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Amüsant

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  1. Amüsant

    Autor: Xara 03.08.20 - 18:22

    Also diese Strahlungsdebatte ist sehr amüsant zu verfolgen, aber es ist wie nun einmal so oft: Am Anfang werden ein paar Studien als "Schnupperkurs" veröffentlicht und die eigentlich Forschung geht dann abseits der Öffentlichen Aufmerksamkeit weiter. Zivil findet man nicht viel mehr, als bspw. ältere Untersuchungen welche Körperregionen auf welche Frequenzen reagieren oder leicht denunzierbares wie Artikel verschiedener Verbände.
    Die Zeiten in denen die Presse noch offen über Mikrowellenpistolen und Wetterimpfungen debattierten sind eben einfach vorbei. Ich würde sogar davon ausgehen, dass es ein politisches Kalkül sein könnte nun diese 5G Debatte zu inszenieren. Dann reden Leute vom gleichen (Schwelle der Biologischen Auswirkungen) und unterteilen sich trotzdem in "Pro"- und "Contra" wo es keines gibt. Das hat dann mit Wissenschaft weder auf der Seite der 5G-Gegner noch auf der Seite von bspw. dem BfS zu tun. Ich würde nur gerne Wissen, wer von dem Irrsinn profitiert?

    Es ist ganz einfach: Alchemie ist Fantasie (Suche nach dem Stein der Weisen) und Chemie eine Naturwissenschaft. Zumindest in der Medialen Aufarbeitung. ^^
    Und ähnliches findet man immer wieder. Wenn ein Mensch fühlt/denkt was ein anderer empfindet oder denkt, ist das Telepathie. Wenn ein IT-Security-Forscher auf einiger Meter Entfernung einen Computer abhört, ist das eine Sicherheitslücke und Wissenschaft.

    Am Ende fehlt es uns im aktuellen Zeitalter wohl an Philosophen, die den Nonsense wieder zusammenführen. Wissenschaft ist schon ein mächtiges Konzept das uns weit gebracht hat, aber dadurch dass sie auf die Reproduzierbarkeit von Experimenten angewiesen ist, auch nur ein beschränktes Wesen. Denn mit Problemen, wie dass das Ergebnis eines Experimentes davon abhängt, wer dieses durchführt (auch ohne finanzielle Beeinflussung), kommt sie nicht zurecht. ;)

    Und so gilt auch weiterhin: Die Gesellschaft ist bemüht, auch in Zukunft jederzeit eine Hexenverbrennung durchführen zu können, sollte es jemand wagen, sich als Wissender zu offenbaren!
    Wie sich Gesellschaftlich einfach mal überhaupt nichts geändert hat. Nur die Mundart hat sich gewandelt. Statt "Tele-"irgendetwas ist heute alles "Remote-"irgendetwas.

  2. Re: Amüsant

    Autor: Eheran 03.08.20 - 18:55

    >aber dadurch dass [die Wissenschaft] auf die Reproduzierbarkeit von Experimenten angewiesen ist [...] dass das Ergebnis eines Experimentes davon abhängt, wer dieses durchführt [...] kommt sie nicht zurecht.

    Das ist schlicht falsch. Was nicht reproduzierbar ist, dass ist quasi falsch. Da kann man dann nochmal nachforschen, wenn es was relevantes ist, oder es war halt einfach nur Unsinn. Es gilt nicht: Was man nicht widerlegen kann, das bleibt. Sondern: Nur was belegt werden kann, das gilt überhaupt.

    Beispiel kalte Fusion: Wird immer wieder durch die Medien getrieben, immer wieder sind es Scharlatane die Geld verdienen wollen. Und immer wieder gibts dafür keine reproduzierbaren Beweise und damit hat sich das. Damit hat die Wissenschaft absolut kein Problem.

    Womit die Wissenschaft ein Problem hat ist Publikationsdruck. Entweder publiziert man viel oder man ist nicht relevant. Damit rückt die Quantität vor die Qualität. Die Verlage machen es mit ihrem Verhalten nicht besser. Durch die Möglichkeit, kostenlos publizieren zu können, ist schonmal ein Schritt in die richtige Richtung getan. Nur muss das Reproduzieren nunmal als genauso wertvoll betrachtet werden wie "neue" Ergebnisse. Was nützt ganz viel neues, bahnbrechendes, wenn es am Ende nur falsch war? Aber der, der es überprüft, für den interessiert sich niemand. Dafür will keiner Geld locker machen. Alle sollen immer nur ganz tolle neue Sachen erforschen, die es zuvor nicht gab.

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