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der Sinn ist mir nachwievor unklar

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  1. der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: Kaiser Ming 30.05.20 - 13:04

    wenn ich infiziert bin, geh ich ins Krankenhaus oder bleib zuhause, aber stell keine App auf infiziert.

    Mal davon ab das ich es für fraglich halte ob der deutsche Durchschnittsbürger das überhaupt hinbekommt, wenn ich sowas lese "Allerdings nicht einfach so, sondern erst nach Eingabe eines von den Gesundheitsämtern bereitgestellten Codes."

    Das nächste, woher weiss ich das ich infiziert bin? Viele haben ja gar keine Symptome die einen Arztbesuch erforderlich machen. Ein kostenloser Test den man überall bekommt würde zumindest dazu führen das sich viele selbst testen.

  2. Re: der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: JouMxyzptlk 30.05.20 - 13:51

    Kaiser Ming schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn ich infiziert bin, geh ich ins Krankenhaus oder bleib zuhause, aber
    > stell keine App auf infiziert.

    Dass die Leute eine Wahl bekommen den Schalter umzulegen ist ein Teil der Demokratie, es gibt genug welche Helfen wollen. Den Schalter danach umzulegen bedeutet dass die letzten paar Tage, wo die App schon lief, nachverfolgbar werden. Um zu sehen wo du VOR der Diagnose warst.
    Das werden, wie immer, nicht alle machen. So wie im Straßenverkehr manche nicht blinken mit der Begründung "es geht niemand was an wohin ich fahre".

    > Mal davon ab das ich es für fraglich halte ob der deutsche
    > Durchschnittsbürger das überhaupt hinbekommt, wenn ich sowas lese
    > "Allerdings nicht einfach so, sondern erst nach Eingabe eines von den
    > Gesundheitsämtern bereitgestellten Codes."

    Äh, man geht das im Krankenhaus mit den Leuten durch? Wenn ein Code ausgegeben wird gibt es auch Helfer die diesen aktivieren wenn jemand "wie geht das?" fragt. Auf der anderen Seite beleidigst du Familie Durchschnitt. Das macht mich neugierig auf deine Umgebung, was dein üblicher Umgang ist. Wer sein Smartphone entsperren kann hat auch die Fähigkeit einen Code in einer App einzugeben.

    > Das nächste, woher weiss ich das ich infiziert bin? Viele haben ja gar
    > keine Symptome die einen Arztbesuch erforderlich machen. Ein kostenloser
    > Test den man überall bekommt würde zumindest dazu führen das sich viele
    > selbst testen.

    Das wird sich bald ändern, so wie die Tests mehr verfügbar sind. Erst werden die Verdächtigen getestet, dann die Risikogruppen, und dann erst kommt der Rest. Wie z.B.: Du und ich.

    Ultra HD ist LOW RES! 8K bis 16K sind mein Metier.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.05.20 13:52 durch JouMxyzptlk.

  3. Re: der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: DeeMike 30.05.20 - 14:13

    Das Problem bei COVID-19 ist, dass man schon 1-3 Tage vor Symptombeginn infektiös ist. Der Sinn der App ist, nach einem Kontakt mit einem unerkannt Infizierten rechtzeitig gewarnt zu werden, dass man sich selbst in Isolation begeben kann, bevor man selbst infektiös wird.

    Wenn Du einen Test machst, bekommst Du einen Probenbegleitschein, auf dem ein QR-Code gedruckt ist. Diesen scannst Du ein mit der App. Dann meldet sich die App automatisch mit dem Testergebnis. Wenn es positiv ist, musst Du noch bestätigen, dass Du Deine eigenen Zufallscodes hochladen möchtest, um Deine Kontakte der letzten Tage zu warnen.

  4. Re: der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: Schnarchnase 30.05.20 - 14:24

    Das Problem der App wird sein, dass sie einen Kontakt nicht zuverlässig erkennen kann. Ich halte es schon für kaum machbar, die Entfernung mittels Bluetooth zuverlässig zu messen und selbst wenn das möglich wäre, kann die App nicht wissen ob und wie die Personen geschützt waren.

    Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen. Einsetzen können werde ich die App vermutlich nicht mangels iOS/Android.

