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Re: Bekleidung ... wird Zeit das das mal zurück schrumpft

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  1. Bekleidung ... wird Zeit das das mal zurück schrumpft

    Autor: lala1 06.04.20 - 16:28

    Wenn man sieht wie jedes Jahr Esprit und S Oliver und Co irgendwelche Bekleidungslinien in den Markt kloppen.
    Oftmals sehen die Klamotten ziemlich gewöhnungsbedürftig aus, es wird zu viel auf den Markt geschmissen, die Qualität ist oft minderwertig, man bekommt nur noch Klamotten, die vielleicht dem 20 Jahre jüngerem Ich gestanden hätten und es wird teilweise massiv reduziert weil gleich schon wieder die neue Linie kommt. Von schlechten Passformen reden wir gar nicht.
    Kein Wunder wenn das nur gut geht sofern alles andere auch gut läuft. Wenn man nur inflativ Klamotten produziert weil man denkt, der Käufer will das so und man alles dafür tut damit das Hamsterrad am Laufen gehalten wird, dann ist irgendwann mal Schluss.
    Gut so.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.20 16:29 durch lala1.

  2. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: Untrolla 06.04.20 - 16:35

    Weniger Last für Post und co. Schadet nicht

  3. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: nightmar17 06.04.20 - 16:44

    Untrolla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weniger Last für Post und co. Schadet nicht

    Ob die dadurch weniger Last haben, würde ich gar nicht sagen.
    Weniger Last = weniger Arbeit = mehr Kurzarbeit

    Bei uns ist das ähnlich. Sobald weniger Aufträge reinkommen, werden die Leute nach Hause geschickt, obwohl diese vielleicht andere Dinge nacharbeiten/vorbereiten könnten.

    Aber weniger Umsatz = mehr Kurzarbeit.
    Die Firma bekommt das Geld ja wieder. Die Kollegen die in den Büros verbleiben haben zum Teil noch mehr Arbeit als vorher.

  4. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: Untrolla 06.04.20 - 18:00

    Im Gegenteil, die Post muss derzeit sogar Zusatzkräfte einstellen um die zunehmende Menge an Langeweile Bestellungen (Kfz Teile, Bekleidung, Tierfutter, BLUMENERDE!!! etc) zu bewältigen. Ein Minus würde lediglich die Menge für die derzeitige Zeit auf den normalzustand senken.
    Es gehen keine Jobs verloren, allerdings werden Überstunden gespart und die Zusteller nicht unnötig belastet.

    30kg Blumenerde kann man weiterhin im Baumarkt kaufen, liebe Menschen.

  5. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: mke2fs 06.04.20 - 18:07

    In welchem Baumarkt? Du meinst dem geschlossenen?

  6. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: NaTopp 06.04.20 - 18:09

    mke2fs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In welchem Baumarkt? Du meinst dem geschlossenen?

    Hier in MV kann man online vorbestellen und es dann abholen.

  7. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: Mingfu 06.04.20 - 19:17

    NaTopp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mke2fs schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In welchem Baumarkt? Du meinst dem geschlossenen?
    >
    > Hier in MV kann man online vorbestellen und es dann abholen.

    Ist in Bayern leider verboten...

  8. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: superdachs 06.04.20 - 20:29

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NaTopp schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > mke2fs schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > In welchem Baumarkt? Du meinst dem geschlossenen?
    > >
    > > Hier in MV kann man online vorbestellen und es dann abholen.
    >
    > Ist in Bayern leider verboten...

    In Sachsen auch. Baumärkte dürfen nur von Gewerbetreibenden besucht werden.

  9. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: Niaxa 06.04.20 - 23:07

    Auch da kann man online bestellen.

  10. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: wupme 06.04.20 - 19:04

    Untrolla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Gegenteil, die Post muss derzeit sogar Zusatzkräfte einstellen um die
    > zunehmende Menge an Langeweile Bestellungen (Kfz Teile, Bekleidung,
    > Tierfutter, BLUMENERDE!!! etc)

    KfZ Teile und Bekleidung muss keine Langeweilebestellung sein, Tierfutter ist es schonmal garantiert nicht.

