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Schüneman... sehen wir uns doch mal nächer an wo der seine Infos her hat...

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  1. Schüneman... sehen wir uns doch mal nächer an wo der seine Infos her hat...

    Autor: Pitcher33 25.09.06 - 09:25

    "Je mehr man „Killerspiele“ spielt, desto höher ist die eigene Gewaltbereitschaft."

    Wo hat Herr Schünemann nur seine Informationen her?

    Obwohl Deutschland im internationalen Vergleich eines der Länder mit den strengsten Regeln zur Jugendfreigabe von Medien ist, tritt Schünemann ausdrücklich für eine Verschärfung der bestehenden Regelungen ein.
    Bei einem Interview zu dem Thema konnte er aber kein konkretes gewaltverherrlichendes Spiel nennen, auf das er sich ausdrücklich bezieht. Als Inspiration zu seinem Vorstoß nannte er Recherchen des ZDF-Magazins "Frontal 21". Wissenschaftliche Belege für eine gefährliche Wirkung von Computerspielen bezeichnete er als überflüssig.
    Wenn sich ein Politiker wie Herr Schünemann von einem Magazin wie "Frontal 21" so beeinflussen lässt, dass er solche Töne anschlägt, sollte er gegebenenfalls seinen eigenen Medienkonsum überprüfen.
    Wie weltfremd ein Politiker sein kann, kann man schon alleine daran erkennen, dass er im Zeitalter der globalen Datennetze in früheren Interviews ein Herstellungsverbot von "Killerspielen" gefordert hat.

    "Ein Herstellungsverbot sei allerdings schwer umzusetzen" ... "Denn der Großteil der Ballerspiele werde im Ausland programmiert"

    Die Politik als Opfer der Globalisierung. Wie entzückend. Stattdessen sollten die sich mal fragen, warum in Deutschland mehr Waffen als Ballerspiele produziert und verkauft werden.

    "Der Verdacht: Die Kontrollen sind zu lax."

    Stimmt, wobei ich das nicht auf „Killerspiele“ beziehen würde. Aktuell: Gammelfleich, Steuerverschwendung, und, so wie es sicher nicht nur mir vorkommt, vollkommene Loslösung auf Seiten der Politik von ihren (Noch-)Wählern. Man hat das Gefühl, dass Politiker, die sich mehr und mehr um ihren eigenen Profit und ihre Posten in den verschiedenen Aufsichtsräten kümmern, die Gewaltbereitschaft in der Masse der Bevölkerung mehr erhöhen als „Killerspiele“

    Wenn ich pers. mir die aktuelle Gesamtsituation so ansehe, Arbeitslosigkeit, Sozialabbau, Wirtschaft (Stichwort: Siemens erhöht die Gehälter der Vorstände um 30 Prozent, im selben Atemzug wird aber von Lohnkürzungen und Entlassungen bei den Arbeitern/Angestellten geredet), nur um ein paar zu nennen, kann man verstehen das immer mehr Menschen nicht mehr, oder im schlimmsten Fall, rechts wählen.

    Wir lernen: Je mehr Pistolen die Polizisten haben desto mehr Verbrecher können sie überwältigen. Je höher die Diäten desto bessere Politik bekommen wir... wenn ich viel Geld bezahle bekomme ich sicher Gutachten die auch das bestätigen würden. Ganz sicher…

    Wie im Artiklel steht: Herr Schünemann ist Mitglied im Sportschützen-Club Holzminden. Robert Steinhäuser, der Killer aus Erfuhrt, war auch Mitglied in so einem Sportschützen-Club. Ich könnte da jetzt auch meine Schlüsse ziehen... aber mir fehlen da die wissenschaftlichen Beweise… und von Sachen von denen ICH keine Ahnung habe lasse ich lieber meine Finger!

    Aber weiter geht es. Es gebe einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Killerspielen und nachlassenden Leistungen in der Schule: "Je brutaler die Spiele sind und je häufiger man sie spielt, desto schlechter sind die Noten". Und eben: "Je mehr man Ego-Shooter spielt, desto höher ist die eigene Gewaltbereitschaft." Also wenn selbst ein Innenminister solche unbewiesenen Behauptungen aufstellt, dann ist das ganze für mich als kleinstes Übel nur eine riesige Verschwendung von Steuergeldern.

