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Zwingende Voraussetzung

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  1. Zwingende Voraussetzung

    Autor: Emanuele F. 23.07.20 - 16:21

    Damit ich mir ein Elektroauto kaufe. Wenn (bei der Kategorie Autos, die ich mir kaufe) der Akku (vor Subventionen) schon etwa die Hälfte des Kaufpreises ausmacht, dann möchte ich bitteschön auch den vollen Nutzungsumfang, statt für viel Geld einen weiteren Homespeicher Zuhause einzurichten. Trotz sinkender Preise für Akkus sind Batteriespeicher Zuhause unwirtschaftlich, bei einem Elektroauto wäre er aber "eh da". Und selbst die kleinsten E-Autos haben mindestens einen 10 kWh Akku, also in etwa so viel wie ein größerer Heimspeicher! Dabei geht es mir nicht um eine mögliche Autarkie in Notfällen, sondern ausschließlich um die Wirtschaftlichkeit und eine ökologisch möglichst gute Gesamtbilanz!

  2. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: schap23 23.07.20 - 16:29

    Das wird aber ein teueres Vergnügen. Bekanntermaßen altern Akkus. Wenn man einen separaten Stromspeicher hat, macht es vielleicht nichts aus, wenn der nach einiger Zeit nur noch 80% der ursprünglichen Kapazität hat. Bei einem E-Auto mag dann die Reichweite nicht mehr ausreichen und ein neues Akku ist fällig.

  3. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: MarcusK 23.07.20 - 16:38

    Emanuele F. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trotz sinkender Preise für Akkus sind Batteriespeicher
    > Zuhause unwirtschaftlich
    wenn man selber das wissen für die Installation hat und nur die Hardware kauft, lohnt es sich durchaus. Denn dann wenn man den meisten Strom der über PV erzeugt braucht man es nicht.

    kann man sich mit etwas mühe selber ausrechnen, welche Größe welche Ersparnisse bringt.

  4. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: masel99 23.07.20 - 16:46

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das wird aber ein teueres Vergnügen. Bekanntermaßen altern Akkus. Wenn man
    > einen separaten Stromspeicher hat, macht es vielleicht nichts aus, wenn der
    > nach einiger Zeit nur noch 80% der ursprünglichen Kapazität hat. Bei einem
    > E-Auto mag dann die Reichweite nicht mehr ausreichen und ein neues Akku ist
    > fällig.

    Wenn man in so einem Audi einen 70kWh Akku hat (bei größeren eher mehr) und da vielleicht 10kWh für Pufferzwecke (15% DoD) nutzt dürfte der dadurch kaum altern.

  5. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: Emanuele F. 23.07.20 - 17:26

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das wird aber ein teueres Vergnügen. Bekanntermaßen altern Akkus. Wenn man
    > einen separaten Stromspeicher hat, macht es vielleicht nichts aus, wenn der
    > nach einiger Zeit nur noch 80% der ursprünglichen Kapazität hat. Bei einem
    > E-Auto mag dann die Reichweite nicht mehr ausreichen und ein neues Akku ist
    > fällig.

    Das Altern der Akkus spricht doch genau gegen deine These. Akkus altern nicht nur wegen der Zyklenzahlen (und da ist es eigentlich wurscht, ob ich den Lade-/Entladezyklus jetzt Zuhause oder auf der Straße genutzt habe), sondern auch altersbedingt. Da lohnt es sich doch nur, den vorhandenen Akku bestmöglich zu nutzen (Stichwort Volllaststunden). Bei einer reinen Nutzung auf der Straße kommt auch noch das Risiko Unfall dazu, bei der Mitnutzung zuhause fällt dieses hinsichtlich des Wertverlustes nicht mehr ganz so stark aus.

  6. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: Emanuele F. 23.07.20 - 17:28

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emanuele F. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Trotz sinkender Preise für Akkus sind Batteriespeicher
    > > Zuhause unwirtschaftlich
    > wenn man selber das wissen für die Installation hat und nur die Hardware
    > kauft, lohnt es sich durchaus. Denn dann wenn man den meisten Strom der
    > über PV erzeugt braucht man es nicht.
    >
    > kann man sich mit etwas mühe selber ausrechnen, welche Größe welche
    > Ersparnisse bringt.

