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BND beteiligt sich bei dubiösen Machenschaften

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  1. BND beteiligt sich bei dubiösen Machenschaften

    Autor: michael_ 31.03.20 - 10:44

    Hmm, wo fange ich an?
    Es macht glaube ich keinen Unterschied wo man bei solchem Thema anfängt...

    Egal wie man den BND und die Bundestagsabgeordnete welche das Geld kassiert haben kritisiert - es/"wir" sind die "Guten", also gibt es da nichts zu kritisieren!

    Dieser Absatz sagt doch eindeutig aus, wie es um "Korruption" im BND und Regierung steht:

    In dem Mitte März ausgestrahlten ZDF-Dokufilm Operation Rubikon schilderte der Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenbohm das Verfahren der Gewinnübergabe: "Die Gewinne der Crypto AG liefen in Liechtenstein bei der Stiftung auf, die wurden dann an München überwiesen. Dann gab es zwei Verfahren: Einmal holten zwei BND-Mitarbeiter die Hälfte des Gewinns bar ab und übergaben sie zwei CIA-Mitarbeitern in einer Münchner Tiefgarage. Die andere Hälfte wurde ebenfalls bar abgehoben und ging dann über den BND-Vizepräsidenten direkt ins Bundeskanzleramt." Der BND muss seine Ein- und Ausgaben dem Bundestag offenlegen. Allerdings wurde die jährliche Gewinnausschüttung der Crypto AG dem BND-Haushalt zugeschlagen. Haushaltsausschuss und Rechnungshof hatten darüber keine Kontrolle.

    Ich habe den Text mal überarbeitet, damit mehr Bürger sich darüber empören können und so mehr Kritik ausüben:

    In dem Mitte März ausgestrahlten ZDF-Dokufilm Operation Rubikkubik schilderte der Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenbohm das Verfahren der Gewinnübergabe: "Die Gewinne der Crypto AG liefen in Liechtenstein bei der Stiftung auf, die wurden dann an Moskau überwiesen. Dann gab es zwei Verfahren: Einmal holten zwei Kreml-Mitarbeiter die Hälfte des Gewinns bar ab und übergaben sie zwei FSB-Mitarbeitern in einer Moskauer Tiefgarage. Die andere Hälfte wurde ebenfalls bar abgehoben und ging dann über den Kreml-Vizepräsidenten direkt in den Kreml." Der Kreml muss seine Ein- und Ausgaben der Bevölkerung offenlegen. Allerdings wurde die jährliche Gewinnausschüttung der Crypto AG dem Kreml-Haushalt zugeschlagen. Haushaltsausschuss und Rechnungshof hatten darüber keine Kontrolle.

    Und deshalb nach alter Manier:
    Russische Geheimdienst-Korruption ist viiiieel schlimmer als die unsere.

  2. Re: BND beteiligt sich bei dubiösen Machenschaften

    Autor: minnime 31.03.20 - 11:21

    Warum empören? Das war eine gut gemachte Aktion. Das sind Nachrichtendienste, ihre Aufgabe ist es Informationen über andere Länder und die Absichten derer Führung frühzeitig zu erlangen, Informationen die die nicht freiwillig rausgeben.
    Dieses Mal hat unser Dienst einen Coup gelandet, beim nächsten Ding werden andere die Nutznießer sein.
    Ich habe übrigens auch Verständnis dafür dass sie die Gewinne ihrem Haushalt zugesteuert haben, es waren Einnahmen aus eigener Leistung bzw. Investitionen.

  3. Re: BND beteiligt sich bei dubiösen Machenschaften

    Autor: michael_ 31.03.20 - 11:39

    Weil jeder Krieg mit Spionage anfängt.

    Und dann wundern sich Menschen wie du, warum diverse Länder dem Westen misstrauen oder gar hassen... Weil wir uns mehr Rechte herausnehmen. "Wir dürfen spionieren, andere dürfen das nicht!"

    Ich finde es echt witzig, dass die Mehrheit solche Machenschaften unseres Geheimdienstes befürworten, aber wir andere Länder darüber kritisieren.

    Man kann das Geld doch nicht nachverfolgen. Woher diese Sicherheit, dass das Geld ihrem Haushalt zugesteuert wurde? Das Geld könnte genauso gut zum Drogeneinkauf in Afghanistan verwendet worden sein (mit dem Anteil der CIA). Da werden täglich von Afghanistan nach USA per Militärtransport Drogen transportiert.

    Was ist wenn der BND mit dem Geld schwarz und somit illegal Zielpersonen ausspioniert von denen nicht mal der BND etwas weiß, weil dafür kein Budget freigegeben wurde?

  4. Iran-Kontra-Affäre

    Autor: franzropen 31.03.20 - 11:54

    Wohin die Machenschaften der Nachrichtendienste führt, konnte man ja schön an der Iran-Kontra-Affäre sehen.
    Von Al-Qaida erst gar nicht zu reden.
    Die Nachrichtendienste scheinen die Gefahr, die sie bekämpfen sollen überhaupt erst zu erzeugen.
    Siehe Verfassungschutz und V-Männer. Viele rechte Gruppierungen hätte es ohne das V-Männer-Geld erst gar nicht gegeben.

  5. Re: BND beteiligt sich bei dubiösen Machenschaften

    Autor: gaym0r 31.03.20 - 12:30

    michael_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil jeder Krieg mit Spionage anfängt.

    Quelle / Belege / Hintergründe zu dieser gewagten Aussage?

  6. Re: BND beteiligt sich bei dubiösen Machenschaften

    Autor: foobarJim 31.03.20 - 12:48

    michael_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und dann wundern sich Menschen wie du, warum diverse Länder dem Westen
    > misstrauen oder gar hassen... Weil wir uns mehr Rechte herausnehmen. "Wir
    > dürfen spionieren, andere dürfen das nicht!"

