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Opt-Out für Smart-TVs?

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  1. Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: 0IO1 03.07.20 - 11:54

    Was mich besoners stört ist, dass man kaum noch Fernseher kaufen kann, die tatsächlich nur Wiedergabegeräte sind. Alle Fernseher im typischen Endkundenmarkt sind inzwischen "Smart". Damit halse ich mir ein Betriebssystem auf, das unweigerlich veralten wird. Mein aktueller Fernseher ist 10 Jahre alt und macht keine Anzeichen, dass er bald aufgeben wird. HD reicht mir auch noch völlig aus. Als Smart-TV wäre dieser Fernseher ein Sicherheitsrisiko.
    Das Kartellamt sollte daher darauf drängen, dass man den smarten Funktionalitäten widersprechen kann. So dass man nach dem Opt-out einen Bildschirm, hat bei dem ich zwischen den HDMI-Eingängen wechseln kann. Und vielleicht noch die Lautstärke ändern.
    In den Fernseher kann man dann diverse Boxen, Sticks und Konsolen einstöpseln, die die gewünschte Funktionalität zur Verfügung stellen. Die kosten zwischen 15 und 200 Euro und können bei Bedarf einzeln ersetzt werden.
    Es gibt solche Fernseher, die sind aber hauptsächlich für den professionellen auf Events, Gebäuden oder so und sie sind sehr teuer. Vom Kartellamt würde ich mir wünschen, dass sie mir hier mehr Wahlfreiheit lassen.

  2. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: MSW112 03.07.20 - 12:08

    Genau das wird u.a. bemängelt, denn nach DSGVO müsste man die Wahl haben (per Opt-In).

  3. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: MancusNemo 03.07.20 - 12:59

    Verstehe das Problem nicht. Die können die Daten sammeln bis das Gerät schwarz wird. AGB Abnicken und kein Netzwerk einhängen oder W-Lan nicht einrichten und den Müll nicht nutzen... Problem gelöst. Externe Geräte anschließen und nutzen funktioniert ja trozdem...

  4. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: nuffy 03.07.20 - 13:40

    Was nützt Dir so ein "totes Gerät", welches dann auch noch ggf. Fehlermeldungen wirft, weil Du es nicht am Netzwerk angeschlossen hast? Und es sich keine Updates zur Fehlerbeseitigung ziehen kann oder wg. Sicherheit? Damit ist das "Problem" nicht behoben. Nur verlagert. Die Daten, die angeblich "gesammelt" werden, sind auch so wertvoll und "intim" - da wird meiner Meinung nach wieder maßlos übertrieben und natürlich wittert man wieder ein schönes Geschäft damit, weil man ordentlich abmahnen könnte - und das in Millionen.

    Selbst wenn man nur einen Monitor hat und externe Geräte für Streaming etc. anschließt - abgesehen davon, dass das genau ein Innovationskiller ist - werden auch dort bestimmt wieder Stimmen laut, wo man für jedes Gerät und Dienst DSGVO-Konformität verlangt und dann wäre man wieder an der gleichen Stelle, wie zuvor - nur dass man eben sich viele neue Gerätschaften an einen TV anschließen darf, die jeweilige Dienste abbilden und unnötig viel Kabelzeugs dazu. Nennt ihr das Fortschritt?

  5. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: Hotohori 03.07.20 - 16:09

    Ja, denn Fortschritt hat für mich nichts damit zu tun das alles möglich in ein Gerät gestopft wird.

    Externe Geräte haben den Riesen Vorteil, dass sie 1. individuell genutzt werden können, jeder kann sich zusammenstellen was er benötigt und 2. man einzelne Geräte erneuern kann, wenn diese zu veraltet oder schlicht defekt sind.

    Bei einem einzelnen Gerät muss man alles mit kaufen, auch das was man gar nicht braucht und wenn etwas veraltet/defekt ist muss man das komplette Gerät austauschen, obwohl der Rest noch 100% funktioniert.

    Der einzige Grund wieso Leute ein Gerät für alles so toll finden ist pure Bequemlichkeit.

  6. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: nuffy 03.07.20 - 16:18

    Ein Smart-TV ist nicht direkt Schrott, nur weil der Streaming-Betreiber "Wundervolles-TV" seinen Dienst quitiert und pleite gegangen ist. Die Apps lassen sich ersetzen oder einfach nicht benutzen. Es ist zwar richtig, dass Smart-Geräte oftmals mit vielen Apps überladen sind, aber auch nicht die Regel.