    Ja, aber da gilt selbst unter günstigen Voraussetzungen: je kleiner der Batteriespeicher, desto wirtschaftlicher ist er. Ist er aber klein, ist der Nutzen gering und ich könnte ihn mir gleich sparen. Diese Problematik entsteht beim "eh da" Akku nicht.

  7. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: MarcusK 23.07.20 - 17:59

    Emanuele F. schrieb:
    > je kleiner der
    > Batteriespeicher, desto wirtschaftlicher ist er.
    richtig
    > Ist er aber klein, ist der
    > Nutzen gering und ich könnte ihn mir gleich sparen.
    aber irgendwo kann man ja einfach mal anfangen. Wenn man damit noch plus macht, ist es doch egal wie viel.

  8. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: thrust26 23.07.20 - 18:36

    Irgendwas braucht man wohl weiterhin wenn man das Auto auch mal benutzen will. Also entweder vom Stromanschluss oder einer (kleinen) Pufferbatterie.

  9. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: Emanuele F. 23.07.20 - 20:58

    thrust26 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Irgendwas braucht man wohl weiterhin wenn man das Auto auch mal benutzen
    > will. Also entweder vom Stromanschluss oder einer (kleinen) Pufferbatterie.

    Wer sagt denn, dass man überhaupt einen Akku Zuhause braucht? Eigenverbrauchsoptimierung durch intelligente Steuerung der Geräte bringt so viel mehr. Klar, eine gewisse Autarkie wäre manchmal schon cool etc., aber wirtschaftliche Gründe hat das meist nicht. Im Einzelfall kann ein Akku die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage noch verbessern (wenn er ausreichend klein ist), meist ist aber das Gegenteil der Fall. Ich habe zwar auch schon über die Anschaffung eines 3 kWh Speichers nachgedacht (noch kleiner ist im Verhältnis dann wieder teurer), aber eigentlich ist es ein bisschen witzlos. Zusammen mit einem bidirektionalen Elektroauto ("eh da") als alleinigem Batteriespeicher fände ich es dann schon wieder spannender. Klar, dieser kann zwar nicht immer genutzt werden, muss er aber auch gar nicht. Die Male wo das Auto Zuhause steht ("eh da") reichen doch vollkommen aus und verbessern die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage, was ein reiner Heimspeicher nur sehr selten tut.

    Etwas gänzlich anderes wäre es, wenn der Gesetzesvorschlag der Bundesnetzagentur tatsächlich Realität würde: Volleinspeisepflicht und Rückkauf des Stroms zum dreifachen Preis oder im alternativen Modell eine Nutzungsgebühr von 16,40 Euro je installiertem kWp (!) monatlich (!!!) für die eigene Solaranlage! Falls das in Zukunft tatsächlich kommen sollte, dann werde ich auch auf einen großen Akku (oder eher einen HPS Picea Saisonspeicher, der die Heizung auch gleich mit abdeckt) setzen und mich komplett vom Netz entkoppeln. Aber auch hier ist es so wie immer: tun das alle, fällt der Politik wieder etwas neues ein. Dabei habe ich gar nichts dagegen, Steuern und Abgaben zu zahlen. Bestimmte Konzerne zwangssubventionieren möchte ich jedoch nicht! Wenn das Geschäftsmodell der großen Energieversorger nicht mehr funktioniert, dann sollen sie umdenken und sich anpassen, statt die Politik zu ihren Marionetten zu machen!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.07.20 21:08 durch Emanuele F..

  10. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: captain_spaulding 24.07.20 - 09:39

    Autarkie ist kein Ziel das der Energiewende irgendwie hilft.
    Wenn man nicht die Vorteile der kompletten Vernetzung nutzt, dann wird alles viel teurer. Aber natürlich müssen die Verbraucher dann koordiniert werden und nicht nur die Erzeuger.

  11. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: MarcusK 24.07.20 - 10:58

    Emanuele F. schrieb:
    > Wer sagt denn, dass man überhaupt einen Akku Zuhause braucht?
    > Eigenverbrauchsoptimierung durch intelligente Steuerung der Geräte bringt
    > so viel mehr.
    wie willst du die Standby Leistung der Geräte im Haus steuern?

    Man sollte als Minimum dafür sorgen das Zumindest der Standby verbrauch komplett vom Akku übernommen werden kann.

