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Die eigentliche Frechheit sind die Mietpreise (Hamburg Jungfernstieg als Beispiel)

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  1. Re: Die eigentliche Frechheit sind die Mietpreise (Hamburg Jungfernstieg als Beispiel)

    Autor: knabba 03.08.20 - 18:43

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Angebot und Nachfrage galt noch, als die Divergenz nicht so groß war.
    >
    > Jetzt ist es die pure Geldgeilheit von Immobilienzecken.
    >
    > In meinem Kaff wird gerade eine uralte Immobilie aus den 50gern für 1,6
    > Mio. Euro angeboten. Und das nur, weil sich Münchner die Mieten wegen
    > dieser Parasiten nicht mehr leisten können, und 80 km weg zu uns drücken.
    > Vor 10 Jahren wären es höchstens 300.000 Euro gewesen.
    >
    > Mittlerweile kann sich kein einheimischer mehr eine Wohnung oder gar ein
    > Haus leisten, während ein Neubaugebiet mit fetten X5, Q7 oder Cayenne
    > Firmenwagen vor der Tür nach dem nächsten aus dem Boden schießt. 500.000
    > Euro für eine 3-ZKB! 550.000 für ein Fertighaus nochmal 20km von hier in
    > die absolute Prärie.
    >
    > Ich stimme mittlerweile einem Kühnert zu, dass nurnoch Zwangsenteignungen
    > helfen. Und selbst wenn es Apple ist: Ladengeschäfte sind tot. Nurnoch
    > wenige arbeiten profitabel. Die Mieten gehören um den Faktor 3-5 nach
    > unten. In 10 Jahren haben wir nurnoch Bauruinen wie in Ismaning oder
    > Neufahrn.
    Quatsch es ist Angebot und Nachfrage. Und da Deutschland wächst und so viel Einwohner hat wie noch nie in der Geschicht *müssen* auch die Preise hoch.
    Und wenn sie Kühnert zustimmen dann denken sie leider nicht nach. Alles was passieren würde ist wie in der DDR. Es wird nichts mehr gebaut. Keiner investiert mehr.
    Und keiner pflegt die Häuser.
    Ich finde immer absurd, also ich kann es einfach nicht begreifen, wie Leute wie sie einem Kühnert hinterlaufen und die Maßnahemen der Vergangenheit die immer und immer wieder scheiterten dann wieder als Lösungen sehen? Was denken sie?
    Warum nicht mal auf der Welt schauen ob es nicht irgendwo klappt? Wäre das nicht intelligenter?
    Und mal selbst nachdenken? Wie wäre das?
    Und das tolle ist? Ja was? Es gibt Modelle die es *erfolgreich* gelöst haben, Huch:
    https://www.youtube.com/watch?v=2cjPgNBNeLU&t=3s

    Singapur, eine Stadt mit super geringer Fläche macht es vor. Aber das funktioniert ja und wer könnte ein Mittel wollen was auch funktioniert?
    Das wäre ja schrecklich.

  2. Re: Die eigentliche Frechheit sind die Mietpreise (Hamburg Jungfernstieg als Beispiel)

    Autor: Eheran 03.08.20 - 23:29

    >Der Freibetrag von 400.000 Euro ist lächerlich. Diesen Wert überschreitet außerhalb vom Osten fast jede 2ZKB Wohnung.
    Nur mal so, das Median-Vermögen in Deutschland liegt bei ~50'000¤ pro Haushalt! Pro Kopf sind es 35'000¤.
    Selbst die Slowakei hat mit 60'000¤ bzw. 40'000¤ deutlich mehr. Aber nur im Median. Im Durchschnitt (200'000¤) hat Deutschland mehr als 3x mehr als die Slowakei (66'000¤)! So ist das halt, wenn nur die Reichen alles haben. Da gefällt mir bei der Übersicht die Spalte mit "Durchschnitts-Vermögen durch Median-Vermögen". Da sind wir auf Platz 8 mit einem Unterschied von Faktor 6. Diese Spalte zeigt sehr schön die extreme Lücke zwischen Arm und Reich.
    Wobei "Arm" in dem Fall >70% der Bevölkerung sind. Immerhin haben die unteren 50% ja nur 1,4% vom Vermögen. Hier mit schöner Tabelle. Die "ärmsten" 90% der Bevölkerung haben nur 1/3 des Vermögens. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! 0,1% der Haushalte haben über 1/5 des Vermögens! Und diese haben ihr Vermögen zu 80% durch Erbe. Kaum ein Land auf der Welt steht gespaltener da als wir, Platz 164 von 171 Ländern.