    Für mich ist es nicht fortschrittlich für jeden Murks ein externes Gerät bereit zu stellen, welches womöglich viele Kabel nötig macht und unnötig extra Strom zieht. Aus rein diesen Aspekten heraus machen Smart-TV Geräte sinn. Keine 5 Netzteile anschließen, keine zig Geräte im Standby, kein Kabelsalat. Keine unnötige pro Gerät Wartung...

  7. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: My1 03.07.20 - 17:16

    nuffy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Smart-TV ist nicht direkt Schrott, nur weil der Streaming-Betreiber
    > "Wundervolles-TV" seinen Dienst quitiert und pleite gegangen ist. Die Apps
    > lassen sich ersetzen oder einfach nicht benutzen. Es ist zwar richtig, dass
    > Smart-Geräte oftmals mit vielen Apps überladen sind, aber auch nicht die
    > Regel.
    >
    > Für mich ist es nicht fortschrittlich für jeden Murks ein externes Gerät
    > bereit zu stellen, welches womöglich viele Kabel nötig macht und unnötig
    > extra Strom zieht. Aus rein diesen Aspekten heraus machen Smart-TV Geräte
    > sinn. Keine 5 Netzteile anschließen, keine zig Geräte im Standby, kein
    > Kabelsalat. Keine unnötige pro Gerät Wartung...

    naja ob sich die apps groß ersetzen lassen entscheidet der hersteller. bei android TV gehts sicher noch einigermaßen gut aber bei den ganzen dingern mit nem proprietärem OS is da nix los wenn der hersteller es nicht will und der will geräte verlaufen.

    Asperger inside(tm)

  8. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: nuffy 03.07.20 - 17:41

    My1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nuffy schrieb:

    > naja ob sich die apps groß ersetzen lassen entscheidet der hersteller. bei
    > android TV gehts sicher noch einigermaßen gut aber bei den ganzen dingern
    > mit nem proprietärem OS is da nix los wenn der hersteller es nicht will und
    > der will geräte verlaufen.

    Das stimmt - zum Teil. Bei ATV kann man seine Apps installieren oder eben deinstallieren. Die geschützten vom Hersteller für den Betrieb relevanten Apps und Dienste natürlich nicht - aber auch da kann man so Einiges einstellen (auch auf die Gefahr hin, dass das Gerät eben dann nicht mehr so prall funktioniert). Die anderen proprietären Hersteller zwängen dann auch einem was auf, aber sollte eine App den Dienst verweigern verweigert sie eben den Dienst. Der TV wird weiter funktionieren. Es seitdem es ist so gebaut, wie die Samsung BR-Player, die mal schön von der Firmware offenbar abgeschossen wurden. Aber dann ist auch Heidewitzka angesagt ...

  9. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: 0IO1 03.07.20 - 17:46

    nuffy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was nützt Dir so ein "totes Gerät", welches dann auch noch ggf.
    > Fehlermeldungen wirft, weil Du es nicht am Netzwerk angeschlossen hast? Und
    > es sich keine Updates zur Fehlerbeseitigung ziehen kann oder wg.
    > Sicherheit?

    Um eine Sicherheitslücke remote ausnutzen zu können, muss das Gerät online sein. Wenn man es offline betreibt, können keine Daten abfließen. Ganz einfach.


    > Daten, die angeblich "gesammelt" werden, sind auch so wertvoll und "intim"
    > - da wird meiner Meinung nach wieder maßlos übertrieben und natürlich
    > wittert man wieder ein schönes Geschäft damit, weil man ordentlich abmahnen
    > könnte - und das in Millionen.

    Die Abmahnungen bzw. Schadensersatzsummen beziehen sich immer auf Umsätze, also auf Geld, das mit diesen Daten verdient wurde.

    > Selbst wenn man nur einen Monitor hat und externe Geräte für Streaming etc.
    > anschließt - abgesehen davon, dass das genau ein Innovationskiller ist -
    > werden auch dort bestimmt wieder Stimmen laut, wo man für jedes Gerät und
    > Dienst DSGVO-Konformität verlangt und dann wäre man wieder an der gleichen
    > Stelle, wie zuvor - nur dass man eben sich viele neue Gerätschaften an
    > einen TV anschließen darf, die jeweilige Dienste abbilden und unnötig viel
    > Kabelzeugs dazu. Nennt ihr das Fortschritt?

