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  5. › iPhone: Facebook muss Spiele aus…

Schon immer so...

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  1. Schon immer so...

    Autor: ezadoo 08.08.20 - 22:28

    Die Richtlinie, die solche Apps verbietet, gibt es nicht erst seit gestern oder wegen den Streaming-Apps.
    Also ein Sammelsurium an Apps, die nicht durch Apple bzw. über den AppStore kontrolliert werden können und wahllos in eine App gepackt werden.

    Und diese Richtlinie war somit allen Entwicklern von vornherein bekannt, da sie schon seit Jahren existiert, und somit wussten die Entwickler auch, auf was sie sich einlassen. Und sie mussten somit auch damit rechnen, dass Apple auch nicht für Facebook eine Ausnahme macht, da man dann auch alle anderen derartigen Apps zulassen müsste.

    Man hätte sich ja auch vorher versuchen können Gespräche mit Apple zu führen, und man hätte unter Umständen eine Lösung dafür finden können, da Apple durchaus Ausnahmen macht, wenn es sich auch für Apple finanziell lohnt (Siehe Amazon Prime Video auf Apple TV, etc).

    Aber ich glaube nicht, dass sich Apple ein bisschen Kritik von Facebook beugen wird, solange sich nicht ein Vorteil für Apple daraus ergibt.

  2. Re: Schon immer so...

    Autor: Isodome 09.08.20 - 09:40

    Lass mich dein Argument beenden: "... die Regeln waren vorher bekannt, insofern hätte Facebook gaming erst gar nicht entwickelt werden sollen. Warum beschweren sie sich jetzt?"

    Und genau das ist das Problem. Eine kleine Bude würde gewisse Produkte erst gar nicht entwickeln, weil 50% der Leute (USA) nicht erreicht werden können. Apple ist in einer Position, in der sie Innovation abwürgen können und den freien Markt behindern. Deswegen muss der Gesetzgeber Eingreifen.

  3. Re: Schon immer so...

    Autor: forenuser 09.08.20 - 10:52

    Es gibt doch Spiele auf iOS, was wird da abgewürgt?

    Das es keine Spiele in einer Facebook-App für iOS gibt? Dann bringt Facebook die Spiele halt in den normalen Appstore auf den Markt.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  4. Re: Schon immer so...

    Autor: Eheran 09.08.20 - 11:28

    >was wird da abgewürgt?
    Siehe Artikel? Oder die Geschichte mit Microsoft?

    >Es gibt doch Spiele auf iOS
    Es gibt auch Autos mit Radio. Trotzdem darf dir nicht verboten werden, beliebig was eigenes einzubauen.

  5. Not only at Apple...

    Autor: ezadoo 09.08.20 - 13:05

    Ich möchte hier nicht wieder eine Diskussion lostreten, ob ich mir ein Betriebssystem nach meinen Wüschen und nach meinen Bedingungen entwickeln darf und das entsprechend auf meine Geräte aufspielen darf, weil mir die vorhandenen Betriebssystem nicht die entsprechende Kontrolle über die Inhalte geben, wie ich mir das wünsche.

    Das hat auch nichts mit Innovationsverhinderung zu tun, was Apple da macht, und ja: Es war ALLEN, ja wirklich ALLEN Entwicklern und auch Nutzern bekannt (bzw. hätte bekannt sein können, wenn man sich als Entwickler oder Nutzer informiert hätte), dass auf iOS nicht Apps angeboten werden dürfen, die Inhalte abseits vom AppStore nachladen können.

    Ich glaube z.B. auch nicht, dass Microsoft auf der XBox eine App in deren Store zulassen würde, um Spiele auf der XBox von Google Stadia oder PlayStation Now zu streamen. Auch glaube ich nicht, dass Sony auf der PlayStation Google Stadia oder xCloud in seinen Store lassen würde.
    Und auch hier war/ist allen Beteiligten bekannt, was die Regeln sind und auch hier ist das nichts anderes, als bei Apple.

  6. Re: Not only at Apple...

    Autor: Isodome 09.08.20 - 13:28

    Dass es allen bekannt ist, ändert doch nichts. Apple hat Marktmacht um Geschäftsmodelle und Innovation zu verhindern. Und deswegen dürfen sie eben nicht machen was sie wollen. Was Sony und Microsoft tun spielt überhaupt keine Rolle (Whataboutism).

