1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › IT in Behörden: Modernisierung…

Die Einstellung scheiterte

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Die Einstellung scheiterte

    Autor: gadthrawn 04.08.20 - 13:22

    also, weil eine Kollegin ein Büro abgeschlossen hat, in dem ein Zeugnis lag?

    Also ganz ehrlich - das hört sich für mich eigentlich gut an. Zeugnis sind personenbezogene Daten, die eben nicht jeder sehen darf und die unter Verschluss gehalten werden müssen. Wenn die ein Zeugnis hat, hat sie vermutlich auch mehr Personalakten.

    Wenn dazu nur eine Person Zugriff hat, ist auch mit Digitalisierung nichts gewonnen . Dann hat wahrscheinlich auch nur eine Personalerin Zugriff auf die Daten. Schlimmste Form der Digitalisierung: Alle dürfen dann drauf zugreifen.....

  2. Re: Die Einstellung scheiterte

    Autor: Sharra 04.08.20 - 13:39

    Also erst einmal hat ein Büro nicht verschlossen und kein Schlüssel vorhanden zu sein. Abgeschlossen ist okay, aber im Notfall muss IMMER jemand mit Befugnis reinkönnen. Und sei es der Behördenleiter. Was ist denn, wenn da drin die Heizung leckt? Warten bis die Kollegin aus dem Urlaub kommt, und bis dahin steht die Hütte unter Wasser, oder hat keine Heizung weil abgedreht?

    Ausserdem hatte die Dame ja wohl eine Vertretung, die somit berechtigt gewesen wäre diese Daten einzusehen. Sonst hätte man ja die Bewerbung auch ganz allgemein nicht behandeln können.

    Allerdings stellt sich mir eine andere Frage, bzw. 2
    1. Der/Die Bewerber(in) sollte ihr Zeugnis ja wohl kennen. Mündliche Aussagen kann man später prüfen, und wenn er/sie gelogen hat, wird gekündigt.
    2. Wie lange war die Dame denn bitte in Urlaub, dass eine Einstellung dann gar nicht möglich war? 10 Jahre Urlaub angespart, Tür verrammelt und 2 Jahre in den Himalaja?

  3. Re: Die Einstellung scheiterte

    Autor: GwhE 04.08.20 - 13:47

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > also, weil eine Kollegin ein Büro abgeschlossen hat, in dem ein Zeugnis
    > lag?
    >
    > Also ganz ehrlich - das hört sich für mich eigentlich gut an. Zeugnis sind
    > personenbezogene Daten, die eben nicht jeder sehen darf und die unter
    > Verschluss gehalten werden müssen. Wenn die ein Zeugnis hat, hat sie
    > vermutlich auch mehr Personalakten.
    >
    > Wenn dazu nur eine Person Zugriff hat, ist auch mit Digitalisierung nichts
    > gewonnen .

    Und wenn krieg ausbricht, aber der beamte gerade in urlaub ist muss der auch verschoben werden. Im ernst, die kolegien wird due aufgabe übertragen haben, aber leider vergessen haben das das zeugniss noch bei ihr liegt. Warum man dann nicht über seinen vorgesetzten, den hausmeister mit generalschlüssel fragen kann, finde ich aber komisch.

    >Dann hat wahrscheinlich auch nur eine Personalerin Zugriff auf
    > die Daten. Schlimmste Form der Digitalisierung: Alle dürfen dann drauf
    > zugreifen.....

    Das thema rollen und rechte in der it ist schon uralt, spontan fällt mir dazu unix ein, das schon seid 50 jahren exestiert. Und heutzutage gibt es schöne tools, die zugriffe sogar
    protokollieren. D.h man sieht wann welche person auf welche daten zugegriffen hat. Gerade im zusammenspiel mit einem modernen ticketsystem sehr viel wert. Und dann noch etwas ganz wichtiges dürfen und können sind zwei sehr unterschiedliche dinge.

  4. Re: Die Einstellung scheiterte

    Autor: grumbazor 04.08.20 - 13:48

    Krankheit im öffentlichen Dienst, es gibt keine brauchbaren Vertreterregelungen. In der Privatwirtschaft muss der Laden laufen, egal wer krank oder im Urlaub ist. Platzt ein Auftrag weil sich ein MA den Fuß gebrochen hat ist der Umsatz unwiderbringlich weg. Daher muss jeder mehr können. Im Öffentlichen ist das wurst. Es gibt keine Aufträge, Geld kommt sowieso, da werden Aufgaben gern direkt an einzelne Personen gehangen. Sind diese dann im Urlaub heißt es Pech gehabt und es gibt noch nichtmal ein Problembewusstsein dafür.

  5. Re: Die Einstellung scheiterte

    Autor: falkum 04.08.20 - 14:19

    +1

  6. Re: Die Einstellung scheiterte

    Autor: John2k 04.08.20 - 14:42

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > also, weil eine Kollegin ein Büro abgeschlossen hat, in dem ein Zeugnis
    > lag?
    >
    > Also ganz ehrlich - das hört sich für mich eigentlich gut an. Zeugnis sind
    > personenbezogene Daten, die eben nicht jeder sehen darf und die unter
    > Verschluss gehalten werden müssen. Wenn die ein Zeugnis hat, hat sie
    > vermutlich auch mehr Personalakten.
    >
    > Wenn dazu nur eine Person Zugriff hat, ist auch mit Digitalisierung nichts
    > gewonnen . Dann hat wahrscheinlich auch nur eine Personalerin Zugriff auf
    > die Daten. Schlimmste Form der Digitalisierung: Alle dürfen dann drauf
    > zugreifen.....