    Natürlich muss jedes Gerät DSGVO-konform sein. Und ja, es ist Fortschritt, wenn ich mir ein neues Gerät kaufe und es anschließen kann. Fortschrittsfeindlich sind Geräte, die man nicht upgraden kann. Neue Peripheriegeräte machen Anbieter unabhängig und können(!) Eintrittshürden senken. Man muss sich nicht erst darum kümmern, die Apps für Smart TVs zu entwickeln oder Verträge mit Smart-TV Herstellern aushandeln, um den Sprung auf das Gerät zu schaffen.

  10. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: My1 03.07.20 - 17:50

    nuffy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > My1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > nuffy schrieb:
    >
    > > naja ob sich die apps groß ersetzen lassen entscheidet der hersteller.
    > bei
    > > android TV gehts sicher noch einigermaßen gut aber bei den ganzen
    > dingern
    > > mit nem proprietärem OS is da nix los wenn der hersteller es nicht will
    > und
    > > der will geräte verlaufen.
    >
    > Das stimmt - zum Teil. Bei ATV kann man seine Apps installieren oder eben
    > deinstallieren. Die geschützten vom Hersteller für den Betrieb relevanten
    > Apps und Dienste natürlich nicht - aber auch da kann man so Einiges
    > einstellen (auch auf die Gefahr hin, dass das Gerät eben dann nicht mehr so
    > prall funktioniert). Die anderen proprietären Hersteller zwängen dann auch
    > einem was auf, aber sollte eine App den Dienst verweigern verweigert sie
    > eben den Dienst. Der TV wird weiter funktionieren. Es seitdem es ist so
    > gebaut, wie die Samsung BR-Player, die mal schön von der Firmware offenbar
    > abgeschossen wurden. Aber dann ist auch Heidewitzka angesagt ...


    funktionieren ist sehr relativ, gerade wenn man das gerät online nutzt sind updates essentiell bei smart zeug denn sonst kann man sich ohne probleme das ganze heimnetzwerk zu nem botnet machen, ich meine IoT mag ja sicher einigen gefallen aber muss halt richtig gemacht werden.

    ich meine worauf basierte Mirai wohl?

    Asperger inside(tm)

  11. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: Faksimile 03.07.20 - 19:10

    Man braucht keine Apps ausser evtl. HbbTV und einen vernünftigen, schnellen Browser sowie Unterstützung für HID und Speicherfunktion über LAN.

  12. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: nuffy 03.07.20 - 19:18

    0IO1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Um eine Sicherheitslücke remote ausnutzen zu können, muss das Gerät online
    > sein. Wenn man es offline betreibt, können keine Daten abfließen. Ganz
    > einfach.

    Dazu müsste der Angreifer aber erst einmal in das Heimnetzwerk gelangen.
    Streng genommen - und aktuell ja auch im Gespräch - sind dann auch alle möglichen anderen Gerätschaften angreifbar (IoT) und selbst wenn diese eben nichts mit Datenkonformität und DSGVO zu tun haben.



    > Natürlich muss jedes Gerät DSGVO-konform sein. Und ja, es ist Fortschritt,
    > wenn ich mir ein neues Gerät kaufe und es anschließen kann.
    > Fortschrittsfeindlich sind Geräte, die man nicht upgraden kann. Neue
    > Peripheriegeräte machen Anbieter unabhängig und können(!) Eintrittshürden
    > senken. Man muss sich nicht erst darum kümmern, die Apps für Smart TVs zu
    > entwickeln oder Verträge mit Smart-TV Herstellern aushandeln, um den Sprung
    > auf das Gerät zu schaffen.

    Als Nutzer möchte ich mich aber auch nicht selbst permanent um mein Gerät kümmern und es warten. Somit sind gewisse Daten, die ein Hersteller zum Zweck der Funktionsüberwachung nutzt oder wie es so schön heiß "zur Verbesserung des Geräteerlebnisses" durchaus sinnvoll. Auf App/Software-Ebene bekomme ich als Nutzer auch den Hinweis, dass festgestellt wurde, dass ich noch eine veraltete App verwende und ob ich diese aktualisieren möchte. Wenn mich diese Abfrage/Hinweis zu oft nervt, bin ich auch über eine Auto-Update-Funktion glücklich. Aber auch das sieht jeder eben anders. Hier müssen also eher Optionen geschaffen werden, aber keine Hürden...

