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"Rechtsextrem"

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  1. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: Emanuele F. 10.08.20 - 11:18

    Und noch jemand, der die Linke allen Ernstes auf eine Stufe mit der AfD stellt. Die AfD ist die rechte MLPD, aber selbst dann ist eine Hufeisentheorie gefährlich.

  2. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: Mampfradler 10.08.20 - 11:29

    HierIstMarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube die AfD ist am charakteristischen nicht mit links oder rechts zu
    > beschreiben, sondern als regierende Alternative.

    Was bedeutet das denn?


    >
    > Die Themenmenge besteht natürlich auch aus rechten Themen, aber eben auch
    > aus vielen anderen. Die AfD ist damit das, was früher die CSU/CDU war: Ein
    > Auffangbecken, das die Demokratie nach rechts begrenzt indem sie rechte
    > gerade noch so einschließen.

    Die Union war in den letzten 40 Jahren niemals derart weit nach rechts offen, dass sie einen Faschisten wie Bernd Höcke geduldet hätte. Die Union wurde von leicht rechtsextremistisch veranlagten Menschen gewählt, weil diese Leute ungern Loser (NPD) wählen und diese Partei ihnen noch am wenigsten fremd war. Eben wie dein Fiktives Beispiel hier:

    >Er wird AfD-Symphatisant, weil diese seine Meinung repräsentieren und er von ihnen vertreten wird.

    Er schwenkt von CDU zur AfD; weil diese seine rassistischen Einstellungen besser repräsentiert. So einfach ist das.

    > Unter diesem Gesichtspunkt finde ich die "Klare Kante" der anderen
    > Parteien, die ihren Höhepunkt in Thüringen fand, gegen die AfD sehr
    > problematisch. Sie schließt nämlich aus, und verweigert damit den
    > entsprechenden Wählern das Gefühl von Teilhabe.

    Angesichts dessen, was in Thüringen gelaufen ist, zeigt sich nur umso mehr, wie richtig es ist. Die AfD will nicht regieren, die AfD will höchstens herrschen. Wenn sie es nicht kann, dann will sie maximal stören. Das haben sie mit Kemmerich ausreichend bewiesen. Eine sinnvolle Zusammenarbeit mit der AfD kann es nicht geben, und das liegt auch daran, dass die AfD das gar nicht will.

  3. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: HierIstMarco 10.08.20 - 11:37

    Es geht in dem Thread um die Frage, wie die AfD einzuordnen ist. Ich bin der Meinung, dass weder die Linke, noch die AfD extrem sind. Sie sind beide ein Sammelsurium an unterschiedlichen Positionen. Die Ansicht entspricht dem Verhältniswahlsystem, mit dem jede Position vertreten ist, aber nur mit den meisten anderen regieren kann.
    Dabei sind die beiden Parteien für Extreme bereits ein Kompromiss, dank der 5%-Hürde, wenn er sie die Stimme nicht wasten wollen. Gäbe es die nicht, wäre die Hufeisentheorie hinfällig und es wären halt kleine, extreme Splitterparteien mit 1-2 Mandaten die entsprechenden Vertreter.

    Was ist das problematische an der Hufeisentheorie? Und warum soll irgendein Bürger nicht das Recht haben, vertreten zu werden, andere dagegen schon?

  4. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: Fragger 10.08.20 - 11:37

    HierIstMarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube die AfD ist am charakteristischen nicht mit links oder rechts zu
    > beschreiben, sondern als regierende Alternative.
    Wenn man bedenkt, dass die AfD SELBST diese Einteilung macht, sich selbst entsprechend positioniert ("Was ist so schlimm daran, rechts zu sein?") und ihre politischen Gegner entsprechend in eine Schublade steckt ("Linksfaschisten", "Links-Grüne-Einheitspartei"), denke ich, dass man die AfD tatsächlich sehr gut mit rechts beschreiben kann.

    "Alternative" ist so ziemlich alles, was nicht regiert. Man kennt es auch unter dem Begriff "Opposition".