    > zu bewältigen. Ein Minus würde lediglich die
    > Menge für die derzeitige Zeit auf den normalzustand senken.
    > Es gehen keine Jobs verloren, allerdings werden Überstunden gespart und die
    > Zusteller nicht unnötig belastet.
    >
    > 30kg Blumenerde kann man weiterhin im Baumarkt kaufen, liebe Menschen.

    Nicht jeder hat ein Fahrzeug. lieber Mitmensch.
    Nebenbei dürfte der Versand von Blumenerde Umweltschonender sein als wenn ich alleine nur wegen einem Sack Blumenerde zum Baumarkt fahre.

  11. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: Untrolla 06.04.20 - 21:47

    Du kannst deine Blumenerde verarbeiten also kannst du sie auch schleppen.

    Umweltfreundlicher?

    LKW vom Großlager zum Baumarkt - im Vergleich dazu:
    Großlager zum online Händler, Lieferung per lkw- von dort aus per lkw direkt zum paketzentrum. Von dort aus per lkw zum Postamt, dann von dort aus per Postauto zu dir.

    Wer fährt hier weniger?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.20 21:54 durch Untrolla.

  12. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: Mingfu 06.04.20 - 22:11

    Ganz unrecht hat er mit dem Umweltargument nicht. Denn umwelttechnisch problematisch sind nicht die LKW-Fahrten, da dort in der Regel sehr viele Güter auf einmal befördert werden, so dass auf das einzelne Produkt nur ein sehr geringer Anteil der Umweltbilanz entfällt. Gleiches gilt wiederum für die Auslieferung, da auch da immer noch sehr viele Pakete zusammen befördert werden.

    Dagegen kann gerade im ländlichen Raum ein Einkauf im Baumarkt schnell 20 bis 30 km einfache Strecke bedeuten - in einem Auto, was vor allem Luft transportiert und damit extrem ineffizient unterwegs ist.

    Problem beim Versand ist eher die menschliche Komponente, dass auf sehr wenige Personen die Lasten von sehr vielen anderen Personen zusammenfallen - und das in der Regel ohne Hilfsmittel, weil die für die Verschiedenheit der Ausliefersituationen nicht sinnvoll vorhaltbar und zu transportieren sind. Das ist schwer zu lösen. Allerdings hilft es schon, wenn sich der Empfänger ein paar Gedanken macht, wie er den Auslieferer entlasten kann (beispielsweise, indem er ihn einfach nur die Waren direkt ausladen lässt und dann selbst zum Bestimmungsort trägt oder indem er einen gut anfahrbaren Ablageort bestimmt).

  13. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: Untrolla 06.04.20 - 22:32

    Es nimmt immer mehr zu, dass Postautos aufgrund großer und schwerer Pakete ein zweites Mal im Postamt aufschlagen, nachladen und dann die bereits gefahrene Strecke ein zweites, teils sogar ein drittes Mal abfahren müssen.
    Und warum? Genau, weil es natürlich die 3x30kg Hundefutter oder Blumenerde oder eben die komplette Gartengarnitur vom Lidl (4 Stühle + Tisch) oder das vormontierte Fahrrad sein müssen.
    Ich sage nichts gegen den obligatorischen 65 Zoll Fernseher aber das Märchen, welches besagt ein Postauto fährt die Strecke nur 1x am Tag ist nicht mehr aktuell.
    Ein T5 auf dem Land als auch ein DHL Fahrzeug in der Stadt ist räumlich stark beschränkt. Ein normaler Postbote hat am Tag zwischen 550-900 Haushalte zu beliefern. Hierbei gilt Briefkasten = Haushalt.
    Entsprechend kann man sich vorstellen, wie schnell da das ladelimit erreicht ist und eine Zusatzfahrt notwendig wird. Ab morgen fahren zusätzliche Sonderfahrten im Bereich DHL mit zusätzlichen Autos durch die einzelnen Bezirke, um eben das oben genannte Gut zu transportieren.
    Vielleicht sollte man darüber nachdenken, seine Covid Langeweile anders zu befriedigen.