    Auch wenn mir das selbst auch zuwider ist, bezweifle ich, dass die Welt eine bessere ist, wenn Deutschland sich aus Spionagetätigkeiten komplett raushält. Das ist auch eine große Grauzone, was man noch akzeptieren will und an welchem Punkt eine Grenze überschritten ist.

    Wenn man es genau nimmt, wird die Grenze durch Gesetze definiert. Ich habe aber Zweifel, dass man in jedem Fall gegen Leute ankommt, die Gesetze ignorieren, ohne selbst das eine oder andere Gesetz zu brechen. Es macht auch nochmal einen Unterschied, ob man z.B. eine andere Nation oder Gruppierung ausspioniert um auf einen Angriff vorbereitet zu sein oder ob man jemanden tötet, weil man sich davon einen Vorteil verschaffen will.

    Die Grenze des Akzeptablen wird auch von jedem anders aufgefasst werden. Der Chef des CIA sieht das anders als ein Menschenrechtsaktivist. Ersterer wird diese Grenze vielleicht an einen Punkt verbiegen, an dem andere Nationen aus Gegenwehr einen Krieg anfangen. Letzterer wird vielleicht eher den Untergang seines Landes mit ansehen, nur um keine Prinzipien zu brechen. Man kann eben nur hoffen, dass an den entsprechenden Stellen Leute mit genügend Verantwortungsgefühl und Weitblick sitzen. Kontrolle und das Ablegen von Rechenschaft ist hier sehr wichtig.

  7. Re: Iran-Kontra-Affäre

    Autor: Olliar 31.03.20 - 12:49

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Nachrichtendienste scheinen die Gefahr, die sie bekämpfen sollen
    > überhaupt erst zu erzeugen.

    ACK.
    Wer erinnert noch die Stimmung Ende der 90er?
    Da hieß es:
    "Wozu brauchen wir eigentlich noch Geheimdienste? Der Kalte Krieg ist doch vorbei.
    Wir haben andere Probleme. Lasst uns mal die Etas kürzen und Kindergärten und Schulen bauen"
    Dann war der 11. 9. 2001.
    Danach:
    Nahezu unbegrenzte Mittel für die Geheimdienste, obwohl die so offensichtlich versagt hatten
    (Wenn ein bekannter "Gefährder" Flugstunden nimmt und sich auffällig garnicht für "Landen können" interessiert...)

    Ein Schelm der...

  8. Re: Iran-Kontra-Affäre

    Autor: Fluffypony 31.03.20 - 13:40

    Ein geheimdienst darf das was in der bevölkerung verboten ist. Dazu zählt anscheinend mord, drogenhandel, schwarzgeld & geldwäsche, betrug, bestechung ,entführung, das fälschen von beweisen um menschen ins gefängnis zu bringen oder ganze kriege anzuzetteln, das ausspionieren der eigenen bevökerung und rufmord an unliebsamen politikern im in & ausland zu begehen.


    Die gefahren, durch eine solche zweite macht im inland mehr schaden und unrecht zu verbreiten, sollen durch kontrollgremien gebändigt werden, welche sich bisher als vollkommen machtlos erwiesen haben. Es gibt auch menschen die das für falsch halten. Mir jedenfalls machen diejenigen sorgen die sowas für gerechtfertigt halten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.20 13:43 durch Fluffypony.

  9. Re: BND beteiligt sich bei dubiösen Machenschaften

    Autor: nachgefragt 31.03.20 - 16:33

    Also ich weiß ja nicht von welchen Gesetzen du redest, aber auf fremden Territorium wird sich exakt gar kein Geheimdienst verpflichtet fühlen sich an die lokale Gesetzesgebung zu halten; nichtmal unserer. Oder meinst du wirklich die USA Geheimdienste führen gezielte Tötungen nur in gesetzlosen "Schurkenstaaten" durch.
    Da das aber bei Geheimdiensten per Definition meist im Geheimen passiert wird das nur in den ganz wenigen Fällen diskutiert, die auch publik werden.

    > Es macht auch nochmal einen Unterschied, ob man z.B. eine andere Nation oder Gruppierung ausspioniert um auf einen Angriff vorbereitet zu sein oder ob man jemanden tötet, weil man sich davon einen Vorteil verschaffen will.
    Wann wurde denn das letzte mal ein Land oder eine Gruppierung erfolgreich ausspioniert um sich auf einen (ernsthaften) Angriff vorzubereiten? War das noch vor dem kalten Krieg? In den letzten 20-30 Jahren is da die Erfolgsquote irgendwie nicht besonders hoch.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.20 16:36 durch nachgefragt.

  10. Re: Iran-Kontra-Affäre

    Autor: minnime 01.04.20 - 11:59

    Fluffypony schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein geheimdienst darf das was in der bevölkerung verboten ist. Dazu zählt
    > anscheinend mord, drogenhandel, schwarzgeld & geldwäsche, betrug,
    > bestechung ,entführung, das fälschen von beweisen um menschen ins gefängnis
    > zu bringen oder ganze kriege anzuzetteln, das ausspionieren der eigenen
    > bevökerung und rufmord an unliebsamen politikern im in & ausland zu
    > begehen.

    Das sind jetzt die dunklen Seiten von Nachrichtendiensten und ob das alle Dienste machen ist fraglich. Die primäre Aufgabe ist es Informationen zu beschaffen, so wie Journalisten auch. Sie beschaffen aber z.T. andere Informationen als Journalisten, die für Medien uninteressant wären. Und sie benutzen auch Methoden die Journalisten nicht zur Verfügung stehen, so wie hier. Ich finde das auch völlig ok, nur das was oben aufgezählt ist auch nicht.

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