  5. Re: der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: JouMxyzptlk 30.05.20 - 14:33

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich halte es schon für kaum machbar, die Entfernung mittels
    > Bluetooth zuverlässig zu messen und selbst wenn das möglich wäre, kann die
    > App nicht wissen ob und wie die Personen geschützt waren.

    Es geht wahrscheinlich gar nicht darum tatsächlich eine Entfernung zu messen, sondern reine Anwesenheit. Auch wenn das zwischen 2 Meter und 50 Meter schwanken kann, je nach Ausrichtung und Türen dazwischen.
    Was ich nicht weiß, aber als Möglichkeit sehe: Diejenigen welche in der Nähe eines Infizierten waren bekommen eine Warnung, und dann ist der Test kostenlos. Zumindest wäre das eine passende Vorgehensweise.

  6. Re: der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: Cespenar 30.05.20 - 16:19

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem der App wird sein, dass sie einen Kontakt nicht zuverlässig
    > erkennen kann. Ich halte es schon für kaum machbar, die Entfernung mittels
    > Bluetooth zuverlässig zu messen und selbst wenn das möglich wäre, kann die
    > App nicht wissen ob und wie die Personen geschützt waren.
    >
    > Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen. Einsetzen können werde ich
    > die App vermutlich nicht mangels iOS/Android.

    Ich denke es gibt Szenarien in denen das Tracking ganz gut und solche in denen es eher schlecht bzw. gar nicht funktioniert. Mit Blick auf die immer großzügigeren Lockerungen sehe ich hier Chancen bei Kontakten in Restaurants, in Kinos oder auch beim längeren Aufenthalten in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich bin skeptisch, aber auch neugierig wie gut das am Ende funktioniert.

  7. Re: der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: Trockenobst 30.05.20 - 22:22

    JouMxyzptlk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diejenigen welche in der Nähe eines Infizierten waren bekommen eine Warnung, und dann ist >der Test kostenlos. Zumindest wäre das eine passende Vorgehensweise.

    Ich habe eine Mail zum Gesundheitsamt geschickt, die sagten das Tests grundsätzlich von Ärzten angefordert müssen. Ich kann mich sonst nur für 100-200¤ an private Labore wenden.

    In diesem Kontext würde ich mir wünschen, dass man auch ohne solche Reifensprünge den Test kostenlos machen lassen könnte. Bei vielen jungen Menschen gibt es im Verlauf kaum Symptome, und das würde wahrscheinlich sehr vielen mit Zweifeln beruhigen wenn man bei ihnen Antikörper testen könnte. Ganz ohne App.

  8. Re: der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: scrumdideldu 30.05.20 - 22:44

    JouMxyzptlk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Mal davon ab das ich es für fraglich halte ob der deutsche
    > > Durchschnittsbürger das überhaupt hinbekommt, wenn ich sowas lese
    > > "Allerdings nicht einfach so, sondern erst nach Eingabe eines von den
    > > Gesundheitsämtern bereitgestellten Codes."
    >
    > Äh, man geht das im Krankenhaus mit den Leuten durch? Wenn ein Code
    > ausgegeben wird gibt es auch Helfer die diesen aktivieren wenn jemand "wie
    > geht das?" fragt. Auf der anderen Seite beleidigst du Familie Durchschnitt.
    > Das macht mich neugierig auf deine Umgebung, was dein üblicher Umgang ist.
    > Wer sein Smartphone entsperren kann hat auch die Fähigkeit einen Code in
    > einer App einzugeben.

    Soweit ich das verstehe sogar noch einfacher: Du bekommst beim Test einen QR-Code den Du mit der App scannen kannst und dann bekommst Du das Ergebnis später direkt in der App!

  9. Re: der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: Mike LeBuchet 30.05.20 - 23:14

    scrumdideldu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Soweit ich das verstehe sogar noch einfacher: Du bekommst beim Test einen
    > QR-Code den Du mit der App scannen kannst und dann bekommst Du das Ergebnis
    > später direkt in der App!

    So ist es. Das Problem: Jeder, der (zu Recht oder zu Unrecht) einen solchen QR-Code hat, kann nach einer Runde im Supermarkt eine Kettenreaktion auslösen. Da müssen dann plötzlich symptomfrei Infizierte in Quarantäne, die bislang als Teil des Dunkelfeldes ganz normal gearbeitet haben.