  3. Re: Die eigentliche Frechheit sind die Mietpreise (Hamburg Jungfernstieg als Beispiel)

    Autor: Keridalspidialose 04.08.20 - 09:41

    Die Läden sind für Apple reine presitige Obekte. Ist ja nicht so dass die Kosten für die Läden in irgendeinem Verhältnis zum Umsatz stehen würden. Oder auch nur Ansatzweise durch den gebotenen Serive gerechtfertigt wären.

    Das ist kein Cyberport oder Gravis. Das ist eine Protzbude, nichts weiter.

    Ersten ist Apple nicht auf diese Läden angewiesen um sein Geschäft zu betreiben. Wie ein normaler Einzelhändler, dessen Existenz bedroht ist in der aktuellen Lage.

    Zum anderen sind Protzfirmen wie Apple, die um solche Mietobjekte den harten Wettbewerb selbst verursachen, eben genau das, diejenigen die es überhaupt ermöglichen dass die Mitpreise solche Höhen erreichen - dDa sie durch den von ihnen erzeugten Wettbewerb die Preise erst in die Höhen treiben, da sie bereit sind jeden Preis für diese Lage zu bezahlen.

    ___________________________________________________________

  4. Re: Die eigentliche Frechheit sind die Mietpreise (Hamburg Jungfernstieg als Beispiel)

    Autor: thinksimple 04.08.20 - 14:37

    Grolox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das stimmt nur zum Teil.
    > Grundsätzlich ist die Anfrage von Apple die Mieten um 50%
    > zu senken legitim , weil......
    > a) durch Urbanisierungen in den letzten 10 Jahren die
    > Innenstädte faktisch vergrünt wurden und Parkraum um ca.
    > 25% gesenkt wurde . Gesetze hierzu wurden praktisch durch
    > ganz Deutschland hindurch geändert . Dies führte zu massivem
    > Kundenschwund in den Innenstädten.
    > Allein durch diesen Maßnahmenkatalog rechtfertigt sich eine
    > Mietreduktion in Innenstädten. Zur Zeit sehen allein in meiner
    > Stadt 6 größere Objekte leer , habe so in den letzten 45 Jahren
    > nicht gesehen.
    > b) Corona , alle erhalten Hilfe von Staat für diese Probleme.
    > Warum wird es nicht auch ein Problem der Vermieter. Immo
    > erhalten sie ja 100% . Somit sind sie von Corana nicht betroffen.
    > Das könnte man ändern in dem sie die Mieten senken.
    > c) das Angebot von Apple finde ich sogar annehmbar. Bevor die
    > Objekte ganz leer stehen habe ich wenigstens noch einen
    > zahlungskräftigen Player im Haus .

    Zu b: Warum wird es nicht auch ein Problem von Apple. Sie steigerten sogar den Gewinn. Also über 100%. Das könnte man ändern wenn man ne Corona-Steuer bei solchen Konzernen erhebt. Die aber hier erhoben wird. Schließlich verdient Apple Corona wie man sieht.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  5. Re: Die eigentliche Frechheit sind die Mietpreise (Hamburg Jungfernstieg als Beispiel)

    Autor: kellemann 04.08.20 - 14:46

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Der Freibetrag von 400.000 Euro ist lächerlich. Diesen Wert überschreitet
    > außerhalb vom Osten fast jede 2ZKB Wohnung.
    > Nur mal so, das Median-Vermögen in Deutschland liegt bei ~50'000¤ pro
    > Haushalt! Pro Kopf sind es 35'000¤.
    > Selbst die Slowakei hat mit 60'000¤ bzw. 40'000¤ deutlich mehr. Aber nur im
    > Median. Im Durchschnitt (200'000¤) hat Deutschland mehr als 3x mehr als die
    > Slowakei (66'000¤)! So ist das halt, wenn nur die Reichen alles haben. Da
    > gefällt mir bei der Übersicht die Spalte mit "Durchschnitts-Vermögen durch
    > Median-Vermögen". Da sind wir auf Platz 8 mit einem Unterschied von Faktor
    > 6. Diese Spalte zeigt sehr schön die extreme Lücke zwischen Arm und Reich.
    >
    > Wobei "Arm" in dem Fall >70% der Bevölkerung sind. Immerhin haben die
    > unteren 50% ja nur 1,4% vom Vermögen. Hier mit schöner Tabelle. Die
    > "ärmsten" 90% der Bevölkerung haben nur 1/3 des Vermögens. Das muss man
    > sich mal auf der Zunge zergehen lassen! 0,1% der Haushalte haben über 1/5
    > des Vermögens! Und diese haben ihr Vermögen zu 80% durch Erbe. Kaum ein
    > Land auf der Welt steht gespaltener da als wir, Platz 164 von 171 Ländern.

