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reichen E-Bikes für Kinder nicht schon?

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  1. reichen E-Bikes für Kinder nicht schon?

    Autor: Schibulski 28.07.20 - 10:34

    Ich finde diese Entwicklung echt fürchterlich. Wenn man sich mal an einem Samstag ins Fahrradgeschäft stellt, stellt man fest, dass die E-Bikes mittlerweile die Hälfte des Ladens einnehmen.
    Dort sind JUNGE Familien, die sich E-Bikes im Wert eines Mittelklasse-Wagens kaufen (2x für Mami und Papi und 2x KINDER E-BIKES!). Warum zum Teufel? Okay, ich finde E-Bikes für bestimmte Personengruppen toll, zum Beispiel ältere Menschen, oder Menschen die das für Arbeitswege nutzen die gerade so am Scheideweg sind: Zu kurz um mit dem Auto zu fahren, zu lang um verschwitzt anzukommen etc.

    Aber E-Bikes in der FREIZEIT? In einer Gesellschaft, die sich schon VIEL zu wenig bewegt? Für KINDER? Da kann ich echt nur mit dem Kopf schütteln.

    Und jetzt noch als Laufrad für die allerkleinsten. Am besten mit Tablethalter. Nene, als Vater von 2 kleinen Kindern kann ich bestätigen, dass die das mit dem Gleichgewicht auch ganz gut mit Muskelkraft lernen. Es dauerte bei unseren Kids überhaupt nicht lange, bis die so viel Schwung mit ihren Laufrädchen genommen haben, dass sie völlig alleine damit ca. 30 Sekunden gerollt sind.

  2. Re: reichen E-Bikes für Kinder nicht schon?

    Autor: co 28.07.20 - 11:03

    Es gibt im UpHill Bereich sicher eine kleine Zielgruppe, die nicht im Rentenalter ist und mit einem E-Bike noch ein paar Höhenmeter mehr schafft.
    Aber davon abgesehen, sehe ich das EBike auch eher bei der Ü60 Alterklasse.

    Aber dieses E-Laufrad ist mir ein absolutes Rätsel. Es führt das ganze Konzept des Balance Haltens, Fahren Lernens und Kontrollierens völlig ad absurdum. Abgesehen vom Preis, Gewicht und der Nutzung mit leerem Akku (10kg Kind bewegt 7kg Gefährt)

  3. Re: reichen E-Bikes für Kinder nicht schon?

    Autor: Gurli1 28.07.20 - 12:00

    Schibulski schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde diese Entwicklung echt fürchterlich. Wenn man sich mal an einem
    > Samstag ins Fahrradgeschäft stellt, stellt man fest, dass die E-Bikes
    > mittlerweile die Hälfte des Ladens einnehmen.
    > Dort sind JUNGE Familien, die sich E-Bikes im Wert eines
    > Mittelklasse-Wagens kaufen (2x für Mami und Papi und 2x KINDER E-BIKES!).
    > Warum zum Teufel? Okay, ich finde E-Bikes für bestimmte Personengruppen
    > toll, zum Beispiel ältere Menschen, oder Menschen die das für Arbeitswege
    > nutzen die gerade so am Scheideweg sind: Zu kurz um mit dem Auto zu fahren,
    > zu lang um verschwitzt anzukommen etc.
    >
    > Aber E-Bikes in der FREIZEIT? In einer Gesellschaft, die sich schon VIEL zu
    > wenig bewegt? Für KINDER? Da kann ich echt nur mit dem Kopf schütteln.
    >
    > Und jetzt noch als Laufrad für die allerkleinsten. Am besten mit
    > Tablethalter. Nene, als Vater von 2 kleinen Kindern kann ich bestätigen,
    > dass die das mit dem Gleichgewicht auch ganz gut mit Muskelkraft lernen. Es
    > dauerte bei unseren Kids überhaupt nicht lange, bis die so viel Schwung mit
    > ihren Laufrädchen genommen haben, dass sie völlig alleine damit ca. 30
    > Sekunden gerollt sind.