    > Es existieren Themen, bei denen alle Regierungsparteien der selben Meinung
    > sind.
    Ja, z.B. Minderheitenschutz. Oder Menschenrechte. Oder Demokratie. Oder freie Presse. Oder Menschenwürde. Oder...

    > Bestes Beispiel: Keine Zusammenarbeit mit der AfD. Es gibt einige
    > weitere.
    Die FDP (Regierungspartei oder nicht hängt davon ab, worauf man sich bezieht) hält eine Zusammenarbeit mit der AfD für nicht unmöglich.

    > Nun gibt es einen Wähler X, der in einem dieser Themen anderer Meinung ist
    > als die Gesamtheit der Regierungsparteien.
    Das ist sehr schade.

    > Er wird AfD-Symphatisant, weil
    > diese seine Meinung repräsentieren und er von ihnen vertreten wird.
    Das ist schön. Leider wissen 90% aller AfD-Sympathisanten, dass ihre "Meinung" nicht wirklich korrekt oder gar erstrebenswert ist. Wenn man sie dann fragt, warum es genau die AfD ist, sagen sie es natürlich nicht.

    Stattdessen bekommt man einen witzigen "Tap-Dance", dass man sie wegen den "Arbeitsrechten" wählt. Die AfD, die unsere Krankenversicherung, Kündigungsschutz und weiteres "lockern" will. Wenn man sie darauf hinweist, dass z.B. die Linke besser für Arbeiter geeignet ist, werden die ganz böse :'D

    Da fragt man sich echt, wo die Mut zur Wahrheit geblieben ist ;)

    > Die Themenmenge besteht natürlich auch aus rechten Themen, aber eben auch
    > aus vielen anderen.
    Z.B.? Neo-liberale Themen fallen mir da noch ein. Umweltschutz abschaffen, Unternehmen regieren lassen. Wenn man sowas mag, dann lieber die FDP. Man weiß dann zwar, dass es dann den ärmsten 95% schlechter geht, muss aber nicht befürchten, eines schönen Tages den Ariertest nicht zu bestehen, an die Wand gestellt zu werden (NATÜRLICH NUR FÜR EIN FOTOSHOOTING1!!!1!!1) und nach Anatolien entsorgt (NATÜRLICH NUR AUF EINE ABENTEUERREISE!1!!1!1) zu werden.

    > Die AfD ist damit das, was früher die CSU/CDU war: Ein
    > Auffangbecken, das die Demokratie nach rechts begrenzt indem sie rechte
    > gerade noch so einschließen.
    Die Partei, die am meisten durch die AfD an Mitgliederschwund "leidet", ist die NPD.

    > Damit nimmt sie aus meiner Sicht eine wichtige Position ein, genauso wie
    > die Linke, denn in einer Demokratie ist es wichtig, dass sich alle
    > vertreten fühlen, damit kein Extremismus durch das Gefühl der
    > Ausgeschlossenheit und Nichtbeachtung entsteht.
    Schöne Worte, leider ist die AfD momentan Extremismus. Die AfD schürt ihn sogar und profitiert davon.

    > Nur so gehen die extremen
    > Positionen im später geschlossenen Kompromiss unter.
    Die AfD hat schon viele "Kompromisse" geschlossen:
    - Lucke rausgeworfen
    - Petri rausgeworfen

    Nur Bernd das Brot, das ist immer noch drin. Ist wohl leider nicht linksextrem genug, um aus der AfD rausgeworfen zu werden.

    > Unter diesem Gesichtspunkt finde ich die "Klare Kante" der anderen
    > Parteien, die ihren Höhepunkt in Thüringen fand, gegen die AfD sehr
    > problematisch.
    Du findest "klare Kante" gegen Rechtsextremismus problematisch?

    > Sie schließt nämlich aus, und verweigert damit den
    > entsprechenden Wählern das Gefühl von Teilhabe.
    Demokratie heißt nicht "Ich bekomme alles was ich will. Den Boateng-Nachbarn will ich nicht haben, der muss zurück in sein Land Afrikanistan".