    Zudem sollte man dann auch noch an den Mitarbeiter denken aber das ist ein anderes Thema.

  14. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: crazypsycho 06.04.20 - 22:45

    Untrolla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein normaler Postbote hat am Tag zwischen 550-900
    > Haushalte zu beliefern. Hierbei gilt Briefkasten = Haushalt.

    Selbst wenn mit Postbote der Briefträger gemeint ist, wären das zwei Haushalte in der Minute. Das mag vielleicht in einem Gebiet mit vielen Wohnblöcken klappen, aber kaum ein Bote wird nur solche Gebiete in seinem Bezirk haben.

  15. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das mal zurück schrumpft

    Autor: Mingfu 06.04.20 - 23:01

    Reine Briefzustellung sind üblicherweise sogar deutlich über 1000 Haushalte (normalerweise per Fahrrad). Allerdings gibt es reine Briefbezirke auch nur noch in Innenstadtbereichen.

    In der Verbundzustellung (Briefe und Pakete durch den gleichen Zusteller - mit Auto) sind tatsächlich 500 bis 700 Haushalte völlig normal. In ländlichen Gebieten mit weiten Fahrstrecken (Einzelhöfe) können es auch mal nur um die 400 sein. Pakete kann man derzeit mit ungefähr 1/5 der Haushaltsanzahl pro Tag ansetzen und damit kann man sich überlegen, was da los ist (in Schlafsiedlungen sind es sogar noch mehr, weil dort besonders viele Leute wohnen, die derzeit freigesetzt sind und deshalb aus Langeweile bestellt wird, während in ländlichen Bereichen mit bäuerlichen Strukturen noch etwas eher der gewohnte Gang herrscht und die Steigerung nicht ganz so groß ist).

  16. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: crazypsycho 07.04.20 - 09:08

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Reine Briefzustellung sind üblicherweise sogar deutlich über 1000 Haushalte
    > (normalerweise per Fahrrad). Allerdings gibt es reine Briefbezirke auch nur
    > noch in Innenstadtbereichen.
    >
    > In der Verbundzustellung (Briefe und Pakete durch den gleichen Zusteller -
    > mit Auto) sind tatsächlich 500 bis 700 Haushalte völlig normal.

    Wohl kaum, das wäre für einen Normalsterblichen kaum möglich. Wer selbst mal Bote war wird das wissen.
    Pakete schafft man 15-25 die Stunde.

    500 bis 700 Haushalte schafft man in einem gutem Gebiet bei unadressierten Werbeflyern. Aber nicht mit Briefen. Da ist man gut wenn man 300-400 schafft.

  17. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: plutoniumsulfat 07.04.20 - 18:39

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wohl kaum, das wäre für einen Normalsterblichen kaum möglich. Wer selbst
    > mal Bote war wird das wissen.
    > Pakete schafft man 15-25 die Stunde.
    >
    > 500 bis 700 Haushalte schafft man in einem gutem Gebiet bei unadressierten
    > Werbeflyern. Aber nicht mit Briefen. Da ist man gut wenn man 300-400
    > schafft.

    Mit Brief only sind auch 500-700 drin - natürlich wieder je nach Gebiet. Im Gegensatz zu den unadressierten Werbeflyern muss man da nämlich nicht zwingend jeden Briefkasten beliefern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.04.20 18:39 durch plutoniumsulfat.

  18. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: crazypsycho 07.04.20 - 19:02

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > crazypsycho schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wohl kaum, das wäre für einen Normalsterblichen kaum möglich. Wer selbst
    > > mal Bote war wird das wissen.
    > > Pakete schafft man 15-25 die Stunde.
    > >
    > > 500 bis 700 Haushalte schafft man in einem gutem Gebiet bei
    > unadressierten
    > > Werbeflyern. Aber nicht mit Briefen. Da ist man gut wenn man 300-400
    > > schafft.
    >
    > Mit Brief only sind auch 500-700 drin - natürlich wieder je nach Gebiet. Im
    > Gegensatz zu den unadressierten Werbeflyern muss man da nämlich nicht
    > zwingend jeden Briefkasten beliefern.

