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  5. › Vampir-Stromverluste: Porsche Taycan…

Ist das nicht normale Selbstentladung?

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  1. Ist das nicht normale Selbstentladung?

    Autor: grutzt 15.05.20 - 13:09

    Was soll dieser Vampir-Unsinn?

    Porsche hat halt (eine Art) Eneloop verbaut.

  2. Re: Ist das nicht normale Selbstentladung?

    Autor: EWCH 15.05.20 - 15:40

    > Was soll dieser Vampir-Unsinn?

    10% in 22 Tagen ist weit mehr als die Selbstentladung. Keine Ahnung was Tesla da treibt.

  3. Re: Ist das nicht normale Selbstentladung?

    Autor: Dwalinn 15.05.20 - 15:44

    Ist doch egal wie man es nennt, klar selbst Entladung ist das eine aber die frage ist halt auch der standby Verbrauch der Hardware.

    Wobei die 10% vom Model 3 ja durchaus noch okay sind, beim Model S hieß es ja teils 1% pro Tag... mag zwar nicht viel sein für vielfahrer aber wer rund 100km in der Woche fährt versaut sich so schon die Effizienz.

  4. Re: Ist das nicht normale Selbstentladung?

    Autor: Eheran 15.05.20 - 16:01

    Es waren wohl 37 Watt. Entsprechend hat jemand bei 100km pro Woche mit entsprechend etwa 20kWh Verbrauch dann zusätzlich noch 6 kWh nur vom Rumstehen.

  5. Re: Ist das nicht normale Selbstentladung?

    Autor: GajusTempus 15.05.20 - 22:54

    das ist relativ simpel: Es sind die stillen Verbraucher, die an JEDER Batterie zehren.

    Tesla hat Keyless-Go. Beim Model 3 läuft das mittels Bluetooth. Zusätzlich noch RFID-Empfänger an der B-Säule. Beides lauscht dauerhaft, ob sich denn der Schlüssel nähert, um den Wagen aufzuschließen und zu entsperren. Der Wagen hat zudem eine Alarmanlage, bei der man sich nicht sicher ist, ob sie optisch oder wie auch immer sonst funktioniert. Sie ist so feinfühlig, dass selbst eine Fliege, die durch den Innenraum fliegt, diese Alarmanlage auslöst.

    All das verbraucht Strom. Und die Steuergeräte, die beides am Leben halten, ebenfalls. Ist nicht viel - lass es vielleicht in Summe 5 Watt sein, mit den Steuergeräten höchstenfalls 10. Und jetzt fangen wir mit dem Multiplizieren an.
    In 24 Stunden sind das dann 120 bis 240 Wattstunden. Das entspricht 1-2 Kilometern Reichweite pro Tag. 10% Akkuverlust in 22 Tagen entspräche, bei einem Standardrange-Plus, das eine 55kWh-Batterie hat, einen Vampirstromverlust von 5,5 Kilowattstunden in 22 Tagen. Das entspricht 250 Wattstunden pro Tag.

    Der etwas höhere Stromverbrauch als kalkuliert kann dazu noch weitere Ursachen haben:
    - Aufwecken des Autos. Wenn du den Akkustand abfragen willst (und zwar LIVE - und nicht auf einem Server zwischengepuffert), wacht der Hauptcomputer auf, das GSM-Modem verbraucht auch Strom, insbesondere, wenn es arbeiten soll.
    - Laden der 12V-Batterie, damit sie nicht stirbt. Die wird nämlich nicht dauerhaft aufgeladen, sondern bekommt immer wieder Ladeimpulse, damit sie länger am Leben bleibt.
    - Akkupflege. Gerade heftige Minusgrade mögen die Zellen ebensowenig wie extreme Hitze. Nötigenfalls springt dann von selbst die Akkuklimatisierung an, um den Akku zurück ins Wohlfühlfenster zu schieben, damit die Lebensdauer nicht leidet.

    Das der Porsche nach 22 Tagen lediglich 1% verloren haben soll, halte ich indes für ein Gerücht. Wie oben schon gezeigt: Dinge wie Alarmanlage, Keyless-Go und auch die Onlinedienste hat der ebenso wie der Tesla. Alles braucht Strom - und IRGENDWOHER muss er den ziehen. Wahrscheinlich bedient er sich dabei der stillen Reserve im Akku. Oder aber der Akkuladestand lügt ihn einfach nur an.