  5. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: Fragger 10.08.20 - 11:45

    HierIstMarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht in dem Thread um die Frage, wie die AfD einzuordnen ist. Ich bin
    > der Meinung, dass weder die Linke, noch die AfD extrem sind.
    Du versuchst hier die AfD und Linke gleichzusetzen, um die AfD zu "deextremisieren". Wie schon oben geschrieben wurde: Die AfD kann man mit den Marxisten-Leninisten vergleichen. Und ja, beide sind extrem.

    > Sie sind beide
    > ein Sammelsurium an unterschiedlichen Positionen. Die Ansicht entspricht
    > dem Verhältniswahlsystem, mit dem jede Position vertreten ist, aber nur mit
    > den meisten anderen regieren kann.
    > Dabei sind die beiden Parteien für Extreme bereits ein Kompromiss, dank der
    > 5%-Hürde, wenn er sie die Stimme nicht wasten wollen. Gäbe es die nicht,
    > wäre die Hufeisentheorie hinfällig und es wären halt kleine, extreme
    > Splitterparteien mit 1-2 Mandaten die entsprechenden Vertreter.
    Die Hufeisentheorie ist so oder so hinfällig.

    > Was ist das problematische an der Hufeisentheorie?
    Weil sie Blödsinn ist? Links- und Rechtsextreme sind sich nicht nah.

    > Und warum soll irgendein
    > Bürger nicht das Recht haben, vertreten zu werden, andere dagegen schon?
    Jeder hat das Recht, verteten zu werden. Es ist aber kein Privileg. Wäre ja absurd, wenn es gehen würde: Person A hat Meinung X und Person B hat Meinung Nicht-X. Wie sollen jetzt beide gleichzeitig ihr Ding bekommen? An geraden Wochentagen X, an ungeraden Nicht-X?

  6. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: HierIstMarco 10.08.20 - 12:38

    @Fragger
    Was für Gemeinsamkeiten haben denn die MLPD und die AfD? Als Unterschiede sehe ich etwa, dass die eine in Parlamenten sitzt, die andere nicht. Oder dass die eine Kompromisse macht, die andere nicht (wie von dir beschrieben).

    Bei der Hufeisentheorie bin ich bei dir, nahe sind sich links und rechts nicht. Das zeigen schon die Diskussionen hier im Forum, die niemals einen Konsens finden werden. Da ist das Hufeisen ein schlechtes Bild.

    Dagegen ist Extremismus aber immer Extremismus, ganz gleich welcher. Und um den geht es, also unabhängig von allen anderen Variablen.

    Das mit dem Recht vertreten zu werden ist so nicht gemeint. Jeder hat ein Recht, seine Stimme gegen Vertreter im Parlament zu tauschen (damit vertreten zu werden) und dann durch die Stimme des Vertreters an Entscheidungen teilzuhaben (solange direkte Demokratie nicht machbar ist). Dass dann die Mehrheit entscheidet, liegt an den Grundprinzipien der Demokratie. Und ich möchte weder links noch rechts dieses Recht absprechen und auch nicht den extremen, denn nur so hält die Demokratie Extremismus im Zaum. Nicht durch das Verbot desselben.

  7. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: Emanuele F. 10.08.20 - 12:49

    Moment. Nur weil die AfD in Parlamenten sitzt (und dort die parlamentarische Arbeit nach Kräften behindert), ist sie nicht weitaus extremer als die Linke? Und von welchen "Kompromissen" sprichst du?

    Weshalb ich aber nicht einmal die MLPD und die AfD auf eine Stufe setzen würde und weshalb die Hufeisentheorie eben nicht funktioniert: Linksextremismus bedeutet am Ende, dass man mit extremen Methoden eine Verbesserung für ALLE herbeiführen möchte, insbesondere auch für Minderheiten und gesellschaftlich benachteiligte Menschen. Mit fragwürdigen und zu verurteilenden Methoden, keine Frage. Rechtsextremismus bedeutet hingegen, dass die Privilegien von einigen wenigen gestärkt werden sollen und dass man Manchen sogar das Recht auf Leben abspricht. Rechtsextremismus wird daher immer menschenfeindlicher sein, als Linksextremismus.