    Gerade weil man nicht jeden Briefkasten beliefern muss, braucht man länger. Teils muss man nämlich auch zwei oder mehr Häuser weiter laufen um den nächsten Brief einzuwerfen.
    Da den Schnitt von alle 45sec einen Brief zu halten ist schwierig.
    Bei nem Wohnblock schafft man zwar auch mal drei oder vier Haushalte in ner Minute, aber muss ja dann auch zum nächsten Haus laufen.

    Aber vielleicht sind ja auch 700 Briefe gemeint und nicht Haushalte. Das könnte eher hinkommen, weil man ja oft mehrere Briefe für einen Haushalt hat.

  19. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: plutoniumsulfat 07.04.20 - 21:52

    crazypsycho schrieb:
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    > plutoniumsulfat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
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    > > crazypsycho schrieb:
    > >
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    >
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    > > > Wohl kaum, das wäre für einen Normalsterblichen kaum möglich. Wer
    > selbst
    > > > mal Bote war wird das wissen.
    > > > Pakete schafft man 15-25 die Stunde.
    > > >
    > > > 500 bis 700 Haushalte schafft man in einem gutem Gebiet bei
    > > unadressierten
    > > > Werbeflyern. Aber nicht mit Briefen. Da ist man gut wenn man 300-400
    > > > schafft.
    > >
    > > Mit Brief only sind auch 500-700 drin - natürlich wieder je nach Gebiet.
    > Im
    > > Gegensatz zu den unadressierten Werbeflyern muss man da nämlich nicht
    > > zwingend jeden Briefkasten beliefern.
    >
    > Gerade weil man nicht jeden Briefkasten beliefern muss, braucht man länger.
    > Teils muss man nämlich auch zwei oder mehr Häuser weiter laufen um den
    > nächsten Brief einzuwerfen.
    > Da den Schnitt von alle 45sec einen Brief zu halten ist schwierig.
    > Bei nem Wohnblock schafft man zwar auch mal drei oder vier Haushalte in ner
    > Minute, aber muss ja dann auch zum nächsten Haus laufen.

    Dafür gibt's doch das Rad oder Auto. Wenn ich jeden Haushalt beliefern muss, brauch ich immer länger.

    > Aber vielleicht sind ja auch 700 Briefe gemeint und nicht Haushalte. Das
    > könnte eher hinkommen, weil man ja oft mehrere Briefe für einen Haushalt
    > hat.

    700 Haushalte geht halt nur in guten Gebieten :)

  20. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: crazypsycho 07.04.20 - 22:11

    plutoniumsulfat schrieb:
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    > crazypsycho schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
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    > > plutoniumsulfat schrieb:
    > >
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    > > > crazypsycho schrieb:
    > > >
    > >
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    >
    > >
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    > > > > Wohl kaum, das wäre für einen Normalsterblichen kaum möglich. Wer
    > > selbst
    > > > > mal Bote war wird das wissen.
    > > > > Pakete schafft man 15-25 die Stunde.
    > > > >
    > > > > 500 bis 700 Haushalte schafft man in einem gutem Gebiet bei
    > > > unadressierten
    > > > > Werbeflyern. Aber nicht mit Briefen. Da ist man gut wenn man 300-400
    > > > > schafft.
    > > >
    > > > Mit Brief only sind auch 500-700 drin - natürlich wieder je nach
    > Gebiet.
    > > Im
    > > > Gegensatz zu den unadressierten Werbeflyern muss man da nämlich nicht
    > > > zwingend jeden Briefkasten beliefern.
    > >
    > > Gerade weil man nicht jeden Briefkasten beliefern muss, braucht man
    > länger.
    > > Teils muss man nämlich auch zwei oder mehr Häuser weiter laufen um den
    > > nächsten Brief einzuwerfen.
    > > Da den Schnitt von alle 45sec einen Brief zu halten ist schwierig.
    > > Bei nem Wohnblock schafft man zwar auch mal drei oder vier Haushalte in
    > ner
    > > Minute, aber muss ja dann auch zum nächsten Haus laufen.
    >
    > Dafür gibt's doch das Rad oder Auto. Wenn ich jeden Haushalt beliefern
    > muss, brauch ich immer länger.

