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Der Selbstmord der Verlage

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  1. Der Selbstmord der Verlage

    Autor: twothe 03.04.20 - 23:55

    Tja gut, sie wollten es ja nicht anders. Wer vor lauter Gier den Hals nicht mehr voll bekommen kann wird irgendwann unweigerlich dran ersticken. Google und Co. werden einfach keine Suchergebnisse veröffentlichen für die sie zahlen müssen - allein die Idee das die das machen ist schon völlig absurd - und damit werden den Verlagen wichtige Einnahmequellen entgehen.

    Darauf folgt dann bestimmt das Gesetz, das Google und Co die Verlage in Suchergebnissen anzeigen und bezahlen müssen, dann erinnert die Leute jemand daran das es auch Gesetze gibt die für sie gelten, und dann beginnt das große Verlage-Sterben.

    Und am Ende sitzen da die Leute die genau das vorhergesehen haben und klatschen ganz, ganz langsam...

  2. Re: Der Selbstmord der Verlage

    Autor: divStar 04.04.20 - 01:27

    Du hast noch den Teil vergessen, bei den die Verlage das Land mit Massenentlassungen erpressen und durch den Steuerzahler gerettet werden...

  3. Re: Der Selbstmord der Verlage

    Autor: Trockenobst 05.04.20 - 00:17

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Darauf folgt dann bestimmt das Gesetz, das Google und Co die Verlage in
    > Suchergebnissen anzeigen und bezahlen müssen

    Das geht nicht. Es gibt in einem freien Markt keinen Kontrahierungszwang, das ist EU Gesetz.
    Du musst nicht bei einer Firma kaufen, wenn du nicht willst.

    Die Hoffen das Guugle und Co. News für ihre AI so wichtig ist, das sie lieber ein paar Millionen abdrücken als nichts anzubieten. Nur werden massig Verlage Google einen Blankoscheck geben und im Gegensatz zu Spanien scheinen sie das nicht unterbinden zu wollen.

    D.h. die einen werden nur mit 8 Wörtern angezeigt und die anderen mit Snippet. Durch ganz normale Klicks wandert Springer nach unten die anderen nach Oben. Google muss nichts machen, nichts filtern oder sortieren, das werden die User erledigen.

    Wenn die einen Einbruch ihrer Klicks feststellen, ist der Kaffe kalt und die Milch schon sauer.
    Es wird so nicht funktionieren und die deutsche Politik versucht Gesicht zu wahren, in dem sie das tote Pferd mit mehreren Kränen und weiß gekleideten Puppenspielern lebend simuliert.

  4. Re: Der Selbstmord der Verlage

    Autor: Sylvan1 06.04.20 - 06:44

    Es geht primär überhaupt nicht um Gewinnbeteiligung. Die sind mittlerweile auch schon drauf gekommen, dass Google sich auf dieses Spielchen einlässt.

    Es geht stattdessen um was ganz anderes: Die möchten News-Aggregatoren im Ganzen so unattraktiv machen, dass diese nicht mehr der Einstiegspunkt für News sind.
    Stattdessen möchten die (großen) Verlage, dass die Leute direkt ihre Seiten als Einstiegspunkt nehmen. Das generiert viel mehr Einnahmen als wenn sich die Leute nur einzelne gewählte Artikel anschauen.

    Wenn ich mir also meine tägliche Dosis Nachricht holen will, dann soll ich in Zukunft nicht mehr einen breiten Überblick bei Google News anschauen sondern nur noch bild.de ansurfen!

  5. Re: Der Selbstmord der Verlage

    Autor: crazypsycho 07.04.20 - 11:00

    Sylvan1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich mir also meine tägliche Dosis Nachricht holen will, dann soll ich
    > in Zukunft nicht mehr einen breiten Überblick bei Google News anschauen
    > sondern nur noch bild.de ansurfen!

    Ich schätze das dürfte gewaltig nach hinten losgehen. Die meisten würden viele Newswebsites gar nicht besuchen, wenn sie nicht per Google News drauf kommen würden.

  6. Re: Der Selbstmord der Verlage

    Autor: mucpower 14.04.20 - 11:20

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sylvan1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn ich mir also meine tägliche Dosis Nachricht holen will, dann soll
    > ich
    > > in Zukunft nicht mehr einen breiten Überblick bei Google News anschauen
    > > sondern nur noch bild.de ansurfen!
    >
    > Ich schätze das dürfte gewaltig nach hinten losgehen. Die meisten würden
    > viele Newswebsites gar nicht besuchen, wenn sie nicht per Google News drauf
    > kommen würden.

    Ja, sie sägen am Ast auf dem sie sitzen. Ist so wie mit der EU und Syrien, wo diejenigen, die den IS bekämpften, sanktioniert wurden, hat am Ende aber zum Glück nicht funktioniert.

    Ich gönne es den Verlagen, wenn jetzt mind. 50% davon dicht machen müssen, weil sie keine Leser mehr bekommen, aber schlimmer ist die Zensur und die Aushöhlung des Zitatsrechts.
    Alle Freiheiten, für die unsere Vorfahren gekämpft haben, werden Stück für Stück beschnitten.

    Aber die Wählerschaft will es anscheinend ja so.

  7. Re: Der Selbstmord der Verlage

    Autor: crazypsycho 14.04.20 - 12:39

    mucpower schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber die Wählerschaft will es anscheinend ja so.

    Das bezweifle ich sehr stark. Nur weil man eine Partei wählt welche sich für das LSR einsetzt, heißt das nicht das man dies befürwortet.
    Egal welche Partei man wählt, man wählt immer irgendwas mit was man eigentlich keinesfalls haben will.
    Vor allem wissen ja viele Wähler nicht mal was LSR ist.

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