    Wer aber gar "die Linke" als linksextreme Partei bezeichnet und die SPD und die Grünen am besten auch noch, der hat sich selbst bereits Lichtjahre weit von der demokratischen Mitte entfernt.

  8. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: Fragger 10.08.20 - 13:10

    HierIstMarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @Fragger
    > Was für Gemeinsamkeiten haben denn die MLPD und die AfD?
    Die Frage des Extremismus.

    > Als Unterschiede
    > sehe ich etwa, dass die eine in Parlamenten sitzt, die andere nicht. Oder
    > dass die eine Kompromisse macht, die andere nicht (wie von dir
    > beschrieben).
    Würde ich fast unterschreiben, aber "Kompromisse"? Ist dir aufgefallen, dass da etwas Sarkasmus im Spiel war, bei den "Kompromissen", die ich aufgezählt habe?

    > Bei der Hufeisentheorie bin ich bei dir, nahe sind sich links und rechts
    > nicht. Das zeigen schon die Diskussionen hier im Forum, die niemals einen
    > Konsens finden werden. Da ist das Hufeisen ein schlechtes Bild.
    >
    > Dagegen ist Extremismus aber immer Extremismus, ganz gleich welcher. Und um
    > den geht es, also unabhängig von allen anderen Variablen.
    Stimme ich zu.

    > Das mit dem Recht vertreten zu werden ist so nicht gemeint. Jeder hat ein
    > Recht, seine Stimme gegen Vertreter im Parlament zu tauschen (damit
    > vertreten zu werden) und dann durch die Stimme des Vertreters an
    > Entscheidungen teilzuhaben (solange direkte Demokratie nicht machbar ist).
    > Dass dann die Mehrheit entscheidet, liegt an den Grundprinzipien der
    > Demokratie. Und ich möchte weder links noch rechts dieses Recht absprechen
    > und auch nicht den extremen, denn nur so hält die Demokratie Extremismus im
    > Zaum. Nicht durch das Verbot desselben.
    Auch bei einer direkten Demokratie werden Enscheidungen getroffen, die nicht allen gefallen.

  9. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: HierIstMarco 10.08.20 - 13:31

    Das direkte bezog sich auf das Recht vertreten zu werden. Wäre es direkte Demokratie, würde das Wahlrecht reichen.

    Demokratie heißt aber in allen Fällen, dass die Entscheidung akzeptiert wird, wenn über sie abgestimmt wurde. Eben eine Extremismusbremse.

  10. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: HierIstMarco 10.08.20 - 13:52

    Emanuele F. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Moment. Nur weil die AfD in Parlamenten sitzt (und dort die
    > parlamentarische Arbeit nach Kräften behindert), ist sie nicht weitaus
    > extremer als die Linke? Und von welchen "Kompromissen" sprichst du?

    Ich beziehe mich auf das Parteiprogramm. Im Vergleich zu den der AfD vorgeworfenen extremem Feidlichkeiten ist dieses entschärft. Und natürlich auch ein bisschen auf die parteiinternen Positionsdiskussionen, wie von @Fragger angesprochen, und die auch personelle Konsequenzen nach sich gezogen hat.

    > Weshalb ich aber nicht einmal die MLPD und die AfD auf eine Stufe setzen
    > würde und weshalb die Hufeisentheorie eben nicht funktioniert:
    > Linksextremismus bedeutet am Ende, dass man mit extremen Methoden eine
    > Verbesserung für ALLE herbeiführen möchte, insbesondere auch für
    > Minderheiten und gesellschaftlich benachteiligte Menschen. Mit fragwürdigen
    > und zu verurteilenden Methoden, keine Frage. Rechtsextremismus bedeutet
    > hingegen, dass die Privilegien von einigen wenigen gestärkt werden sollen
    > und dass man Manchen sogar das Recht auf Leben abspricht. Rechtsextremismus
    > wird daher immer menschenfeindlicher sein, als Linksextremismus.