    Bei sovielen Haushalten würde es ja um jede Sekunde. Da würde ein-/aussteigen bzw auf-/absteigen viel zu lange dauern.

    > > Aber vielleicht sind ja auch 700 Briefe gemeint und nicht Haushalte. Das
    > > könnte eher hinkommen, weil man ja oft mehrere Briefe für einen Haushalt
    > > hat.
    >
    > 700 Haushalte geht halt nur in guten Gebieten :)

    Selbst in Gebieten mit einem Wohnblock neben dem anderem dürfte das sehr schwer werden.

  21. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: Mingfu 07.04.20 - 20:42

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wohl kaum, das wäre für einen Normalsterblichen kaum möglich. Wer selbst
    > mal Bote war wird das wissen.
    > Pakete schafft man 15-25 die Stunde.

    Da muss ich dich wirklich komplett enttäuschen. Viele Leute, die früher mal zugestellt haben, sind tatsächlich überrascht, wie stark die Arbeit inzwischen verdichtet wurde. Mittags geht niemand mehr heim.

    Der Bemessungswert für die Paketzustellung liegt derzeit bei 32 Paketen pro Stunde - inklusive aller dafür nötigen Tätigkeiten (Beladung mit Scan, Paket heraussuchen, zum Kunden bringen, warten auf Entgegennahme, Zustellnachweis führen). Fahrzeiten zwischen den Abnahmestellen und zum Zustellgebiet werden natürlich extra berechnet. Das ist also ein virtueller Wert, wie viele Pakete man zustellen muss, wenn man nichts Anderes macht und das Auto nicht bewegt.

    Und dazu kommen im Verbund je nach Dichte des Bezirks 400 bis 700 Haushalte für die Briefzustellung. Natürlich hat davon nicht jeder Haushalt jeden Tag Post, aber ca. 75 bis 80 Prozent im Durchschnitt schon (das lässt sich daran festmachen, dass die Quote für Postwurfsendungen "Haushalte mit Tagespost" standardmäßig bei 70 Prozent der werbemäßig erreichbaren Haushalte liegt und diese Menge üblicherweise nicht ganz für die gesamte Zustelltour reicht).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.04.20 20:47 durch Mingfu.

  22. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: crazypsycho 07.04.20 - 22:04

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > crazypsycho schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wohl kaum, das wäre für einen Normalsterblichen kaum möglich. Wer selbst
    > > mal Bote war wird das wissen.
    > > Pakete schafft man 15-25 die Stunde.
    >
    > Da muss ich dich wirklich komplett enttäuschen. Viele Leute, die früher mal
    > zugestellt haben, sind tatsächlich überrascht, wie stark die Arbeit
    > inzwischen verdichtet wurde. Mittags geht niemand mehr heim.

    Und wie genau soll sich das in den letzten 10 Jahren verdichtet haben?

    > Der Bemessungswert für die Paketzustellung liegt derzeit bei 32 Paketen pro
    > Stunde - inklusive aller dafür nötigen Tätigkeiten (Beladung mit Scan,
    > Paket heraussuchen, zum Kunden bringen, warten auf Entgegennahme,
    > Zustellnachweis führen). Fahrzeiten zwischen den Abnahmestellen und zum
    > Zustellgebiet werden natürlich extra berechnet. Das ist also ein virtueller
    > Wert, wie viele Pakete man zustellen muss, wenn man nichts Anderes macht
    > und das Auto nicht bewegt.

    Und in der Realität ergibt das 15-25 Pakete pro Stunde die man während seiner Tour schafft.
    Wenn man noch die Zeit fürs Einladen und ins Gebiet fahren mit dazurechnet, sinkt der Schnitt natürlich noch.