    Was man bei solchen Werte vergleicht halt immer vergisst, ist das einberechnen der Rente. Viele andere Länder in denen die Personen privat für die Rente sparen, kriegen das gesparte an ihr Vermögen angerechnet. Die deutschen Renten Punkte werden aber nicht angerechnet, machen aber bei den Personen, welche 30+ Jahre arbeiten einen Großteil des Vermögens aus.

    Du kannst es dir ja leicht vor Augen führen, 30 Jahre mal ~300¤ Rentenbeitrag pro Monat (Beitrag des Durchschnittslohn). Das sind mal eben 108.000¤ Vermögen, ohne jeglichen Verzinsung bzw. Erträge aus Kapitalmärkten. Dieses Vermögen haben die Bewohner anderer Länder in deren privates Vermögen mit einberechnet. In Deutschland passiert das halt nicht.

  6. Re: Die eigentliche Frechheit sind die Mietpreise (Hamburg Jungfernstieg als Beispiel)

    Autor: X-Press 04.08.20 - 16:47

    kellemann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > >Der Freibetrag von 400.000 Euro ist lächerlich. Diesen Wert
    > überschreitet
    > > außerhalb vom Osten fast jede 2ZKB Wohnung.
    > > Nur mal so, das Median-Vermögen in Deutschland liegt bei ~50'000¤ pro
    > > Haushalt! Pro Kopf sind es 35'000¤.
    > > Selbst die Slowakei hat mit 60'000¤ bzw. 40'000¤ deutlich mehr. Aber nur
    > im
    > > Median. Im Durchschnitt (200'000¤) hat Deutschland mehr als 3x mehr als
    > die
    > > Slowakei (66'000¤)! So ist das halt, wenn nur die Reichen alles haben.
    > Da
    > > gefällt mir bei der Übersicht die Spalte mit "Durchschnitts-Vermögen
    > durch
    > > Median-Vermögen". Da sind wir auf Platz 8 mit einem Unterschied von
    > Faktor
    > > 6. Diese Spalte zeigt sehr schön die extreme Lücke zwischen Arm und
    > Reich.
    > >
    > > Wobei "Arm" in dem Fall >70% der Bevölkerung sind. Immerhin haben die
    > > unteren 50% ja nur 1,4% vom Vermögen. Hier mit schöner Tabelle. Die
    > > "ärmsten" 90% der Bevölkerung haben nur 1/3 des Vermögens. Das muss man
    > > sich mal auf der Zunge zergehen lassen! 0,1% der Haushalte haben über
    > 1/5
    > > des Vermögens! Und diese haben ihr Vermögen zu 80% durch Erbe. Kaum ein
    > > Land auf der Welt steht gespaltener da als wir, Platz 164 von 171
    > Ländern.
    >
    > Was man bei solchen Werte vergleicht halt immer vergisst, ist das
    > einberechnen der Rente. Viele andere Länder in denen die Personen privat
    > für die Rente sparen, kriegen das gesparte an ihr Vermögen angerechnet. Die
    > deutschen Renten Punkte werden aber nicht angerechnet, machen aber bei den
    > Personen, welche 30+ Jahre arbeiten einen Großteil des Vermögens aus.
    >
    > Du kannst es dir ja leicht vor Augen führen, 30 Jahre mal ~300¤
    > Rentenbeitrag pro Monat (Beitrag des Durchschnittslohn). Das sind mal eben
    > 108.000¤ Vermögen, ohne jeglichen Verzinsung bzw. Erträge aus
    > Kapitalmärkten. Dieses Vermögen haben die Bewohner anderer Länder in deren
    > privates Vermögen mit einberechnet. In Deutschland passiert das halt nicht.

    Danke, ich hab mich schon oft gefragt wie diese Statistiken so krass an meiner Wahrnehmung vorbei gehen kann...
    Nichts desto trotz gehört die Schere mal wieder auf Papierdicke zusammen geklappt, und nicht auf Duden...

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