    Extremismus ist Extremismus. Ein extremer Veganer mag auch nur das beste für die Welt und die Tiere erreichen, wenn er dabei aber im Supermarkt Fleisch vergiftet, nunja, Extremismus halt.

    Ich wage es zu behaupten, dass diese Schwarz-Weiß-Denke nicht weiterhilft. Denn ich unterstelle jedem Menschen, nur das beste zu wollen. Nur über die Methoden wird man sich nicht einig, und dann gibt es auch noch die sozialen Aspekte der Gruppenzugehörigkeit. Ich denke, viele der wirklich extremen Taten entstehen durch Gruppenbildung und Abkapselung zu anderen Meinungen im Rest der Welt (siehe Artikel).

    Alle anderen haben ein Bild der Welt, und dieses führt zu der entsprechenden Politik. Falls ein Beispiel für die dadurch entstehenden Differenzen gewünscht ist, und warum beide Seiten gutes wollen, "Hier!" schrei(b)en.

    > Wer aber gar "die Linke" als linksextreme Partei bezeichnet und die SPD und
    > die Grünen am besten auch noch, der hat sich selbst bereits Lichtjahre weit
    > von der demokratischen Mitte entfernt.

    Wer ist dieser jemand? Falls ich das sein soll: Ich habe die Linke nicht als linksextrem, sondern als für linksextreme Bürger gerade noch wählbar bezeichnet. Das ist ein Unterschied und von meinem Bild der Welt her gesprochen ein Lob.

  11. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: Emanuele F. 10.08.20 - 14:01

    Ein "entschärftes" Parteiprogramm ist nichts wert und eher als Nebenkerze zu betrachten, solange die Scharfmacher an der Spitze der AfD stehen.

    Die Hufeisentheorie für unzulässig zu halten, bedeutet noch lange nicht, deswegen gleich schwarz-weiß zu denken.

    Links, rechts oder "Mitte" ist eine Frage der inneren Einstellung. Möchte ich für alle das Beste und denke ich eher langfristig, dann bin ich eher links, möchte ich vor allem für mich selbst das Beste und bin für schnelle Lösungen (oder Nicht-Lösungen), dann bin ich eher rechts. Das ist keine Definition, die ich mal eben selbst festgelegt habe. Allein schon deswegen geht meiner Meinung nach von rechts die größere Gefahr aus.

    Es steht dir aber frei, MLPD und AfD auf eine Stufe zu stellen. Tust du das mit der Linken und der AfD, dann wird's halt lächerlich. Linke und CSU passt dann wieder in etwa.

  12. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: HierIstMarco 10.08.20 - 14:41

    Emanuele F. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein "entschärftes" Parteiprogramm ist nichts wert und eher als Nebenkerze
    > zu betrachten, solange die Scharfmacher an der Spitze der AfD stehen.
    >
    > Die Hufeisentheorie für unzulässig zu halten, bedeutet noch lange nicht,
    > deswegen gleich schwarz-weiß zu denken.

    Die Hufeisentheorie habe ich einige Posts vorher bereits revidiert, weil ich ein falsches Verständnis der Theorie hatte. Ich dachte, dass es daeum geht, alles aufzusammeln (mit dem Glück als Metapher), jedoch geht es scheinbar um die Nähe der Enden. Das dass nicht stimmt, dem stimme ich zu.

    > Links, rechts oder "Mitte" ist eine Frage der inneren Einstellung. Möchte
    > ich für alle das Beste und denke ich eher langfristig, dann bin ich eher
    > links, möchte ich vor allem für mich selbst das Beste und bin für schnelle
    > Lösungen (oder Nicht-Lösungen), dann bin ich eher rechts. Das ist keine
    > Definition, die ich mal eben selbst festgelegt habe. Allein schon deswegen
    > geht meiner Meinung nach von rechts die größere Gefahr aus.