    > Und dazu kommen im Verbund je nach Dichte des Bezirks 400 bis 700 Haushalte
    > für die Briefzustellung. Natürlich hat davon nicht jeder Haushalt jeden Tag
    > Post, aber ca. 75 bis 80 Prozent im Durchschnitt schon (das lässt sich
    > daran festmachen, dass die Quote für Postwurfsendungen "Haushalte mit
    > Tagespost" standardmäßig bei 70 Prozent der werbemäßig erreichbaren
    > Haushalte liegt und diese Menge üblicherweise nicht ganz für die gesamte
    > Zustelltour reicht).

    Da haben wir es ja schon. Das Gebiet hat soviele Haushalte und natürlich stellt der Bote nicht auf einer Tour an 700 Haushalte zu.
    Bei 70% (nehmen wir mal an das würde stimmen) haben wir also nur noch 280-490 Haushalte.
    Wobei letztere Zahl natürlich nur klappen kann, wenn das Gebiet viele Wohnblöcke hat.
    Wenn man von einem Haushalt zum nächsten schon >30sec braucht, geht es schon mit 280 kaum noch auf.

  23. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: Mingfu 07.04.20 - 22:49

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie genau soll sich das in den letzten 10 Jahren verdichtet haben?

    Indem der Arbeitgeber einfach mehr Arbeit zuteilt. Es werden einfach die Zustellmengen pro Stunde immer weiter erhöht. Argumente sind dann beispielsweise, dass es einen neuen Scanner gibt, mit dem die Auslieferung viel effektiver wäre - zwei bis drei Pakete mehr pro Stunde (dabei ist es ganz sicher nicht der Scanner, auf den man bei der Zustellung entsprechend lange wartet). Auch durch die maschinelle Gangfolgesortierung werden völlig überproportionale Einsparpotenziale bei der Bemessung angesetzt. Wie unrealistisch niedrig inzwischen die Zustellzeit angesetzt wird, kann man in den Bezirken sehen, wo es eine Trennung Vorbereitung-Zustellung gibt. Der Zusteller übernimmt dort also fertig gesteckte Kisten und stellt nur noch zu. Bei dieser Zustellart fallen laut Auswertungen durch den Betriebsrat (welcher Zugriff auf die Stundenaufzeichnungen hat) mit Abstand die meisten Überstunden an. Dort ist nahezu kein Zusteller im Minus (im Gegensatz zu klassischer Briefzustellung mit Vorbereitung oder auch Verbundzustellung, wo Minusstunden teils sogar die Regel sind - was allerdings vor allem auch daher kommt, dass meist weit über eine Stunde vor Dienstbeginn schon mit der Arbeit begonnen wird, dies aber nicht aufgezeichnet werden darf - dann ist natürlich auch etwas eher Dienstende und es sieht so aus, als würde viel weniger gearbeitet, als das eigentlich durch den früheren Beginn der Fall ist).

    > Da haben wir es ja schon. Das Gebiet hat soviele Haushalte und natürlich
    > stellt der Bote nicht auf einer Tour an 700 Haushalte zu.
    > Bei 70% (nehmen wir mal an das würde stimmen) haben wir also nur noch
    > 280-490 Haushalte.

    Zum einen muss man im Extremfall auf der Tour durchaus 700 Haushalte zustellen können (zusätzlich zu den Paketen), beispielsweise wenn Dinge wie Wahlbenachrichtigungen kommen oder Wurfsendungen an sämtliche Haushalte (z. B. Gemeindezeitungen). Das ist natürlich selten, aber beispielsweise Wurfsendungen an alle Haushalte (klassische Werbung) kann je nach Quote der Werbeverweigerer durchaus auch 90 % der Haushaltsanzahl ausmachen. Und solche Werbewurfsendungen hat man in einigen Bezirken mehrfach die Woche.

    Und auch die 70 Prozent der durchschnittlichen Briefposthaushalte pro Tag sind definitiv eine untere Schranke. Denn das ist der Bemessungswert für Postwurfsendungen Tagespost, die - wenn man ordentlich zustellt - praktisch immer ausgehen (in den Sommerferien kann es bei geringem Sendungsaufkommen mal fast bis ans Ende reichen, aber ansonsten ist das deutlich vor Ende der Tour schon verteilt).