  13. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: nuffy 03.07.20 - 19:22

    My1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > funktionieren ist sehr relativ, gerade wenn man das gerät online nutzt sind
    > updates essentiell bei smart zeug denn sonst kann man sich ohne probleme
    > das ganze heimnetzwerk zu nem botnet machen, ich meine IoT mag ja sicher
    > einigen gefallen aber muss halt richtig gemacht werden.

    Das muss jeder für sich entscheiden können. Macht man nichts und verschleppt eine Sicherheitslücke und ist dann Opfer, ist das Geschrei groß, dass der Hersteller hier ja gerne mal ein Sicherheitsupdate hätte einspielen können. Spielt der Hersteller etwas ein, was nicht sicher (oder kaputt ist, wie bei Samsung derzeit), ist das Geschrei auch wieder groß. Am Ende muss man auch immer den Sicherheitsfaktor vor dem Gerät sehen - und der ist menschlich. Leider kann man eben keinem 0815-Konsumenten beibringen sich damit besser und intensiver zu beschäftigen. Womit auch irgendwelche DSGVO-Sticker auf den Verpackungen oder Hinweis-Dialogfenster daran nichts ändern werden können.

  14. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: ChMu 03.07.20 - 19:54

    0IO1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was mich besoners stört ist, dass man kaum noch Fernseher kaufen kann, die
    > tatsächlich nur Wiedergabegeräte sind.

    Alle Fernseher sind erst mal reine Wiedergabe Geraete.

    > Alle Fernseher im typischen
    > Endkundenmarkt sind inzwischen "Smart".

    Und? Ist halt auf der Platine. Einfach nicht nutzen, fertig. Eine Platine ohne diese Funktionen ist teurer, also eben die Massengertigung Smart.

    > Damit halse ich mir ein
    > Betriebssystem auf, das unweigerlich veralten wird.
    Was fuer ein und Aus schalten sowie der Lautstaerke regelung unwichtig ist.

    > Mein aktueller
    > Fernseher ist 10 Jahre alt und macht keine Anzeichen, dass er bald aufgeben
    > wird. HD reicht mir auch noch völlig aus. Als Smart-TV wäre dieser
    > Fernseher ein Sicherheitsrisiko.

    Wieso? Mein letzter Fernseher ist 4 Jahre alt. Laeuft auch sehr gut. Der hat alles moegliche smart Zeug eingebaut, was, weiss ich gar nicht. Da ich nie das wLan eingerichtet habe, spielt das auch keine Rolle. Da haengt ein 4k Sat Receiver dran und in nem zweiten HDMI ein Firestick. Einfachst auszuwechseln sollte es noetig sein und mit 25Euro fuer den Firestick kein riesen Investement. Damit kann ich all die “smarten” Sachen erheblich schneller und einfacher erledigen als mit den “smart” Funktionen des TVs.

    > Das Kartellamt sollte daher darauf drängen, dass man den smarten
    > Funktionalitäten widersprechen kann.

    Ehm, kann man doch? Niemand zwingt dich zu den Sachen.

    > So dass man nach dem Opt-out einen
    > Bildschirm, hat bei dem ich zwischen den HDMI-Eingängen wechseln kann. Und
    > vielleicht noch die Lautstärke ändern.

    Das ist der normal Fall. Es gibt nicht mal einen opt out, es gibt explizit einen opt in! Willst Du das nicht, gehts eben nicht.

    > In den Fernseher kann man dann diverse Boxen, Sticks und Konsolen
    > einstöpseln, die die gewünschte Funktionalität zur Verfügung stellen. Die
    > kosten zwischen 15 und 200 Euro und können bei Bedarf einzeln ersetzt
    > werden.

    Ja, das ist der ist Zustand. Was willst Du da verordnen?

    > Es gibt solche Fernseher, die sind aber hauptsächlich für den
    > professionellen auf Events, Gebäuden oder so und sie sind sehr teuer. Vom
    > Kartellamt würde ich mir wünschen, dass sie mir hier mehr Wahlfreiheit
    > lassen.

    Wie?