    Dann erzähle ich doch meine Story, auch wenn mich @Fragger wieder lynchen wird:

    Einer meiner größten Werte ist Gerechtigkeit. Als junger Mann habe ich deshalb, weil ich daran geglaubt habe, die Linke gewählt. Das hat sich vor kurzem schlagartig geändert. Mir ist nämlich aufgefallen, dass die linken Parteien mit ihrer Methodik nicht etwa Gerechtigkeit schaffen, sondern aktiv Ungerechtigkeit erzeugen. Da ich noch nicht so alt bin, kann ich nicht einschätzen ob es mal anders war, aber aktuell teilt der linke Intersektionalismus alles und jeden in Gruppen ein und verteilt dementsprechend Sonderrechte und befreit von Pflichten. Im Glauben, damit irgendwelche Nachteile auszugleichen, die alle in der Gruppe betreffen. Verkannt werden dabei die Unterschiede der Individuen, und dass die Maßnahmen nicht die Schuldigen zurückbenachteilen, sondern ganz andere Individuen trifft, die nicht Schuld sind.

    Für mich ist das nicht gerecht, und als nun großer Gegner dieser Maßnahmen bin ich quasi Parteilos.

    Warum ich mit diesem Hintergrund die AfD verteidige? Weil Parteilosigkeit ein Nährboden für Extremismus ist, wenn man etwas erreichen möchte (in meinem Fall Gerechtigkeit). In diesem Zustand muss man aktiv dagegenarbeiten, damit man bei seinem eigentlichen Ziel bleibt. Und die AfD vermeidet diesen Zustand für eine ganze Menge von Leuten.

    Und was ich bei mir dagegen tun könnte? In eine Partei eintreten und sie mit meiner Stimme umgestalten! Da ist es eigentlich egal welche, solange ich dadurch eine andere Tendenz ertzeuge.

  13. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: KnutRider 10.08.20 - 14:51

    HierIstMarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dann erzähle ich doch meine Story, auch wenn mich @Fragger wieder lynchen
    > wird:
    >
    > Einer meiner größten Werte ist Gerechtigkeit. Als junger Mann habe ich
    > deshalb, weil ich daran geglaubt habe, die Linke gewählt. Das hat sich vor
    > kurzem schlagartig geändert. Mir ist nämlich aufgefallen, dass die linken
    > Parteien mit ihrer Methodik nicht etwa Gerechtigkeit schaffen, sondern
    > aktiv Ungerechtigkeit erzeugen. Da ich noch nicht so alt bin, kann ich
    > nicht einschätzen ob es mal anders war, aber aktuell teilt der linke
    > Intersektionalismus alles und jeden in Gruppen ein und verteilt
    > dementsprechend Sonderrechte und befreit von Pflichten. Im Glauben, damit
    > irgendwelche Nachteile auszugleichen, die alle in der Gruppe betreffen.
    > Verkannt werden dabei die Unterschiede der Individuen, und dass die
    > Maßnahmen nicht die Schuldigen zurückbenachteilen, sondern ganz andere
    > Individuen trifft, die nicht Schuld sind.
    >
    > Für mich ist das nicht gerecht, und als nun großer Gegner dieser Maßnahmen
    > bin ich quasi Parteilos.
    Eine Story hat normalerweise Inhalt. Deine Story ist so allgemein gehalten, da ist die Kritik als ob ich im Pazifik einen bestimmten Wasser-Tropfen finden soll.

    Was genau stört dich nun an der Linken?

