternehmen, die mir näher bekannt sind, schnell, Konsequent und richtig reagiert. Noch bevor die Bundesregierung das Kontaktverbot veröffentlichte, gab es die klare Anweisung an Urlaubs-Rückkehrer, sich mindestens für 2 Wochen in Selbstquarantäne zu begeben. Und Kollegen mit Vorerkrankungen sollten sich, sofern möglich, ins Homeoffice begeben. Das funktionierte erstaunlich gut. Die Kollegen hielten sich außerdem schon sehr früh an sämtliche Hygiene-Vorschriften. Hände waschen, in Armbeuge niesen, desinfizieren, Abstand halten... in Nullkommanix war alles anders.

    Allerdings kamen diese Signale offenbar nicht bei so mancher Fremdfirma an. Wenn man nach der Pause in den Aufzug steigt, um in die oberen Stockwerke zu kommen, und sich im EG gleich ein Fünfer-Verbund von Handwerkern in den Aufzug quetscht, kann man entweder die Luft anhalten oder bitten, aussteigen zu dürfen und dabei freundlich auf die Abstandsregeln hinweisen.

    Bei uns sind derzeit wahrscheinlich zwischen 75%-85% aller Mitarbeiter im Home. Natürlich arbeiten auch noch Mitarbeiter in den Netzen, doch ohne die sonst so gewohnte Nähe zu Kollegen. Arbeiten ist definitiv etwas einsamer geworden.

    Etwas schockiert war ich eigentlich nur vom Wochenende. Normalerweise macht man da irgendwas, trifft sich, geht raus. Zwar kann man auch heute noch spazieren gehen, doch die Anzahl der möglichen Freizeitaktivitäten ist geht dennoch gegen Null. Entsprechend weniger fühle ich mich erholt vom Wochenende. Aber auch das kann, theoretisch, nur ein anfängliches Gefühl nach 2 Wochen Homeoffice sein. Wir Menschen gewöhnen und schließlich an so ziemlich alles.

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