    Die Story hört sich etwas an den Haaren herbeigezogen an.
    In jedem größerem Amt gibt es einen Hausmeister und Generalschlüssel. Klar ist es bestimmt eine Stunde Aufwand, um mit dem Vorgesetzten in das Büro zu kommen, aber machbar.
    Vom Bewerber eine neue Kopie anzufordern sollte ebenfalls möglich sein.

    Nunja, Details sind nicht bekannt. Hört sich aber eher nach fauler Mitarbeiter an. Zumal die Mitarbeiter da vermutlich eh über Whatsapp in Kontakt stehen werden, so dass man schnell nachfragen kann, wo die eine Mappe noch liegt.

    Aber auch ob die Stelle anderweitig besetzt wurde, bleibt uns der Text als Antwort schuldig.

  7. Re: Die Einstellung scheiterte

    Autor: doedel61 04.08.20 - 15:37

    Hi,

    zufälligerweise arbeite ich ÖD (IT-Abteilung).

    grumbazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Krankheit im öffentlichen Dienst, es gibt keine brauchbaren
    > Vertreterregelungen.

    natürlich gibt es Vertreterregelungen - und die hauen i.A. auch hin.
    Es kommt aber vor, dass anhand der Hierachie vertreten wird, dann decken sich u.U. die Aufgabenbereiche nicht zu 100%.

    >In der Privatwirtschaft muss der Laden laufen, egal
    > wer krank oder im Urlaub ist.

    genau. Leider haut es bereits ohne Krankheit und Urlaub nicht hin, dass irgendwas zuverlässig fertig oder geliefert wird. Vor allem der deutsche Mittelstand hat der erheblichen Nachholbedarf.

    > Platzt ein Auftrag weil sich ein MA den Fuß
    > gebrochen hat ist der Umsatz unwiderbringlich weg. Daher muss jeder mehr
    > können. Im Öffentlichen ist das wurst.

    nö, Wurst ist es nicht. Es bleibt dann aber der Vertretung hängen (zus.) oder bleibt liegen - die Einstellung von Ersatz ist kompliziert.
    Apropos gebrochen - während eines sechswöchiges Handgelenkbruchs hat mich der Fahrdienst zweimal zu wichtigen Besprechungen geholt und wieder heim gebracht; das war natürlich freiwillig und ist auch nicht von jedem zu verlangen, aber sonst hätte ich nach meiner Abwesenheit deutlich mehr Probleme gehabt.

    > Es gibt keine Aufträge, Geld kommt
    > sowieso, da werden Aufgaben gern direkt an einzelne Personen gehangen. Sind
    > diese dann im Urlaub heißt es Pech gehabt und es gibt noch nichtmal ein
    > Problembewusstsein dafür.

    Exakt. Außerdem putzen wir natürlich unsere Gummibäume, beobachten den Stand der Kaffeemaschine ( mittelerer Dienst), sortien die Anträge-auf-Erteilung-eines-Antragsformulars-zur-Bestätigung-der-Nichtigkeit-des-Durchschriftexemplars-dessen-Gültigkeitsvermerk-von-der-Bezugsbehörde-stammt-zum-Behuf-der-Vorlage-beim-zuständigen-Erteilungsamt (gehobener Dienst) und lesen sämtliche Tageszeitungen Deutschlands bis zum Dienstende (höherer Dienst).

    Hab' ich was vergessen ?

  8. Re: Die Einstellung scheiterte

    Autor: cruse 04.08.20 - 17:24

    doedel61 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    und lesen sämtliche Tageszeitungen Deutschlands bis zum Dienstende
    > (höherer Dienst).

    Schlag ein, Bruder!

  9. Re: Die Einstellung scheiterte

    Autor: euroregistrar 05.08.20 - 20:19

    Meine Frau hatte eine Antrag auf Srudienbeihilfe gestellt. Nach Monaten vertrösten der Behörde hat ihr Vater (auch Beamter) mal bei den Kollegen nachgefragt.

    Der zuständige beamte ist in den Ruhestand und die offenen Anträge sind in seiner Ablage liegen geblieben.

    Ja, digitalisierung hilft!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Possehl Spezialbau GmbH, Sprendlingen
  2. Melitta Business Service Center GmbH & Co. KG, Minden
  3. Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Hamburg
  4. Campact e.V., deutschlandweit (Home-Office möglich)

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Ausprobiert: Meine erste Strafgebühr bei Free Now
Ausprobiert
Meine erste Strafgebühr bei Free Now

Storniert habe ich bei Free Now noch nie. Doch diesmal wurde meine Geduld hart auf die Probe gestellt.
Ein Praxistest von Achim Sawall

  1. Gesetzentwurf Weitergabepflicht für Mobilitätsdaten geplant
  2. Personenbeförderung Taxibranche und Uber kritisieren Reformpläne

Energiewende: Wie die Begrünung der Stahlindustrie scheiterte
Energiewende
Wie die Begrünung der Stahlindustrie scheiterte

Vor einem Jahrzehnt suchte die europäische Stahlindustrie nach Technologien, um ihren hohen Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren, doch umgesetzt wurde fast nichts.
Eine Recherche von Hanno Böck

  1. Wetter Warum die Klimakrise so deprimierend ist

Big Blue Button: Das große blaue Sicherheitsrisiko
Big Blue Button
Das große blaue Sicherheitsrisiko

Kritische Sicherheitslücken, die Golem.de dem Entwickler der Videochat-Software Big Blue Button meldete, sind erst nach Monaten geschlossen worden.
Eine Recherche von Hanno Böck