  15. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: My1 04.07.20 - 09:51

    nuffy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das muss jeder für sich entscheiden können. Macht man nichts und
    > verschleppt eine Sicherheitslücke und ist dann Opfer, ist das Geschrei
    > groß, dass der Hersteller hier ja gerne mal ein Sicherheitsupdate hätte
    > einspielen können. Spielt der Hersteller etwas ein, was nicht sicher (oder
    > kaputt ist, wie bei Samsung derzeit), ist das Geschrei auch wieder groß. Am
    > Ende muss man auch immer den Sicherheitsfaktor vor dem Gerät sehen - und
    > der ist menschlich. Leider kann man eben keinem 0815-Konsumenten beibringen
    > sich damit besser und intensiver zu beschäftigen. Womit auch irgendwelche
    > DSGVO-Sticker auf den Verpackungen oder Hinweis-Dialogfenster daran nichts
    > ändern werden können.


    naja updates müssen halt getestet werden und gerade bei IoT sollte das ja nicht so schwer sein, immerhin gibts die geräte ja nur so wie die vom Hersteller geliefert werden, ist ja kein PC.

    dazu sollten mMn sachen die privatsphäretechnisch nachteilig sind, wie bspw accounts, nicht nötig sein für etwas wo accounts nun wirklich nicht nötig sind (bspw zum downloaden der paar applets die so n smarttv halt hat, was zum glück bei den paar mit denen ich kontakt hatte kein problem war) und oben drauf sollte sowas neutral dargestellt werden.

    also nicht wie bei Microsoft wo man seit windows 8 zahlreiche umwege gehen muss um offline accounts zu nutzen, anstelle einfach zu fragen: möchten sie einen Microsoft online account nutzen? ja/nein und dann gehts halt zum erstellen eines lokalen accounts bzw zum erstellen/login vom MS account.

    dazu sollten IoT geräte auch lokal nutzbar sein ohne dämliche apps und nach hause telefonieren, sicher ist das eher eine option, die nicht mega anfängerfreundlich ist aber die möglichkeit sollte es mMn schon geben.

    und vor allem wenn der support aufgegeben wird, gehört das ding open source sodass andere an dem entwickeln können.

    Asperger inside(tm)

  16. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: My1 04.07.20 - 10:01

    nuffy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als Nutzer möchte ich mich aber auch nicht selbst permanent um mein Gerät
    > kümmern und es warten. Somit sind gewisse Daten, die ein Hersteller zum
    > Zweck der Funktionsüberwachung nutzt oder wie es so schön heiß "zur
    > Verbesserung des Geräteerlebnisses" durchaus sinnvoll. Auf
    > App/Software-Ebene bekomme ich als Nutzer auch den Hinweis, dass
    > festgestellt wurde, dass ich noch eine veraltete App verwende und ob ich
    > diese aktualisieren möchte. Wenn mich diese Abfrage/Hinweis zu oft nervt,
    > bin ich auch über eine Auto-Update-Funktion glücklich. Aber auch das sieht
    > jeder eben anders. Hier müssen also eher Optionen geschaffen werden, aber
    > keine Hürden...


    apps aktuell halten geht aber auch datenschutzfreundlich(er). bspw bei debian (und ubuntu, da die das gleiche format nutzen) gibts ne generelle release file in der alle apps von dem repo gelistet sind mit versionen und so, so kann man erstmal schauen was aktuell und nicht aktuell ist ohne groß informationen von sich zu geben außer der IP, und beim updates laden könnte man bspw noch ein paar andere apps mit requesten oder so um die daten zu verfälschen, wenn interesse besteht.

    es braucht nicht jedes gerät eine eindeutige ID um quer durch das internet getrackt zu werden bei jeglicher interaktion.

    zum thema dass man informationen darüber erstatten kann wenn was nicht funktioniert, kommt n feedback button auf die fernbedienung mit dem man probleme melden und durch.

    wenn man es mit dem datenschutz richtig aufdrehen möchte (mit entsprechenden verlusten) könnte man auch tor nutzen. dank HTTPS (was man sowieso nutzen sollte) weiß selbst das exit node nicht was da abgeht und der hersteller kennt keine IPs und gar nix.
    der letzte teil wird aber schnell overkill.