    Ich habe auch zwei kleine Kinder. Und nein, wir haben alle keine E-Bikes und sind sehr sportlich.

    Trotzdem *hätten* meine Frau und ich E-Bikes wenn die Kinder nicht wären. Nach einer Tour mit einem geliehenen E-Bike muss ich sagen, dass es einfach viel mehr ermöglicht als ein herkömmliches Fahrrad. Vor allem wenn man bergiges Umland hat, machen E-Bikes vieles einfacher und man kann problemlos auch Strecken wählen, die man ohne Motor eher meiden würden. Und reinrassige E-Mountainbikes können wirklich eine Menge Spaß machen, weil man Böschungen und Hügel hochfahren kann, die man sonst nicht schaffen würde.

    Wir haben kürzlich ein paar Tage im Mittelgebirge verbracht. Auf den Radwegen waren da zu 90% (und das ist wirklich keine Übertreibung) nur E-Bikes. Der Anteil war auch bei jungen und sportlichen Menschen nicht geringer.

    Zu E-Bikes für Kinder gibt es ja schon mehrere Diskussionen. Dass sich ein Kind auf einem E-Bike weniger anstrengt, muss ja nicht sein. Es kommt auf die Tour an. Also ich hätte deshalb jetzt keine Bedenken. Allerdings bin ich aus anderen Gründen dagegen:

    Zum einen kann ein Kind im Grundschulalter immer noch schwer einschätzen, wie sich die Geschwindigkeit auf potentielle Unfälle und Gefahren auswirkt. Auf einem normalen Bike fährt ein kleines Kind niemals dauerhaft 25 km/h. Da sehe ich einfach eine große Gefahr, vor allem im städtischen Gebiet.

    Das zweite Problem ist, dass ein kleines Kind sehr lange Touren (und dafür kauft man ja ein E-Bike) sowieso langweilig findet. Eine kurze Runde bis 20 km ist für Kinder optimal, und das geht auch ohne Motor.

    Wenn die Kinder aber eine Größe erreicht haben, dass sie ein normales Erwachsenen-Fahrrad nutzen können, spricht für mich nichts gegen ein E-Bike.

    Aber Laufräder mit E-Motor sind meiner Meinung nach wirklich sinnlos. Da habe ich keine Zweifel.

    Allgemein zu E-Bikes: Für ein vernünftiges E-Mountainbike bezahlt man rund 3000 Euro. Zu bedenken ist, dass der Akku nicht ewig hält und diverse E-Bike Hersteller auch schon mit der Nicht-Verfügbarkeit von Ersatzteilen aufgefallen sind. Wenn ich mein Rad nach 5 Jahren verschrotten muss, weil ich keine Ersatzteile mehr bekomme, ist das ein Problem, das ich schon beim Kauf bedenken würde.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 28.07.20 12:10 durch Gurli1.

  4. Re: reichen E-Bikes für Kinder nicht schon?

    Autor: RainerG 28.07.20 - 12:08

    ... du scheinst wohl in Münster zu wohnen. Finde den Kommentar jedenfalls etwas ignorant.

    Mit dem Pedelec fahre ich auch mal längere Touren von 20 km, für die ich sonst das Auto genommen hätte. Außerdem muss man ja weiterhin treten und kann bei Bedarf auch die Unterstützungsstärke reduzieren/erhöhen.

    Bei uns komme ich mit einem normalen Fahrrad die steile Dorfstraße nicht hoch.

  5. Re: reichen E-Bikes für Kinder nicht schon?

    Autor: mke2fs 28.07.20 - 14:19

    Muss man nicht schön finden.
    Finde es auch nicht schön und zum Teil finde ich diese Leute auch etwas peinlich, die dann echte Radfahrer am Berg grinsend überholen oder mit Klamotten wie Radrennprofis durch die Gegend gurken. Es ist Fake Jungs, nichts worauf man sich was einbilden kann, ist nicht eure Leistung wenn ihr die Strecke schafft

    Auf der anderen Seite finde ich es gut, denn es ersetzt Autoverkehr da mehr Leute dann "Rad" fahren die es sonst nicht tun würden.
    Auch macht es Einkäufe über längere Strecken erträglicher oder das Radfahren in manchen Gegenden überhaupt erst erträglich (bergiges Gelände).