  24. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: crazypsycho 08.04.20 - 00:00

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > crazypsycho schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und wie genau soll sich das in den letzten 10 Jahren verdichtet haben?
    >
    > Indem der Arbeitgeber einfach mehr Arbeit zuteilt. Es werden einfach die
    > Zustellmengen pro Stunde immer weiter erhöht.

    Das funktioniert nicht. Der Bote ist der limitierende Faktor. Es gibt dann einfach mehr Rückläufer, die Zustellmenge ändert sich nicht, nur weil der Arbeitgeber das verlangt.

    > > Da haben wir es ja schon. Das Gebiet hat soviele Haushalte und natürlich
    > > stellt der Bote nicht auf einer Tour an 700 Haushalte zu.
    > > Bei 70% (nehmen wir mal an das würde stimmen) haben wir also nur noch
    > > 280-490 Haushalte.
    >
    > Zum einen muss man im Extremfall auf der Tour durchaus 700 Haushalte
    > zustellen können (zusätzlich zu den Paketen),

    Nur das dies nicht umsetzbar ist. Das wären 1,45 Haushalte in der Minute (und das auch nur wenn man volle 8 Stunden zum austragen hat). Da müsste der Bote wohl schon Olympia-Sprinter sein, selbst dann wird es knapp.
    Erst recht nicht noch mit Paketen, bei denen man mit 3min im Schnitt rechnen kann.

    Gut wer natürlich täglich 12 Stunden und mehr arbeitet, was ja bspw bei Hermes gerne mal vorkommt, der schafft ein höheres Pensum.
    Wobei 700 Haushalte auch dann noch eine starke Leistung ist.

  25. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: Untrolla 06.04.20 - 23:34

    Bei uns aufm Dorf/ Vorort hat der Fahrradzusteller knapp 1300 Haushalte und ich im Verbund 663 bei derzeit rund 110 Paketen pro Tag.
    Wir haben Fahrer im Teilverbundsystem, wo ca 30% der Haushalte durch die DHL beliefert werden in welcher die Paketzahlen vergleichbar mit meiner Bauernhoftour sind.

    Passend zur Jahreszeit und im Vergleich mit den letzten Jahren ( inklusive massivem Amazon Anteil der mittlerweile deutlich gesunken ist) sind das locker mal 35-40 Pakete mehr im Vergleich 2015-2019.
    soviel zu Covid 19 und der damit einhergehenden Langeweile.

    Nebenbei: wenn ich privat derzeit über Prime eine Filiale direkt Bestellung abgebe, gibt man mir die früheste Lieferung für den 11.4 an, Verzögerungen in meiner Gegend.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.20 23:37 durch Untrolla.

  26. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: AllDayPiano 07.04.20 - 08:53

    Die Kleidungsindustrie ist einfach pervers geworden.

    Nicht umsonst sind sie mit der größte Klimasünder weltweit. Jährlich gehen 1,2 Billionen Tonnen CO2 Ausstoß auf deren Konto. Darüber hinaus bleibt die Verseuchung von Gewässern, es bleiben die Ausbeutung der Angestellten, es entstehen Unmengen an Mikroplastik.

    Problematisch war das früher nicht, weil sich die Industrie auf vier Kollektionen pro Jahr beschränkt hat (Frühling, Sommer, Herbst und Winter). Aber dann kamen viele kleine Labels, Ketten wie Primark u.d.gl. und fingen an, massenhaft Kollektionen auf den Markt zu werden. Unter dem Druck, der auf die Großen entstandt, mussten diese mitziehen. Das Ergebnis ist die sog. "Fast-Fashion", bei der viele Labels mittlerweile wöchentlich neue Kleidung auf den Markt bringen.

    Und DIESER Trend ist das Problem. Denn es veraltet Kleidung enorm schnell, dazu kommen dann Youtuber, Stars und Konsorten, die der relevanten Zielgruppe das Gefühl vermitteln, man müsse ständig neues kaufen.

    Das Ende vom Lied ist, Kleidung kaum, bzw. gar nicht getragen im Container landet, und auch von den Labels viel zu viel vernichtet werden muss.