    Besonders wenn man den Faden weiterspinnt - Jugendlichen sollen also bessere Noten bekommen, wenn sie nur Spiele spielen, wo sich die Menschen besonders lieb haben. Wer glaubt den so etwas? Wenn ein Jugendlicher 5 Stunden am Tag Fußball spielt (oder ist das auch schon ein Killerspiel?) werden seine Leistungen in der Schule sicher nur besser… ja ist klar…

    Und ich wette mit jedem, wenn ein Schüler 5 Stunden Fußball (oder meinetwegen Domino) spielt, dann kräht kein Politiker danach. Aber wenn er statt Fußball Computerspiele spielt, ist das Malheur perfekt... und das obwohl Fußball sogar offensichtlich zu Gewalt führt - vor/nach Fußballspielen gibt es immer wieder große Polizeieinsätze damit die „Hooligans“ sich nur etwas blutig schlagen und nicht so richtig tot. Aber OK, anderes Thema. Ich hab aber noch nichts von irgendwelchen Schlägereien / Schießereien bei LAN-Veranstaltungen gehört (was ja nach Schünemannlogik eine enorme Konzentration des Bösen sein müsste). Ich selber habe schon solche LAN-Partys ohne größere Schäden überlebt... OK, Kopfschmerzen... aber zum Thema „Alkohol“ komme ich weiter unten.

    Ein Verbot, bzw. die andauernden Debatten darüber erhöhen lediglich das Interesse der Jüngeren an diesen Spielen. Die einzig vernünftige Lösung ist es Eltern und Kinder wieder zu einem Dialog zu ermuntern, in dem man gemeinsam wertet und bewertet, was da so täglich über die Bildschirme flimmert, und ich meine nicht nur den PC-Bildschirm.

    Das Problem ist doch viel mehr, dass sich Politiker mit Parolen und Hetzkampagnen profilieren wollen, anstatt Angebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Ich halte es für sinnvoller in (motivierte) Lehrer, außerschulische Angebote, Arbeitsplätze, Sportvereine, etc. etc. zu investieren.

    Die Kapitulation vor dieser Problematik ist erschreckend! Als wenn man solche Sachen wirklich wirkungsvoll über Verbote regeln könnte.

    Mein Vorschlag: SIE, Herr Schünemann, treten mit sofortiger Wirkung vom Ihrem Amt zurück und Ihr bisheriges Gehalt fließt in einen Fond zur Gewaltprävention an Schulen.

    Für uns Bürger eine klassische Win-Win Situation:

    Ein nicht unerheblicher Betrag wird zur Gewaltprävention zur Verfügung gestellt und es gibt einen offenbar nur bedingt kompetenten Politiker weniger...

    Ach ja Alkohol:
    Wäre da nicht auch ein Herstellungsverbot angebracht? Wie viele Menschen mussten sterben, weil irgendwer betrunken Auto gefahren ist. Viele Menschen werden durch Alkohol zu aggressivem Verhalten angeregt. Das liegt klar auf der Hand und ist, im Gegensatz zu der „Killerspiele-Theorie“ durch Experten erwiesen! Alkohol ist hochgradig gefährlich und hat ein hohes Suchtpotential. Fragen Sie mal unsere Krankenkassen was da im Jahr für Kosten entstehen!

    Nebenbei: Rauchen Sie?

    Aber Ok, mit dem Alkohol… kann ich verstehen… will man sicher nicht verbieten… dann sind die Feiern in Herrn Schünemanns Sportschützengruppe oder auch auf meiner LAN-Party sicher nicht mehr so lustig… In diesem Sinne:
    Prost

  2. Re: Schüneman... sehen wir uns doch mal nächer an wo der seine Infos her hat...

    Autor: Rakoon 26.09.06 - 11:36


    Sehr gut Text, nur besteht gerademal eine 1% Chance das ein Politker (von Herr-Schüneman mal ganz abgesehen) das ein Politker sich in diese Forum Verriert, daher Schreib doch einfach eine Email an ihn. Ob es was bringt ist eine andere sache den ich hab den eindruck das ein großteil der Politiker der sinn für die Realität abhandengekommen ist.


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