  12. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: Emanuele F. 24.07.20 - 11:36

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Autarkie ist kein Ziel das der Energiewende irgendwie hilft.
    > Wenn man nicht die Vorteile der kompletten Vernetzung nutzt, dann wird
    > alles viel teurer. Aber natürlich müssen die Verbraucher dann koordiniert
    > werden und nicht nur die Erzeuger.

    Autarkie nicht, aber dazu treibt man vereinzelte Verbraucher mit derart Endverbraucher-feindlichen Regelungen.

    Eine möglichst dezentrale Energiewende aber sehr wohl. Je weniger (unnötige) Netze, desto günstiger für alle. Aber das gefällt weder den Netzbetreibern, deren Geschäftsmodell darauf ausgerichtet ist, noch der Bundesnetzagentur oder den großen Energieversorgern.

  13. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: Emanuele F. 24.07.20 - 11:38

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emanuele F. schrieb:
    > > Wer sagt denn, dass man überhaupt einen Akku Zuhause braucht?
    > > Eigenverbrauchsoptimierung durch intelligente Steuerung der Geräte
    > bringt
    > > so viel mehr.
    > wie willst du die Standby Leistung der Geräte im Haus steuern?

    Die eigentlich gerade nicht, die spielt aber auch keine so große Rolle. Trotzdem könnte man den Stand-by Verbrauch einzelner Geräte natürlich ebenfalls reduzieren bzw. eliminieren, indem man nur noch ein Steuerungsgerät mit aktivem Standby-Verbrauch hat.

    > Man sollte als Minimum dafür sorgen das Zumindest der Standby verbrauch
    > komplett vom Akku übernommen werden kann.

    Wieso?

  14. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: captain_spaulding 24.07.20 - 11:45

    Emanuele F. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Autarkie nicht, aber dazu treibt man vereinzelte Verbraucher mit derart
    > Endverbraucher-feindlichen Regelungen.

    Richtig.

    > Eine möglichst dezentrale Energiewende aber sehr wohl. Je weniger
    > (unnötige) Netze, desto günstiger für alle. Aber das gefällt weder den
    > Netzbetreibern, deren Geschäftsmodell darauf ausgerichtet ist, noch der
    > Bundesnetzagentur oder den großen Energieversorgern.

    Alles richtig, ich wollte nur sagen dass die Netze zwingend notwendig sind da es extrem teuer bis unmöglich ist eine durchgehende Stromversorgung im kleinen Maßstab mit Sonne/Wind/Batterie zu realisieren.

  15. Re: Zwingende Voraussetzung

    Autor: Emanuele F. 24.07.20 - 12:40

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emanuele F. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Autarkie nicht, aber dazu treibt man vereinzelte Verbraucher mit derart
    > > Endverbraucher-feindlichen Regelungen.
    >
    > Richtig.
    >
    > > Eine möglichst dezentrale Energiewende aber sehr wohl. Je weniger
    > > (unnötige) Netze, desto günstiger für alle. Aber das gefällt weder den
    > > Netzbetreibern, deren Geschäftsmodell darauf ausgerichtet ist, noch der
    > > Bundesnetzagentur oder den großen Energieversorgern.
    >
    > Alles richtig, ich wollte nur sagen dass die Netze zwingend notwendig sind
    > da es extrem teuer bis unmöglich ist eine durchgehende Stromversorgung im
    > kleinen Maßstab mit Sonne/Wind/Batterie zu realisieren.

    Mit Batterie kannst du das 24/365 komplett vergessen, mit Power2Gas als Saisonspeicher ausgeführt, der die Heizung und Warmwasseraufbereitung gleich mit übernimmt, schaut es schon anders aus, in naher Zukunft könnte das durchaus wirtschaftlicher sein, als (bei aktuellen Rahmenbedingungen) am Netz angeschlossen zu bleiben.

    Google mal nach HPS Picea.

    Ich habe aber nichts gegen Netze, versteh mich nicht falsch. Bei einer vernünftig ausgeführten Energiewende bräuchten wir aber weniger Netze als vorher, statt für viel Geld neue Stromtrassen zu bauen. Bei letzteren sprechen wir von etwa 50 Milliarden Euro - von demselben Geld könnten wir ganz Bayern mit Windkraftanlagen "vollpflastern". Also in jede Gemeinde eins bis drei, dann passt das auch mit dem Landschaftsbild ;)

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