    > Warum ich mit diesem Hintergrund die AfD verteidige? Weil Parteilosigkeit
    > ein Nährboden für Extremismus ist, wenn man etwas erreichen möchte (in
    > meinem Fall Gerechtigkeit). In diesem Zustand muss man aktiv
    > dagegenarbeiten, damit man bei seinem eigentlichen Ziel bleibt. Und die AfD
    > vermeidet diesen Zustand für eine ganze Menge von Leuten.
    >
    > Und was ich bei mir dagegen tun könnte? In eine Partei eintreten und sie
    > mit meiner Stimme umgestalten! Da ist es eigentlich egal welche, solange
    > ich dadurch eine andere Tendenz ertzeuge.
    AfD und Gerechtigkeit in einem Satz zu nennen ist schon mutig. Insbesondere wenn man bedenkt wie die AfD sozial schwache, angefangen bei Alleinerziehenden, noch ungerechter behandeln will.

    Und nun willst du uns was sagen? Das du anstatt in "Die Linke" eintrittst um dort was zu ändern, lieber die AfD verteidigst?

  14. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: Emanuele F. 10.08.20 - 16:10

    Lieber in die AfD einzutreten um sie von innen zu verändern, als die Linke von innen zu verändern, klingt schon reichlich absurd. Es sei denn, man ist rechts.

    Die halbwegs Gemäßigten haben aber in der AfD eh schon verloren, wer also rechts, aber nicht rechtsextrem ist, täte besser daran in die CDU/CSU einzutreten und diese von innen zu verändern, denn dort ist noch nicht Hopfen und Malz verloren.

  15. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: Eheran 10.08.20 - 16:43

    So viel Arbeit um es so schön und deutlich zu formulieren... und doch wird es nichts ändern.
    Mich würde eine Reaktion des TOs interessieren.

  16. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: BLi8819 10.08.20 - 16:55

    Wenn du nun deine Aussage belegen könntest, wann führende Politiker der genannten Parteien mit Linkextremen zusammen in erster Reihe auf einer Demo marschieren.

    Wichtig ist, in welcher Position der jeweilige Politiker ist und welche Macht dieser in der Partei hat. Das es linksradikale SPDler, Grüne und Linke gibt, ist wahrscheinlich gegeben und wird wohl keiner bestreiten. Die haben in der Partei aber keine Macht. Wobei man da jetzt jede Partei differenziert betrachten muss.

    Immer dieser über ein kam scheren aller Parteien links von der Mitte bringt doch niemanden etwas.

  17. Zuwanderung != Asyl

    Autor: BLi8819 10.08.20 - 17:02

    Es gibt einen Unterschied zwischen Asyl und Einwanderung.
    Aber das geht in eure AfD-Köpfe nicht so rein, oder?

  18. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: Eheran 10.08.20 - 17:06

    Moment mal.
    Die angeblichen Aussagen (siehe Volksverpetzer) müssen belegt werden, nicht andersrum diese angeblichen Aussagen hinterher dann widerlegt (siehe Feroz Khan).

    Nichts desto trotzdem schafft er es, zumindest manche der Aussage zweifelsfrei als sinnentstellendes Zitat zu entlarven. Was der Glaubwürdigkeit von Volksverpetzer nicht hilft, völlig egal was man von Feroz Khan halten mag. Also auch mit Beleg, mit dem O-Ton ohne Kürzung. Nicht nur eine Behauptung - obwohl ja auch eine einfache Behauptung schon 1:1 die selbe Glaubwürdigkeit hat wie irgendwelche Behauptung z.B. seitens Volksverpetzer...

  19. Re: Die AfD ist eine Alternative

    Autor: BLi8819 10.08.20 - 17:08

    > Ein Auffangbecken, das die Demokratie nach rechts begrenzt indem sie rechte gerade noch so einschließen.
    Bei der AfD gibt es nach rechts keine Grenze.

  20. Re: Zuwanderung != Asyl

    Autor: KnutRider 10.08.20 - 18:32

    BLi8819 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt einen Unterschied zwischen Asyl und Einwanderung.
    > Aber das geht in eure AfD-Köpfe nicht so rein, oder?
    Wie soll das auch gehen? Die feiern ja teilweise jeden im Mittelmeer ertrunkenen Menschen. Obwohl, sie sehen ja nicht den Menschen...

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