  6. Re: Ist das nicht normale Selbstentladung?

    Autor: Eheran 16.05.20 - 00:42

    >das GSM-Modem verbraucht auch Strom, insbesondere, wenn es arbeiten soll.
    Das wäre bei der Anlage nicht mal messbar, so wenig braucht das.

    Und auch BT und RFID sind im Betrieb nicht annähernd so verschwenderisch. Wie sonst sollte man als Bastler damit zusammen mit einer 18650 Zelle Monate Laufzeit erreichen? Oder Türschlosser mit noch viel kleineren Akkus? Ne. Braucht man nicht verteidigen sowas, das ist inakzeptable Energieverschwendung auf dem Niveau eines beschissenen Kühlschranks.

  7. Re: Ist das nicht normale Selbstentladung?

    Autor: Snoozel 16.05.20 - 16:26

    Oder der Porsche merkt es einfach nicht dass ihm Ladung fehlt und die % Anzeige ist ungenau.

  8. Re: Ist das nicht normale Selbstentladung?

    Autor: fuzzy 16.05.20 - 22:58

    Das ist eine gängige Bezeichnung für Standby-Energieverschwendung. Allerdings nicht unbedingt im Deutschen.

    Und nein, mit Selbstentladung (des Akkus) hat das nur begrenzt was zu tun. Das Auto ist ja nicht ganz aus.

    Baumansicht oder Zitieren oder nicht Posten - die Wahl ist eure!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.05.20 22:58 durch fuzzy.

  9. Re: Ist das nicht normale Selbstentladung?

    Autor: bifi 17.05.20 - 08:54

    Im Artikel war geschrieben, dass alle Zusatzfunktionen wie der Sentinel (die Alarmanlage) deaktiviert war. Keyless Go hat der Porsche im übrigen natürlich auch, allerdings nicht via Bluetooth. Aber selbst Bluetooth sollte hier nicht viel Energie fressen. Mit BT Low Energie können kleine Bluetooth Beacons z.B. (die aktiv senden) jahrelang mit einer kleinen Batterie überlegen. Das sollte die Batterie des Teslas in 22 Tagen nicht nennenswert belasten.

    Soweit ich die Bordnetz-Architektur von Tesla kenne, haben die einen permanent aktiven DCDC verbaut, welcher durchgehend das 12V Bordnetz stützt.
    Der Porsche dagegen hat einen DCDC der nur bei aktivem Fahrzeug aktiv ist. 22 Tage Standzeit dürfen für die 12V Batterie des Autos kein Problem darstellen, daher wird der Energiebedarf des Bordnetzes des Porsches diese 22 Tage vollständig aus der 12V Batterie gelebt haben. Erst wenn er länger steht (vielleicht 2 Monate) wäre die 12V Batterie soweit entladen, dass sie aus dem HV-Netz über den DCDC nachgeladen werden muss. Tesla macht das einfach permanent.

    Wenn man nach 22 Tagen also den Porsche einschaltet, dann wird hier erstmal ein ordentlicher Strom in die 12V Batterie fließen. Dies müsste man fairerweise auch betrachten. Allerdings bezweifle ich, dass hier dies mehr als 1 kWh sein dürfte. Also durch diese Nachladung nach der langen Standzeit dürften vielleicht maximal 1% SOC drauf gehen.

    Folglich hat der Tesla trotzdem einen massiv höheren Ruhestromverbrauch als der Porsche. Ich tippe mal, dass hier die Bordcomputer deutlich aktiver sind und mehr "nach Hause" telefonieren als bei Porsche. Klar, tolle Connectivität und so weiter, allerdings eben auch großer Stromfresser. In diesem Fall wäre hier tatsächlich die Frage: was ist der Benefit für den Kunden?

  10. Re: Ist das nicht normale Selbstentladung?

    Autor: GangnamStyle 17.05.20 - 15:00

    Nein, auch Telsa hat eine gute Batterie. Das "Problem" bei Tesla ist, dass trotz Abschaltung in der Software, einige Dinge immer noch laufen. Sehrwahrscheinlich steht die Hauptplatine immer unter Stromversorgung und lässt sich nie abschalten. Jeder PC-Besitzer weiß, was so ein System selbst im Leerlauf Strom verbraucht.
    Bei anderen Marken ist der Boardcomputer wohl ausgeschaltet, wenn das Auto aus ist.

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