  6. Re: reichen E-Bikes für Kinder nicht schon?

    Autor: Sportstudent 28.07.20 - 17:32

    Du würdest es weniger peinlich finden, wenn du da nicht so viel Irrsinn hinein interpretieren würdest.

    Wenn ich (im Urlaub) mit dem Ebike flott den Berg hochkomme, muss ich auch grinsen. Nicht, weil ich mir dabei -wie von dir unterstellt- wie der Obermacker vorkomme, sondern weil es einfach spaßig ist, mühelos normalerweise anstrengendes Terrain hochzukommen. Das hat 0,0 mit Fake zu tun, diese Arroganz und Einbildung ist ein Vorwurf, der in deinem Kopf stattfindet.

    Ich finde es allerdings tatsächlich peinlich, wie sehr sich viele Menschen immer in die Angelegenheiten anderer einmischen müssen. Lässt den Leuten doch den Spaß am Radeln und der frischen Luft. Freut euch doch einfach mal mit! Auch wenn es in unserer heutigen egozentrischen Zeit etwas sonderbar ist...

  7. Re: reichen E-Bikes für Kinder nicht schon?

    Autor: Pyromaniac 28.07.20 - 18:04

    Sportstudent schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du würdest es weniger peinlich finden, wenn du da nicht so viel Irrsinn
    > hinein interpretieren würdest.
    >
    > Wenn ich (im Urlaub) mit dem Ebike flott den Berg hochkomme, muss ich auch
    > grinsen. Nicht, weil ich mir dabei -wie von dir unterstellt- wie der
    > Obermacker vorkomme, sondern weil es einfach spaßig ist, mühelos
    > normalerweise anstrengendes Terrain hochzukommen. Das hat 0,0 mit Fake zu
    > tun, diese Arroganz und Einbildung ist ein Vorwurf, der in deinem Kopf
    > stattfindet.
    >
    > Ich finde es allerdings tatsächlich peinlich, wie sehr sich viele Menschen
    > immer in die Angelegenheiten anderer einmischen müssen. Lässt den Leuten
    > doch den Spaß am Radeln und der frischen Luft. Freut euch doch einfach mal
    > mit! Auch wenn es in unserer heutigen egozentrischen Zeit etwas sonderbar
    > ist...

    Da stimme ich dir voll zu, die meisten "echten" Biker führen irgendwelche Wettkämpfe gegen die anderen, nur dass das genau in ihrem eigenen Kopf stattfinden, und sonst niergens.

    Und dann das Argument von den Rennradfahrern: "die anderen machen es sich so leicht wie möglich". Ach, und die Rennradfahrer machen das nicht? Wieso nochmal ist euer Fahrrad so dürr und extra leicht gebaut? Damit es so WENIG anstrengend wie möglich ist vielleicht? Damit ihr so wenig Sport wie möglich macht evtl.? Kein Schutzblech, kein Licht und nicht mal eine verdammte Klingel, da selbst die zu schwer wäre, aber jaaa sicher, die anderen sind die, die es sich so leicht wie möglich machen, ihr nicht. Wenn ihr die Strecke zu Fuß JOGGT und dabei einen LKW-Reifen mit dem Seil hinter euch herzieht, DANN habt ihr richtig Sport gemacht, vorher seid aber erstmal ihr die, die "fake" sind weil sie keine richtigen Fahrräder fahren und dann auch nur bei schönem Wetter. Sobald es kälter wird oder es mal regnet, sieht man keinen von möchtegern "echten" Radfahrern. Wie kommt ihr dann zur Arbeit? Ach, im PKW? Wirklich "sehr sportlich".

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