    Du sagst, es war allein "ja wirklich allen" vorher klar, dass die Apps nicht in den Store dürfen. Du sagst also die Apps hätten erst gar nicht entwickelt werden sollen/dürfen. Und genau das ist zu kritisieren. Apple hat zu viel Marktmacht, als dass sie bestimmen sollten, welche Apps im sind und welche nicht. Facebook und Microsoft können so ein Risiko eingehen. Kleine Indi Entwickler bestimmt aber nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.20 13:29 durch Isodome.

  7. Re: Schon immer so...

    Autor: ezadoo 09.08.20 - 14:19

    Mit Whataboutism-Vorwürfen sollte man aufpassen, dass einem auf einen solchen Vorwurf selbst nicht ein Mangel an Argumenten gegen das eigentliche Thema unterstellt werden kann. Auch ist es ja keine andere sondern exakt die selbe Problematik, somit auch das Thema beibehalten.

    Und das was ich hier angeführt habe würde ich deshalb als Abstraktion des Themas bezeichnen.
    Es geht dabei um den Zusammenhang zwischen Hardware und eigener Software mit entsprechendem Store, der in allen Fällen genau der gleiche ist:

    Ein Hersteller hat ein Hardware-Produkt mit seinem eigenen Ökosystem/seiner eigenen Software und einen entsprechenden Store mit dazugehörigen Regeln, was darin zugelassen ist und was nicht. Und das war bzw. ist allen Entwicklern, egal wie groß oder klein, aber auch Nutzern schon vorher bekannt. Auch ist die Marktmacht in allen Bereichen mindestens ähnlich bzw. teilweise sogar signifikant höher.

    Sicherlich führt das immer irgendwann zwangsläufig zu dem Resultat, dass der Nutzer oder ein Entwickler etwas möchte, was der Plattformbetreiber nicht möchte. Dieser hat aber das Hausrecht und aufgrund der freien Marktwirtschaft kann er das auch tun, es ist ja niemand gezwungen das Produkt zu kaufen oder dafür zu entwickeln da Alternativen vorhanden sind und eine Marktbeherrschende Stellung liegt ja entsprechend auch nicht vor.

    Auch kann ich keine Fairness-Unterschiede zwischen großen und kleinen Indie-Entwicklern erkennen, da Apple ja auch den großen Entwicklern nicht nachgibt.
    Sicherlich kann ein großer Entwickler mehr Geld für etwas investieren, wovon er nicht weiß, ob es funktioniert oder nicht, aber das liegt dann eher am Kapitalismus als solches, hat aber nichts mit den vorher bekannten Regeln zu tun und ist auch nicht nur bei Apps der Fall und ist in der freien Wirtschaft nunmal gang und gäbe.

    Ich will sicherlich nicht behaupten, dass ich das Vorgehen und die Regelung im AppStore bzw. allgemein gut finde, eher im Gegenteil, aber es verstößt nicht gegen Gesetze und ist auch sonst rechtlich halt zulässig.

  8. Re: Schon immer so...

    Autor: Isodome 09.08.20 - 15:07

    ezadoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dieser hat aber das Hausrecht und aufgrund der freien
    > Marktwirtschaft kann er das auch tun, es ist ja niemand gezwungen das
    > Produkt zu kaufen oder dafür zu entwickeln da Alternativen vorhanden sind
    > und eine Marktbeherrschende Stellung liegt ja entsprechend auch nicht vor.

    Laut Wikipedia: Marktbeherrschende Stellung: "... wenn ein Unternehmen nur ungenügendem Wettbewerbsdruck ausgesetzt ist". Und das glaube ich als juristische Laie schon, denn Apple kann sehr unpopuläre Entscheidungen treffen ohne befürchten zu müssen, finanzielle Nachteile zu erleiden. Oder denkst du irgendein iPhonenutzer findet es toll, Game Streaming alla Stadia nicht benutzen zu können. Letztendlich muss das ein Richter entscheiden.

    Ich denke, dass Apple's Ökosystem eine Relevanz für die gesamte Digitalwirtschaft erreicht hat, dass eben nicht mehr alles mit Hausrecht legitimiert werden kann. Die Interessen der Gesellschaft als ganzes wiegen schwerer als Apples Recht auf frei Ausübung deines Geschäfts.

    > Sicherlich kann ein großer Entwickler mehr Geld für etwas investieren,
    > wovon er nicht weiß, ob es funktioniert oder nicht, aber das liegt dann
    > eher am Kapitalismus als solches.
    Point taken ;)


    > [... ] es verstößt
    > nicht gegen Gesetze und ist auch sonst rechtlich halt zulässig.
    Falls Apple gegen Kartellrecht verstößt, hast du unrecht. Falls nicht habe ich vorsorglich nach dem Gesetzgeber gerufen, nicht nach der Justiz.

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