    Asperger inside(tm)

  17. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: nuffy 04.07.20 - 14:40

    My1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > naja updates müssen halt getestet werden und gerade bei IoT sollte das ja
    > nicht so schwer sein, immerhin gibts die geräte ja nur so wie die vom
    > Hersteller geliefert werden, ist ja kein PC.

    Das ist schon klar. Nutzt Du aber die Apps trotz fehlender Netzverbindung und die machen Probleme (Software macht eben oft Probleme, wissen wir ja im IT-Bereich zu genüge), musst Du wiederum zwingend einen Weg finden die Apps zu aktualisieren. Der normale Anwender wird hier nicht mit USB-Stick und speziellen Methoden anfangen APK-Dateien auf das Gerät zu hieven - oder kann es gar nicht (weil kein ATV-Gerät), weil das proprietäre OS es so nicht erlaubt.

    > dazu sollten mMn sachen die privatsphäretechnisch nachteilig sind, wie bspw
    > accounts, nicht nötig sein für etwas wo accounts nun wirklich nicht nötig
    > sind (bspw zum downloaden der paar applets die so n smarttv halt hat, was
    > zum glück bei den paar mit denen ich kontakt hatte kein problem war) und
    > oben drauf sollte sowas neutral dargestellt werden.

    Grundsätzlich ist nach meinem Kenntnisstand bei ATV kein Eintragen des Google-Accounts nötig.
    Das Gerät funktioniert ja trotz dem.


    > dazu sollten IoT geräte auch lokal nutzbar sein ohne dämliche apps und nach
    > hause telefonieren, sicher ist das eher eine option, die nicht mega
    > anfängerfreundlich ist aber die möglichkeit sollte es mMn schon geben.

    Aber auch nur, wenn das Gerät es absolut nicht benötigt. Das Konzept eines Smart-TV ist aber ja nicht ein schlankes IoT-Gerät zu sein. Es wird nur gerade in die Riege der IoT-Geräte gestellt. Für mich ist es aber deutlich mehr als das und geht schon in Richtung Smartphone/Tablet.

    > und vor allem wenn der support aufgegeben wird, gehört das ding open source
    > sodass andere an dem entwickeln können.

    Falls Du mal einen Smart-TV mit ATV hast, schau mal etwas Tiefer in den ATV-Einstellungen, dort sind zahlreiche Quellen angegeben, was alles mögliche auch aus OpenSource-Lagern verwendet wird. Wirklich viele Lizenzen sind dort im Hintergrund verwendet worden.

  18. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: My1 04.07.20 - 15:30

    nuffy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > My1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > naja updates müssen halt getestet werden und gerade bei IoT sollte das
    > ja
    > > nicht so schwer sein, immerhin gibts die geräte ja nur so wie die vom
    > > Hersteller geliefert werden, ist ja kein PC.
    >
    > Das ist schon klar. Nutzt Du aber die Apps trotz fehlender Netzverbindung
    > und die machen Probleme (Software macht eben oft Probleme, wissen wir ja im
    > IT-Bereich zu genüge), musst Du wiederum zwingend einen Weg finden die Apps
    > zu aktualisieren. Der normale Anwender wird hier nicht mit USB-Stick und
    > speziellen Methoden anfangen APK-Dateien auf das Gerät zu hieven - oder
    > kann es gar nicht (weil kein ATV-Gerät), weil das proprietäre OS es so
    > nicht erlaubt.

    ja da sollte es halt wege geben dass man das via USB stick oder so aktualisiert, schafft auch PS3/PS4/PSTV, nur so als beispiel.

    > > dazu sollten mMn sachen die privatsphäretechnisch nachteilig sind, wie
    > bspw
    > > accounts, nicht nötig sein für etwas wo accounts nun wirklich nicht
    > nötig
    > > sind (bspw zum downloaden der paar applets die so n smarttv halt hat,
    > was
    > > zum glück bei den paar mit denen ich kontakt hatte kein problem war) und
    > > oben drauf sollte sowas neutral dargestellt werden.
    >
    > Grundsätzlich ist nach meinem Kenntnisstand bei ATV kein Eintragen des
    > Google-Accounts nötig.
    > Das Gerät funktioniert ja trotz dem.