  10. Re: der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: GodsBoss 31.05.20 - 12:34

    > Mal davon ab das ich es für fraglich halte ob der deutsche
    > Durchschnittsbürger das überhaupt hinbekommt, wenn ich sowas lese
    > "Allerdings nicht einfach so, sondern erst nach Eingabe eines von den
    > Gesundheitsämtern bereitgestellten Codes."

    Es gibt keine Anmeldung an der App und keine Identifizierung. Wenn Leute sich einfach so selbst melden könnten, werden pünktlich mit Start der App Spaßmeldungen eingehen. Zwei Tage Straßenbahn fahren und durch die Gegend gurken, dann "Ich habe Corona" anklicken. Daher darf das nur nach Verifizierung möglich sein.

    Wie würdest du es denn lösen (unabhängig davon, ob die App nicht aus anderen Gründen nichts oder viel zu wenig bringen wird)?

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  11. Re: der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: thinksimple 31.05.20 - 14:38

    Mike LeBuchet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > scrumdideldu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Soweit ich das verstehe sogar noch einfacher: Du bekommst beim Test
    > einen
    > > QR-Code den Du mit der App scannen kannst und dann bekommst Du das
    > Ergebnis
    > > später direkt in der App!
    >
    > So ist es. Das Problem: Jeder, der (zu Recht oder zu Unrecht) einen solchen
    > QR-Code hat, kann nach einer Runde im Supermarkt eine Kettenreaktion
    > auslösen. Da müssen dann plötzlich symptomfrei Infizierte in Quarantäne,
    > die bislang als Teil des Dunkelfeldes ganz normal gearbeitet haben.


    Woher glaubst das es so ist?
    Wie soll jemand in Quarantäne wenn er sich selbst nicht meldet?
    Den QR-Code erhält man nur dann wenn man über die App seine ID hochladen will.

    Wie das mit fremden Handys und FremdQR gehen soll müsstest du erklären. Besonders da der Schlüssel passend zum QR nicht suf deinem Handy ist.

    Und jemand der per App gewarnt wird entscheidet selbst was er als nächstes macht.

    Also wie soll dies dann funktionieren das jemand in Quarantäne muss?

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  12. Re: der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: Schnarchnase 31.05.20 - 21:25

    JouMxyzptlk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht wahrscheinlich gar nicht darum tatsächlich eine Entfernung zu
    > messen, sondern reine Anwesenheit. Auch wenn das zwischen 2 Meter und 50
    > Meter schwanken kann, je nach Ausrichtung und Türen dazwischen.

    Dann wäre es komplett für die Mülltonne. Das gäbe 99% false positives und wäre damit unbrauchbar.

  13. Re: der Sinn ist mir nachwievor unklar

    Autor: Peter V. 01.06.20 - 11:03

    Kaiser Ming schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn ich infiziert bin, geh ich ins Krankenhaus oder bleib zuhause, aber
    > stell keine App auf infiziert.
    >
    > Mal davon ab das ich es für fraglich halte ob der deutsche
    > Durchschnittsbürger das überhaupt hinbekommt, wenn ich sowas lese
    > "Allerdings nicht einfach so, sondern erst nach Eingabe eines von den
    > Gesundheitsämtern bereitgestellten Codes."
    >
    > Das nächste, woher weiss ich das ich infiziert bin? Viele haben ja gar
    > keine Symptome die einen Arztbesuch erforderlich machen. Ein kostenloser
    > Test den man überall bekommt würde zumindest dazu führen das sich viele
    > selbst testen.
    Schon hart sowas zu lesen. Wenn Person XYZ positiv getestet wurde, kann ich dann einfach nachvollziehen, mit wem diese Person Kontakt hatte. Allein in Heinsberg hätte man damit viele Opfer vermeiden können. In München, wo man die Infektionsketten gerade noch verfolgen konnte, lief es schon besser.

    Hätte man die Dame aus China z.B. früher getestet, weil sie Kontakt mit infizierten hatte, wäre die Nummer deutlich glimpflicher abgelaufen. Damals gab es weder die App noch ausreichend Testmöglichkeiten, bald kann man, wenn auch leider vorerst nur pro Land, solche Ketten super verfolgen und gezielt Leute testen.

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