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20.000 Meilen ist absolut unlogischer Trash.

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  1. 20.000 Meilen ist absolut unlogischer Trash.

    Autor: quineloe 02.05.20 - 02:50

    Das war einer der allerersten Filme, die ich auf D+ geschaut habe, leider trotz 21:9 format auf 21:9 Bildschirmen nur mit Kasten außenrum, aber egal.

    Fangen wir mal mit der dümmlichen Feuerbereitschaft aller namenlosen Soldaten in dem Film an. Da wird ein unbekanntes Objekt auf hoher See gesichtet, und was machen sie? Sofort die Kanonen raus und drauf schießen. Bitte was? Und das machen sie nicht nur einmal, nein das machen sie zwei Mal. Beim zweiten Mal ist die Nautilus sogar ein immobiles Stück Metall, dass in einem kilometer Entfernung ein kleines bisschen aus dem Wasser ragt. Sofort FEUER FREI! Allein schon es überhaupt zu entdecken wäre da eine Kunst für sich gewesen, aber sofort davon überzeugt zu sein, dass man da drauf schießen muss? Ach geh.

    Genauso beim Stürmen der Basis von Nemo. Alles was die haben ist ein Zettel mit Koordinaten. Die Soldaten erklimmen die Kraterspitze, entdecken innen die Gebäude, und was machen sie? Schießen sofort ohne ein Wort auf alle, die dort unten rumlaufen. Einfach so. Obwohl sie immer noch nicht wissen können, dass das die Bösen sind. Das weiß ja nur der Zuschauer.

    Dann würde ich mal gerne wissen, wo genau im Pazifik diese mysteriöse Stelle ist, wo das U-Boot einerseits auf Grund laufen kann, aber wenn es ein paar Umdrehungen zurücksetzt fünftausend Meter in die Tiefe fallen kann. Eine derartige Absturzkante findet sich nirgendswo auf der Welt.

    Auch die ganze Hintergrundgeschichte von Nemo ist absurd. Er hat die ultimative Energiequelle gefunden (wie?), seine Feinde haben ihn gefoltert um ihm das Geheimnis zu entlocken - aber das hat nicht geklappt, und sie ließen ihn einfach gehen. Und mittellos wie er war, hat er dieses Uboot gebaut. Und dann heuert er mal eben mehrere Dutzend weißer Seeleute an, die ihm so fanatisch hingegeben sind, dass sie für ihn in den Tod gehen. Also nicht irgendwie einen Heldentod mit einem Sinn dahinter, sondern "hach jungs, das Schiff ist jetzt ein bisschen zu sehr kaputt, wir geben auf. Alle in die Kabinen, ich flute das Ding und wir saufen jetzt zusammen ab". So Ritueller Massensuizid.

    Und im übrigen stimmt das, was Golem hier schreibt auch nicht. Nicht die Besatzung des Kriegsschiffes landet auf der Nautilus, sondern der angeheuerte Harpunier (Kirk Douglas) und die beiden mitreisenden Wissenschaftler. Die Besatzung selber geht mit Mann und Maus unter.

    Ein ganz hervorragendes Beispiel, dass du im Hollywood zu der Zeit entweder Hauptdarsteller, comedic relief oder ein Statist ohne Zeilen warst. Nebenrollen kannten die damals nicht. Bestenfalls war man noch Ja-Sager, der den Hauptfiguren die Wünsche erfüllt, gespielt mit der Glaubhaftigkeit eines NSCs beim Rollenspiel, bei dem der Spielleiter gerade keine Lust hat die Szene groß auszuspielen.

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  2. Re: 20.000 Meilen ist absolut...

    Autor: JKirschbaum 02.05.20 - 07:38

    Du regst sich über den Inhalt des Films auf? Dann ließ Mal das Buch. Kann ich nur empfehlen. Das ist nunmal die science fiction von damals.

  3. Re: 20.000 Meilen ist absolut...

    Autor: countzero 02.05.20 - 11:48

    Ich habe eben Filme schon ewig nicht mehr gesehen, aber im Buch hatte das "Seeungeheuer zu dem Zeitpunkt bereits eine ganze Reihe an Schiffen versenkt, da ist es nicht verwunderlich, dass die Leute etwas schießwütig sind.

    Dass die Geographie unrealistisch ist, ist kein Wunder, Jules Verne wusste natürlich nicht, wie der Meeresgrund aussieht und vieviel davon in den 50ern schon bekannt war, weiß ich grade auch nicht. Im Buch fahren sie mit der Nautilus sogar zum Südpol und entdecken dort ein großes Binnenmeer.

    Die Basis des Bösewichts ohne Vorwarnung angreifen, das passiert doch selbst in den aktuellen Marvel-Filmen noch ständig.

  4. Re: 20.000 Meilen ist absolut...

    Autor: quineloe 02.05.20 - 12:15

    Niemand weiß, wie das Seeungeheuer aussieht, was es genau ist. Da ist wildes drauflosballern weil man ein unbekanntes Objekt im Wasser sieht völlig unangemessen. Und auf einem Schiff gibt immer noch der Kapitän den Feuerbefehl, das lässt sich nicht mit Schießwütigkeit der einfachen Besatzung erklären. Und wie du selbst sagst, es ist ein Seeungeheuer. Kein Grund also, auf ein offensichtliches Schiff aus Stahl zu schießen, nur weil man nicht erkennt welches Schiff das ist.

    Ach ja und dann noch was zu der Marine.. die fahren "OHNE FLAGGE"? what the fuck? Absolut unvorstellbar.
    imgur.com/uCrrLPF.png

    Was das fehlende Detailwissen bezüglich des Meeresgrundes angeht, Erosion war damals längst bekannt, damit würde ein gebildeter Mann wie Jules Verne wissen, dass es unmöglich ist derartig große Absturzkanten zu haben.

    Eins habe ich sogar noch vergessen / verdrängt.

    Die unfassbar rassistische Darstellung der "Kannibalen" aus der Südseh
    imgur.com/2wvczmb.jpg
    imgur.com/gqN5jyt.jpg

    Aber hey, ist halt 50er Disney. Da war man halt rassistisch, siehe auch die Besatzung der Nautilus, die 1:1 auf ein Typ VII U-Boot gepasst hätte und das whitewashing von Captain Nemo.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  5. Re: 20.000 Meilen ist absolut...

    Autor: Thurius 02.05.20 - 13:57

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ach ja und dann noch was zu der Marine.. die fahren "OHNE FLAGGE"? what the
    > fuck? Absolut unvorstellbar.
    > imgur.com/uCrrLPF.png

    Ist auch verboten, bei rot über die Ampel zu gehen, aber wenn keine Polizei daneben steht, wird in 99,9 % der Fälle nichts passieren.

  6. Re: 20.000 Meilen ist absolut...

    Autor: quineloe 02.05.20 - 13:58

    Empfindest du das als angemessenen Vergleich? Kein besserer eingefallen? Das hat man damals und heute schlicht nicht gemacht.

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