    okay nice, hatte noch nie android tv

    > > dazu sollten IoT geräte auch lokal nutzbar sein ohne dämliche apps und
    > nach
    > > hause telefonieren, sicher ist das eher eine option, die nicht mega
    > > anfängerfreundlich ist aber die möglichkeit sollte es mMn schon geben.
    >
    > Aber auch nur, wenn das Gerät es absolut nicht benötigt. Das Konzept eines
    > Smart-TV ist aber ja nicht ein schlankes IoT-Gerät zu sein. Es wird nur
    > gerade in die Riege der IoT-Geräte gestellt. Für mich ist es aber deutlich
    > mehr als das und geht schon in Richtung Smartphone/Tablet.

    ein Smart TV ist ein TV mit smart features, simple as that. und man sollte einfach die möglichkeit haben keine AGBs oder so akzeptieren zu müssen und das gerät einfach als TV nutzen zu können, immerhin gibts ja quasi keine modernen TVs mehr ohne smart. und ich denke alle zwingen erstmal ne EULA und Datenschutzerklärung und alles bevor man die wirklich nutzen kann.

    mMn sollten alle features die man von einem fernseher normal erwarten kann (also eben die generelle nutzung als Bildschirm und der Empfang von Rundfunk aller art, sowie einstellungen von Bild Sound, programme etc.) ohne jegliche akzeptanzen von solchen verträgen gehen.

    > > und vor allem wenn der support aufgegeben wird, gehört das ding open
    > source
    > > sodass andere an dem entwickeln können.
    >
    > Falls Du mal einen Smart-TV mit ATV hast, schau mal etwas Tiefer in den
    > ATV-Einstellungen, dort sind zahlreiche Quellen angegeben, was alles
    > mögliche auch aus OpenSource-Lagern verwendet wird. Wirklich viele Lizenzen
    > sind dort im Hintergrund verwendet worden.

    naja ja und nein.
    teile von dem ganzen sind open source ja, aber man kann halt aller wahrscheinlichkeit nach damit nicht dem fernseher nach support neue updates einspielen, da es allerlei sperren gibt.

    mMn sollte es spätestens am ende des supports durch physische präsenz (drück nem button am fernseher) die möglichkeit geben ein eigenes system einzuspielen, physische präsenz versteht sich daher dass logischerweise nicht einfach jemand von remote dumme sachen macht

    Asperger inside(tm)

  19. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: nuffy 04.07.20 - 16:32

    My1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > mMn sollte es spätestens am ende des supports durch physische präsenz
    > (drück nem button am fernseher) die möglichkeit geben ein eigenes system
    > einzuspielen, physische präsenz versteht sich daher dass logischerweise
    > nicht einfach jemand von remote dumme sachen macht

    Diese Fälle gibt es ja schon - Die ATV-1 Geräte von z.B. Sony haben bereits ein Support-Stop im Sinne von weiteren Feature-Updates. Die Geräte laufen halt - soweit so gut - auch ohne weitere Updates. Nur guckt man dann eben als Nutzer doof aus der Wäsche, wenn man sieht, was in den neueren ATV-Versionen dann doch noch möglich ist. Aber hier sind auch HW-Gründe vorhanden, warum man nicht auf ein z.B. 2016er Modell die aktuellste Android-TV-Version aufspielen kann. Die HW macht einfach schlapp - die CPU ist zu schwach und der TV würde dann bei Nutzung der ATV-Features halt lahmer laufen, als üblich. Ist auch irgendwo verständlich. Natürlich kann man eben hier wieder die Kritik ansetzen "Wozu das ATV-Zeugs?". Ja, weil es eben keine "Glotze" in dem Sinne mehr ist, sondern ein Smart-Gerät. Fernseher ist nicht gleich Fernseher. Trotzdem läuft ein altes Gerät noch weiter. Mir ist bisher kein Fall bekannt, wo nach einem Life-Cycle von 3-4 Jahren ein Smart-TV aufgehört hat zu funktionieren (ich meine keinen Defekt, sondern nach Auslauf des Supports). Gerne bitte Beispiele bringen, wenn es doch so einen Hersteller gab.

  20. Re: Opt-Out für Smart-TVs?

    Autor: My1 04.07.20 - 16:43

    Naja lol, bei tvs keine Ahnung aber bei Smartphones sieht man schon ganz gut was die custom community hinbekommt trotz Support ende seitens Hersteller, da hilft es manchmal einfach den laden zu deblaoten und schon geht ne version oder 2 mehr

    Asperger inside(tm)

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