    Ich bin da altmodisch, und trage meine Kleidung extrem lange. Ich habe zwei drei gute Hosen, die ich halt nur anziehe, wenn's optisch einwandfrei sein muss, und ansonsten viele, die halt schon ihr Leben hinter sich haben. Der letzte Laden, in dem ich meine Jeans kaufte, hat 2012 zu gemacht. So lange halten sie mir schon (sind jetzt aber tatsächlich durch).

    Klar, man muss es auch nicht übertreiben und sicherlich hätte ich viele Kleidung schon längst aussortieren können, aber der Punkt ist der: Mir tut es weh, 50 bis 70 Euro für eine Hose zu bezahlen. Und wenn ich so viel Geld dafür ausgebe, dann wird das amortisiert.

    Gerade die fast-fashion ist viel viel viel zu billig. Das ist auch der Hebel, an dem man ansetzen müsste, denn alleine was CO2 angeht, übertrifft die Textilindustrie die Flug- und Kreuzschiffart überdeutlich.

  27. Re: Bekleidung ... wird Zeit das das...

    Autor: lala1 07.04.20 - 09:27

    Na endlich mal jemand der nicht über Blumenerde schreibt

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Kleidungsindustrie ist einfach pervers geworden.
    >
    > Problematisch war das früher nicht, weil sich die Industrie auf vier
    > Kollektionen pro Jahr beschränkt hat (Frühling, Sommer, Herbst und Winter).
    > Aber dann kamen viele kleine Labels, Ketten wie Primark u.d.gl. und fingen
    > an, massenhaft Kollektionen auf den Markt zu werden. Unter dem Druck, der
    > auf die Großen entstandt, mussten diese mitziehen. Das Ergebnis ist die
    > sog. "Fast-Fashion", bei der viele Labels mittlerweile wöchentlich neue
    > Kleidung auf den Markt bringen.

    Danke für die Aufklärung ... das wusste ich so nicht.

    > Das Ende vom Lied ist, Kleidung kaum, bzw. gar nicht getragen im Container
    > landet, und auch von den Labels viel zu viel vernichtet werden muss.

    Ja es ist teilweise eine Schade zumal die das vermutlich auch nicht in die Kleiderspende geben - da könnte ja jemand ohne zu bezahlen komplett unbenutzte Kleidung bekommen.

    > Ich bin da altmodisch, und trage meine Kleidung extrem lange. Ich habe zwei
    > drei gute Hosen, die ich halt nur anziehe, wenn's optisch einwandfrei sein
    > muss, und ansonsten viele, die halt schon ihr Leben hinter sich haben. Der
    > letzte Laden, in dem ich meine Jeans kaufte, hat 2012 zu gemacht. So lange
    > halten sie mir schon (sind jetzt aber tatsächlich durch).

    Geht bei uns ähnlich. Wir kaufen sehr sehr viel Second Hand und wenn es mal First Hand ist dann sieht das 1. gut aus und hat 2. so eine hohe Qualität, dass man es lange tragen kann.

    > Klar, man muss es auch nicht übertreiben und sicherlich hätte ich viele
    > Kleidung schon längst aussortieren können, aber der Punkt ist der: Mir tut
    > es weh, 50 bis 70 Euro für eine Hose zu bezahlen. Und wenn ich so viel Geld
    > dafür ausgebe, dann wird das amortisiert.

    Naja oder du versuchst es zu verkaufen. Das ist auch keine schlechte Sache. Wenn die Kleidung in Ordnung ist, man diese aber nicht mehr mag warum nicht einen Zweitbesitzer finden? Außerdem scheint sowas gerade Trend zu sein. Ich habe da aber nicht so den Durchblick.

    > Gerade die fast-fashion ist viel viel viel zu billig. Das ist auch der
    > Hebel, an dem man ansetzen müsste, denn alleine was CO2 angeht, übertrifft
    > die Textilindustrie die Flug- und Kreuzschiffart überdeutlich.

    Und wenn man da ansetzt dann gleich auch beim Flugverkehr und der Kreuzschifffahrt ... die gehören auch alle anständig nieder geknüppelt ;-)

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